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Cannabiskultour - 100 Aktionen zur Förderung der Hanfkultur in Deutschland
Gedanken über Drogenpolitik, Cannabis und die Legalisierung
44 Kommentare vom 08.02.2009
Immer wieder weder ich gefragt:
"Was kann ich tun, um die Legalisierung von Cannabis zu unterstützen?"
In der heutigen Ausgabe des Tagesrausch "Legalisierung - Was kann ich tun?" versuche ich diese Frage zu beantworten.
Im Prinzip gibt es drei Dinge die Du tun kannst.
Es gibt in Deutschland dutzende Organisationen und Gruppen, die sich für ein Ende der Prohibitionspolitik einsetzen. Praktisch alle Aktiven könnten mehr erreichen, wenn sie größere finanzielle Möglichkeiten hätten.
Seien es Druckerzeugnisse oder die Telefonrechnung, Miete für ein Büro oder Kosten für Anwälte fast alles, was Legalizer machen kostet Geld, dass sie in der Regel nicht haben.
Ich erwarte nicht, dass Du für die Legalisierung hungerst, aber wer jedes Jahr hunderte Euro für Marihuana ausgibt, der kann auch mal 20 oder 50 für "die gute Sache" opfern.
Wen Du mit einer Spende oder Mitgliedschaft unterstützt, solltest Du daran festmachen, wer Dir inhaltlich am nächsten liegt. Im Folgenden findest Du ein paar Organisationen, die ich "empfehle". Eine größere Auswahl findest Du in meinen "sehenswerten Webseiten" in der Kategorie "Drogenpolitik und Legalisierung".
Der Berliner Verein zur Förderung der Partykultur und Minderung der Drogenproblematik "Eve & Rave e.V." beschäftigt sich mit einer breiten Themenpalette aus den Bereichen Drug-Checking, Technokultur und Drogenpolitik. Er veröffentlicht umfangreiche Texte zu Fragen über Safer Use und Drogenkultur.
Deutschlands einziges Museum rund um die Pflanze Cannabis. Informationen von Nutzhanf bis Eigenbedarf und das einzige legale Hanffeld Berlins.
Die IACM ist eine gemeinnützige wissenschaftliche Gesellschaft, die sich für die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) und ihrer pharmakologisch wirksamsten Inhaltstoffe, die Cannabinoide, für therapeutische Zwecke einsetzt, durch die Unterstützung der Forschung und die Verbreitung von Informationen.
Der VfD ist eine überparteiliche und unabhängige Organisation, in der Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft eine umfassende und akzeptierende Drogenpolitik betreiben. Informiert über aktuelle Ereignisse, Ergebnisse und Veröffentlichungen aus Forschung und Wissenschaft sowie nationale und internationale Studien zur Drogenpolitik.
Eine größere Auswahl drogenpolitischer Organisationen findest Du in meinen "sehenswerten Webseiten" in der Kategorie "Drogenpolitik und Legalisierung".
Flyer des DHV - Legalisierung aus Vernunft
Wer kein Geld hat oder keins geben möchte, muss deshalb noch lange nicht die Hände in den Schoß legen.
Was nützt die beste Kampagne, wenn keiner drüber schreibt? Nichts! Wer kommt auf eine Demo über die niemand spricht? Niemand! Wer kann etwas dafür tun, damit über Legalisierungsaktionen gesprochen wird? Jeder!
Viele Legalisierungsorganisationen bieten Material an, mit dem Du für ihre Kampagnen werben kannst. Allzu oft liegen Broschüren, Flyer und Infoblätter ungenutzt in dunklen Kellern, weil es nicht genug Menschen gibt, die sie verteilen.
Wer hier helfen will, der sollte sich einfach eine Ladung "Propagandamaterial" zusenden lassen und loslegen! Wer lieber keine Post von DHV und Co. bekommen möchte (z.B. weil der Briefträger immer so neugierig ist), dem empfehle ich, den Headshop seines Vertrauens als Briefkasten zu benutzen. Fragt einfach mal nach...
Bitte denke beim Verteilen von Legalisierungsflyern daran, dass politische Werbung nicht überall gut ankommt. So sind Kirchen und Friedhöfe sicher kein guter Ort für Legalize-Aufkleber. Bevor Du in Schulen, Jugendclubs oder Deinem Sportverein Material verteilt, solltest Du fragen, ob das okay ist.
So banal es klingt, aber die Herzen und den Verstand der Menschen zu gewinnen, kann nur Menschen mit Herz und Verstand gelingen!
Nur wenig ist gleichzeitig so schwer und so leicht, so beängstigend und so befreiend, wie ein offenes Gespräch. Das gilt auch und gerade für die Diskussion über die Legalisierung von Cannabis.
Am Anfang verlangt es sicher einigen Mut, aber trotzdem solltest Du den Versuch wagen, mit cannabiskritischen Menschen in Deiner Umgebung über die Legalisierung zu sprechen. Wer sich nicht als Kiffer outen möchte oder kann, dem gebe ich einen Tipp.
Wenn ich (mal wieder) nach meinem Konsum gefragt werde, dann sage ich gern:
Niemand muss Cannabis konsumieren, um zu erkennen, dass das Verbot mehr schadet, als es legales Cannabis je könnte!
Nicht jeder mag sich in der Familie "outen". Wer das (noch) nicht tun will, der kann immernoch Leserbriefe schreiben, in Foren und SocialNetworks Position beziehen oder oder oder...
Das Web2.0 lebt davon, dass Nutzer ihre Freunde und Bekannten auf Interessantes aufmerksam machen. Kleine Webschreiberlinge, wie ich einer bin, sind auf diese Form der "Mund zu Mund"-Propaganda doppelt angewiesen, weil das Geld für klassische Werbung fehlt.
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»Für Interessierte und Laien ist ein bemerkenswert ausgewogen und aktuell verfasstes Buch zu Cannabis erschienen.« Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
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