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Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung

Gedanken zum Protestkiffen auf der Hanfparade

I smoke pot and i like it a lot. (Keith Stroup, US-amerikanischer Hanfaktivist und Gründer von NORML)

Poster der Hanfparade 2013Poster der Hanfparade 2013
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Die inzwischen 17. Hanfparade rückt mit Riesenschritten näher. Kaum sieben Wochen trennen uns noch von “Deutschlands größter Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel”, die am 10. August in Berlin stattfinden wird.
Anders als in den Vorjahren wird heuer glücklicherweise nicht darüber diskutiert, ob man den hingehe. Die Hanfparade scheint sich endlich wieder als fester Termin in die Kalender der Szene gebrannt zu haben. Statt über das “Ob?” wird über das “Wie?” gestritten. Wie soll man das Demomotto “Meine Wahl? Hanf legal!” mit Leben füllen?

Der Bremer Rauchgerätehersteller, Lebemann und Perückenträger Ziggi Jackson beteilgte sich mit einer provokanten Frage an der Diskussion, die ich, da sie in unterschiedlichem Gewand immer wieder gestellt wird, öffentlich beantworten möchte. Ziggi fragte seine Fans:

Was würde eigentlich passieren, wenn wir alle auf der Hanfparade kiffen würden? Würde Merkel uns alle verhaften lassen?

Ich fang meine Antwort am besten von hinten an.

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Oregon (USA) - Erstmals Parlamentsinitiative für Legalisierung

Immer dieses Gerede von Drogenpolitik… Genuss braucht keine Politik. Genuss braucht Kultur. (Jan Ludewig)

Oregon State House on WeedOregon State House on Weed
Foto: The Weedblog

In den USA wird (schon wieder) Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit 1937 verabschiedete gestern ein im US-Bundesstaat Oregon ein Parlamentsausschuss eine Gesetztesinitiative zur Legalisierung von Cannabis.

Der von den regierenden Demokraten dominierte Gesundheitsausschuss will mit der “House Bill 3371” möglichen Volksentscheidsinitiativen von Cannabisaktivisten zuvorkommen und so in der politischen Diskussion um Hanf die aktive Position erhalten.

Die Parlamentarier reagieren damit auf die um sich greifende “Entmachtung” der Parlamente durch Volksentscheide, Bürgerbegehren und andere US-Spielarten direkter Demokratie.

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Drogenpolitik im Interview mit Studio Amsterdam

Wie ich schon mehrfach betont habe, bin ich Experte für alles. Mehrfach. Betont. (Sascha Lobo, selbsternannter Webprophet)

Cover zum Interview -Drogenpolitik im Studio Amsterdam- Download als MP3, OGG oder Opus

Vor ein einigen Tagen war ich per Telefoninterview Gast des Webradios Studio Amsterdam. Genauer gesagt wurde ich von Dieter Deuss zum Thema “Drogenpolitik und Legalisierung befragt”.

In der gut 2-stündigen Sendung kamen neben mir der drogenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke Frank Tempel und der Komiker Bernhard Hoecker zu Wort. Da ich mich an dieser Stelle darauf beschränke meinen Beitrag zu dokumentieren, sei darauf hingewiesen, dass sich auf Soundcloud ein vollumfänglicher Mitschnitt findet.

Da mich im Anschluss an das Interview einige Nachfragen erreichten, möchte ich meine Äußerungen öffentlich kommentieren und ergänzen.

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Wer legalisiert verliert - Cannabis muss verboten bleiben

Politik ist die Kunst, einem anderen so lange auf den Zehen zu stehen, bis er sich entschuldigt. (Charles Maurice de Talleyrand, französischer Diplomat)

Legalisierung - Nein Danke!

Wenn man sich intensiver mit Alternativen zum Cannabisverbot beschäftigt, läuft man Gefahr, vor lauter “guten Argumenten” den Blick dafür zu verlieren, dass viele Menschen in einer Legalisierung in erster Linie ein riskantes Experiment sehen.
Aus Sicht konservativer Drogenpolitiker hat die Prohibition durchaus Vorteile, die “wir” für erfolgreiche Aufklärungsarbeit unter Cannabisskeptikern kennen müssen.

Ich möchte deshalb heute einmal den Versuch unternehmen, liebgewonnene Welterklärungen abzustreifen und den Advocatus Diaboli geben.

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Mit Kifferromantik die Welt retten? Kritik am GMM-Poster

Politiker haben nur vor einer Gruppierung Angst - Und zwar vor Müttern. (Joseph Martin “Joschka” Fischer, deutscher Politiker)

Posterentwurf für den GMM 2013 in Deutschland Posterentwurf für den GMM
Layout by schmiddie

Am ersten Wochenende im Mai finden in aller Welt zeitgleich Veranstaltungen für die Legalisierung von Cannabis statt. Die Idee zu diesem seit Ende der Neunziger jährlich durchgeführten Aktionstag, dem Global Marijuana March (GMM), stammt vom US-amerikanischen Drogenpolitikaktivisten Dana Beal.
Leider finden sich in der Liste der mehr als 300 weltweit beteiligten Orte nur wenige deutsche Städte. Im letzten Jahr gab es lediglich in Berlin, Frankfurt/Main, Hannover und Potsdam GMM-Events. Das soll sich ändern!

Ein Werkzeug auf dem Weg zu mehr deutscher GMM-Beteiligung will das von der Berliner Agentur sowjet (u.a. Hanf Journal, Exzessiv) zur Verfügung gestellte, im ganzen Land nutzbare Poster “GMM in Deutschland” sein. Die Schwierigkeit bestand dabei darin, einen Entwurf zu finden, der für die Bewerbung einer breiten Palette an Aktionen verwendet werden kann. Das Poster soll den GMM-Aktiven die Wahl lassen. Egal ob Demonstration, Party, Konzert, Vorlesung oder Diskussion es muss immer passen.

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