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Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung

Aktiv werden - aber richtig!

Nimmt man zehn Menschen und sagt ihnen Zieht!, dann drücken vier und zwei fragen Warum?(deutscher Aphorismus)

Heute ist es mal wieder an der Zeit, einen Klassiker unter den Leserfragen öffentlich zu beantworten. Als Anlass muss diesmal Maurice herhalten, der Folgendes wissen wollte.

Hey Steffen. Ich bewundere es total wie ihr euch für Psychoaktiva einsetzt. Da ich mich nun schon ein paar Jährchen damit befasse, habe ich den Entschluss gefasst, endlich auch selbst etwas für die Demokratie und damit für den fachgerechten Umgang mit Psychoaktiva zu unternehmen. Hast du eine Idee wie ich dir helfen kann?

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Reden, Reden, Reden - Macht doch mal was

Das Gehirn ist eine wunderbare Sache. Es funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten. (Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller)

Poster der Hanfparade 2014

Weil es aktuell vergleichsweise viele einschlägige Anfragen sowie öffentlich geäußerten Frust nach unerwarteten Antworten gibt, würd ich gern mal ein, zwei Sachen rund um die Hanfparade, Deutschlands größter Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel, erklären.

Nach dem Selbstverständnis des Organisationsteams (ich behaupte jetzt einfach mal, da im Sinne aller MitstreiterInnen zu sprechen) ist es ein wichtiger Teil unserer Legalisierungsbemühungen, jenen zu öffentlicher Aufmerksamkeit zu verhelfen, die die politische Debatte über Drogenpolitik bereits mitgestalten. Das können PolitikerInnen, AktivistInnen, PatientInnen, ÄrztInnen, HanfbäuerInnen oder -verarbeiterInnen, JournalistInnen, RechtspflegerInnen, Angehörige oder schlicht NutzerInnen sein.

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Mehr Jugendschutz dank Legalisierung?

Ich bin der Grund, warum sich jeder selber hinter sich verschanzt. Guten Abend lieber Freund… Ich bin deine Angst. (Floh Söllner, deutscher Liedermacher)

Vor ein paar Tagen erhielt ich elektronische Post und weil die darin von Floh Söllner, seines Zeichen eine Hälfte des Liedermacherduos Rauschzeichen, aufgeworfene Frage so oder so ähnlich immer wieder gestellt wird, beantworte ich sie im Folgenden einfach mal öffentlich.

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5 Gründe, warum kein Hänfling Millionär wird

Es gibt viele gute Gründe, nicht in die Politik gehen zu wollen. Geld ist darunter nicht unbedingt der Wichtigste. (Frank Rieger)

In den kommenden Monaten veranstaltet ProSieben eine “Millionärswahl“. Versprochen wird, dass einer der “Kandidaten” “demokratisch reich werden” kann. Nebenbei winken “crossmediale” Aufmerksamkeit und das zweifelhafte Vergnügen dem Privatfernsehen billig produzierte Werbeeinnahmen zu zu spielen.

Auch in der deutschen Legalisierungsszene weckte “die Million” Begehrlichkeiten und vielfach scheint dabei die Gier den Verstand zu überstimmen. Der seit einer guten Woche gelegentlich aufflammenden Millionärseuphorie möchte ich im Folgenden eine nüchterne Aufwand-Ergebnis-Kalkulation entgegen halten.

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Bis Kiffer ein Kompliment ist

Auch ein schiefer Baum trägt süße Früchte. (chinesisches Sprichwort)

Der folgende Text ist eine schamlose Adaption des am 15.05.2013 unter dem Titel “Bis „Fotze“ ein Kompliment ist” in der taz erschienenen Originals von Margarete Stokowski.

Dass gleich was kommen würde, sah ich an der Art, wie R. den Kronkorken seines Flens malträtierte. Irgendwas wollte er. „Du“, sagte R., „kann ich dich was fragen?“ – „Immer.“ – „Wie wird man Hanfaktivist?“ – „Uff.“ – „Du bist doch Aktivist und ich wollte auch gern Legalisierer werden.“ – „Wolltest du?“ – „Will ich. Total. Vielleicht bin ich es auch schon“, sagte er, „ich weiß es nicht.“

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