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Gedanken über Drogenpolitik, Cannabis und die Legalisierung
8 Kommentare vom 02.02.2009
Lange war es auf meiner Seite erschreckend ruhig. Der Weihnachtsurlaub im DSL-freien Thüringer Wald und eine Sinusitis haben mich beinahe sechs Wochen zur Webuntätigkeit verdammt.
Dabei trugen meine Bemühungen möglichst viele Leser mit drogenpolitischen Neuigkeiten zu versorgen gerade erste Früchte.
Aber ich fange wohl lieber am Anfang an.
Seit Jahren ging ich mit dem Gedanken schwanger, endlich auch mal meinen eigenen Senf auf die Welt loszulassen. Nich dass ich sonst nicht zu Wort käme - Der Deutsche Hanf Verband, die Hanfparade und eine Vielzahl Hanfzeitungen und Drogenmedien bieten wir beinahe täglich Raum, um mich zu produzieren.
Das Problem daran ist, dass ich bei diesen Gelegenheiten in der Regel im Auftrag einer bestimmten Organisation spreche. Nicht immer ist es da möglich, hundertprozentig meine Meinung zu vertreten. Wer für andere spricht, muss deren Überzeugung ebenso gut vertreten, wie die eigene.
Vor gut einem Jahr habe ich mir deshalb zu Weihnachten eine Domain geschenkt. Weil ich ein notorischer Selbstprogrammierer bin, hat es ein paar Monate gedauert, bis ich mit Funktionen und die Layout so weit zufrieden war, dass ich die ersten öffentlich zugänglichen Inhalte parat hatte. Am ersten Juni 2008 war es soweit - UsualRedAnt.de erblickte das Licht der Welt.
Nachdem ich mich im Juni in meinen Artikeln in erster Linie mit mir und meiner Seite beschäftigt habe, begann im Folgemonat die Arbeit an meinem eigentlichen Steckenpferd - aktuelle Entwicklungen der (inter)nationalen Drogenpolitik kritisch aber unaufgeregt zu dokumentieren.
Beinahe wäre die Geschichte meiner Seite an dieser Stelle unrühmlich zu Ende gegangen. Ich hatte den Zeit- und Arbeitsaufwand, den ein solches Webprojekt mit sich bringt massiv unterschätzt. Als dann nach zwei Monaten die Leute noch immer nicht in Massen zu mir strömten, begann ich zu zweifeln. Schließlich konnte ich auf ein großes Reservoir treuer Leser zurückgreifen und hatte aus meiner Sicht alles Machbare getan, um Google und Co. von der neuen Zutat in der Websuppe zu überzeugen.
Wenn ich alles schreibe, dann mein ich "ein wenig zu viel" (liebe SEOs bitte nicht lachen). Ich habe:
Genützt hat das freilich wenig, hatte ich doch die wichtigste Grundregel des Erfolgs einer Webseite vergessen - Content is King!
Bei gerade einmal acht Artikeln in zwei Monaten hätte ich mich über insgesamt knapp 2500 Besucher vermutlich auch freuen können. Tat ich aber nicht. Schließlich hatte ich insgeheim damit gerechnet, dass die Welt, nun ja, "auf mich gewartet" hat.
Zum Glück stand die Hanfparade vor der Tür und ich hatte keine Zeit die Brocken hinzuwerfen und ich anderen Dingen zu widmen. Langer Rede kurzer Sinn - Am 25. September erhielt ich einen Anruf, der letztlich dazu geführt hat, dass Du diesen Artikel lesen kannst.
Ein Redakteur von Polylux fragte mich, was ich von Spice halte und ob ich jemanden kenne, der vor der TV-Kamera Spice konsumieren würde.
So richtig Ahnung hatte ich nicht, aber da mir das nicht das erste Mal im Leben so ging, wusste ich meine Wissenslücken zu schließen.
Klar hab ich meine Rechercheergebnisse auf UsualRedAnt.de "zweitverwertet" und mit meiner Suche nach der Wahrheit über Spice zu einem eher erfreulichen TV-Bericht über Spice beigetragen.
Was dann kam, konnte keiner ahnen. Spice entwickelte sich in den Herbstmonaten auf geradezu gespenstische Art zum Hypethema. Vergleichbares hatte ich in meinen acht Dienstjahren an der Legalisiererfront nicht erlebt.
Spätestens mit der Veröffentlichung des Artikels "Spice gefährlicher als Klebstoff schnüffeln?" am 12.11.2008, war klar, dass ich, ohne es wirklich zu wollen, ganz oben auf der Spicewelle schwamm. Beinahe täglich konnte ich nun vierstellige Besucherzahlen verbuchen.
So weit so gut. Ich darf nämlich nicht mehr so lange Artikel schreiben - hat man mir gesagt. Und deshalb gibt es den zweiten Teil meiner Bilanz aus 6 Monaten UsualRedAnt.de erst morgen!
Ich will ja nicht zuviel verraten, aber es erwartet Dich ein angeschlagener Herbstmeister, jede Menge Schwanzvergleich-Statistik und eine wichtige Erkenntnis über das Leben, das Universum und den ganzen Rest!
Das Web2.0 lebt davon, dass Nutzer ihre Freunde und Bekannten auf Interessantes aufmerksam machen. Kleine Webschreiberlinge, wie ich einer bin, sind auf diese Form der "Mund zu Mund"-Propaganda doppelt angewiesen, weil das Geld für klassische Werbung fehlt.
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