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Cannabiskultour - 100 Aktionen zur Förderung der Hanfkultur in Deutschland
Gedanken über Drogenpolitik, Cannabis und die Legalisierung
1 Kommentare vom 13.10.2008
Ich bin heute von einem Wochenend-Arbeitsausflug zur Cultiva zurück gekommen. Das war die 1. Hanfmesse in Österreich, das sich still und heimlich zu einer Cannabis- Hochburg mausert.
Wien steht für die meisten Menschen für Kaffeekultur, Mozartkugeln und einen für Außenstehende merkwürigen morbiden Charme.
Wer sich mit Drogenpolitik beschäftigt, für den bedeutet Wien in erster Linie UNODC. Das "Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Kriminalität" (UNODC), die Weltdrogenbehörde, hat hier ihren Sitz.
Im krassen Gegensatz zum von dort ausgehenden weltweiten Krieg gegen Drogen stehen die relativ unbehelligt lebenden Kiffer der österreichischen Hauptstadt. Sogar Stecklinge, kleine Hanfpflänzchen, die unter Kunstlicht in wenigen Wochen zu kapitalen "Marihuanabäumen" heranwachsen gibt es in der Hauptstadt Österreichs zu kaufen.
In diesem Spannungsfeld sollte von 10.-12.10. die erste Cannabisfachmesse Österreichs stattfinden. Klar durfte der Deutsche Hanf Verband (DHV) nicht fehlen. Noch dazu, war das die erste Gelegenheit auf einer Hanfmesse im deutschsprachigen Raum mit meinem Buch "Rauschzeichen - Cannabis: Alles, was man wissen muß" anzugeben :)
Donnerstag Mittag ging es zu viert in Berlin los. Mit an Bord des DHV-Shuttles waren mein Chef Georg Wurth, Martin Steldinger, der die Werbetrommel für die Hanfparade rühren wollte und MZE, seines Zeichens "Fun & Action" Reporter des Hanf Journals.
Lustig gemacht und wichtige BotschaftGegen Mitternacht hatten wir die rund 750 Kilometer ohne größere Staus hinter uns gebracht und kamen an unserem Nachtquartier dem EKH, einem seit 1990 besetztem Haus an.
Ja, Du liest richtig - Wir armen kleinen Hanflegalisierer können uns nichtmal ein Hotel leisten und freuen uns deshalb über jede kostengünstige Unterkunft. Wir geben das wenige für Cannabis-Lobbyarbeit zur Verfügung stehende Geld halt lieber für Infobroschüren und Aktionen, als für Bed and Breakfast aus.
Der Empfang im EKH war sehr herzlich, fand hier doch gerade ein Treffen von Wiener Cannabisaktivisten und Vertretern von ENCOD statt.
ENCOD, die Europäische Koalition für eine gerechte und effektive Drogenpolitik, will nämlich das UN-Drogentreffen im kommenden Jahr mit einem eigenen Kongress über neue Wege in der Drogenpolitik begleiten, aber dazu ein ander Mal mehr.
Obschon alle Beteiligten von der langen Anreise gezeichnet waren, Joep Omen von Encod war sogar aus Antwerpen nach Wien gekommen, verfielen wir schnell in eine anregende Diskussion über aktuelle Kampagnen, nationale Entwicklungen in der Drogenpolitik und Pläne für kommende Aktionen.
Stell Dir einfach ein Familientreffen vor, bei dem nicht über Onkel Gustavs neue Frau, sondern über die Möglichkeit Koka-Tee nach Europa zu importieren gestritten wird.
Ewig hätten wir so philosophieren und Pläne schmieden könne, aber das Messewochenende warf seine mit schmerzenden Füßen und fusselig geredeten Mündern drohenden Schatten voraus und so zog es uns nach und nach in die Schlafsäcke. Für die Neuentdeckung der österreichischen Hanflandschaft musste man doch halbwegs ausgeschlafen sein...
Wenn Du wissen willst, wie sich die "Eventpyramide Vösendorf" anfühlt, wenn sich über 100 Unternehmen rund um Hanf und Kifferkultur treffen, dann schau in die Fortsetzung dieses Artikels - "Cultiva Tag 1 - Ein Hanfthal unter der Glaspyramide".
Das Video hat zwar mit der Cultiva nix zu tun, wohl aber mit Wiener Schmäh.
Den Song, der dem Artikel seinem Namen gab, darf ich Dir einfach nicht vorenthalten.
Die wohl schöngeistigste Band Österreichs und die mit abstand intelligentesten Texte südlich von Köln/Bonn - das sind die Wahnwiener von Monomania.
Unbedingt anhören, live erleben und allen weitersagen!!!
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Für den Verlag Kiepenheuer & Witsch habe ich "Rauschzeichen" geschrieben.
»Für Interessierte und Laien ist ein bemerkenswert ausgewogen und aktuell verfasstes Buch zu Cannabis erschienen.« Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
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