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Steffen Geyer UsualRedAnt Steffen Geyer - UsualRedAnt

Gedanken über Drogenpolitik, Cannabis und die Legalisierung

Weisheit des Tages
The only thing that can save the world is the reclaiming of the awareness of the world. That's what poetry does. (Allen Ginsberg)

12 Lesermeinungen zu "Die Polizei, die Presse und die Drogen"

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Bisher 12 Kommentare von Lesern

16.8.2008 um 10:22 Uhr | Kommentar von Jah Ma Latana
Leider liest man zuwenig vom wirtschaftlichen Potential des Hanf und das Spektrum Cannabis in der Medizin wurde viel zu wenig in den Vordergrund gestellt. Vielmehr wurden jenige bekräftigt, welche Hanfbefürworter immer noch in der Ecke sehen, von zerzausten Alt-Hippie-Gesellen. Schade eigendlich.
16.8.2008 um 12:20 Uhr | Kommentar von Steffen
Ola Jah!

Die uralte Nutzpflanze Hanf kam in diesem Jahr leider wirklich etwas zu kurz. Lediglich auf der Abschlusskundgebung konnten wir über sie informieren.
Über Cannabis als Medizin kannst Du ja bei mir was lesen, aber auch dieses Thema müßte sicher breiter diskutiert werden.

Danke für die Kritik. Ich werde das so in die nächste Hanfparade-Vorbesprechung hineintragen.

Mit hanfigen Grüßen
Steffen
17.8.2008 um 10:09 Uhr | Kommentar von berlinleben
"Gerade Andersdenkende müssen Ziel der alltäglichen Aufklärungsarbeit sein."

Ist die mangelnde Beteiligung an der Hanfparade unter Umständen eben genau darauf zurückzuführen, dass diese Veranstaltung und die Aufklärungsarbeit der Hanfaktivisten bisher nicht die Menge der Andersdenkenden erreicht?
Da die Hanfparade von den Vertretern der Politik lediglich als Bühne für den Stimmenfang genutzt wird, ist die seit Jahren abnehmende Beteiligung völlig verständlich.

Die Liberalen z.B. enthalten sich doch bevorzugt bei so ziemlich jeder Abstimmung über die Legalisierung im Bundestag. Den Liberalen fehlt gerade bei vermeintlich unpopulären Entscheidungen Rückgrat!

Unglücklicherwise wird zudem auf der Hanfparade auch immer wieder die nun seit zehn Jahren andauernde Legalisierungslüge der Grünen propagiert. Meiner Meinung nach ist eine Stimme für die Grünen, eine Stimme für die Legalisierungslüge!

Uns Kiffern wird ja nachgesagt vergesslich zu sein. Die Hanfparade jedenfalls scheint diese Theorie in diesem Falle zu bestätigen, seit 1998 ist sie leider sogar ein Verstärker der Grünen Legalisierungslüge geworden, denn solchen politischen Wahlkampftatktiken kein Nährboden zu sein.

Dieses Jahr haben außerdem auch die anderen Grünen in Uniform die erfolgreiche Polizeitatktik des 1. Mais auf der Hanfparade angewendet. Offensichtlich leiden nicht nur Kiffer an Gedächtnislücken, jedenfalls kann ich mich an keinerlei gewalttätige Auseinandersetzungen im Rahmen der Hanfparade erinnern, die ein solches Auftreten rechtfertigen würden. Tja, Wissen ist Macht, daher versucht unser Staat möglichst viele Informationen über den einzelnen Bürger zu sammeln, da kommt eine solche Veranstaltung gerade recht, um die kiffende Bevölkerung zu erfassen.

Abschreckung und Verteufelung sind wieder die staatlichen Maßnahmen der Drogenpolitik geworden.

Daher ist es enorm wichtig, dass ihr nicht aufgebt, lauter werdet und vor allem Andersdenkende erreicht!

Die eigenen Leute müsst Ihr nicht mehr überzeugen!
20.8.2008 um 10:59 Uhr | Kommentar von Steffen
Ola Berlinleben!

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.

Das Thema Wahlkampf - Versprechen - Wahllügen wird sicher gerade bis zur Hanfparade 2009 noch heftig diskutiert werden. Schliesslich nähern wir uns der Bundestagswahl 2009.

Traditionell lassen Wahlkämpfe eher auf ein verstärktes Engagement der Parteien auch auf der Hanfparade schliessen. Ob und wie man dies zu einem Vorteil für die Cannabislegaliserung machen kann, werde ich sicher noch in dem einen oder anderen Artikel beleuchten.

Wo stehst Du beim Problemfeld "Kokain-Legalisierung" bzw. inwieweit sollte die Hanfparade aus Deiner Sicht andere Rauschmittel einschliessen?

Mit hanfigen Grüßen
Steffen
20.8.2008 um 11:48 Uhr | Kommentar von berlinleben
Als liberaldenkender Mensch bin ich generell der Meinung, dass Verbote der falsche Weg sind. Meinetwegen kann man alles legalisieren. Allerdings nicht ohne fundierte und präventive Aufklärungsarbeit. Durch eine Legalisierung wird der Drogenkonsum, entgegen der allgemein verbreiteten Meinung, nicht gefördert, wie das Beispiel Niederlande zeigt, sondern ganz im Gegenteil, die Zahl der Erstkonsumenten ist faktisch niedriger als in D.

Jedoch würde ich es nicht unbedingt begrüßen, wenn die Hanfparade zur Koksparade oder Drogenparade wird.

Ich bin hier für eine klare Trennung von sogenannten weichen und harten Drogen.

Sucht- und Gesundheitsrisiken beider Drogen sind zu unterschiedlich, um diese gleichzusetzen.

Auch deshalb empfinde ich die Aussage dieses sogenannten Liberalen, dessen Namen man sich glaube ich besser nicht merken sollte, als pure Provokation und Aussage ohne Wert!
22.8.2008 um 18:42 Uhr | Kommentar von Rick
Ich kann es mir nicht verkneifen: Ich glaube, man könnte sehr viel für das Ansehen der Hanfbewegung tun, wenn man das nächste Mal so Herrschaften wie Beck und Ströbele nicht einlädt. Und dafür ein paar rechtschaffene Bio-Hanfbauern...
23.8.2008 um 14:13 Uhr | Kommentar von Exilbayer
Hi Steffen,
um es gleich mal Los zu werden, ich bewundere deinen Einsatz für die Sache. Ich kann nur hoffen das du niemals aufgibst.

So nun zum Thema: Wenn denn schon von aller Welt Hanf mit anderen Drogen verglichen wird, dann sollte man doch auch darauf hinwirken können, dass Menschen in straffreien Räumen konsumieren dürfen. Junkies dürfen ja auch in Druckräumen sich ihren Schuss setzten (Was ich persönlich sogar begrüße, als ehemaliger Junkie. Ja, Hanf ist meine Ausstiegsdroge und diese Räume helfen Leben retten).

Desweiteren wurden über Jahre Schwerstabhängige mit ihrem Stoff versorgt und werden zum Teil heute noch, aber vor einigen Jahrzehnten wurden die damaligen Legalisierungsrufe damit abgeschmettert, dass wenn Hasch legal wäre, die nächste Gruppe kommt und ihr Heroin frei haben möchte. Nun und Heute? Heroine vom Arzt und Knast für Hasch?
25.8.2008 um 5:10 Uhr | Kommentar von o.0
Wäre es nicht vielleicht besser die Hanfparade zentraler zu veranstalten (evtl. in Thüringen oder Hessen)? Somit ist die Anreise für viele Besucher aus ganz Deutschland kürzer, was sich bestimmt auch auf die Teilnehmerzahlen auwirken wird!
28.8.2008 um 15:32 Uhr | Kommentar von dasdel
Auf der suche nach einem Weg, wie man sich für die Legalisierung von Hanf einsetzen kann, bin ich hier hin gestossen.

Ich sage bewusst Legalisierung von Hanf und nicht Drogen, da wie schon weiter oben beschrieben die Wirkung und Ergebnisse verschiedener Drogen, auch verschieden ausfallen.

Ich habe mir gedacht - och ist doch toll, bei der nächsten Wahl wähle ich eine Partei, die sich sinnvoll und realistisch dafür einsetzen. Also Browser an und bei Google die grössten deutschen Parteien ausgesucht.

Trotz intensiver Suche musste ich feststellen, dass die Parteien garnicht oder nur teilweise das Thema anschneiden. Und zu meinem Schrecken auch fast immer zu Wahlkampftagen. Auch bei den Grünen bin ich nicht fündig geworden, wo dieses Ziel wirklich angestrebt wird.

Bei meiner Suche nach verschiedenen Möglichkeiten sich für die Legalisierung von Hanf einzusetzen, bin ich auch auf nahmhafte Forschungsarbeiten gestossen. In einem wird sogar erwähnt, dass in Deutschland insgesamt ca. 3 Millionen Menschen rauchen, ob regelmässige Konsumenten oder auch Leute die selten rauchen.
Wenn ich davon die Hälfte abziehe, bleiben immer noch 1,5 Millionen Menschen über.

Hm, aber egal, wieder zurück zu den Grünen. Also bei den Grünen und den Linken nochmal hereingeschaut. Die Grünen gehen auf ihrer Homepage nur einmal darauf ein und diese ist zur Webseite der Grünen Jugend verlinkt. Dort sind viele interessante Sachen zu lesen, nur leider musste ich auch dort feststellen, dass eine Gruppe die Legalisierung fordert, die eigentlich überhaubt kein Stimmrecht hat, bei parteiinternen Entscheidungen (also die Grüne Jugend kann blöken, wie sie will, die haben am Ende eigentlich nichts zu sagen, wenn der Chef für Ruhe sorgt).

Was aber erschreckender ist, dass immer zu Wahlkampfzeiten (meistens 6-12 vorher), man sich dafür einsetzt und auch nur solange bis diese vorbei sind. Was muss ich tun, damit die Stimme von ca 1.5 Millionen erhört werden? Dies ist keine Minderheit mehr.

Ich dachte wir leben in einer Demokratie, wo Menschen selbst entscheiden können. Allein der Aufmarsch und die Handlungen der Polizei bei der Hanfparade zeigt, dass Deutschland in Sachen Menschenrechte kein bisschen weiter ist als China.
Inzwischen kann man in Deutschland Menschen filzen, nur weil deren Aussehen nicht in die Norm von Beamten passen.

Aber weiter: Auch die angebliche Unterschriftenaktion der Grünen verläuft zu einer Internetseite, die nach Gestaltung der Seite eigentlich nie fertig war und sein wird.
Der Link zu den Unterschriften endet bei einer weißen Seite. Was ist da los?

Augenwischerei, damit man die 1.5 Millionen Stimmen bekommt? Also Grüne, wenn ihr es ernst meint, dann macht auch Aktionen, wo man sogar evtl. anonym seine Stimme geben kann.

Naja, dann eben mal zu den Linken auf der Homepage nachgeschaut. Trotz vorheriger Beschimpfungen über die Partei, war ich doch überraschtm als ich dann den Beschluss der Partei von 24./25. Mai 2008 durchgelesen habe. Hier wird die Parteipolitik beschrieben. Ich zitiere daraus:

"Wir wollen drogenpolitische Reformen: Die Unterscheidung zwischen legalen und illegalisierten Drogen folgt keinem nachvollziehbaren Prinzip, sondern ist zufällig und willkürlich. Vielfältige Erfahrungen zeigen, dass staatliche Verbote nur selten vom Drogenkonsum abhalten können. Um die Kriminalisierung von DrogengebraucherInnen zu beenden, treten wir für eine Änderung des Betäubungsmittelrechts im Sinne einer deutlichen Liberalisierung ein. Unser Ziel ist ein humanes und fachlich überzeugendes Konzept, welches abhängigen Betroffenen eine grundsätzliche Perspektive für den Ausstieg aus der Sucht ermöglicht. Um die Kriminalisierung von Drogennutzerinnen und -nutzern sowie chronisch Kranken zu beenden, treten wir für die Liberalisierung des Betäubungsmittelrechtes ein."

Auf CDU und SPD komm ich garnicht drauf, da die Argumente dieser Parteien, wie die eines kommunistischen Diktators klingen und sehr wenig Interesse am Volk gezeigt wird.

Ich möchte nicht eine politische Diskussion oder so, aber so langsam fasse ich mir am Kopf und denke, muss man erst Cannabis konsumieren, damit man das sieht?

Ich habe sehr viele Freunde die Hanf als Ausstiegsdroge aus der Heroinhölle genutzt haben. Die meisten von ihnen hatten vor ihrer Heroinsucht Hanf nicht mal angefasst. Womit die Aussage als Einstiegsdroge doch endlich nach 10 jahren forschens klar sein dürfte.

ich würde gerne noch einiges zu schreiben aber leider ist dieses Fenster ein wenig unübersichtlich. Solche Leute wie du haben mein Respekt - Steffen - die sich trotz schwieriger Lage sich dafür einsetzen.
30.9.2008 um 17:09 Uhr | Kommentar von oliver p.
Hallo Canabisfreunde,
Leider werden die Konsumenten immer noch verfolgt, wie die "Hexen" von der Inquisition.

Das ist schon hinterweltlich und peinlich.

Ich war 15 Jahre extrem heroinabhängig und kokainsüchtig, ich habe die erste Zeit nach meiner 6-monatigen Therapie meine Löcher und schwachen Phasen mit Cannabiskonsum überstanden.
Es half mir sehr, die Finger von den harten Sachen zu lassen und gab mir etwas mehr Spielraum.

Nach dem ersten Kind habe ich es dann von selber gelassen.

Ich wurde kriminalisiert, obwohl ich niemals Unrecht im Sinne von Diebstahl und Gewalt anwendete. Ich war halt nur drogenkrank.

Ich habe die Hölle erlebt und Sachen in unserer Justiz erlebt, die dem Normalo die Haare zu Berge stehen lassen würden. Aber ich kann nun alles hinter mir lassen, denn ich bin clean. Ich arbeite aber für die Legalisierung in der Linken und in den Arbeitskreisen LAG Drogenpolitik und BAG Drogenpolitik mit, um harmlose Jugendliche vor der Kriminalisierung zu bewahren.

Drogen sind schädlich aber gehören sicherlich nicht bestraft, sondern wenn überhaupt, dann behandelt.
Drogies zu bestrafen, ist wie einem Tumorkranken in einem Zimmer einzusperren und darauf hoffen, das er nun Vernunft annehme - Der Tumor? Der Patient?
7.3.2009 um 13:01 Uhr | Kommentar von freddy
Legalize it!
6.4.2009 um 21:21 Uhr | Kommentar von Argentina
Zunächst ist ist Dein Artikel echt gut. Offensichtlich will man in Afghanistan dem so genannten Übel an die Wurzel gehen und dort ohne ein schlüssiges Konzept unsere verfehlte Politik zu dieser Thematik weiter betreiben. Doch so läuft das nicht!

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