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Gedanken über Drogenpolitik, Cannabis und die Legalisierung

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Cannabis - Teufelsdroge oder Wundermittel?

4 Kommentare vom 11.03.2009

Cover der Märzausgabe 2009 des Würzburger Stadtmagazins Port01 Märzausgabe des Stadt- und Kulturmagazins Port01 Würzburg

Das Stadt- und Kulturmagazin Port01 nahm die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für die Verwendung natürlichen Cannabis als Medizin an sieben Patienten zum Anlaß, um über das verbreitetste illegalisierte Rauschmittel zu informieren.

Vier Interviews sollten Cannabis und seine Konsumenten aus vier unterschiedlichen Sichtweisen zeigen und es dem Leser so ermöglichen, selbst zu entscheiden, wie viel Wahres in den Klischees von der süchtigmachenden Wundermedizin steckt.

Bettina Pfeuffer befragte dafür eine Vertreterin des Suchthilfeprojekts mindzone, den Geschäftsführer des Headshops Rumpelstilzchen und den leitenden Oberstaatsanwalt der Stadt Würzburg. Der vierte im Reigen der Interviewten war ich.

Weil leider nicht das ganze Interview in der Märzausgabe des Würzburger Port01 Platz hatte und die ihre Artikel im Internet nur als Flashversion anbieten, findest Du im Folgenden eine ungekürzte und auch ohne Flash lesbare Version meines Interviews mit Bettina Pfeuffer von Port01 :)


Cannabis - Teufelsdroge oder Wundermittel?
Interview im Port01 Würzburg Ausgabe März 2009

Bettina Pfeuffer: Als ein so genannter Hanfaktivist hast du eine positive Einstellung zum Thema Cannabis. Warum ist Cannabis eigentlich wirklich illegalisiert worden?

Steffen Geyer: Den ersten Schritt auf dem Weg in Richtung Hanfverbot ging man 1925 bei einer Opium-Konferenz in Genf. Dort brachten die Delegierten Ägyptens und der Türkei den Antrag ein, auch Cannabis in die Liste der kontrollierten Substanzen aufzunehmen. Dies taten sie nicht, weil es Probleme mit den Konsumenten gab, sondern weil sie ihre landeseigene Cannabisproduktion vor indischer Konkurrenz schützen wollten. Obwohl die Vertreter von 18 der 19 teilnehmenden Staaten keine Informationen über gesundheitliche oder soziale Probleme mit Cannabis hatten, stimmte eine knappe Mehrheit für den Antrag. Als Gegenleistung für das Ja der Deutschen wurde beschlossen, keine neuen Verkaufsbeschränkungen für Kokain und Heroin zu verhängen. Das Schicksal der deutschen Unternehmen Merck und Bayer hing damals stark von diesen "Medikamenten" ab.

In den 30er Jahren ging von den USA eine weltweite Anti-Cannabis-Kampagne bisher ungekannter Größe aus, die Marihuana als Kraut der Mörder und Vergewaltiger, Grund für Wahnsinn und als Todesdroge darstellte. Die als Aufklärung getarnte Propagandaschlacht ist eng mit dem Namen Harry Anslinger verknüpft.

Der seit 1930 für das US Bureau of Narcotics zuständige Anslinger erhielt 1931 die gerade in Zeiten der Depression gigantische Summe von 100.000 Dollar, um die Gefährlichkeit von Cannabis zu beweisen. Mit einer Mischung aus Lügen, Rassismus und Hysterie gelang es ihm, Angst vor der Wirkung eines Genussmittels zu wecken, das den Menschen über Jahrtausende begleitet hatte. Am 1. September 1937 unterzeichnete der amerikanische Präsident Roosevelt den "Marihuana Tax Act", offiziell nur ein Steuergesetz, der den Anbau und Besitz von Cannabis praktisch verbot.
Weil Anslinger in engem Kontakt mit der Pharma- und Chemieindustrie stand und viele seiner "Freunde" vom Verbot der Nutzpflanze und der Ächtung von Cannabis profitierten, ranken sich bis heute unzählige Verschwörungstheorien um den wahren Grund des damals begonnen Kriegs gegen Cannabis.

Anslinger selbst hat in den 70er Jahren gesagt: Sicherlich ist Marihuana eher harmlos. Aber die Sache war ein Beispiel dafür, dass ein Verbot die Autorität des Staates stärkt.

Gefahren des Cannabiskonsums

Wie schätzt du die Gefahren beim Hanfkonsum ein?

Heute ist die Ursache für die größten Gefahren die für Konsumenten von Cannabis bestehen seine Kriminalisierung. Der Verlust des Führerscheins, des Arbeitsplatzes oder die soziale Ächtung wiegen oft schwerer, als substanzspezifische Probleme.

Natürlich ist Cannabis auch ohne Strafverfolgung nicht gänzlich "harmlos". Die akuten Nebenwirkungen sind gerötete Augen, Kreislaufprobleme, Desorientierung und verminderter Speichelfluss. Sie klingen jedoch mit Ende der Rauschwirkung ab.

Auf lange Sicht droht 2-5 Prozent der Konsumenten eine psychische Abhängigkeit. Das ist ein Abhängigkeitspotential, wie es z.B. auch Kaffee besitzt.
Atemwegserkrankungen betreffen einen etwas höheren Anteil der Konsumenten. Dies gilt für Deutschland umso mehr, als das hier oft ein Gemisch aus Cannabis und Tabak geraucht wird. Eine "begleitende" Nikotinabhängigkeit ist denn auch die häufigste Langzeitfolge des Cannabiskonsums.

Besondere Brisanz kann Cannabiskonsum für jenes Prozent der Bevölkerung gewinnen, das eine latent vorhandene Psychose hat. Hanf steht unter dem Verdacht, den Ausbruch schlafender Erkrankungen dieser Art unter Umständen zu beschleunigen. Die Wissenschaft ist sich jedoch einig, dass Cannabis keine Psychose verursacht, wenn man keine entsprechende Veranlagung hat.

Wem hilft Cannabis als Medizin

Was genau sind die medizinischen Vorteile von Cannabis?

Die Chinesen waren die ersten, die Cannabis als Heilpflanze einsetzten. Bereits in einem Buch aus dem Jahr 2737 v. Chr. wird ihre medizinische Verwendung beschrieben. Im Pen Tsao, dem unter Kaiser Shen Nung verfassten ersten Arzneibuch der Welt, heißt es, dass Cannabis als Heilmittel gegen Malaria, Rheuma und viele andere Unpässlichkeiten eingesetzt werden kann. Blätter und Blüten der Pflanze können "gegen Schmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen und weibliche Probleme" helfen.

Bis zum I. Weltkrieg blieb Hanf die am häufigsten verwendete Medizinalpflanze. Sie wurde gegen Schmerzen, Verdauungs- und Durchblutungsstörungen, Glaukom und spastische Erkrankungen verordnet.

Heute werden Cannabinoide, die wirksamen Bestandteile der Cannabispflanze vorwiegend bei folgenden Diagnosen verordnet:

Cannabis ist jedoch kein Wundermittel. Manche Patienten profitieren kaum von ihm, andere schwören auf die billige, nebenwirkungsarme Medizin.

Cannabis aus der Apotheke - Quo vadis?

Vor kurzem wurden von der Bundesopiumstelle in Bonn sieben Ausnahmegenehmigungen an Patienten erteilt, die Cannabis nun von der Apotheke erhalten können. Denkst du, das ist ein Schritt in die richtige Richtung?

Natürlich freue ich mich darüber, dass nun zumindest theoretisch die ersten Patienten natürliches Cannabis legal als Medikament nutzen dürfen. Ich würde mir jedoch wünschen, dass die behandelnden Ärzte selbst entscheiden dürfen, was ihren Patienten hilft.
Viele Mediziner und Betroffene scheuen den jahrelangen Kampf um eine Genehmigung des BfArM. Immer wieder versterben Patienten bevor die Behörde überhaupt eine Entscheidung getroffen hat.

Um eine Verharmlosung des Rauschmittels Cannabis zu verhindern und ein Gesetz zu erhalten, das aus vielen guten Gründen umstritten ist, wird von der Politik das Leid hunderttausender (schwer)kranker Menschen hingenommen.

Wer den kostengünstigen Zugang zu medizinischem Cannabis verweigert, wer Patienten auf die Erteilung einer bürokratischen Erlaubnis warten lässt, wo schnelle Hilfe gefordert ist, wer an einem Gesetz festhält, das das Elend von Kranken unnötig vergrößert, hat nicht verstanden, dass Leben auch lebenswert sein muss.

Die Legalisierung von Cannabis als Medizin ist keine Frage der Drogenpolitik, sondern eine der Menschenwürde!

Hanf legalisieren - Aber wie?

Was wäre deiner Meinung nach ein gutes Konzept, mit dem Thema umzugehen?

Es ist an der Zeit, dass die Politik die wissenschaftlichen Fakten anerkennt und die Cannabispolitik an seiner vergleichsweise geringen Gefährlichkeit orientiert. Ich plädiere für die Überführung von Cannabis aus dem BtMG in das Jugendschutzgesetz.

Erwachsene Konsumenten sollten Cannabis in Zukunft legal in Drogenfachgeschäften kaufen dürfen. Das Personal dieser Einrichtungen sollte eine besondere Schulung durchlaufen und z.B. Fragen zu Nebenwirkungen beantworten können. Ich wünsche mir darüber hinaus eine enge Verknüpfung von Rauschmittelabgabe und Suchthilfe.

So wie Heute manch Wirt mehr über die Alkoholprobleme seiner "Stammgäste" weiß, werden auch die Verkäufer in Cannabisgeschäften ein Auge für problematische Konsummuster haben. Es wäre daher wünschenswert, dass sie Strategien und Angebote gegen Abhängigkeitserkrankungen kennen und diese den Konsumenten vermitteln können.

Vielen Dank für das Interview!

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Aktuelle Lesermeinungen

27.3.2009 um 14:45 Uhr | Kommentar von Heinrich, Ralf
Zunächst einmal möchte ich vorausschicken, daß alle die diese Tatsachen und die original Dokumente bei mir einsehen konnten , hinterher ihren wenn auch nur gering vorhandenen Glauben an den sog. Rechtsstaat endgültig verloren haben.
Ich habe für alles was ich behaupte schriftliche Beweise, deswegen habe ich auch keine Probleme alles das öffentlich zu behaupten, denn die werden einen Teufel tun und ihre eigenen kriminellen Machenschaften, die ich wie gesagt beweisen kann, an die große Glocke zu hängen.Ich bringe mein Beispiel, damit ihr euch keine Illusionen macht wer da gegen die Kiffer kämpft und mit welchen Mitteln.
Meiner Meinung nach leben wir in einer Bananenrepublik in der jeder Drogenbulle machen kann was er will, und gegen Canabiskonsumenten für diese Leute jedes Mittel erlaubt ist, wie ich jederzeit beweisen kann.
Jetzt zu meiner Geschichte:
im Jahr 2001 bekamen die Zollbehörden von der spanischen Polizei, Papiere geschickt, wonach sie mich mit einer kleinen Menge Haschisch erwischt haben wollen.
Das Verfahren deswegen ist definitiv eingestellt worden, weil mir nichts davon nachgewiesen werden konnte, auch in Spanien bin ich nie deswegen verurteilt worden.
Der Zoll hat mir aber die Wohnung durchsucht, nicht mal eine Spur von Canabis gefunden, und nach einer Weile den Kommentar losgelassen (Dafür gibt es Zeugen) "wenn nicht das , dann halt was anderes". Daraufhin hat man meinen Mietvertrag beschlagnahmt, behauptet es wäre ein Scheinmietvertrag,ich hätte mit meiner Vermieterin ein eheähnliches Verhältnis und würde aus diesem Grund Sozialhilfebetrug begehen, ich bekam zu dieser Zeit Sozialhilfe.
Bei der vom Zaune gebrochenen Gerichtsfarce (also Strafferfahren wegen Betrug, möchte nicht wissen was das den Steuerzahler alles gekostet hat), legte meine Vermieterin die Bescheinigung des Finanzamtes vor, wonach die Mieteinnahmen versteuert waren, und somit der Mietvertrag ein gültiger echter Vertrag. Man kann sich ja gut die Fressen dieser Justizmafia vorstellen, die sie einschließlich Richter gezogen haben, als die mich freisprechen mußten.
Nahdem sie jetzt mit ihrer Kriminalisierungsaktion gegen mich ein zweites Mal kläglich gescheitert waren, probierten sie es nun ein drittes Mal, diesmal versuchten sie den Weg über das Verwaltungsgericht, und wie die den Canabiskonsumenten gegenüber eingestellt sind, das wissen aufgeklärte, informierte Menschen schon lange.
Desweiteren ist in Verwaltungsgerichtsprozessen die Beweislast umgekehrt, das heißt die behaupten was und der Bürger muß beweisen daß es nicht zutrifft, in meinen Augen ist das alleine schon Nazimäßig.
Also haben sie einfach behauptet, ich hätte in den letzten Jahren verdeckte Einkommen gehabt(Wohlgemerkt, ohne gegen mich noch einmal einen Strafprozess wegen Betrug zu machen, denn dann hätten sie ihre Behauptungen ja beweisen müssen, das konnten sie nicht. Schwarzgeld hat man sowieso bei mir nicht gefunden, kein Wunder).
Um also überhaupt einen Vorwand für eine solche Behauptung zu haben, denn Einnahmen aus dem Handel mit Drogen fiel ja weg, hat man sich aus Spanien einen Wechselbeleg einer Bank über die Einwechselung von DM in Pesetas im Wert von 2000 Euro faxen lassen, auf dem ja weil nicht von mir, auch nirgendwo mein Name steht. Diesem Fax hat man auf der Rückseite eine Quittung vom Flughafen Malaga aufkopiert (die sogar echt ist, weil ich mal für einen Freund sein abgeschlepptes Auto vom Parkdeck abgeholt habe,was ich nie bestritten habe (auch ein Sozialhilfeempänger hat mal das Recht einen kostenlosen Urlaub bei seinen Freunden in Spanien zu machen) auf der Quittung steht klar drauf was es ist, nämlich eine Parkquittung, die nichts aber auch garnichts mit einem Bankbeleg zu tun hat, man hat halt durch das zusammenkopieren irgendwie meinen Namen auf diesen Bankbeleg bringen wollen, und wenn´s nur auf der Rückseite ist.
Man hat danach behauptet, man hätte diese Belege bei der Durchsuchung in meiner Wohnung gefunden. Es handelt sich dabei also klar um eine Urkundenfälschung die mir untergeschoben worden ist. (Wieviele Straftaten diese Bullen insgesammt gegen mich verbrochen haben will ich garnicht aufzählen)Und jetzt kommt der Hammer, die müssen sich bei ihrer Fälscherei nicht mal Mühe geben!
In der unteren Ecke dieses angeblich bei mir gefundenen Bankbeleges steht ganz kleingedruckt der Vermerk "Para el Banco", was übersetzt heißt daß es sich bei diesem Beleg um die Ausfertigung für die Bank handelt.Diese geht vom Schalter direkt in den Banktressor, und kann so nur den Weg von der Bank zur spanischen Polizei und von dort, garantiert auf Anfrage (da tut man sich halt mal unter Bullen einen kleinen Gefallen)zum deutschen Zoll gefaxt worden sein.
Das heißt, der Beleg kann niemals in meiner Wohnung gefunden worden sein, denn dann würde auf ihm stehen " Para el Cliente" was heißt wen wundert`s "Für den Kunden".
Auf Grundlage dieser kriminellen Machenschaft wurde ich zur Rückzahlung von 35 ooo Euro verdonnert, wovon die natürlich keinen Cent kriegen, denn ich bin Hartz 4 und außerdem arm wie ne Kirchenmaus, so viel Kohle hab ich in meinem Leben noch nie in Natur gesehen geschweige denn besessen.
Mein Leben ist damit praktisch vorprogrammiert,denn das Urteil ist nicht mehr anfechtbar und alles was ich noch einmal in meinem Leben über den Hartz IV - Satz hinaus verdienen würde, würden sie mir wegnehmen, also verdien ich es halt nicht, denn würde ich nur einen Cent bezahlen würde ich diese Verbrecher im Staatsdienst damit auch noch legitimieren.
Als ich dagegen Anzeige erstatten wollte hat mir mein Anwalt gesagt, "Deine Beweise mögen noch so gut sein, aber du wirst keinen einzigen Staatsanwalt in Deutschland finden, der gegen den Zollbullen und alle die mit gefälscht und untergeschoben haben (Bürgermeister, Kreisrechtsausschuß) ein Stafverfahren macht".
Ich finde das höchst bedenklich, da soetwas ja auch jederzeit Menschen passieren kann und sicher auch passiert ist, die sich weniger gut wehren können wie ich, die werden dann ihrer Freiheit beraubt , weil sie vielleicht nicht mal merken das ihnen etwas untergeschoben worden ist. Außerdem, wer Papiere unterschiebt, macht das natürlich auch direkt mit Drogen.
Tut mir leid Euch dermaßen zu desillusionieren, aber das Recht ist in diesem Lande schon lange tot, deswegen sit eurt Kampf eigentlich gegen Windmühlen, aber in jedem steckt ja ein kleiner Don Qichotte, deswegen
gibt es einen kleinen Lichtblick.
Ich bin seit einiger Zeit Mitglied der Partei DIE LINKE und werde mit höchster Warscheinlichkeit mit einigen Genossen zusammen möglicherweise mit über 20% in den Verbandsgemeinderat gewählt werden.
Das versetzt uns in die Lage diesen Bürgermeister der alles mit vom Zaun gebrochen hat, von seinem 6000 Euro Job direkt in die Wüste zu schicken, für mich eine kleine Genugtung.
Lieber ehrenhaft im Kampf untergehen als einfach so klein beigeben und sich zur Schlachtbank führen lassen. Wehrt euch trotzdem, und vielleicht kann man doch wenigstens ein paar kleine Nadelstiche verteilen. Ich erwisch zwar jetzt nicht alle, aber wenigstens einen dieser Verbrecher krieg ich jetzt unweigerlich an den Eiern und zwar aus einer Richtung aus der er es nicht erwartet hat.

mit aufmüpfigem Gruß

Ralf

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