Irgendwie funktioniert bei mir der Link zum ersten Teil nicht. Wenn ich auf den Link klicke, öffnet sich bei mir nur eine leere, weiße Seite ohne Inhalt... Liegt das jetzt am neuen Firefox 3 oder wurde der Artikel nur falsch verlinkt?
Peter
11.7.2008 um 13:10 Uhr | Kommentar von Steffen
Ola Peter!
Den Fehler kann ich nich so ganz nachvollziehen. Bei mir gehen die Links in allen Browser. Ausserdem benutze ich den bevorzugt den Firefox...
Vielen Dank, lieber Steffen, für diesen umfassenden Artikel!
Das Beispiel Cannabis in der Medizin beweist, dass in der Gesundheits- und Drogenpolitik keinesfalls nach rationalen Kriterien Politik gemacht wird, sondern dass Ideologie regiert.
Deine Artikel sind aber immer so umfassend und gut recherchiert, dass es gar nichts zu meckern gibt - und meckern, das machen doch viele so gern, dafür will mensch ja auch kommentieren!
Ach ja, doch noch etwas Kritik: Ich finde den Titel "Wenn Krankenkassen töten" fehlgeleitet. Es mag sein, dass sich die Krankenkassen in dieser Thematik nicht gerade kooperativ mit den (teilweise Sterbens-) Kranken zeigt, die Hauptschuld würde ich aber schon beim Gesetzgeber und den Gerichten abladen.
Leider spielt diese Argumentation den Krankenkassen ganz prima in die Hände. Zum einen wird subtil der Wunsch nach Selbstanbau von Kiffern und Patienten vermischt und damit die weitere Erforschung auch der ganzen Pflanze erschwert, weil die Stigmatisierung weiterlebt. Zum anderen werden die Kassen aus der Verantwortung für die Versorgung mit verschreibungsfähigen Cannabinoiden entlassen. Bei Opiaten will man ja auch von der Kasse bezahlte, klar definierte und sehr unterschiedlich einsetzbare Wirkstoffe haben und plädiert nicht für den Anbau von Schlafmohn. Und wenn man die Situation auf den Palliativstationen kennt, kann man doch nicht ernsthaft den Selbstanbau promoten oder glaubst Du, dass die Patienten in der finalen Phase ein Pflänzchen hochpäppeln?
Wir haben uns als teilweise selbst Betroffene zum Ziel gesetzt, Patienten adäquat mit Cannabinoiden zu versorgen und erleben, dass wir im Kampf mit den Kassen so gut wie keine Unterstützung von Leuten bekommen, die lieber selbst anbauen möchten.
Tatsächlich verschlechtert sich dadurch die Situation der Patienten, die nicht mehr mobil oder sowieso cannabis erfahren sind, zusätzlich.
Wenn die Kassen zahlen müssten, könnten wir das auch viel billiger anbieten, mehr Leute versorgen und die ganzen Forschungsprojekte (CBD, ALS; Parkinson...) finanzieren, für die wir (weil die Naturstoffe nicht patentierbar sind) nirgendwo sonst Geld herbekommen. Traurig aber wahr. Gruss Holger Rönitz
Ich stand dieser Thematik lange Zeit sehr kritisch gegenüber und bin nach wie vor nicht ohne Vorbehalte. Dennoch überlege auch ich, aufgrund einiger prominenter Fälle, ob die Krankenkassen sich nicht reformieren sollten, um ihr grundsätzliches Angebot deutlich zu erweitern - für jedes Krankenkassenmitglied, das dieses nutzen möchte.
24.09.2009 um 14:05 Uhr | Kommentar von Steffen
Wenn ich Deinen Kommentar richtig verstehe (Dein "Name" ist im Übrigen deutlich über der Spamgrenze und wird nur Außnahmsweise stehen gelassen), dann sollen die "erweiterten Angebote" auch extra Kosten, oder?
Dem stehe ich sehr kritisch gegenüber, weil dies den Hang zur 2-Klassen-Medizin verstärken würde. Wenn eine Behandlung erfolgversprechend und technisch machbar ist, sollte sie allen (unabhängig vom Geldbeutel) zur Verfügung stehen.
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