Steffen Geyer UsualRedAnt Steffen Geyer - UsualRedAnt

Gedanken über Drogenpolitik, Cannabis und die Legalisierung

Weisheit des Tages
Der Mensch möchte vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst....
Bookmark des Tages
Cannaseur.at - Das Hanfforum Cannaseur.at ist recht neu und kann deshalb noch nicht zehntausende...
Icon des News-Feeds: Tagesrausch - Videoblog über Rausch, Drogenpolitik und Legalisierung

Blutprobe und Trunkenheitsfahrt

7 Kommentare vom 11.02.2010

Der erste Teil des Interviews über Drogen im Straßenverkehr beschäftigte sich mit dem richtigen Verhalten bei "Polizeikontrolle und Drogenschnelltests".

Teil zwei "Blutprobe und Trunkenheitsfahrt" informierte über die Nachweiszeiten verschiedener Drogen und erklärte die Folgen positiver Blutproben.

Im 3. Teil der Interviewserie "MPU und Führerscheinentzug"erklärt Theo Pütz vom Verein für Drogenpolitik e.V. unter anderem, warum selbst diejenigen Konsumenten, die nie berauscht gefahren sind, eine MPU (Idiotentest) fürchten müssen und unter welchen Umständen der Führerschein entzogen wird.


Nachdem es wir uns im ersten Teil der Interviewserie über Drogen im Straßenverkehr ausführlich mit Polizeikontrollen und Drogenschnelltests beschäftigt haben, informiert euch Theo Pütz vom Verein für Drogenpolitik e.V. im Tagesrausch "Blutprobe und Trunkenheitsfahrt" über die Nachweiszeiten verschiedener Drogen im Blut und erklärt, was die straf- und führerscheinrechtlichen Folgen positiver Drogentests sind.

Wir informieren euch außerdem darüber, warum man trotz einer anderslautenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts mitunter den Führerschein schon wegen des Besitzes von Cannabis verliert.


Leider bin ich mit dem Transscript des Beitrags noch nicht fertig. Bis dahin gibt es hier erstmal nur die wichtigsten Infos in aller Kürze.

Bei Drogentests betrügen?

Mir ist kein Produkt bekannt, dass positive Drogenschnelltests 100%ig sicher verhindert. Bei Tests zu schummeln ist nicht strafbar, wird aber unter Umständen im Verfahren negativ gewertet.

Drogenkontollen verhindern?

Kein Trick und keine Ausrede können euch vor Drogentests im Straßenverkehr schützen. Ziel unserer Infos ist es, die Folgen positiver Drogentest zu verhindern bzw. abzumildern.

Nachweiszeiten im Blutproben

THC, der Wirkstoff von Cannabis, ist im Blut bis zu einer Woche nachweisbar. Der Konsum von Speed, Kokain, LSD, MDMA und Ähnliches ist bis zu 2 Tage im Blut nachweisbar.

Wonach wird im Blut gesucht?

Bei Bluttests als Folge von Verkehrskontrollen wird immer auf "alle" Rauschmittel getestet.

Folgen positiver Drogentests

Findet man Drogen in eurem Blut, wird eine Trunkenheitsfahrt nach §24a StVG oder §316 StGB unterstellt.

Ordnungswidrigkeit nach §24a StVG

Wird mit Geldbuße bis zu 3000 Euro, drei Monaten Fahrverbot und vier Punkten geahndet. Ersttätern drohen 500,- Euro Geldstrafe, ein Monat Fahrverbot und vier Punkte.
Die Strafe für eine Trunkenheitsfahrt kommt per Post und gilt, wenn ihr nicht widersprecht. Euer Widerspruch wird vom Verkehrsgericht behandelt, das prüft, ob ihr "berauscht" wart.

Grenzwert für THC im Blut

Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine Konzentration von 7-10 ng/ml rauschunwirksam ist. Vor Gericht wird oft schon bei 1 ng/ml auf eine Trunkenheitsfahrt geschlossen und verurteilt.
Einzelne Gerichte haben auch bei höheren Blutwerten für den Angeklagten entschieden.

Trunkenheitsfahrt nach §316 StBG

Bei sehr hohen Werten oder wenn mehrere Substanzen nachgewiesen werden, droht eine hohe Geldstrafe oder 1 Jahr Gefängnis. Außerdem wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Bundesverfassungsgericht 2002

Festgestellter Haschischbesitz ist alleine kein Grund die Fahrerlaubnis zu entziehen. Es müssen weitere Tatsachen bekannt sein, die auf eine fehlende Fahreignung hinweisen.

Führerscheinverlust wegen Konsums

Wer andere Drogen (außer Cannabis) konsumiert, ist grundsätzlich fahrungeeignet. Die Führerscheinstelle wird dann die Fahrerlaubnis bis zum Abstinenznachweis entziehen.


Weiter geht es in der nächsten Folge des Tagesrausch u.a. mit den Themen - MPU (Idiotentest), Führerscheinenztug und Abtinenznachweis.

Der 1. Teil des Interviews über Drogen im Straßenverkehr beschäftigt sich u.a. mit Drogenschnelltests und gibt Tipps für das richtige Verhalten bei Polizeikontrollen.



Become Social - Deine Stimme für mehr Leser!

Das Web2.0 lebt davon, dass Nutzer ihre Freunde und Bekannten auf Interessantes aufmerksam machen. Kleine Webschreiberlinge, wie ich einer bin, sind auf diese Form der "Mund zu Mund"-Propaganda doppelt angewiesen, weil das Geld für klassische Werbung fehlt.

Wenn du meine Arbeit magst, dann kannst du mit einem Tweet oder Yigg dafür sorgen, dass mehr Menschen diesen Artikel lesen.


Aktuelle Lesermeinungen

09.07.2010 um 14:52 Uhr | Kommentar von Steffen
@Maik: Zunächst sollte dein Bruder Piss- und Schweißtests IMMER verweigern. Das Problem dieser Tests ist, dass sie nicht nach THC sondern nach den Abbauprodukten suchen und die können noch mehrere Wochen nach dem letzten Konsum vorhanden sein/nachgewiesen werden.

Bei einer Blutprobe kommt voraussichtlich heraus, dass dein Bruder mehr als 48 Stunden nach dem Konsum kein aktives THC mehr im Blut hat. Leider kann man sich darauf aber nicht zwingend verlassen. Theo kennt einen Fall, bei dem 13 Tage nach dem (zugegeben intensiven) letzten Konsum noch THC im Blut gefunden wurde.
Aber in aller Regel sollten 48 Stunden für auch strafrechtlich nüchternes Fahren ausreichen.

Mit hanfigen Grüßen
Steffen
09.07.2010 um 12:31 Uhr | Kommentar von maik2000
Hallo

mein kleiner bruder kifft jeden freitag abend und fährt dann erst wieder montags auto.
kann ihm da auch schon was passieren.
ich meine wenn er dann montags morgen pissen muss.

gruss maik
23.02.2010 um 02:17 Uhr | Kommentar von Anonym
Mir wurde vor 2 Jahren einmal bei einer Alc Trunkenheitsfahrt bei 2 promille für 12 Monate entzogen. Für die wiedererteilung musste ein positives MPU gutachten vorgewiesen werden. Der FE bleibt 10 Jahre in den Akten gespeichert.

Das ich nochmal mit Alc im Blut angehalten werde halte ich für ausgeschlossen, da ich aus dem Vorfall gelernt habe und nichts mehr trinke wenn ich auto fahre.

Ich Kiffe aber regälmäßig. Ein Drogentest beim fahren wäre wohl auch bei vorabendlichem Konsum trotzdem positiv. Gehe ich richtig mit der Annahme, dass auch bei geringen Werten THC eine erneute MPU wegen der Vorgeschichte (Alc MPU) wohl angeordnet werden würde? Oder spielt die alte Alc MPU hier keine Rolle - wovon ich aber nicht ausgehe.

Alle Kommentare lesen

Es gibt noch mehr Kommentare zu diesem Artikel. Ich empfehle Dir, bevor Du selbst kommentierst, erst einmal alle Kommentare zu lesen. Natürlich kannst Du auch gerne sofort los kommentieren :)

Eigenen Kommentar abgeben

Deine Meinung ist hier ausdrücklich erwünscht. Sag mir in einem Kommentar, was Du von diesem Artikel hältst, gib Tipps für Recherchen oder schlage neue Themen vor!

Kommentarfunktion

Diese Felder kannst Du leer lassen




- Hier muß was stehen :)

Wegen andauernder Versuche, die Kommentarfunktion für allerlei Angriffe auf meine Seite zu nutzen, mußte ich die Nutzung von HTML in den Kommentaren leider deaktivieren.

Wenn du interessante Links oder Bilder zum Thema hast, dann kopiere bitte die URL in den Kommentar. Ich wandle deine Empfehlung dann händisch in klick- bzw. ansehbare Inhalte um ;)


Spamschutz - Bitte die Ziffer sieben eintragen.

Weitere Seiteninhalte

Ergänzende Funktionen

↑↑ Zurück nach oben! ↑↑