Gedanken über Drogenpolitik, Cannabis und die Legalisierung
148 Kommentare vom 12.11.2008
Der Spiceproduzent "the Psyche Deli" hat sich in einer umfangreichen Email zu den Lösungsmittelfunden in Spice Diamond geäußert. Ich bitte Dich deshalb, auch den Artikel "Spice-Hersteller Opfer einer Verschwörung" zu lesen, bevor Du Dir eine Meinung über die Risiken des Konsums von Spice bildest!
Spice DiamantMir liegen die Ergebnisse einer qualitativen GC/MS-Analyse der Kräutermischung Spice Diamond vor, aus denen hervorgeht, dass viele Bestandteile extrem gefährliche Lösungsmittel sind!
Glaubt man dem Analyselabor (und aus meiner Sicht besteht kein Grund an der Objektivität der Einrichtung zu zweifeln), dann enthält Spice gesundheitsschädliche und suchterzeugende Chemikalien.
Ein Laboratorium für Kriminaltechnik und forensische Chemie hat eine Packung "Spice Diamond" mittels Gaschromatografie und Massenspektrometrie auf ihre Inhaltsstoffe getestet.
Bei dem Verfahren wird die Probe erhitzt und die entstehenden "Dämpfe" so mit Elektronen oder Methan-Ionen beschossen, dass sich je nach den vorhandenen Molekülen spezifische Datenmuster ergeben. Mit dem Verfahren, dass auch für Drogentest oder Dopingproben verwendet wird, kann man selbst kleinste Stoffmengen (unterhalb von 0,1 ng) nachweisen.
Qualitative GC/MS-Analyse der Kräutermischung Spice Diamond
Wir haben die Kräutermischung "Spice Diamond" mittels GC/MS-Analyse nach SPME-Beprobung untersucht.
Befund
Als Hauptkomponenten können Ethanol, Ethylacetat. 3-Methylbutanal 2-Methylbutanal, 1,2-Propandiol, Toluol, Hexanal, Cyclohexanon, Heptanal und Ethylesterhexansäure identifiziert werden.
Daneben finden sich noch eine Reihe von aliphatischen und aromatischen Aldehyden sowie weitere nicht näher identifizierbare Verbindungen.
Die Analyse ergab keinen Hinweis auf Substanzen in Bezug auf das SMG.Besonderes Hauptaugenmerk wurde auf das Vorhandensein von THC gelegt, dessen Anwesenheit jedoch ausgeschlossen werden kann, da die Extraktion der THC-charakteristischen Massen kein Ergebnis brachte.
Daten zur Prüfungsdurchführung
Probe (1,1g) im 20ml Headspace-Vau 4h bei 100°C konditioniert Blindwert wie Probe, jedoch nur 2h bei 100°C konditioniert 30 min Beprobung auf SPME-Faser.
Da mein Wissen in organischer Chemie nur rudimentär ist, habe ich über die im Prüfbericht ausgewiesenen Stoffe recherchiert.
Die im Folgenden beschriebenen Eigenschaften und Risiken geben deshalb nur meinen gegenwärtigen Wissensstand wieder. Über kritische Anmerkungen insbesondere von Pharmazeuten, Apothekern oder Chemikern wäre ich dankbar.
Angesichtst der Laboranalyse bleibt nur vom Spicekonsum dringend abzuraten!
Gerade die Bestandteile Ethylacetat und Toluol machen schon die vom Hersteller vorgesehene Verräucherung zu einem Gesundheitsrisiko. Wer Spice Diamond raucht, geht das Risiko schwerer Nieren-, Leber- und Atemwegsschäden ein.
Konsumenten müssen außerdem mit irreparablen Hirnschäden rechnen. Da die wichtigsten Bestandteile Lösungsmittel sind, erwarte ich Schäden, die mit dem Schnüffeln von Klebstoff oder Fleckenentferner zu vergleichen sind.
Als Langzeitschäden sind also Kontrollverlust, schizoide Persönlichkeitsänderungen, sowie Sprach- oder Gangstörungen zu erwarten.
Auch das Abhängigkeitsrisiko ist immens! Dies gilt umso mehr, da Spice Diamond Aromastoffe enthält, die die natürlichen Abwehrreflexe (Husten) dämpfen und den Lösungsmitteltypischen Geruch und Geschmack überdecken.
Der Spiceproduzent "the Psyche Deli" hat sich in einer umfangreichen Email zu den Lösungsmittelfunden in Spice Diamond geäußert. Ich bitte Dich deshalb, auch den Artikel "Spice-Hersteller Opfer einer Verschwörung" zu lesen, bevor Du Dir eine Meinung über die Risiken des Konsums von Spice bildest!
Zu diesen Nebenwirkungen und Risiken kommen bei Konsum von Spice noch die üblichen Folgen des Rauchens. Besonders beim Gebrauch von Spice als Ersatz für Marihuana droht eine Coabhängigkeit von Nikotin.
Es mag zynisch klingen, aber wenn Spice Konsumenten statt zum überteuerten Räucherwerk zur billigen Tube UHU greifen würden, wäre dies vermutlich weniger gesundheitsschädlich.
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