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Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung

Von einem der auszog, das Streamen zu lernen

Es ist mir ein großes Vergnügen, im deutschen Fernsehen rauchen und Alkohol trinken zu dürfen. (Christopher Lauer, deutscher Politiker)

Gestern habe ich einen Gedanken Tat werden lassen, der schon beinahe ein Jahr durch mein Gehirn geistert. Ich war bzw. bin auf der Suche nach einer Brücke zwischen dem überwiegend in Berlin gesammeltem Aktivistinnen- Know How und den glücklicherweise wie Pilze im ganzen Land sprießenden Neuaktiven. Im Gegensatz zu den vielfach etablierten “Frontalunterrichtsformaten” ala Tagesrausch, wollte ich direkt mit den Zuschauern interagieren. Und das wenn es irgend geht, ohne groß Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Kommt Zeit, kommt Rat - Nach diversen Experimenten hatte ich auf dem Berliner Treffen zur Etablierung von Cannabis Social Clubs (CSC) in Deutschland endlich eine funktionierende Kombination aus Hard- und Software gefunden. Es mangelte mir also nur noch am passenden Tag und ebensolchen Erstausstrahlungsgästen.

Was soll ich es unnötig spannend machen - Manchmal bedarf es lediglich einer kurzen Ankündigung über die sozialen Netze und “der Berg kommt zum Propheten”. Dank Chris, Lars, Janik und Pierre wurde die Erstausstrahlung des drogenpolitischen Live-Call in-Videostreams aus dem Hanf Museum Berlin ein gelungenes Experiment. (Für die Statistiker: In der Spitze waren 90 Clients live dabei, die im Schnitt je 15 Minuten zugeschaut haben.)

Bis zur nächsten Ausgabe, die für den 8. Juli geplant ist, gilt es nicht nur die am Ende von den Gästen gestellten Hausaufgaben zu erledigen, ich möchte euch auch bitten, gemeinschaftlich einige Fragen zur Zukunft des Formats zu beantworten.

Zu allererst braucht das Kind einen Namen… Mein buzzwordbingoerleichterndes Titelmonster will ich so nicht mit mir rumschleppen. “Tagesrausch live” und “SuchtTV” schliesse ich spontan mal aus, bin aber sonst für alle halbwegs ernsthaften Namensvorschläge offen.

Wenn die spontanen Reaktionen von gestern nicht täuschen, wird es mir zumindest nicht an Gästen mangeln. So haben sich z.B. über Fratzebuch schon eine Reihe Mitmachwillige gemeldet. Die muss ich zwar gelegentlich noch nach “Themen, Typen und Trollen” sortieren, es sind aber auch Menschen darunter, die ich auch auf meiner Wunschliste stehen. Wer will oder soll den eurer Meinung nach noch?
Bitte denkt bei Vorschlägen für Wunschgäste daran, dass ich kein Budget habe und Spitzenpolitiker, Promis etc. erst kommen, wenn die Zuschauerzahlen entsprechend üppig ausfallen.

Neben der erfreulichen Mitmachbereitschaft gab es im Laufe des gestrigen Abends auch themenvorschläge in erstaunlicher Menge. Ich hatte mich schon ein wenig gefürchtet, lange inhaltsleere Durststrecken zu überbrücken… Und dann stellen die Zuschauer mehr Fragen, als wir im Erstausgabenchaos beantworten konnten.
Für die kommende Episode lautet meine Hausaufgabe denn auch Tribble und Max als Gäste ins Museum oder an den heimischen PC zu locken, damit sie uns auf den aktuellen Stand in Sachen CSCs in Deutschland bringen. Die Social Clubs kamen gestern nämlich eindeutig zu kurz.

Und ihr überlegt euch, was ihr von den beiden (und wer sich sonst noch zu Wort meldet) wissen wollt. Oder habt ihr noch andere Wunschthemen? Wir müssen ja nicht die ganzen 90 Minuten für CSCs reservieren…