UsualRedAnt

Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung

Proposition 19 Party im Hanf Museum

Knapp 54% der Bürger im US-Bundesstaat Kalifornien haben entschieden, dass Cannabis illegal bleibt. Trotzdem wurde im Hanf Museum Berlin eine Proposition 19 Party gefeiert.

Warum uns angesichts der verlorenen Abstimmung nach Feiern zu Mute war und welche Teile Kaliforniens mehrheitlich für die Legalisierung waren, erfahrt ihr im Interview mit Tribble, Kato und Rollo.

Quo vadis California?

Der für Cannabis-Befürworter negative Ausgang ist sicher nicht das Ende der kalifornischen Legalisierungsträume. Der Kampf um Hanf, so bestätigten mir Vertreter der US-Hanfszene gerade, wird weiter gehen.

Immerhin ist es der Proposition gelungen, dass Thema weg von der Kriminellenecke hin zu einem Thema zu bewegen, dass alle Bürger angeht.
Die Fokusierung auf mögliche Steuereinnahmen und die (finanzielle und personelle) Entlastung der Justiz hat der Legalisierung Symphatieen in Bevölkerungsschichten eingebracht, die der Frage vor zwei Jahren noch deutlich ablehnender gegenüberstanden.

Ich wünsche den amerikanischen Kollegen nun die Kraft, einen neuen Versuch zu wagen und die Ausdauer, die (vermutlich nur zwei) Jahre bis zu einer neuen Abstimmung für vielfache und vielfältige Aufklärungsarbeit zu nutzen.

Kein falsches Verbot besteht ewig! Die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel wird kommen.

Es ist an uns, ob wir nun dies- oder jenseits des Atlantik streiten, dass dieser Tag bald kommen wird.

Mehr zum Thema “Cannabis in Kalifornien”