Gedanken über Drogenpolitik, Cannabis und die Legalisierung
0 Kommentare vom 03.07.2008
Das Hanf Museum Berlin hat mich zum "Langen Tag der StadtNatur" am 05.07.2008 eingeladen. Ich wurde gebeten, den Besuchern die Sonderausstellung "Hanf als Energielieferant und Kohlendioxidbinder" zu erläutern und Fragen über Produkte aus Cannabis zu beantworten.
Das Hanf Museum will mit der Sonderausstellung zum StadtNatur Tag zeigen, wie Cannabis fossile Rohstoffe ersetzen kann. Die Besucher sollen an diesem Tag erfahren, wie Hanf zur Regenerierung unseres Klimas beitragen könnte und welches Potential er als Quelle CO2-neutraler, regenerativer Energie hat.
Ein weiterer Schwerpunkt des Langen Tags der StadtNatur im Hanf Museum Berlin soll "Hanf als regionaler Rohstoff" sein.
In Zeiten rasant steigender Preise für Dieselkraftstoffe wurde auch von der Politik erkannt, dass Produkte aus regionaler Kreislaufwirtschaft ein bisher kaum genutztes Sparpotential bieten. Seit einigen Jahren wird verstärkt gefördert, wer Technologien entwickelt, die nachwachsenden Rohstoffen den Vorzug vor fossilen (Erdöl, Kohle, Methan) oder mineralischen Rohstoffen (Eisen, Uran, Coltan) geben.
Die Möglichkeiten der extrem vielseitigen Pflanze Hanf für regionales Wirtschaften werden heute leider nur ansatzweise genutzt. Insbesondere Biokunststoffe aus Cannabisfasern gelten unter Experten als Wachstumsmotor. So ist es erst vor kurzem gelungen, Karosserieaußenteile aus Cannabis erfolgreich zu erproben. Türverkleidungen, Armaturenbretter und ähnliche Bauteile im Innenraum eines Fahrzeugs werden schon länger auch aus Hanf hergestellt. Aus den schon heute im durchschnittlichen Auto verbauten 10 Kilogramm Naturfasern sollen nach dem Willen der Automobilindustrie möglichst bald deutlich mehr werden.
Cannabis kann als Faser- und Schäbenlieferant, Ölpflanze und Energieträger dazu beitragen, ländliche Räume zu stärken und die Arbeitsplätze in Landwirtschaft und Automobilindustrie zu sichern.
"Die nächste Stufe der industriellen Revolution wird durch einen verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe geprägt sein. Auch Regionen ohne Bodenschätze können sich durch Landwirtschaft Rohmaterialien verschaffen und diese als Basis für den Auf- und Ausbau industrieller Verarbeitung nutzen. Die Öl- und Faserpflanze Hanf macht deutlich, welche Vielfalt von Produkten die Regionen aus sich selbst heraus erbringen können, wobei regionaler Anbau und Verarbeitung dafür sorgt, dass die entstehenden Ergebnisse jenen Menschen zukommen, die an der regionalen Wertschöpfung beteiligt sind." Norbert Rost, Wirtschaftsinformatiker mit den Schwerpunkten Währungsprobleme/Regionalwährungen und Vernetzung
Informiert über Cannabis als Rohstoff - Warum Hanf?Wer mehr über die Möglichkeiten des Rohstoffs Cannabis erfahren möchte, dem empfehle ich die Broschüre "Warum Hanf? Über die ökologischen und ökonomischen Möglichkeiten des Biorohstoffs Hanf", die ich im Rahmen meiner DHV-Tätigkeit veröffentlicht habe.
Am Sonntag dem 6. Juli wir im Hanf Museum dann eine Sonderveranstaltung zu "Agro-Gentechnik" stattfinden. Es geht dabei um Patente auf Leben und Organismen. Das Museum will darauf aufmerksam machen, dass die großen Konzerne immer häufiger Patente auf genetische Ressourcen anmelden, um sie als Rohmaterial insbesondere für die Pharmaindustrie zu nutzen. Die daraus resultierenden Chancen und Gefahren werden an diesem Tag im Hanf Museum Berlin thematisiert.
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Für den Verlag Kiepenheuer & Witsch habe ich "Rauschzeichen" geschrieben.
»Für Interessierte und Laien ist ein bemerkenswert ausgewogen und aktuell verfasstes Buch zu Cannabis erschienen.« Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
Seit es Menschen gibt, suchen sie den Rausch und die Extase. Drogen, Rauschmittel und bewusstseinsverändernde Substanzen begleiten uns seitdem durch die Jahrtausende.
Unter "Politik im Rausch" findest Du meine Gedanken über die deutsche Drogenpolitik.
Videoblog über die internationale Drogenpolitik. Aktuelle Entwicklungen, Diskussionen und Veranstaltungen rund um Drogen, Rausch und Politik, sowie Einblicke in neue in Bücher, Videos und Zeitungen.
Tagesrausch - politisches Videoblog über legale und illegale Drogen
In nur zwei Jahrzehnten hat sich das Internet zum beherrschenden Informations-Medium entwickelt. Allein mit der Toplevel-Domain .de existieren inzwischen mehr als 12 Mil. Seiten.
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Sprichwörter sind das Salz in der sprachlichen Suppe. Egal ob Filmzitat, mühsam von Dichterhand geschaffener Aphorismus oder bäuerliche Lebensweisheit. Ich mag sie alle!
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Am 19.05.2008 wurde ich zu einer Geldstrafe verurteilt, weil ich auf der Hanfparade 2006 "illegal Cannabis angebaut" haben soll. Dabei handelte es sich um THC-armen Nutzhanf!
Hier dokumentiere ich den Prozess wegen des Anbaus von Cannabis am Brandenburger Tor.
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