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		<title>Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung</title>
		<link>http://usualredant.de/</link>
		<description>Der Hanfaktivist und Autor Steffen Geyer informiert in Texten und Videos über Drogen und Drogenkonsumenten, Politik im Rausch und die Legalize-Szene</description>
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			<title>Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung</title>
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		<copyright>Steffen Geyer, steffen@usualredant.de</copyright>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 16:33:00 +0200</pubDate>
		<item>
			<title>MPU und Führerscheinentzug</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Der erste Teil des Interviews über Drogen im Straßenverkehr beschäftigte sich mit dem richtigen Verhalten bei "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-04-polizeikontrolle-und-schnelltest.html" title="Theo Pütz über die Regeln bei Drogenkontrollen. Warum sollte man Schnelltests verweigern? Wann sind Blutproben zulässig?">Polizeikontrolle und Drogenschnelltests</a>".
				</p>
				<p>
					Teil zwei "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-11-blutprobe-und-trunkenheitsfahrt.html" title="Theo Pütz informiert über die Folgen positver Bluttest auf Drogen im Straßenverkehr.">Blutprobe und Trunkenheitsfahrt</a>" informierte über die Nachweiszeiten verschiedener Drogen und erklärte die Folgen positiver Blutproben.
				</p>
				<p>
					Im 3. Teil der Interviewserie "<a href="http://www.youtube.com/watch?v=sWGRYHQ55XY" title="MPU und Führerscheinentzug - Bei Youtube ansehen">MPU und Führerscheinentzug</a>"erklärt Theo Pütz vom <a href="http://www.drogenpolitik.org/" title="Überparteiliche und unabhängige Organisation für eine umfassende und akzeptierende Drogenpolitik">Verein für Drogenpolitik e.V.</a> unter anderem, warum selbst diejenigen Konsumenten, die nie berauscht gefahren sind, eine MPU (Idiotentest) fürchten müssen und unter welchen Umständen der Führerschein entzogen wird.
				</p>
				<hr />
				<p>
					<em>Im Folgenden findet ihr ein Transscript des Beitrags. Es gilt das Primat des gesprochenen Wortes.</em>
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Semmelrogge" title="Informationen der WikiPedia über den Schauspieler Martin Semmelrogge"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/martin-semmelrogge.jpg" alt="Martin Semmelrogge, deutscher Schauspieler" width="241" height="351" /></a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Semmelrogge" title="Informationen der WikiPedia über den Schauspieler Martin Semmelrogge">Martin S.</a> fürchtet nach positivem Drogenschnelltest um seinen Führerschein<br /><span class="klein">Foto: <a href="http://flickr.com/photos/23788863@N00" title="Flickrseite von Jean Pierre Hintze">Jean Pierre Hintze</a></span></div>
				<p>
					Kennt ihr den? Das ist Martin und Martin ist einer von uns.
				</p>
				<p>
					Damit will ich nicht sagen, dass wir alle Schauspieler mit zweifelhaftem Freundeskreis sind, aber Martin ist in eine Verkehrskontrolle gekommen und jetzt denkt die Polizei, er wäre ein Kiffer.
				</p>
				<p>
					Martin hat nämlich den Schnelltest nicht verweigert, was ihr hoffentlich alle machen werdet, wenn die Polizei euch wieder einmal anhält.
				</p>
				<p>
					Deshalb ist Martin einer der Kandidaten, der ganz dringend mal den dritten Teil des Interviews über Drogen im Straßenverkehr gucken sollte.<br />
					Und der kommt deshalb jetzt!
				</p>
				<h2>Fahren unter Drogeneinfluss</h2>
				<p>
					Steffen: So... Dann kriege ich irgendwann Post von der Führerscheinstelle: "Sehr geehrter Herr Geyer. Sie sind ein böser kleiner Kiffer und wir wollen Ihnen den Führerschein wegnehmen."
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Im Moment sieht die überwiegende Praxis aus, wenn jetzt ein formaler Verkehrsverstoß vorgelegen hat, sprich es gab eine Verkehrskontrolle und der Bußgeldbescheid ist ergangen oder man ist überhaupt im Straßenverkehr kontrolliert worden, dann bekommt man in erster Linie Post von der Ordnungsbehörde. Gegen dieses Bußgeld kann man Widerspruch einlegen.
				</p>
				<blockquote title="Untertitel des Tagesrausch - MPU und Führerscheinentzug">
					<p>
						Je nach gefundenen Substanzen, ihren Konzentrationen und der Situation (Unfall etc.) sind Trunkenheitsfahrten Ordnungswidrigkeiten nach §24a StVG oder Straftaten §316 StBG.
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Führerscheinstellen jagen Kiffer</h2>
				<p>
					Und parallel dazu kann aber schon die Verwaltungsbehörde kommen, über eine andere Rechtsnorm, und kann schon entweder eine Überprüfung der Fahreignung in Form einer Anordnung einer MPU (Idiotentest) fordern oder - und das ist die Strategie, die sie im Moment vielfach fahren - gehen hin und entziehen über das Verwaltungsrecht den Führerschein, wegen angeblich "fehlender Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen", weil der Betreffende scheinbar nicht in der Lage ist zwischen Konsum und Verkehrsteilnahme zu trennen.
				</p>
				<p>
					Dabei ist es der Verwaltungsbehörde auch piepschnurzegal ob diese Drogenfahrt letztendlich schon bewiesen ist.
				</p>
				<blockquote title="Untertitel des Tagesrausch - MPU und Führerscheinentzug">
					<p>
						Unabhängig von Straftaten und Verkehrsteilnahme kann die Führerscheinstelle eine MPU anordnen, wenn Hinweise auf wiederholten Konsum illegaler Drogen bestehen.
					</p>
					<p>
						Schlimmstenfalls wird der Führerschein direkt entzogen, weil der Betroffene angeblich nicht zwischen Konsum (berauscht) und Teilnahme am Straßenverkehr (nüchtern) trennen kann!
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Man kann gegen den Bußgeldbescheid als solches Widerspruch einlegen. Man kann dagegen klagen. Kann diese Klage unter Umständen auch gewinnen. Dies hat aber keine Auswirkungen darauf, dass die Verwaltungsbehörde den Führerschein schon gänzlich entzogen hat.
				</p>
				<p>
					Steffen: Das klingt ganz schön ungerecht.
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Ja, dass ist ganz klar eine Konsumbestrafung über die Hintertür des Verkehrsrechtes. Das ist auch daran abzulesen, dass die Polizei mittlerweile sehr verstärkt auch in strafrechtlichen Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (<abbr title="Betäubungsmittelgesetz">BtMG</abbr>) Konsum als solches ermittelt, was für die strafrechtliche Bewertung völlig irrelevant ist, wenn es um den Besitz von Betäubungsmitteln geht.
				</p>
				<p>
					Steffen: Weil der <a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2008-12-18-straffrei-kiffen-in-viersen.html" title="Straffrei kiffen - Konsumieren ohne zu besitzen">Konsum ja nicht illegal</a> ist.
				</p>
				<h2>Drogentests immer verweigern!</h2>
				<p>
					Theo Pütz: Er ist zumindest nicht strafbar. Von daher hat die Strafverfolgungsbehörde an sich gar keinen Auftrag dahingehend zu ermitteln, wenn sie nicht wüsste, dass mit den Konsumangaben die Führerscheinstelle über das Verwaltungsrecht im Grunde genommen indirekt den Konsum bestraft.
				</p>
				<p>
					Steffen: Ja, aber es ist doch eigentlich Aufgabe der Polizei, Straftaten zu ermitteln und nicht Verhalten zu ermitteln, das nicht straftatbewehrt ist?
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Richtig. Grundsätzlich schon. Im Zweifelsfall werden sie argumentieren, dass dient zur Gefahrenabwehr, weil man ja ungeeignete Kraftfahrer aussortieren müsste.
				</p>
				<blockquote title="Untertitel des Tagesrausch - MPU und Führerscheinentzug">
					<p>
						Auch außerhalb des Verkehrs gewonnene "Konsumerkenntnisse" können zum Verlust des Führerscheins führen. Ihr solltet deshalb Drogentests und Aussagen immer verweigern!
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Dem Argument aber gefolgt, müssten sie auch grundsätzlich Konsumgewohnheiten von Alkoholkonsumenten hinterfragen, wie oft sie denn wöchentlich konsumieren würden.
				</p>
				<p>
					Steffen: Dann wäre es leer auf Deutschlands Straßen.
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Sehr leer!
				</p>
				<p>
					Steffen: Oder tausende Arbeitsplätze in Brauereien verloren.
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Das glaube ich kaum. Da würden zumindest die Bayern wahrscheinlich eher zu Fuß gehen.
				</p>
				<h2>Wer sollte auf Konsum verzichten?</h2>
				<p>
					Steffen: Wenn ich denn dann die Androhung habe, mein Führerschein soll mir entzogen werden, an wen kann ich mich wenden, um Hilfe zu kriegen? Es gibt doch bestimmt Tricks für dieses Verfahren, damit ich den Führerschein schneller wiederkriege oder er erst gar nicht weg ist. Wer kann mir helfen?
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Grundsätzlich, da nochmal vorgegriffen, sobald irgendwie ein Strafermittlungsverfahren läuft oder man in eine Verkehrskontrolle gekommen ist (mit Blutprobe, ohne Blutprobe), vorerst den Konsum einstellen.
				</p>
				<blockquote title="Untertitel des Tagesrausch - MPU und Führerscheinentzug">
					<p>
						Jeder, der bei Kontrollen Angaben zu seinem Konsumverhalten gemacht hat bzw. dem er per Drogentest "nachgewiesen" wurde, muss mit einer MPU (Idiotentest) rechnen.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Steffen: Auch wenn noch gar nichts passiert ist, von Amtswegen?
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Vorsichtshalber sollte man ihn erstmal gänzlich einstellen und abwarten, was da unter Umständen noch hinten dran kommt.
				</p>
				<p>
					Es kommt halt auch überwiegend zu Fällen, wo eine Drogenfahrt nicht nachgewiesen werden konnte, dennoch auch - was weiß ich- noch ein halbes Jahr oder Jahr später plötzlich eine MPU von der Führerscheinstelle angeordnet wird, weil einem vorgehalten wird, man hätte da eine Drogenfahrt hingelegt, obwohl gar keine bewiesen worden ist.
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.drogenpolitik.org/" title="Überparteiliche und unabhängige Organisation für eine umfassende und akzeptierende Drogenpolitik"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/verein-fuer-drogenpolitik-vfd-logo.png" alt="Logo des Vereins für Drogenpolitik" width="241" height="81" /></a> Logo des <a href="http://www.drogenpolitik.org/" title="Überparteiliche und unabhängige Organisation für eine umfassende und akzeptierende Drogenpolitik">Vereins für Drogenpolitik</a> e.V.</div>
				<h2><a href="http://www.drogenpolitik.org/" title="Überparteiliche und unabhängige Organisation für eine umfassende und akzeptierende Drogenpolitik">Verein für Drogenpolitik e.V.</a></h2>
				<p>
					Steffen: Merkwürdig... Und wer hilft mir dann? Ich versuche die ganze Zeit dir den VfD raus zu kitzeln.
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Ja, der VfD über das Fachreferat "Drogen und Verkehrssicherheit" beschäftigt sich halt primär mit der Problematik auf allen möglichen Ebenen. Auf der juristischen Ebene, auch hinsichtlich Fahreignungsbegutachtung, wie da die Spielregeln sind und kann da im Grunde genommen, wenn es die Zeit zulässt, auch beratend tätig werden.
				</p>
				<blockquote title="Untertitel des Tagesrausch - MPU und Führerscheinentzug">
					<p>
						Das Fachreferat "Drogen und Verkehrssicherheit" des VfD ist kompetenter Partner bei allen Problemen und Fragen rund um MPU, Führerscheinentzug und Drogenfahrten.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Und der Verein für Drogenpolitik ist zu erreichen unter <a href="http://www.drogenpolitik.org/" title="Verein für Drogenpolitik - Überparteiliche und unabhängige Organisation für eine umfassende und akzeptierende Drogenpolitik">www.Drogenpolitik.org</a>
				</p>
				<p>
					Steffen: Und ihr könnt dann wie helfen? Indem ihr Verhaltenstipps gebt? Oder habt ihr so Musterbriefe? Wie kann ich mir das Vorstellen?
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://hanfverband.de/themen/cannabis_und_fuehrerschein.html" title="Hanfführerschein - Tipps und Tricks rund um Drogen im Verkehr"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/hanffuehrerschein-dhv-vfd.jpg" alt="Logo des Vereins für Drogenpolitik" width="241" height="357" /></a> "<a href="http://hanfverband.de/themen/cannabis_und_fuehrerschein.html" title="Hanfführerschein - Tipps und Tricks rund um Drogen im Verkehr">Hanfführerschein</a>" ein Gemeinschaftsprojekt des VfD und DHV</div>
				<p>
					Theo Pütz: Das ist halt immer die Frage, wie viel Zeit man in den einzelnen Fall investiert.
				</p>
				<p>
					Man kann letztendlich beratend tätig sein, bis man den Führerschein wieder hat oder wie auch immer, oder erst gar nicht entzogen bekommen hat. Aber das ist wie gesagt, immer abhängig davon, wie es die Zeit zulässt, wie intensiv die Beratung sein kann.
				</p>
				<blockquote title="Untertitel des Tagesrausch - MPU und Führerscheinentzug">
					<p>
						Der VfD bietet Informationen über viele Substanzen und Hilfe bei Konsumentenproblemen. Der Verein für Drogenpolitik bietet alle seine Materialien kostenlos zum Download an.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Das geht von kurzen Tipps bis hin zu Anwaltsvermittlung, die in den Bereichen halt Erfahrung haben, was das Verwaltungsrecht und Führerscheinentzug anbelangt. 
				</p>
				<p>
					Es ist also sehr vielfältig, die Beratung die gegeben werden kann. Aber wie gesagt immer die Frage der Zeit.
				</p>
				<h2>Unterstützt den VfD!</h2>
				<p>
					Steffen: Wie bei allen Legalize-Organisationen liegt es wieder daran, dass ihr nicht mitarbeitet. Vielleicht mag der eine oder andere Betroffene ja die führerscheinfreie Zeit nutzen und Theo unterstützen und seine Mitstreiter beim VfD.
				</p>
				<blockquote title="Untertitel des Tagesrausch - MPU und Führerscheinentzug">
					<p>
						Helft dem Verein für Drogenpolitik mit Hand und Hirn - informiert euch und eure Freunde. Wer es sich leisten kann sollte Mitglied werden oder Geld spenden. Macht den VfD stärker!
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Das soll es für heute gewesen sein. Ich hoffe, ihr habt was gelernt. Wenn Fragen sind - Immer Fragen!
				</p>
				<p>
					Dann danke ich dir Theo für den Besuch!
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Bitte, bitte!
				</p>
				<hr />
				<h2>Mehr zum Thema Drogen und Führerschein</h2>
				<ul>
					<li>
						Der 1. Teil des Interviews über Drogen im Straßenverkehr "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-04-polizeikontrolle-und-schnelltest.html" title="Theo Pütz über die Regeln bei Drogenkontrollen. Warum sollte man Schnelltests verweigern? Wann sind Blutproben zulässig?">Polizeikontrolle und Drogenschnelltests</a>" beschäftigt sich mit der Zulässigkeit und rechtlichen Relevanz sogenannter Drogenschnelltests und gibt Tipps für das richtige Verhalten bei Polizeikontrollen.
					</li>
					<li>
						Der Tagesrausch "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-11-blutprobe-und-trunkenheitsfahrt.html" title="Theo Pütz informiert über die Folgen positver Bluttest auf Drogen im Straßenverkehr.">Blutprobe und Trunkenheitsfahrt</a>" informiert über die Nachweiszeiten verschiedener Drogen im Blut und erklärt, was die straf- und führerscheinrechtlichen Folgen positiver Drogentests sind.
					</li>
					<li>
						Der Führerscheinentzug ist mittlerweile für viele Cannabiskonsumenten eine größere Gefahr als die Strafverfolgung. Auch wer nicht berauscht am Straßenverkehr teilgenommen hat, läuft Gefahr, den Führerschein zu verlieren. Deshalb hat der DHV zusammen mit dem VfD den "<a href="http://hanfverband.de/themen/cannabis_und_fuehrerschein.html" title="Hanfführerschein - Tipps und Tricks rund um Drogen im Verkehr">Hanfführerschein</a>" herausgegeben.
					</li>
					<li>
						Während bei Alkohol am Steuer erst ab 0,5 Promille bestraft wird, kann bei Cannabis bereits Personen der Führerschein entzogen werden, ohne dass ein aktueller Cannabiseinfluss nachgewiesen wird. Dieses Ungleichgewicht zwischen Wissenschaft und Recht ist Thema des Fachreferats "<a href="http://www.drogenpolitik.org/politik/fuehrerschein/" title="Cannabis und Führerschein - Argumente, Studien und Fakten">Drogen und Verkehrssicherheit</a>" des VfD.
					</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-25-mpu-und-fuehrerscheinentzug-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-25-mpu-und-fuehrerscheinentzug.html</link>
			<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 16:33:00 +0200</pubDate>
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				<media:title>MPU und Führerscheinentzug - Tagesrausch 25.02.2010</media:title>
				<media:category label="Tags">drogenpolitik, mpu, vfd, verein, führerschein, konsum, drogen, idiotentest, idiotentest, führerscheinentzug, führerscheinentzug</media:category>
			</media:content>
		</item>
		<item>
			<title>Blutprobe und Trunkenheitsfahrt</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Nachdem es wir uns im ersten Teil der Interviewserie über <a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-04-polizeikontrolle-und-schnelltest.html" title="Theo Pütz über die Regeln bei Drogenkontrollen. Warum sollte man Schnelltests verweigern? Wann sind Blutproben zulässig?">Drogen im Straßenverkehr</a> ausführlich mit Polizeikontrollen und Drogenschnelltests beschäftigt haben, informiert euch Theo Pütz vom <a href="http://www.drogenpolitik.org/">Verein für Drogenpolitik e.V.</a> im Tagesrausch "<a href="http://www.youtube.com/watch?v=8PDKx-ZXGlA" title="Blutprobe und Trunkenheitsfahrt - bei YouTube ansehen">Blutprobe und Trunkenheitsfahrt</a>" über die Nachweiszeiten verschiedener Drogen im Blut und erklärt, was die straf- und führerscheinrechtlichen Folgen positiver Drogentests sind.
				</p>
				<p>
					Wir informieren euch außerdem darüber, warum man trotz einer anderslautenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts mitunter den Führerschein schon wegen des Besitzes von Cannabis verliert.
				</p>
				<hr />
				<p>
					Leider bin ich mit dem Transscript des Beitrags noch nicht fertig. Bis dahin gibt es hier erstmal nur die wichtigsten Infos in aller Kürze.
				</p>
				<h2>Bei Drogentests betrügen?</h2>
				<p>
					Mir ist kein Produkt bekannt, dass positive Drogenschnelltests 100%ig sicher verhindert. Bei Tests zu schummeln ist nicht strafbar, wird aber unter Umständen im Verfahren negativ gewertet.
				</p>
				<h2>Drogenkontollen verhindern?</h2>
				<p>
					Kein Trick und keine Ausrede können euch vor Drogentests im Straßenverkehr schützen. Ziel unserer Infos ist es, die Folgen positiver Drogentest zu verhindern bzw. abzumildern.
				</p>
				<h2>Nachweiszeiten im Blutproben</h2>
				<p>
					THC, der Wirkstoff von Cannabis, ist im Blut bis zu einer Woche nachweisbar. Der Konsum von Speed, Kokain, LSD, MDMA und Ähnliches ist bis zu 2 Tage im Blut nachweisbar.
				</p>
				<h3>Wonach wird im Blut gesucht?</h3>
				<p>
					Bei Bluttests als Folge von Verkehrskontrollen wird immer auf "alle" Rauschmittel getestet.
				</p>
				<h2>Folgen positiver Drogentests</h2>
				<p>
					Findet man Drogen in eurem Blut, wird eine Trunkenheitsfahrt nach §24a StVG oder §316 StGB unterstellt.
				</p>
				<h3>Ordnungswidrigkeit nach §24a StVG</h3>
				<p>
					Wird mit Geldbuße bis zu 3000 Euro, drei Monaten Fahrverbot und vier Punkten geahndet. Ersttätern drohen 500,- Euro Geldstrafe, ein Monat Fahrverbot und vier Punkte.<br />
					Die Strafe für eine Trunkenheitsfahrt kommt per Post und gilt, wenn ihr nicht widersprecht. Euer Widerspruch wird vom Verkehrsgericht behandelt, das prüft, ob ihr "berauscht" wart.
				</p>
				<h4>Grenzwert für THC im Blut</h4>
				<p>
					Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine Konzentration von 7-10 ng/ml rauschunwirksam ist. Vor Gericht wird oft schon bei 1 ng/ml auf eine Trunkenheitsfahrt geschlossen und verurteilt.<br />
					Einzelne Gerichte haben auch bei höheren Blutwerten für den Angeklagten entschieden.
				</p>
				<h3>Trunkenheitsfahrt nach §316 StBG</h3>
				<p>
					Bei sehr hohen Werten oder wenn mehrere Substanzen nachgewiesen werden, droht eine hohe Geldstrafe oder 1 Jahr Gefängnis. Außerdem wird die Fahrerlaubnis entzogen.
				</p>
				<h2>Bundesverfassungsgericht 2002</h2>
				<p>
					Festgestellter Haschischbesitz ist alleine kein Grund die Fahrerlaubnis zu entziehen. Es müssen weitere Tatsachen bekannt sein, die auf eine fehlende Fahreignung hinweisen.
				</p>
				<h2>Führerscheinverlust wegen Konsums</h2>
				<p>
					Wer andere Drogen (außer Cannabis) konsumiert, ist grundsätzlich fahrungeeignet. Die Führerscheinstelle wird dann die Fahrerlaubnis bis zum Abstinenznachweis entziehen.
				</p>
				<hr />
				<p>
					Weiter geht es in der nächsten Folge des Tagesrausch u.a. mit den Themen - MPU (Idiotentest), Führerscheinenztug und Abtinenznachweis.
				</p>
				<p>
					Der 1. Teil des Interviews über <a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-04-polizeikontrolle-und-schnelltest.html" title="Theo Pütz über die Regeln bei Drogenkontrollen. Warum sollte man Schnelltests verweigern? Wann sind Blutproben zulässig?">Drogen im Straßenverkehr</a> beschäftigt sich u.a. mit Drogenschnelltests und gibt Tipps für das richtige Verhalten bei Polizeikontrollen.
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-11-blutprobe-und-trunkenheitsfahrt-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-11-blutprobe-und-trunkenheitsfahrt.html</link>
			<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 17:33:00 +0200</pubDate>
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				<media:title>Blutprobe und Trunkenheitsfahrt - Tagesrausch 11.02.2010</media:title>
				<media:category label="Tags">blut, trunkenheitsfahrt, fahrerlaubnis, drogentests, thc, cannabis, drogen, fahrverbot, stvg, geldstrafe, entziehen, konsum</media:category>
			</media:content>
		</item>
		<item>
			<title>Polizeikontrolle und Drogenschnelltests</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Im Tagesrausch "<a href="http://www.youtube.com/watch?v=eIaKk2apzhw" title="Tagesrausch -Polizeikontrolle und Schnelltests- bei Youtube ansehen">Polizeikontrolle und Schnelltests</a>" informiert Theo Pütz vom <a href="http://www.drogenpolitik.org/" title="Verein für Drogenpolitik">Verein für Drogenpolitik</a> über das richtige Verhalten bei Drogenkontrollen im Straßenverkehr.
				</p>
				<p>
					Was muß man über Wisch-, Piss- und Schweißtests wissen? Welche Regeln gelten für die Blutentnahme? Was sollte man sagen, was lieber verschweigen.
				</p>
				<p>
					Im folgenden findest Du ein Transscript des Videos. Es gilt das Primat des gesprochenen Wortes!
				</p>
				<hr />
				<h2>Transscript des Videos "Polizeikontrolle und Schnelltests"</h2>
				<p>
					Steffen Geyer: ...Bei mir ist Theo Pütz vom Verein für Drogenpolitik, weil Theo der deutsche Führerscheinpapst ist. Er will zwar nicht gerne so genannt werden, aber dass ist der Mann, an den ich euch verweisen würde, wenn ihr Probleme mit dem Führerschein habt.
				</p>
				<p>
					Und damit ihr die möglichst nicht kriegt, habe ich Theo gebeten, euch jetzt mal in den nächsten Minuten zu erklären, was wichtig ist zu wissen, was ihr tun und was ihr bitte unterlassen solltet.
				</p>
				<p>
					Hallo Theo!
				</p>
				<p>
					Theo Pütz: Hallo Steffen!
				</p>
				<h2>Regel Nr. 1 - Ruhig bleiben</h2>
				<p>
					Steffen: Ich bin mit dem Auto unterwegs und hinter mir geht das Blaulicht an - große Panik bricht aus.
				</p>
				<p>
					Theo: Da sollte man erstmal ruhig bleiben.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Bei Kontrollen ruhig und höflich bleiben! Panik verunsichert euch und die Beamten.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Gucken, wenn man Material an Bord hat - ist halt die Frage, wie man damit umgehen sollte.
				</p>
				<p>
					Wenn man es rausschmeißt, dann hat man sie auf jeden Fall auf den Hacken.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Keine Drogen aus dem Fenster werfen! Das führt mit Sicherheit zu einer Kontrolle.
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Regel Nr. 2 - Drogen weg vom Fahrer!</h2>
				<p>
					Auf jeden Fall überhaupt nichts groß mitnehmen im Fahrerraum, das wäre zu beachten. Wenn man was mitnimmt am besten im Kofferraum, so dass kein direkter Bezug zur Verkehrsteilnahme hergestellt werden kann.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Drogen nicht im Fahrgastraum transportieren. Aus rechtlichen Gründen ist der Kofferraum besser.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Und dann ist es halt ganz wichtig, auch wenn Besitzdelikte vorliegen, dann geht die Polizei über und ermittelt Konsumgewohnheiten.
				</p>
				<p>
					Da sollte man grundsätzlich überhaupt keine Angaben zu machen, zu den Konsumgewohnheiten. 
				</p>
				<p>
					Weil ansonsten könnte das allein auf Grund des Besitzes Probleme mit der Führerscheinstelle geben, wenn es Hinweise darauf gibt, dass jemand - ich sag jetzt mal ganz platt - wer wie einmalig konsumiert hat, dann versuchen die Führerscheinstellen immer so einen Missbrauchsverdacht zu konstruieren, um dann halt eine MPU anzuordnen, Drogenscreenings etc. pp.
				</p>
				<p>
					Steffen: Na - so weit sind wir ja noch nicht.
				</p>
				<h2>Regel Nr. 3 - Konsum nie zugeben</h2>
				<p>
					Die haben mich gerade angehalten und gefragt: Haben sie Drogen konsumiert? Was sage ich da?
				</p>
				<p>
					Bin ich ehrlich oder lüge ich die (Polizisten) an? Schadet mir das im Zweifel, wenn ich denen sage "Ich habe nichts genommen." und die kriegen das dann über eine Blutprobe doch raus?
				</p>
				<p>
					Theo: Grundsätzlich muss niemand Angaben dazu machen, ob er irgendwas genommen hat.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Keine Angaben zum Konsumverhalten machen. Niemand muss der Polizei bei der Arbeit helfen.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Steffen: Das heißt, ich sage am besten "Ich verweigere die Aussage"? Oder sage ich "Nö!"
				</p>
				<p>
					Theo: Ja - Man kann natürlich, das ist Situationsabhängig, verneinen. Wenn man in der letzten Zeit keine Drogen konsumiert hat, sollte man das (verneinen) auch tun.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Wer in den letzten Tagen nicht konsumiert hat, sollte die Frage nach dem Konsum verneinen.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Auf weitere Nachfrage - ob z.B. mehr Konsum bestanden hat - sollte man grundsätzlich nichts zu sagen, weil es geht immer nur um den konkreten Anlass, ob im zeitlichen Verhältnis zu der Fahrt Drogen konsumiert worden sind.
				</p>
				<p>
					Grundsätzlich nie Drogenkonsum einräumen. Egal zu welchem Zeitpunkt - ob jetzt vor zehn Stunden oder vor drei Wochen - grundsätzlich nichts zum Konsum sagen!
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Keine Angaben zu früherem Konsum machen. Kein Smalltalk über Hollandurlaube etc.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Steffen: Also entweder "Nein!" oder "Ich verweigere die Aussage!"?
				</p>
				<p>
					Theo: Richtig. 
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Polizei fragt: "Haben sie Drogen konsumiert?"<br />
						Antwort: "Nein!" oder "Ich verweigere die Aussage!"
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Regel Nr. 4 - Schnelltests verweigern</h2>
				<p>
					Steffen: Dann sagt der Polizist: "Ja, sie mit ihren langen roten Dreads und das Auto ist auch ganz schön dreckig und hinten ist noch ein Hanfblatt-Aufkleber drauf... Ich würde gern einen Schnelltest machen. Sind Sie damit einverstanden?"
				</p>
				<p>
					Theo: Grundsätzlich nicht. Weil, in dem Moment steht man in einem Ermittlungsverfahren und da muss man überhaupt keine Angaben zu machen bzw. muss auch nicht irgendwie aktiv mitwirken.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Drogenschnelltests immer verweigern! Man muss der Polizei nicht auch noch helfen.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Ein Schnelltester ist grundsätzlich abzulehnen, weil er letztendlich auch nicht den Konsum nachweisen kann, der in einem direkten Zusammenhang mit der Verkehrsteilnahme steht.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Piss-, Wisch- und Schweißtests sagen nicht, ob ihr breit fahrt, sondern nur, ob gekifft wurde.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Steffen: Jetzt habe ich den Emails immer wieder Leute, die Angst davor hatten, den Schnelltest zu verweigern, weil sie gedacht haben, dass man ihnen das dann negativ anrechnet. Ist das so?
				</p>
				<h2>Regel Nr. 5 - Polizisten machen Fehler</h2>
				<p>
					Theo: Ich kenne es aus der Praxis, das vielfach gerade in den südlichen Gefilden unserer Bundesrepublik vielfach dann damit gedroht wird, wenn man es nicht macht, dann wird man direkt mitgenommen; dann darf man die nächsten 24 Stunden kein Auto fahren und der Wagen wird abgeschleppt oder sonstige Geschichten.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Bei Kontrollen (insbesondere in Bayern) wird eine Nichtaussage oft wie ein Eingeständnis behandelt. Das ist juristisch falsch, was euch vor Ort nichts nützen wird, weil euch keiner glaubt.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Das ist in der Praxis schon hin und wieder zu beobachten, aber eine Rechtsgrundlage dafür gibt es nicht. Nur - Letztendlich ist der Betroffene derjenige, der den kürzeren zieht.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Im Zweifel setzen Polizisten auch rechtswidrige "Wünsche" durch. Widersprechen aber folgen.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Steffen: ... Weil - Polizisten haben Knarren...
				</p>
				<p>
					Theo: Nicht nur "Knarren" - die setzen das im Zweifelsfall durch.
				</p>
				<h2>Regel Nr. 6 - Blut nur mit Richter</h2>
				<p>
					Es gab aber vor einiger Zeit eine höchstrichterliche Entscheidung, dass Blutentnahmen grundsätzlich nur mit richterlicher Anordnung durchzuführen sind.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Für die Anordnung einer Blutprobe gibt es nach &sect; 81a Abs. 2 <abbr title="StrafProzessOrdnung">StPO</abbr> einen Richtervorbehalt.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Steffen: Blutentnahme ist dann quasi der nächste Eskalationslevel, wenn ich den Schnelltest verweigere und die sagen: "Ja, ist uns Wurscht. Wir sind ganz fest davon überzeugt, das Sie gekifft haben."
				</p>
				<p>
					Dann wird eine Blutentnahme verlangt? Kann man die verweigern?
				</p>
				<h2>Regel Nr. 7 - Blutprobe verweigern</h2>
				<p>
					Theo: Grundsätzlich sollte man nicht sein Einverständnis dazu geben.
				</p>
				<p>
					Steffen: Dann kommt also wieder die berühmte Frage: "Sind Sie mit einer Blutentnahme einverstanden?" Und dann sagt man nein.
				</p>
				<p>
					Und dann kreuzt der Polizist das irgendwo an und ordnet dann ein Blutentnahme an.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Einer Blutentnahme immer widersprechen! Wer freiwillig ja sagt, kann sich nicht wehren.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Theo: Oder im Zweifelsfall darauf verweisen, dass man nicht damit einverstanden ist, sich aber auch nicht körperlich dagegen wehrt.
				</p>
				<p>
					Weil, wenn man sie nicht freiwillig zulässt, eine Blutentnahme, dann ist die Polizei, die Ermittlungsbehörde, im Grunde genommen gezwungen, einen Richter anzurufen und sich eine richterliche Verfügung zu holen.
				</p>
				<p>
					Steffen: Und das empfiehlst du?
				</p>
				<p>
					Theo: Ja, auf jeden Fall.
				</p>
				<p>
					Steffen: Also - Wieder für euch zum Merken: Die Blutentnahme verweigern, aber der Anordnung dann Folge leisten, sich nicht dagegen wehren, weil, dann müssen die hinterher die Blutentnahme von einem Richter prüfen lassen.
				</p>
				<p>
					Wenn ihr dem einfach so zustimmt und die quasi freiwillig abgebt, dann ist das nicht so.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Nicht körperlich gegen die Blutentnahme wehren. Widerspruch führt zu richterlicher Prüfung.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Theo: Richtig. Dann hat man zumindest eine Möglichkeit, in einem strittigen Verfahren darauf zu drängen, dass hier ein Beweisverwertungsverbot besteht, weil die Ergebnisse der Blutanalyse ohne richterliche Anordnung erfolgt sind.
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Widerrechtlich entnommene Blutproben dürfen vor Gericht nicht verwendet werden.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Steffen: Was ist mit diesen Pupillentests, die die Polizei macht? Und auf dem Strich gehen und so etwas? Ist das rechtlich relevant?
				</p>
				<h2> Regel Nr. 8 - Aussage verweigern</h2>
				<p>
					Theo: Das ist unter Umständen rechtlich relevant, aber auch hier ist wieder grundsätzlich zu sagen - Als Beschuldigter, und in dem Moment ist derjenige Beschuldigter, muss er nicht aktiv an seiner Überführung mitwirken. Muss also auch diese Tests nicht machen.
				</p>
				<p>
					Steffen: Ok. Das heißt, wenn ihr den Test nicht mehr könnt, dann sagt: "Das mache ich nicht."
				</p>
				<p>
					Theo: Nein. Auch wenn ihr es im Grunde genommen noch könnt, auch grundsätzlich sagen: "Nein!"
				</p>
				<blockquote>
					<p>
						Keine Taschenlampenspiele, keine Koordinationstests - Mitarbeit immer verweigern!
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Steffen: Also nicht mitwirken, soweit es das Gesetz zulässt.
				</p>
				<p>
					Theo: Richtig.
				</p>
				<p>
					Steffen: Ist eigentlich klar - Ich helfe dem Bäcker ja auch nicht "die Brötchen backen". Ich kaufe die dann wenn sie fertig sind.
				</p>
				<p>
					Theo: Richtig - Sonst müsste ich ja auch nur den halben Preis bezahlen.
				</p>
				<hr />
				<p>
					Soviel für Heute...
				</p>
				<p>
					Weiter geht es in der nächsten Folge  des Tagesrausch u.a. mit den Fragen:
				</p>
				<ul>
					<li>Wonach suchen Drogentests?</li>
					<li>Wie lang sind die Nachweiszeiten?</li>
					<li>Was droht bei Drogenfahrten?</li>
					<li>Wer kann mir helfen?</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-04-polizeikontrolle-und-schnelltest-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/tagesrausch/2010-02-04-polizeikontrolle-und-schnelltest.html</link>
			<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 13:43:00 +0200</pubDate>
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				<media:title>Polizeikontrolle und Schnelltest - Tagesrausch 04.02.2010</media:title>
				<media:category label="Tags">blutentnahme, schnelltest, verkehr, polizei, kontrolle, drogen, drogenpolitik, theo pütz</media:category>
			</media:content>
		</item>
		<item>
			<title>Cannabisforschung und Hanfmythos</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Für den Tagesrausch "<a href="http://www.youtube.com/watch?v=d_tircRa4dg" title="Tagesrausch -Forschung und Mythos- bei Youtube ansehen">Forschung und Mythos</a>" habe ich mich mit dem Schweizer Musikwissenschaftler, Autor und Drogenforscher Hans Cousto getroffen.
				</p>
				<p>
					Wir sprachen über die <a href="http://www.lange-nacht-der-museen.de" title="Webseite der Langen Nacht der Museen">26. Lange Nacht der Museen</a>, zu der uns das <a href="http://www.hanfmuseum.de/" title="Berliner Museum über die Pflanze Cannabis sativa L.">Hanf Museum Berlin</a> als Experten geladen hat.
				</p>
				<p>
					Angeregt durch das Plakat der Langen Nacht, das Alexander von Humboldt zeigt, entwickelte sich mein Gespräch mit Hans zu einer Lehrstunde über Polytoxicophilie und den Wissensvorsprung der Forschung vor der Politik.
				</p>
				<h2>26. Lange Nacht der Museen</h2>
				<p>
					Zweimal im Jahr öffnen rund 60 Berliner Museen von 18.00 bis 02.00 Uhr ihre Pforten für einen nächtlichen Bildungsmarathon. Am Samstag dem 30. Januar 2010 findet bereits die 26. Ausgabe dieser "Langen Nacht der Museen" statt.
				</p>
				<p>
					Jede Lange Nacht steht unter einem Motto, das alle beteiligten Museen mit eigenen Aktionen zum Leben erwecken. Im Themenjahr "Berlin - Hauptstadt für die Wissenschaft 2010" rückt die Lange Nacht Forschung und Wissenschaft in den Mittelpunkt. Das Motto der 26. Langen Nacht ist deshalb ein Zitat des großen (Berliner) Naturforschers Alexander von Humboldt.
				</p>
					<img class="right" src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/lange-nacht-der-museen.jpg" alt="Poster der 26. Langen Nacht der Museen" width="241" height="305" />
				<blockquote title="Motto der 26. Langen Nacht der Museen">
					<p>
						<strong>Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus.</strong>
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Alexander von Humboldt</h2>
				<p>
					Der deutscher Naturforscher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_von_Humboldt" title="Informationen der WikiPedia über den Naturforscher Alexander von Humboldt">Alexander von Humboldt</a> lebte von 1769 bis 1859. Schon zu seinen Lebzeiten galt er als einer der wichtigsten Gelehrten der Menschheitsgeschichte.
				</p>
				<p>
					Wegen seiner zahlreichen Forschungsreisen, die ihn unter anderem nach Zentralasien, Lateinamerika und in die USA führten, wurde er vielfach als zweiter Kolumbus bezeichnet.
				</p>
				<p>
					In seinem wichtigstes Werk "Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung" an dem er in den Jahren 1845-1862 arbeitete, versucht von Humboldt <q title="Alexander von Humboldt in einem Brief an einen Lektor">die ganze materielle Welt, alles, was wir heute von den Erscheinungen der Himmelsräume und des Erdenlebens, von den Nebelsternen bis zur Geographie der Mose auf den Granitfelsen wissen, alles in einem Werke darzustellen, und in einem Werke, das zugleich in lebendiger Sprache anregt und das Gemüt ergötzt.</q>
				</p>
				<p>
					Humboldts Ziel, universales Wissen in einer Sprache darzustellen, die jeder versteht, fühlen sich auch die Berliner Museen verpflichtet.
				</p>
				<h2>Cannabisforschung und Hanfmythen</h2>
				<a href="http://www.hanfmuseum.de" title="Deutschlands einziges Museum über die Pflanze Cannabis"><img src="http://usualredant.de/images/steffen-geyer/logo-hanf-museum-berlin.png" width="120" height="119" alt="Logo des Hanf Museum Berlin" class="right" /></a>
				<p>
					Das Hanf Museum hat eigens für die 26. Lange Nacht der Museen eine <a href="http://www.hanfmuseum.de/cannabisforschung-lange-nacht-museen-hanf-museum-08-01-2010" title="Cannabisforschung - 26. Lange Nacht der Museen im Hanf Museum">Sonderausstellung "Cannabisforschung"</a> erstellt. In ihr werden die Besucher mit den gängisten Hanfmythen konfrontiert.
				</p>
				<p>
					Für die hoffentlich zahlreich aufgeworfenen Fragen stehen den Besuchern der Langen Nacht ein Hanfexperte (ich) und ein Kulturwissenschaftler (Hans Cousto) als lebende Teile der Ausstellung zur Verfügung.
				</p>
				<p>
					Abgerundet wird das Hanfmuseumsevent zur 26. Langen Nacht der Museen durch das Team des Museumscafès, die Köstlichkeiten aus und mit Hanf vorbereitet haben. Musik liefern die Hemp Society DJs.
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-01-29-forschung-und-mythos-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/tagesrausch/2010-01-29-forschung-und-mythos.html</link>
			<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 17:43:00 +0200</pubDate>
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				<media:credit role="author" scheme="http://vimeo.com">Steffen Geyer</media:credit>
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				<media:title>Forschung und Mythos - Tagesrausch 29.01.2010</media:title>
				<media:category label="Tags">forschung, politik, wissen, polytoxicophilie, alexander von humboldt, mythos, hanfparade, hans cousto</media:category>
			</media:content>
		</item>
		<item>
			<title>Ein Jahr Hanfwerk...</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Vor gut einem Jahr traf sich im Büro des <a href="http://www.hanfjournal.de/" title="Hanf Journal Kiffer Portal - Das Cannabis Magazin das abhängig macht - ganz legal">Hanf Journal</a>s eine handvoll Legalisierungsfreunde, um über die Wiederbelebung des Berliner Events zum <a href="http://cannabis.wikia.com/wiki/Global_Marijuana_March" title="Global Marijuana March WiKi">Global Marijuana March</a> (<abbr title="Global Marijuana March">GMM</abbr>) zu philosophieren.
				</p>
				<p>
					Irgendwann im Laufe des Abends fiel der Name <a href="http://hanftag.de/" title="Hanftag - Demonstration für die Cannabislegalisierung in Berlin">Hanftag</a> und eine neue Demonstration war geboren.
				</p>
				<p>
					Weil dies nicht die einzige Aktion bleiben sollte, wurde kurzerhand eine neue Organisation namens <a href="http://elf-online.eu/" title="E.L.F. a consumer rights organization with the aim of the improvement and legalization of cannabis products.">European Legalization Front</a> (<abbr title="European Legalization Front = Europäische Legalisierungsfront">E.L.F.</abbr>) gegründet, der gleich noch ein deutscher Ableger namens Hanfwerk beigelegt wurde.
				</p>
				<p>
					Anlässlich des 1. Geburtstags des Hanfwerks, habe ich mich mit Matthias Meyer an "historischer Stelle" getroffen und "<a href="http://www.youtube.com/watch?v=88ApNodB80o&amp;hd=1" title="Tagesrausch -Ein Jahr Hanfwerk- Video bei Youtube ansehen">ein Jahr Hanfwerk</a>" gefeiert. Eigentlich wollten wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen, doch zunächst galt unser Blick kommenden Ereignissen.
				</p>
				<h2>Hanftag 2010 - Natur Pur!</h2>
				<p>
					Auch 2010 wird des eine Berliner Demonstration im Rahmen des GMM geben! Das Hanfwerk ruft dazu auf, sich <strong>am 08.Mai um 15:00 Uhr auf dem Pariser Platz</strong> (vor dem Brandenburger Tor) einzufinden und unter dem Motto "Natur Pur!" die zweite Ausgabe des Hanftags zu feiern.
				</p>
				<p>
					<strong>Matthias hat sich für 2010 vorgenommen, die Teilnehmerzahl mindestens zu verdoppeln. Schaffen kann er das nur, wenn du ihn unterstützt!</strong>
				</p>
				<p>
					Aktuell sucht das Hanfwerk Berliner, die bei der Organisation des Hanftags helfen wollen.<br />
					Außerdem besteht beim Hanfwerk ein Mangel an Kreativen, die dem Hanftag mit kostenlosen Video-Werbespots, Radiojingles, Webbannern und ähnlichen "Werbeträgern" unter die Arme greifen können.
				</p>
				<p>
					Gemeinsam mit möglichst vielen Freiwilligen will Matthias den erfolgreichen Hanftag09 übertrumpfen.
				</p>
				<h2>Hanftag 2009 - Yes We Cannabis!</h2>
				<p>
					Am ersten Hanftag beteiligten sich rund 300 Personen und ein Dutzend Organisationen. Zu meckern gab es selbst für mein hanfparadegeschultes Auge damals wenig... bis auf die zweite Hälfte der Strecke :)
				</p>
				<p>
					Was mir gefiel und was beim Hanftag 2009 nicht so gut lief, erfährst du im Tagesrausch "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2009-05-10-hanftag-2009-gmm-in-berlin.html" title="Rückschau auf die Berliner Veranstaltung zum Global Marihuana March 2009. An der Demonstration für die Legalisierung von Cannabis nahmen rund 300 Menschen teil.">Hanftag 2009 - GMM in Berlin</a>" und auf der <a href="http://hanftag.de/archiv/2009/hanftag_bilder_2009.php" title="Bilder des Hanftags 2009">Webseite der Berliner GMM-Demonstration</a>.
				</p>
				<h2>Hanflabyrinth Berlin</h2>
				<p>
					Wer gedacht hatte, dass sich das Hanfwerk auf dem erfolgreichen Hanftag ausruhen würde, wurde angenehm überrascht. Schließlich galt es <a href="http://www.hanflabyrinth-berlin.de/" title="Hanflabyrinth in Berlin - Das Hanffeld mit einem Labyrinth und Lehrpfad in Berlin-Baumschulenweg">Berlins erstes Hanflabyrinth</a> zu retten.
				</p>
				<p>
					In der ältesten deutschen Baumschule hatte sich ein Team engagierter Einzelpersonen sowie des <a href="http://www.hanfmuseum.de/" title="Informationsseite über das Hanf Museum Berlin als ständige Online-Ausstellung">Hanf Museums Berlin</a> daran gemacht, dem verbrauchten Boden in einen ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Nutzhanfirrgarten zu verwandeln.
				</p>
				<p>
					Darüber soll an dieser Stelle jedoch noch nicht zu viel verraten werden. Über das Hanflabyrinth Berlin soll es demnächst nämlich einen eigenen Tagesrausch geben. Dann wird Heiko (<a href="http://www.youtube.com/user/Waldme1sta" title="YouTube - Kanal von Waldme1sta">Waldmeista</a>) den Blick zurück wenden und über einen Sommer voller Überraschungen berichten.
				</p>
				<p>
					Wer es bis dahin nicht aushält, findet auf der Webseite des <a href="http://www.hanflabyrinth-berlin.de/" title="Hanflabyrinth in Berlin - Das Hanffeld mit einem Labyrinth und Lehrpfad in Berlin-Baumschulenweg">Hanflabyrinths</a> mehr Informationen, viele Bilder und Videos.
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema</h2>
				<dl>
					<dt><a href="http://cannabis.wikia.com/wiki/Global_Marijuana_March" title="Global Marijuana March WiKi">GMM - Global Marijuana March</a></dt>
					<dd>Der GMM ist ein weltweiter Aktionstag für die Legalisierung von Cannabis. Am zwischen 01.  und 09. Mai finden dazu Aktionen in mehr als 300 Städten statt. Der GMM ist die einzige globale Legalize-Veranstaltung!</dd>
					<dt><a href="http://www.hanf-initiative.de" title="Hanf Initiative - Legalisierungsarbeit, Aktionen und Informationen in Frankfurt/Main">GMM in Frankfurt/Main</a></dt>
					<dd>Im vergangenen Jahr hat die Hanfinitiative gemeinsam mit der Partei die Linke eine GMM-Demonstration veranstaltet. Ein ähnliches Event soll auch 2010 stattfinden. Genauere Informationen lagen zum Redaktionsschluss noch nicht vor.</dd>
					<dt><a href="http://hanftag.de/" title="Hanftag - Demonstration für die Cannabislegalisierung in Berlin">Hanftag 2010 - Natur Pur!</a></dt>
					<dd>Die Berliner Demonstration zum GMM 2010 wird am 08.Mai stattfinden. Sie soll um 15:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor beginnen. Für ein Gelingen sind die Organisatoren auf deine Hilfe angewiesen! Wer mitarbeiten will, schreibt am besten eine Email an <strong>info@hanfwerk.de</strong></dd>
					<dt><a href="http://cannatrade.ch/" title="CannaTrade - internationale Hanf-Fachmesse in der Schweiz">10. CannaTrade</a></dt>
					<dd>Die Jubiläumsausgabe der ältesten Hanfmesse im deutschen Sprachraum erwartet mehr als 100 Aussteller. Sie wird vom 16.-18.April in Basel (Schweiz) stattfinden.</dd>
				</dl>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-01-20-ein-jahr-hanfwerk-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/tagesrausch/2010-01-20-ein-jahr-hanfwerk.html</link>
			<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 21:25:00 +0200</pubDate>
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				<media:credit role="author" scheme="http://vimeo.com">Steffen Geyer</media:credit>
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				<media:title>Ein Jahr Hanfwerk - Tagesrausch 20.01.2010</media:title>
				<media:category label="Tags">gmm, hanftag, hanfwerk, cannabis, tagesrausch, hanf, demonstration, berlin</media:category>
			</media:content>
		</item>
		<item>
			<title>Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 2)</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Angesichts des zur Neige gehenden Jahres 2009 lade ich dazu ein, die Drogenpolitik der vergangenen Monate Revue passieren zu lassen.
				</p>
				<p>
					Im <a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni.html" title="Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 1)">ersten Teil dieses Jahresrückblicks</a> ging es unter anderem um die "Kräuterdroge" Spice, einen kiffenden US-Schwimmstar und die deutschen Veranstaltungen zum GMM 2009.
				</p>
				<p>
					Nun folgt die drogenpolitische Rückschau auf die zweite Jahreshälfte.
				</p>
				<hr />
				<h2>Juli 2009</h2>
				<h3>04.07. Kein höheres Schizophrenierisiko durch Cannabiskonsum</h3>
				<a class="bild" href="http://www.cannabis-med.org/" title="Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/iacm-logo.png" alt="Logo der IACM" class="right" width="241" height="112" /></a>
				<p>
					Nach <a href="http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=303#2" title="IACM-Informationen vom 04. Juli 2009">Forschung von Wissenschaftlern der Keele-Universität</a> in Staffordshire (Großbritannien) widerspricht die Anzahl neu diagnostizierter Fälle von Schizophrenien in den Jahren 1996 bis 2005 der Hypothese, dass Cannabiskonsum das Risiko für die Entwicklung einer Schizophrenie oder Psychose erhöhe.
				</p>
				<p>
					Für die Studie wurde eine Analyse der Daten von 183 Arztpraxen in England, Wales, Schottland und Nordirland durchgeführt. Die Studie umfasste etwa 600.000 Patienten pro Jahr, was etwa 2,3 Prozent der britischen Bevölkerung entspricht.
				</p>
				<p>
					Die Forscher verglichen Studien zum Konsumverhalten der Briten mit den Krankendaten. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass "die ursächlichen Modelle, die Cannabis mit Schizophrenie/Psychosen verbinden, durch diese Studie nicht unterstützt werden"
				</p>
				<h3>Sommerloch der Hanflabyrinthe?</h3>
				<p>
					Mangels entlaufener Alligatoren suchten die Medien ein Thema, das das Sommerloch zu füllen vermochte.
				</p>
				<p>
					Dankenswerterweise wurden sie bei den immer zahlreicher werdenden Hanfirrgärten und Hanflabyrinthen fündig. Als "Nutzhanfexperte" war ich deshalb im Juli gefragter Gesprächspartner.
				</p>
				<p>
					Mein privater Höhepunkt war sicher das <a href="http://usualredant.de/drogen/nuetzliches-cannabis-interview-mit-tv-berlin.html" title="Nützliches Cannabis? Steffen Geyer bei TV-Berlin">Interview im Frühstücksfernsehen</a> auf TV-Berlin.
				</p>
				<hr />
				<h2>August 2009</h2>
				<h3>01.08. Hanfparade in Berlin ohne Polizeischikanen</h3>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html" title="Im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin erklärt Steffen Geyer das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade."><img src="http://usualredant.de/images/drogen/poster-hanfparade-2009.png" alt="Poster der Hanfparade 2009 - Design von Steffen Geyer" class="right" width="241" height="341" /></a>
					Poster der Hanfparade 2009
				</div>
				<p>
					Am 01.August fand in Berlin die 13. <a href="http://www.hanfparade.de" title="Demonstration für die Legalisierung von Cannabis">Hanfparade</a> statt. Die traditionsreiche Demonstration für die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel stand 2009 unter dem Motto "Für eine freie Wahl".
				</p>
				<p>
					Obwohl sich an der Hanfparade <strong>nur rund 1.200 Menschen</strong> beteiligten, schenkten die Medien der einzigen regelmäßigen Legalisierungsveranstaltung Deutschlands relativ viel Aufmerksamkeit.
				</p>
				<p>
					Auffälligster Unterschied der Hanfparade 2009 zu ihren Vorgängern war <strong>das defensive Auftreten der Berliner Polizei.</strong> <q title="Einsatzleiter der Polizei laut Tagesspiegel">Solange die nicht mit einem Joint vor unserer Nase herumwedeln, sind die ganz friedlich</q>, sagt einer der Einsatzleiter gar dem <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Stadtleben-Hanfparade-Harley-Days-Schweiz-Marathon;art125,2862551" title="Artikel des Tagesspiegel vom 02.08. - Berlin im Veranstaltungsfieber">Berliner Tagesspiegel</a> über die Hanfdemonstranten.
				</p>
				<ul>
					<li>Anläßlich der Hanfparade befragte mich das Uniradio Berlin Brandenburg zu deren <a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html" title="Im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin erklärt Steffen Geyer das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade.">Zielen, Motivation und Erfolgen</a>.</li>
				</ul>
				<hr />
				<h2>September 2009</h2>
				<h3>19.09. Worldwide Rally For The Prince of Pot</h3>
				<p>
					Der kanadische Hanfaktivist und CannaBusinessman Marc Emery schon seit Juli 2005 gegen eine Anklage wegen des Versandes von Millionen Hanfsamen, von denen ein Großteil in die USA versendet wurden.
				</p>
				<p>
					Emery, dessen Handlungen nach kanadischem Recht nicht strafbar sind, drohte in den USA eine lebenslange Haftstrafe.
				</p>
				<p>
					Seit er Ende April einem Deal zustimmte, der seine Haftzeit auf 5 Jahre reduzierte, rollt aus dem "Amsterdam Nordamerikas" Vancouver eine für die Legalisierungsbewegung <a href="http://www.cannabisculture.com/articles/4639.html" title="Help Save Canadian Activist and Hero, Marc Emery!">beispiellose weltweite Kampagne</a>, die seine Abschiebung in die USA verhindern will.
				</p>
				<p>
					Vorläufiger Höhepunkt war der 19. September, an dem weltweit (<a href="http://vimeo.com/6656612" title="Berlin  Rally For The Prince of Pot bei Vimeo ansehen">z.B. in Berlin</a>) für seinen Verbleib in Kanada und in Freiheit demonstriert wurde.
				</p>
				<h3>27.09. Bundestagswahl bringt Schwarz/Gelb</h3>
				<p>
					Bei der Bundestagswahl 2009 konnten Union und FDP die Mehrheit erringen. Welche Auswirkungen die Berufung des jungen Liberalen Philipp Rösler zum Bundesgesundheitsminister auf die Drogenpolitik haben wird, weiß noch niemand. Ihn eingeschlossen :)
				</p>
				<hr />
				<h2>Oktober 2009</h2>
				<h3>01.10. Dana Beal verhaftet</h3>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.freedanabeal.org/" title="Free Dana Beal - Kampagne"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/dana-beal.jpg" alt="Dana Beal auf dem New York City Marijuana March 1994" width="241" height="300" /></a> Hanfaktivist <a href="http://www.freedanabeal.org/" title="Free Dana Beal - Kampagne">Dana Beal</a> auf dem New York City Marijuana March 1994</div>
				<p>
					Der Organisator des Global Marijuana March Dana Beal wurde <a href="http://www.canapa-info.ch/info/de/Weitere-Opfer-des-Kriegs-gegen.html" title="Artikel auf Hanf-Info.ch vom 01.11. - Weitere Opfer des Kriegs gegen Drogen">in Nebraska verhaftet</a>, weil er in einem PKW saß, in dem sich rund 70 Kg Marihuana befanden.
				</p>
				<p>
					Der 62jährige Beal hat eine lange Aktivisten-Karriere hinter sich. Sie begann in den frühen sechziger Jahren, als er sich für Bürgerechte einsetzte. Später zog er nach New York, wo er als Cannabis-Aktivist auffiel. 1999 lancierte er den ersten Global Marijuana March, welcher jeweils im Mai durchgeführt wird.
				</p>
				<p>
					Die internationale Hanfszene reagierte mit einer Spendenkampagne auf die Verhaftung und konnte Dana Beal und seine beiden Mitgefangenen auf Kaution zurück in Freiheit holen.
				</p>
				<h3>19.10. Obama-Regierung legalisiert Cannabis als Medizin</h3>
				<p>
					Während 14 Bundesstaaten der USA Gesetze geschaffen haben, die Patienten die <strong>Anwendung von Marihuana oder Haschisch als Medizin</strong> erlauben, bekämpfte die Bushregierung und die ihr unterstellten Bundesbehörden die zahlreichen "Cannabis Dispensaries". So war auf regionaler Ebene legal, was auf Bundesebene verboten war.
				</p>
				<p>
					Seit Ende Oktober ist das anders. Die DEA und andere Bundesbehörden dürfen nach einer <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/3/146386" title="Heise.de vom 20.10. - Die USA legalisieren die medizinische Anwendung von Cannabis">Weisung des Justizministerium</a> nur noch dann aktiv werden, <strong>wenn die Cannabisapotheken gegen Staatsgesetze verstoßen</strong>. Die Drogenjäger dürfen nur dann gegen die Nutzer medizinisches Marihuanas vorgehen, wenn die betroffenen Staatsanwaltschaften sie anfordern.
				</p>
				<hr />
				<h2>November 2009</h2>
				<h3>19.11. Mechthild Dyckmans ist neue Drogenbeauftragte</h3>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.bmg.bund.de/domain__drogenbeauftragte/" title="Webseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/mechthild-dyckmans-drogenbeauftragte.jpg" alt="Mechthild Dyckmans" width="241" height="350" /></a> <a href="http://www.bmg.bund.de/domain__drogenbeauftragte/" title="Webseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung">Mechthild Dyckmans</a>, neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung</div>
				<p>
					Die FDP-Bundestagsabgeordnete <a href="http://www.dyckmans.de/" title="Persönliche Webseite von Mechthild Dyckmans (FDP)">Mechthild Dyckmans</a> wurde im November zur <a href="http://www.bmg.bund.de/cln_151/nn_1191726/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/Drogenbeauftragte/2009/09-11-19_20PM_20Ernennung_20Mechthild_20Dyckmans.html?__nnn=true" title="Presseerklärung des BMG zur Ernennung Mechthild Dyckmans">neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt</a>.
				</p>
				<p>
					Die 58-Jährige löst <a href="http://www.sabine-baetzing.de/" title="Persönliche Webseite von Sabine Bätzing (SPD)">Sabine Bätzing</a> (SPD) ab, die sich mit zahlreichen Vorstößen vor allem gegen Alkohol- und Tabakmissbrauch Jugendlicher profiliert hatte.
				</p>
				<p>
					Dyckmans ist Juristin und wurde 1990 Richterin am Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Seit 2005 sitzt sie im Bundestag. Zuletzt war sie rechtspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.
				</p>
				<p>
					Hatte bei ihrer Berufung der eine oder andere gehofft, eine Liberale würde als Drogenbeauftragte ebensolche Positionen vertreten, so zeigen die ersten Äußerungen Dyckmans z.B. auf <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/mechthild_dyckmans-650-5643.html" title="Fragen an und Antworten von Mechthild Dyckmans auf Abgeordnetenwatch">Abgeordnetenwatch</a> nur <strong>wenig Mut zu einer Neuausrichtung der überwiegend repressiven, deutschen Drogenpolitik</strong>.
				</p>
				<hr />
				<h2>Dezember 2009</h2>
				<h3>15.12. Tschechien erlaubt Drogenbesitz für Eigenbedarf</h3>
				<p>
					Unser Nachbarland Tschechien <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/tschechien_drogenbesitz_1.4198203.html" title="Artikel auf NZZ-Online vom 15.12. - Vier Ecstasy-Pillen sind künftig erlaubt">entkriminalisiert den Besitz von Rauschmitteln für den persönlichen Bedarf</a>. Die Regierung in Prag legte Mitte Dezember entsprechende Höchstgrenzen fest, die ab 2010 gelten sollen.
				</p>
				<p>
					Dann wird der Besitz von weniger als 15 Gramm Marihuana, vier Ecstasy-Pillen oder einem Gramm Kokain nur noch als Ordnungswidrigkeit, also wie Falschparken geahndet.
				</p>
				<p>
					Bereits Anfang des Jahres hatte die Tschechische Regierung angekündigt, den Anbau von bis zu drei Hanfpflanzen pro Person von der Strafverfolgung auszunehmen.
				</p>
				<ul>
					<li>Bereits im April hatte ich im Tagesrausch "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2009-04-03-konoptikum-cannabis-in-tschechien.html" title="Interview mit dem Chefredakteur der Hanfzeitung Konoptikum über die Situation der Cannabiskonsumenten in der tschechischen Republik">Konoptikum: Cannabis in Tschechien</a>" über die Neuregelung berichtet.</li>
				</ul>
				<h2>Quo vadis 2010?</h2>
				<p>
					Soviel zu meinem drogenpolitischem Rückblick auf das Jahr 2009. Was fehlt? Was waren Deine Highlights oder Enttäuschungen 2009?
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-juli-dezember-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-juli-dezember.html</link>
			<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 01:15:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title>Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 1)</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Wenn die letzten Wochen eines Jahres angebrochen sind, ist sie da, die Zeit der Besinnung.
				</p>
				<p>
					Bevor ich mich auf den Weg zur Sippe mache, will ich mich deshalb heute mit Euch daran erinnern, was das Jahr 2009 drogenpolitisch gebracht hat.
				</p>
				<p>
					Ich lade dazu ein, Geschehenes in Wort, Bild und Video Revue passieren zu lassen und von dem zu träumen, was uns 2010 erwartet.
				</p>
				<hr />
				<h2>Januar 2009</h2>
				<h3>10.01. Legalisiert Kalifornien Cannabis?</h3>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.canorml.org/" title="Website of California NORML"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/califarnia-norml.jpg" alt="Werbung für California NORML" width="241" height="290" /></a> "<a href="http://www.canorml.org/" title="Website of California NORML">California <abbr title="National Organisation for the Reform of Marijuana Laws">NORML</abbr></a>"</div>
				<p>
					Das Jahr begann mit der ersten Anhörung zu einem Gesetzentwurf, der dem Kalifornischen Parlament im Dezember 2008 vorgelegt wurde.
				</p>
				<p>
					Die "<a href="http://www.leginfo.ca.gov/pub/09-10/bill/asm/ab_0351-0400/ab_390_bill_20090223_introduced.html" title="Gesetzentwurf zur Legalisierung von Marihuana im Staat Californien">Assembly Bill No. 390</a>" forderte nicht weniger als <strong>die vollständige Legalisierung von Cannabis für Erwachsene.</strong>
				</p>
				<h3>21.01. Caritas fordert Ende des Drogenkriegs</h3>
				<p>
					Auch in Deutschland bröckelte 2009 die Front der Drogengegner. Sogar größte deutsche Sozialverein, die <strong>Caritas, sieht die repressive Drogenpolitik als gescheitert an</strong>. Dies erklärte ein Sprecher des Hilfswerks der katholischen Kirche im Rahmen der Konferenz "<a href="http://www.caritas-international.de/kampagnen/caritas_drogenkonferenz/55443.html" title="Internationaler Experten-Kongress der Caritas international vom 21.-23. Januar 2009 ">Drogenkonsum: Neue Formen, neue Antworten, neue Politik</a>".
				</p>
				<p>
					<q title="Oliver Müller, Sprecher der Caritas Deutschland">Die Zahlen belegen, dass die Null-Toleranz-Doktrin nicht den erhofften Erfolg hatte. Wir müssen dies zur Kenntnis nehmen und anerkennen, dass <strong>Drogen Teil der gesellschaftlichen Realität</strong> sind</q>, so Oliver Müller. 
				</p>
				<ul>
					<li>Interview des Deutschlandradios mit der Drogenbeauftragten anläßlich des Caritas-Kongresses "<a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/907241/" title="Beitrag des Deutschlandradios Kultur vom 21.02.">Sabine Bätzing sieht Erfolge bei Drogenbekämpfung</a>"</li>
				</ul>
				<h3>22.01. Bätzing verbietet "Kräuterdroge" Spice</h3>
				<p>
					Von der Erkenntnis, dass <strong>Drogenverbote Drogenelend nicht verhindern</strong> weitgehend unbeeindruckt, endete am 22. Januar 2009 die kurze aber heftige Karriere der als Räuchermischung vertriebenen "Kräuterdroge" Spice mit einem <strong>Verbot per Eilantrag</strong>.
				</p>
				<p>
					Die vom britischen Unternehmen "the Psyche Deli" produzierte, dank Medienhype zunehmend als Rauschdroge "missbrauchte" Mischung enthielt nach Aussage des BKA die seit diesem Tag in Deutschland verbotenen Chemikalien <a href="http://www.pierre-markuse.de/2008/12/17/spice-und-jwh-018-themenubersicht/" title="Spice und JWH-018 ? Übersicht von Pierre Markuse">JWH-018 und CP-47,497</a>. Die beiden Stoffe, die für die psychoaktiven Effekte von Spice verantwortlich sein sollen, stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
				</p>
				<ul>
					<li>Das Verbot stützte sich auf eine <a href="http://usualredant.de/drogen/jwh-018-in-spice-analyse-von-thc-pharm.html" title="JWH-018 in Spice - Was steht in der Analyse von THC-Pharm">Analyse von THC-Pharm</a>, über die ich am 17.12.2008 berichtete.</li>
				</ul>
				<hr />
				<h2>Februar 2009</h2>
				<h3>01.02. Kiffender Phelbs spaltet die USA</h3>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.newsoftheworld.co.uk/news/150832/14-times-Olympic-gold-medal-winner-Michael-Phelps-caught-with-bong-cannabis-pipe.html" title="Artikel in News of the World vom 01.02."><img src="http://usualredant.de/images/drogen/michael-phelps-smoking-bong.jpg" alt="Michael Phelps beim Rauchen einer ROOR-Bong" width="241" height="290" /></a> "<a href="http://www.newsoftheworld.co.uk/news/150832/14-times-Olympic-gold-medal-winner-Michael-Phelps-caught-with-bong-cannabis-pipe.html" title="Artikel in News of the World vom 01.02.">14-times Olympic gold medal winner Michael Phelps caught with cannabis pipe</a>"</div>
				<p>
					Aufreger des Monats Februar waren <a href="http://www.newsoftheworld.co.uk/news/150832/14-times-Olympic-gold-medal-winner-Michael-Phelps-caught-with-bong-cannabis-pipe.html" title="Artikel in News of the World vom 01.02.">Bilder, die den 14-fachen Olympiasieger und Schwimmstar Michael Phelps beim Rauchen einer Bong</a> zeigten. Der 23-jährige US-Amerikaner entschuldigte sich umgehend bei Fans und Sponsoren für sein "Fehlverhalten", äußerte sich jedoch nicht dazu, ob er illegale Substanzen konsumiert (hat).
				</p>
				<p>
					Einer seiner Hauptsponsoren, der Cerealienhersteller Kellogg, kündigte daraufhin an, einen hoch dotierten Werbevertrag nicht zu verlängern. Phelps habe sich nicht ausreichend von Drogen distanziert.
				</p>
				<p>
					Als Reaktion auf den Rausschmiss starteten Legalisierungsaktivisten eine <a href="http://stopthedrugwar.org/chronicle_blog/kelloggstock" title="Artikel des DrugWarChronicles vom 24.02. - Kelloggs Stock Takes Big Hit After Phelps Bong Controversy">Kampagne gegen Kellogg</a> und riefen zum Boykott auf.
				</p>
				<hr />
				<h2>März 2009</h2>
				<h3>17.03. Durchsuchung bei der <abbr title="Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin">IACM</abbr></h3>
				<p>
					Im März drang ein Polizeikommando in die Räume der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin und die Privaträume von Dr. Franjo Grothenhermen ein. Grund für die überraschende Hausdurchsuchung war ein <a href="http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/?p=293" title="Stellungnahme von Dr. Franjo Grothenhermen zur Durchsuchung der IACM vom 21.03.">Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber der Hanfapotheke</a>.
				</p>
				<p>
					Die Beamten vermuteten in den Unterlagen der IACM Hinweise auf "verbrecherische Aktivitäten im Zusammenhang mit der Hanfapotheke". Diese hatte sich bis zu ihrer Selbstauflösung Anfang 2008 darum bemüht, Schwerstkranke mit kostenloser Cannabismedizin zu versorgen und dazu Kontakte zwischen Patienten und freiwilligen Cannabisspendern geknüpft. 
				</p>
				<h3>31.03. Bleigras in Bayern - Bericht von Akte09</h3>
				<p>
					Im Jahr 2007 waren mehr als 100 Menschen aus Leipzig durch verunreinigtes Marihuana mit Blei vergiftet worden.
				</p>
				<p>
					Im Februar und März 2009 wiederholte sich ähnliches in Bayern. Zum Glück mit weit weniger Betroffenen, aber gefährlich genug für die Macher des "Magazins" Akte09.
				</p>
				<p>
					Heraus kam ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8LbnIvel0sc" title="Blei im Gras - Bericht von Akte09 - Video bei Youtube ansehen">Bericht</a>, der die Gesundheitsgefahren gestreckter Cannabisprodukte verdeutlicht, leider aber keinen Gedanken an den <strong>Einfluss der Repression auf das Risiko der Konsumenten</strong> verschwendet.
				</p>
				<hr />
				<h2>April 2009</h2>
				<h3>20.04. Fourtwenty-Day sorgt für Streit</h3>
				<p>
					Ausgehend von den USA wird der 20. April mehr und mehr zum inoffiziellen Welt-Marihuana-Feiertag. In den Vereinigten Staaten wurde 2009 heftig darum gerungen, wer ihn wie begehen darf. Es standen sich gegenüber:
				</p>
				<p>
					<a href="http://www.oaksterdamuniversity.com/facultyoakland.html#lee" title="Richard Lee, Oaksterdam University President">Richard Lee</a>, Präsident der Oaksterdam University, der 4/20-Day zum <strong>St. Patricks Day der Kiffer</strong> erklärte und ihn mit SmokeIns, Paraden und Partys begangen sehen will.
				</p>
				<p>
					Sein "Gegenspieler" war der Chef des New Yorker Büros der <a href="http://www.drugpolicy.org/" title="DPA - leading US-organization working to end the war on drugs">Drug Policy Alliance</a> Malakkar Vorhyzek, der meinte, die <strong>Kiffer hätten noch nicht gewonnen und erst recht nichts zu feiern</strong>. Er forderte dazu auf, das gestiegene Medieninteresse am 4/20-Day zu nutzen und mit Protestveranstaltungen und Demonstrationen <strong>politische Forderungen</strong> zu transportieren.
				</p>
				<hr />
				<h2>Mai 2009</h2>
				<h3>09.05. <abbr title="Global Marijuana March">GMM</abbr> weltweit mit rund 300 Städten, 1. Hanftag in Berlin</h3>
				<p>
					Anfang Mai findet in aller Welt der Global Marijuana March statt. Zu den mehr als 300 beteiligten Städten des GMM2009 gesellten sich mit Berlin, Frankfurt/Main und Potsdam auch drei deutsche.
				</p>
				<p>
					Größes deutsches Event war der <strong>erstmal stattfindende <a href="http://www.hanftag.de/" title="Berliner Veranstaltung zum GMM">Hanftag</a> in Berlin</strong>, bei dem rund 300 Demonstranten unter den Blicken Tausender Berlin-Touristen vom Brandenburger Tor zum YAAM zogen. Dort verwandelte sich die Demo in ein Hanffest mit Infoständen, Food und Musik.
				</p>
				<p>
					Politische Höhepunkte waren die Reden von Hans-Christian Ströbele (MdB, Bündnis 90/ Die Grünen) und Monika Knoche (MdB, Die Linke). 
				</p>
				<ul>
					<li>Meine Erlebnisse am GMM2009 schildere ich im Tagesrausch "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2009-05-10-hanftag-2009-gmm-in-berlin.html" title="Im Video berichte ich über den Verlauf der Demonstration und schildere meine persönlichen Höhepunkte des Hanftags.">Hanftag 2009 - GMM in Berlin</a>"</li>
				</ul>
				<p>
					Am <a href="http://www.hanfwandertag.at/" title="Hanfwandertag - Demonstration im Rahmen des World Wide Marijuana March">Hanfwandertag</a> in Wien nahmen sogar <strong>mehr als 1.500 Hanffreunde</strong> und Legalizeaktive teil.
				</p>
				<p>
					Sie zogen vom Westbahnhof über die Mariahilferstrasse zum Parlament. Dort wurde unter anderem ein Riesenjoint geraucht, ohne dass die Polizei einschritt.
				</p>
				<p>
					Am Abend lockte eine hanfige After-Party die Teilnehmer in die Arena.
				</p>
				<p>
					Der GMM 2010 findet am 01.05. und 08.05. statt. <strong>Beteilige auch Du Dich mit einer Aktion in Deiner Heimatstadt!</strong>
				</p>
				<h3>28.05. Bundestag beschließt Heroin auf Krankenschein</h3>
				<p>
					Nach jahrelangem Streit ist der Weg zur <strong>staatlichen Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige</strong> seit 28. Mai bundesweit frei. Der Bundestag folgte an diesem Tag <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,627484,00.html" title="SpiegelOnline vom 28.05. - Bundestag beschließt staatliche Heroin-Abgabe auf Rezept">einem von der SPD initiierten Antrag</a>. Der Gesetzentwurf wurde von der Opposition unterstützt. Die Union lehnte ihn ab.
				</p>
				<p>
					Um für eine Verschreibung von Heroin in Frage zu kommen, müssen Betroffene seit mindestens fünf Jahren opiatabhängig sein, mindestens zwei erfolglose Therapien hinter sich haben und mindestens 23 Jahre alt sein.
				</p>
				<hr />
				<h2>Juni 2009</h2>
				<h3>15.06. Kriminalstatistik 2008 vorgelegt</h3>
				<p>
					Anfang Juni hat der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Polizeiliche Kriminalstatistik 2008 (<abbr title="Polizeiliche Kriminalstatistik">PKS</abbr>) veröffentlicht. Darin steht unter anderem:
				</p>
				<blockquote title="Auszug aus der PKS2008">
					<p>
						Die Zahl der Rauschgiftdelikte hat sich um 3,4 Prozent verringert. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Drogenarten zeigt sich bei ... Cannabis eine Abnahme um 6,3 Prozent auf 132.519 Fälle. Cannabis nimmt insbesondere unter jungen Menschen eine Vorrangstellung ein.
					</p>
					<p>
						...<br />
						Die Sicherstellungsmengen von Cannabisprodukten haben sich stark nach oben entwickelt: Haschisch ist aufgrund einer Einzelsicherung von rund 4.000 Kilogramm um 107,5 Prozent auf 7.632 Kilogramm und Marihuana aufgrund einer Einzelsicherung von rund 5.500 Kilogramm um 136,9 Prozent auf 8.932 Kilogramm angestiegen."
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Im Jahr 2008 wurde also <strong>alle vier Minuten ein Kiffer verhaftet</strong>. 100.651 mal ging es dabei lediglich um Kleinstmengen. Das sind mehr als 75 Prozent! Soviel zur viel beschworenen Entkriminalisierung!
				</p>
				<ul>
					<li>Eine umfangreiche Besprechung der PKS habe ich für den <a href="http://hanfverband.de/letter/26_06_2009.html#kriminalstatistik" title="Kriminalstatistik - Wenn Zahlen lügen und Lügner entlarven">DHV-Newsletter Ausgabe Juni 2009</a> geschrieben.</li>
				</ul>
				<h3>24.06. Weltdrogenreport</h3>
				<p>
					Neun Tage später, am 24.Juni, wurde in Washington der <a href="http://www.unodc.org/unodc/en/data-and-analysis/WDR-2009.html?ref=menutop" title="The World Drug Report presents comprehensive information on the illicit drug situation.">Weltdrogenbericht 2009</a> (<abbr title="Weltdrogenbericht">WDR</abbr>) vorgestellt. Laut WDR haben im Jahr 2007 zwischen 143 und 254 Millionen Menschen Cannabis genutzt (Vorjahr 166 Millionen). Sie verbrauchten dabei nach Schätzungen des UNODC zwischen 8.600 und 50.900 Tonnen Haschisch und Marihuana.
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gil_Kerlikowske" title="Informationen der WikiPedia über den US-Drogenzar Gil Kerlikowske"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/gil-kerlikowske-us-drugzar.jpg" alt="Portrait des US-Drogenzar Gil Kerlikowske" width="241" height="300" /></a> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gil_Kerlikowske" title="Informationen der WikiPedia über den US-Drogenzar Gil Kerlikowske">Gil Kerlikowske</a>, US-Drogenzar</div>
				<p>
					Gleichzeitig wurde der neue US-Drogenzar der Weltpresse präsentiert. Befragt nach den Kontroversen über eine Legalisierung von Cannabis in Kalifornien sagte er:
				</p>
				<blockquote title="Gil Kerlikowske, US-Drugzar">
					<p>
						Das Wort Legalisierung gibt es in meinem Wortschatz nicht. Marihuana, ist eine gefährliche Droge, für deren medizinische Wirkung es keinerlei Beweise gibt.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gil_Kerlikowske" title="Informationen der WikiPedia über den US-Drogenzar Gil Kerlikowske">Gil Kerlikowske</a>, ehemaliger Polizeichef von Seattle, erklärte in einem Radiointerview <q title="Gil Kerlikowske, US-Drugzar">Eine wie auch immer geartete <strong>Legalisierung von Drogen hieße, die weiße Flagge zu schwenken</strong></q>. Die Legalisierung <q title="Gil Kerlikowske, US-Drugzar">sei kein Thema, über das er diskutiere</q>.
				</p>
				<h2><a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-juli-dezember.html" title="Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 2)">Juli bis Dezember</a> 2009</h2>
				<p>
					Soviel zur ersten Jahreshälfte.
				</p>
				<p>
					Weiter geht es im <a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-juli-dezember.html" title="Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 2)">zweiten Teil meines drogenpolitischen Jahresrückblicks</a> unter anderem mit der Hanfparade, Cannabis als Medizin, verhafteten Legalizeaktivisten und der neuen Drogenbeauftragten Mechthild Dyckmans.
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni.html</link>
			<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 01:10:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2009-12-23:/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Berauschend Gut! Baking with Hemp</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Im Video "<a href="http://www.youtube.com/watch?v=TWukP98OWBc&amp;hd=1" title="Tagesrausch -Berauschend Gut! Baking with Hemp- Video bei Youtube ansehen">Berauschend gut!</a>" erklärt eine Profi-Konditorin was zu beachten ist, wenn man mit Cannabis backen und kochen will.
				</p>
				<p>
					Nebenbei stelle ich die noch druckfrische englische Ausgabe des Buches "<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3855026114?ie=UTF8&amp;tag=usualredant-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3855026114" title="Backen mit Hanf. Berauschend Gut! - Buch bei Amazon kaufen!">Backen mit Hanf. Berauschend Gut!</a>" vor.
				</p>
				<p>
					Alle Rezepte, Tipps und Tricks zum Thema THC in Speisen und Getränken und ein PDF des Buches "The High Art of Baking with Hemp" findest Du auf "<a href="http://hempasspice.net" title="Webseite zum Buch -The High Art of Baking with Hemp-">HempAsSpice.net</a>"
				</p>
				<h2>Transcript des Videos "Berauschend Gut! Baking with Hemp"</h2>
				<p class="fett">
					Steffen Geyer: Hallo und herzlich willkommen zum Tagesrausch. Heute geht es bei mir ums Backen.
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3855026114?ie=UTF8&amp;tag=usualredant-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3855026114" title="Backen mit Hanf. Berauschend Gut! - Buch bei Amazon kaufen!"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/buch-backen-mit-hanf.jpg" alt="Titelblatt des Buchs -Backen mit Hanf. Berauschend Gut!-" width="241" height="344" /></a> "<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3855026114?ie=UTF8&amp;tag=usualredant-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3855026114" title="Backen mit Hanf. Berauschend Gut! - Buch bei Amazon kaufen!">Backen mit Hanf. Berauschend Gut!</a>"</div>
				<p class="fett">
					Vielleicht kennt der eine oder andere ja das Buch "Backen mit Hanf" - zigtausendmal verkauft, die Rezepte eins leckerer als das andere. Und ich hab neulich eine Email gekriegt, von der englischen Version dieses Buches.
				</p>
				<p>
					The High Art of Baking with Hemp: The High Art of Baking with Hemp.
				</p>
				<p class="fett">
					Hallo. Mein erstes Interview mit einem Buch. Schön, dass Du auch Deutsch sprichst. Wie ist es denn dazu gekommen, dass man Dich jetzt auch auf Englisch kaufen kann?
				</p>
				<p>
					Das ist eigentlich ein langgehegter Wunsch von mir. Eigentlich schon seit Beginn der deutschen Ausgabe.
				</p>
				<p>
					Ich wollte einfach etwas für die weltweite <strong>berauschende Entwicklung in der Küche</strong> tun, für einen <strong>Safer Use Gebrauch</strong> in der Küche und auch einen <strong>kulinarischen Beitrag</strong> leisten, weil mir aufgefallen ist, dass zahlreiche Hanfplätzchen oder auch vor allem die mit Grasbutter gemachten sehr streng schmecken. Also da hab ich gedacht - Da kann man noch dran arbeiten.
				</p>
				<p class="fett">
					Das heißt, Du möchtest, dass die Leute einfach mehr Spaß dran haben, am mit Hanf Backen.
				</p>
				<p>
					Ja, genau.
				</p>
				<p class="fett">
					Da geht es doch dann aber schon primär um die Wirkung, die THC entfaltet, wenn man es als Speise konsumiert?
				</p>
				<p>
					Ja das Eine schließt das Andere nicht aus. So sehe ich dass zumindest und wollte da halt Entwicklungshilfe leisten.
				</p>
				<p class="fett">
					Nun muss ich mal des Teufels Advokat spielen und sagen - Das ist ja gerade für Anfänger eine sehr schwer zu kontrollierende Konsumform. Gibt es bei Dir auch einen Teil der sich darum dreht, wie man Überdosen verhindert? Gibt es da irgendwelche Tipps und Tricks?
				</p>
				<div class="neuezeile p-b-r"><a href="http://hempasspice.net" title="Webseite zum Buch -The High Art of Baking with Hemp-"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/book-baking-with-hemp.jpg" alt="Titelblatt des Buchs -The High Art of Baking with Hemp-" width="241" height="344" /></a> "<a href="http://hempasspice.net" title="Webseite zum Buch -The High Art of Baking with Hemp-">The High Art of Baking with Hemp</a>"</div>
				<p>
					Ja. Dafür habe ich im vorderen Teil des Buches natürlich erstmal eine Einführung gemacht, wo ich eine <strong>Dosierungstabelle</strong> entwickelt habe, die aus meinen eigenen Erfahrungen heraus resultiert, wo es halt nach Gewichtsklassen eingeteilt wird, wie man ungefähr mit welcher Qualität halt dosieren muss oder kann.
				</p>
				<p>
					Und es geht halt darum, den Leuten erstmal zu empfehlen, mit einer geringeren Dosierung zu beginnen.
				</p>
				<p class="fett">
					Was heißt "geringere Dosierung"? Gibt es da so eine "über den Daumen"-Regel?
				</p>
				<p>
					Eine "Über den Daumen"-Regel ist schwierig, weil es da sehr relativ ist. Ich kann ja mal als Beispiel anführen - Bei einer Person die 70 Kilo wiegt, würde ich halt empfehlen erstmal z.B. mit Shitbiskuits zu beginnen, deren Dosierung relativ niedrig liegt, also so bei 0,04 Gramm oder 0,03.
				</p>
				<p>
					Und dann kann man ja, wenn man merkt, wie das eine Anfängt zu wirken, auf leeren Magen geht das natürlich schneller, dann noch eins nachlegen, die schmecken ja sehr lecker.
				</p>
				<hr />
				<h3>Dosierungsempfehlung für oral konsumierte Cannabisprodukte</h3>
				<table summary="Dosierungsempfehlung für oral konsumierte Cannabisprodukte in Abhängigkeit vom Körpergewicht">
					<thead>
						<tr>
							<th rowspan="2">Gewünschter Effeckt</th>
							<th colspan="5">Körpergewicht / Dosis* in g</th>
						</tr>
						<tr>
							<th>50 kg</th>
							<th>60 kg</th>
							<th>70 kg</th>
							<th>80 kg</th>
							<th>90 kg</th>
						</tr>
					</thead>
					<tfoot>
						<tr>
							<td colspan="6">
								Benötigte Menge Haschisch oder Marihuana mit einem THC-Gehalt von 8 Prozent
							</td>
						</tr>
					</tfoot>
					<tbody>
						<tr>
							<td>
								<strong>leichter Effekt</strong><br />
								(0,2-0,3 mg THC pro kg)
							</td>
							<td>0,13-0,19</td>
							<td>0,15-0,22</td>
							<td>0,18-0,27</td>
							<td>0,20-0,30</td>
							<td>0,23-0,34</td>
						</tr>
						<tr>
							<td>
								<strong>mittlerer bis starker Effekt</strong><br />
								(0,4-0,6 mg THC pro kg)
							</td>
							<td>0,26-0,38</td>
							<td>0,30-0,44</td>
							<td>0,36-0,54</td>
							<td>0,40-0,60</td>
							<td>0,46-0,68</td>
						</tr>
					</tbody>
				</table>
				<hr />
				<p class="fett">
					Wie lange dauert das, bis so ein Plätzchen anfängt zu wirken?
				</p>
				<p>
					Auf leeren Magen geht das halt recht schnell. Wenn das gut verarbeitet ist, dann so 20 Minuten bis 30 Minuten. Während es bei vollem Magen dann dem entsprechend länger dauert.
				</p>
				<p>
					Und dann kommt es immer darauf an, wie sensibel ist eine Person.<br />
					Ich habe festgestellt, oder es gibt Leute die sagen, sie könnten Größtmengen essen und sie würden nichts merken. Das kann auch sein.
				</p>
				<p>
					Ich persönlich habe da sehr unterschiedliche Dinge von Personen gehört, wie es wirkt. Das muss halt jeder für sich selbst herausfinden. Und derjenige, der noch gar keine Erfahrungswerte auf dem Gebiet hat, der kann ja erstmal mit einer niedrigen Dosierung beginnen und dass dann entsprechend steigern.
				</p>
				<p class="fett">
					Kleiner Sicherheitshinweis von mir - <strong>Bitte lasst den Blödsinn Leuten Haschkekse zu geben, wenn die nicht wissen, was da drin ist!</strong>
				</p>
				<p class="fett">
					Die mögen noch so lecker sein, aber <strong>Leuten gegen ihren Willen oder gegen ihr Wissen Drogen zu verabreichen ist echt unterste Schublade!</strong> Wenn ich so etwas höre, dürft ihr nie wieder zugucken.
				</p>
				<p>
					Genau - Von Überraschungsessen rate ich auch immer ab. Es gab ja schon so Sachen, wo Schüler für ihre Lehrer Kuchen gebacken haben, den vor das  Lehrerzimmer gestellt haben und dann das Kollegium komplett ins Krankenhaus gewandert ist, weil die davon nichts wussten.
				</p>
				<p class="fett">
					Apropos Krankenhaus - Wie sieht das aus mit Überdosierung? Gibt es  Unverträglichkeiten? Was sind die Nebenwirkungen von Haschbisquits?
				</p>
				<p>
					Also ich würde jetzt nicht direkt von einer Überdosierung sprechen, sondern von einer zu hohen Dosierung. Weil Überdosierung das sehe ich eher im Zusammenhang mit anderen Drogen, mit harten Drogen, wo man dann halt dran sterben kann.<br />
					Das kann bei Haschplätzchen nicht passieren.
				</p>
				<p>
					Wenn man eine sehr hohe Dosierung genossen hat, dann passiert es, dass man mitunter einschläft. Das ist eigentlich das einzige, was passieren kann.<br />
					Und dass man dann natürlich die nächsten ein-zwei Tage noch ein bisschen was davon merkt, dass ist auch ziemlich wahrscheinlich.
				</p>
				<p class="fett">
					Wie viele Rezepte gibt es in Dir?
				</p>
				<p>
					Da hast Du mich ertappt. Das weiß ich jetzt nicht genau. Aber es müssten so zwischen 50 und 60 sein.
				</p>
				<p class="fett">
					Und die sind dann auch für Anfänger zu machen?
				</p>
				<div class="p-b-r"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/rezept-amsterdamer-special.jpg" alt="Bild der Torte -Amsterdamer Special-" width="241" height="344" /> "Amsterdamer Special"</div>
				<p>
					Ich hab da extra nach Erfahrungswerten ein bis vier Hanfblätter vergeben. Ein Hanfblatt für die einfachen und nicht so zeitaufwendigen Rezepte. Was sich bis zu vier Hanfblättern steigert.
				</p>
				<p>
					Vier Hanfblätter hat aber eigentlich nur die "Amsterdamer Special", weil die ziemlich aufwendig ist, in der Herstellung und auch was Dekorationsarbeiten angeht. Das ist mehr so für Fortgeschrittene gedacht.
				</p>
				<p>
					Aber es gibt sehr viele Rezepte, die nur ein oder zwei Hanfblätter haben, die sehr einfach herzustellen sind.
				</p>
				<p class="fett">
					Nun ist Cannabis zu besitzen in Deutschland illegal. Schmecken die Rezepte auch, wenn man gerade kein Hanf zur Hand hat?
				</p>
				<p>
					Ja selbstverständlich! Hanf ist in dem Fall nur als Gewürz zu sehen. Deswegen haben wir auch unsere Webseite HempAsSpice.net (Hanf als Gewürz A.d.A.) genannt, weil man natürlich auch das Gewürz weglassen kann.
				</p>
				<p class="fett">
					Steht dann da eine Ausweichzutat drin oder nimmt man dann den veränderten Geschmack hin und es ist trotzdem noch eine hervorragende Konditoreiware?
				</p>
				<p>
					Ja selbstverständlich, es ist auch so noch ein Gourmeterlebnis.
				</p>
				<p class="fett">
					Okay. Wenn ihr ein kleines bisschen Backen könnt oder das lernen wollt oder  einfach mal ausprobieren möchtet, ob das nicht vielleicht Spaß macht - Ich kann das Buch nur empfehlen.
				</p>
				<p class="fett">
					Zehntausend deutsche Leser können sich nicht irren. Ich bin mir sicher, auch die englische Ausgabe wird ein Renner werden. Wie viel kostet die? Wo kann man die kaufen?
				</p>
				<p>
					Und zwar kostet die 20,33 Dollar. Man kann die bei createspace.com bestellen. Und sie sollte auch in den nächsten zwei drei Wochen bei Amazon.com bestellbar sein. Was die Portokosten angeht, kann ich jetzt da noch keine Auskünfte erteilen.
				</p>
				<p class="fett">
					Das ist dann sogar ein bisschen billiger als die deutsche Ausgabe?
				</p>
				<p>
					Ja es ist eigentlich günstiger als die deutsche Ausgabe, aber wenn die Portogebühren dazu kommen, kann es auch sein, dass es am Ende teurer wird.
				</p>
				<p class="fett">
					Wie auch immer - Kauft euch das! Verschenkt das!
				</p>
				<p class="fett">
					Das war es für heute. Tschüss!
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2009-12-14-berauschend-gut-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/tagesrausch/2009-12-14-berauschend-gut.html</link>
			<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 17:45:00 +0200</pubDate>
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			<media:content>
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				<media:credit role="author" scheme="http://vimeo.com">Steffen Geyer</media:credit>
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				<media:title>Berauschend Gut! Baking with Hemp - Tagesrausch 14.12.2009</media:title>
				<media:category label="Tags">rezepte, backen, dosierung, backen, dosierung, hanf, schmecken, gewürz, hanfblätter, drogen, überdosierung, magen, buch, spaß, cannabis, haschisch</media:category>
			</media:content>
		</item>
		<item>
			<title>Mehr Drogentote durch (Heroin-)Legalisierung?</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Es gibt eine Reihe Fragen, die mir insbesondere von "Nichtkonsumenten" regelmäßig zu meinem öffentlichen Bekenntnis zur <strong>Legalisierung aller Drogen</strong> gestellt werden.
	Einige dieser Fragen möchte ich in Zukunft öffentlich beantworten.
				</p>
				<div class="p-b-r">
				<a href="http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/ds/dsbilder18.html" title="Bilder vom Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/gedenktag-fuer-verstorbene-drogengebraucherinnen.jpg" alt="Bild - Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen" width="241" height="181" /></a> Aktion zum <a href="http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/ds/dsbilder18.html" title="Bilder vom Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen">Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen</a>
				</div>
				<blockquote title="Anfrage über Youtube">
					<p>
						Meiner Ansicht nach würde es durch die Legalisierung von Cannabis früher oder später dazu kommen, dass nicht nur Gras sondern irgendwann auch Heroin legalisiert wird.<br />
					</p>
					<p>
						Das Problem an der Sache: Ich glaube, dass, <strong>wenn eine solche Droge frei zugänglich wird, die Zahl der Drogentoten steigen wird.</strong>
					</p>
					<p>
						Allein dadurch, dass das Verbot aufgehoben würde, würden sich viele Menschen dazu hingezogen fühlen, mal härtere Sachen auszuprobieren. Je mehr Menschen jedoch konsumieren, umso höher die Zahl der Toten, oder etwa nicht?
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Drugs don't kill people - people do!</h2>
				<p>
					Deiner These die "Legalisierung führt zu mehr Drogentoten" muss ich widersprechen. Die meisten Wissenschaftler und praktisch alle Kriminalisten stimmen darin überein, dass die Mehrzahl der Drogentoten (mit Ausnahme der Selbstmorde durch bewusste Überdosierung) im Wesentlichen auf lediglich <strong>zwei Ursachen</strong> zurück zu führen sind.
				</p>
				<p>
					Schwankende Wirkstoffgehalte und Streckmittel töten weit mehr Drogengebraucher, als die Toxizität (Giftigkeit) der verwendeten Rauschmittel.
				</p>
				<h2>Todesursache Wirkstoffgehalt - Wissen wann's zuviel ist</h2>
				<p>
					Anders als bei den legalen Rauschmitteln Tabak und Alkohol wissen die Konsumenten illegalisierter Drogen in der Regel nicht, welchen Wirkstoffgehalt ihr "Stoff" hat.
				</p>
				<table class="p-b-r" summary="Durchschnittliche Wirkstoffgehalte verschiedener Drogen laut Suchtbericht der EMCDDA 2009">
					<thead>
						<tr>
							<th rowspan="2">Substanz</th>
							<th colspan="2">Wirkstoffgehalt</th>
						</tr>
						<tr>
							<th>Min.</th>
							<th>Max.</th>
						</tr>
					</thead>
					<tfoot>
						<tr>
							<td colspan="3">
								<br />
								<p>
									Durchschnittliche Wirkstoffgehalte der Drogen in den Ländern der EU laut <a href="http://www.emcdda.europa.eu/publications/annual-report/2009" title="
	2009 Annual report on the state of the drugs problem in Europe">Drogen- und Suchtbericht 2009</a> der EMCDDA.
								</p>
							</td>
						</tr>
					</tfoot>
					<tbody>
						<tr>
							<td><a href="http://www.emcdda.europa.eu/stats09/ppptab5a" title="Potency of cannabis products at retail level, 2007">Cannabis</a></td>
							<td>2,9%</td>
							<td>13,3%</td>
						</tr>
						<tr>
							<td><a href="http://www.emcdda.europa.eu/stats09/ppptab6a" title="Purity of heroin products at retail level, 2007">Heroin</a></td>
							<td>8,6%</td>
							<td>49,9%</td>
						</tr>
						<tr>
							<td><a href="http://www.emcdda.europa.eu/stats09/ppptab7a" title="Purity of cocaine products at retail level, 2007">Kokain</a></td>
							<td>22,0%</td>
							<td>54,8%</td>
						</tr>
					</tbody>
				</table>
				<p>
					Das ist insbesondere dann gefährlich, wenn <strong>Marihuana, Koks und Co plötzlich wesentlich besser sind</strong>, als vom Nutzer erwartet.
				</p>
				<p>
					Mag es bei Cannabis noch relativ harmlos sein, unbeabsichtigt mehr zu konsumieren, führt dies schon bei Alkohol schnell zu schweren Vergiftungen. Für die Konsumenten von <strong>Heroin oder GHB geht es bei schwankenden Wirkstoffgehalten jedoch buchstäblich um Leben und Tot!</strong>
				</p>
				<p>
					Eine Legalisierung würde gerade den Konsumenten risikoreicher Substanzen die Möglichkeit geben, bewusster zu Dosieren und damit die Überlebenswahrscheinlichkeit drastisch steigern.
				</p>
				<h2>Todesursache Streckmittel - Krank aus Profitgier</h2>
				<p>
					Wenn Du die Wahl hättest, entweder einen deutschen Supermarkt-Vodka oder einen "sibirischen Schwarzgebrannten" mit mir zu trinken. Was würdest Du wählen?
				</p>
				<p>
					Ich wette, dass wir bei einem Glas staatlich geprüftem Alkohol über den letzten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glykolwein-Skandal" title="Informationen der WikiPedia über den Glykolskandal von 1985">Glykolskandal</a> quatschen würden. Oder über den tragischen Verlauf einer <a href="http://www.stern.de/panorama/tuerkei-urlaub-klassenfahrt-mit-toedlichem-ende-659542.html" title="Stern vom 03.07.2009 - Klassenfahrt mit tödlichem Ende">Klassenfahrt mit türkischem Schwarzmarktschnaps</a>, der unlängst die Medien beschäftigte.
				</p>
				<p>
					<strong>Etikettenschwindel, Gepansche und gefährliche Profitgiertricks</strong> gibt es bei jedem "heimlichen Geschäft". Völlig zurecht bevorzugen deshalb die meisten Konsumenten die vermeintliche Sicherheit behördlich genehmigter Rauschquellen.<br />
					Für illegalisierte Substanzen gibt es dies jedoch nicht. Auf dem Schwarzmarkt müssen Konsumenten sich deshalb mit ihren <strong>fünf Sinnen, Vertrauen und gesundem Menschenverstand</strong> behelfen.
				</p>
				<p>
					Trotzdem oder gerade deshalb ist ein großer Teil der körperlichen Langzeitschäden durch Drogenkonsum und eine ebenso große Zahl an Drogentoten auf die gesundheitsschädigenden Effekte der Streckmittel und Beimengungen zurück zu führen.
				</p>
				<h2>Kiffer in Lebensgefahr</h2>
				<p>
					Selbst die Konsumenten des vergleichsweise harmlosen Cannabis müssen sich seit ein paar Jahren Gedanken über schwere körperliche Schäden machen.
				</p>
				<p>
					Spätestens die mit über 100 Opfern medienwirksame <a href="http://hanfverband.de/themen/blei_in_marihuana.html" title="Informationen des DHV über bleihaltige Cannabisprodukte">Bleivergiftungswelle unter kiffenden Leipzigern</a> hat weiten Teilen der "nichtkonsumierenden" Bevölkerung gezeigt, dass <strong>Prohibition, Substanzfaschismus und Drogenverbote den Konsumenten illegalisierter Substanzen eine lebensbedrohliche Hypothek auferlegen.</strong>
				</p>
				<p>
					Die Folgen spüren indes längst nicht nur die "User". Wenn jemand mit Bleivergiftung, Gelbsucht, Silikose oder einer der vielen anderen Streckmittelfolgeerkrankungen im Krankenhaus landet, <strong>zahlen wir alle für die Folgen der falschen Drogenpolitik!</strong>
				</p>
				<h2>Legalisierung = Qualitätskontrolle = weniger Drogentote</h2>
				<p>
					Selbst wenn (und es gibt gute Gründe das Gegenteil zu erwarten, aber das ist ein Thema, dass wir einander mal diskutierten können) die Zahl der <strong><em>(beliebige Droge einfügen)</em></strong>-Konsumenten nach ihrer Legalisierung steigen würde, sind sinkende Drogentotenzahlen zu erwarten, weil die Qualität des Stoff, seine Reinheit und die Vorhersagbarkeit der Wirkung steigen würden.
				</p>
				<p>
					Wer bei Verstand ist und um die Gefahren der Überdosierung weiß, weil ihn z.B. die Packungsbeilage informiert, wird seltener "zuviel" konsumieren. Wer sauberen Stoff bekommt, lebt gesünder.
				</p>
				<p>
					Unbeabsichtigte Überdosierung und gesundheitsschädliche Streckmittel liegen nicht in der "Natur der Droge", sondern sind direkte Folgen der Astinenzpolitik.
				</p>
				<p>
					<strong>Wer Drogenelend verhindern will, muss legalisieren!</strong>
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/mehr-drogentote-durch-legalisierung-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/mehr-drogentote-durch-legalisierung.html</link>
			<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 17:39:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2009-12-11:/drogen/mehr-drogentote-durch-legalisierung.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Germania mit Olive? 15 Jahre Hanf Museum Berlin</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Im Video "<a href="http://www.youtube.com/watch?v=XUbsyMl2E88&amp;hd=1" title="Tagesrausch -Germania mit Olive? - 15 Jahre Hanf Museum- Video bei Youtube ansehen">Germania mit Olive?</a>" berichte ich von den Feierlichkeiten anlässlich des 15. Geburtstages des <a href="http://www.hanfmuseum.de/" title="Hanf Museum - Informationen über die Pflanze Cannabis">Hanf Museums Berlin</a>.
				</p>
				<p>
					Als Höhepunkt des Tages hat das Team um Rolf Ebbinghaus die Ausstellung um eine Kopie des Bildes "Germania" von Philipp Veit ergänzt.
				</p>
				<p>
					Auf diesem für die deutsche Geschichte wichtigen Bild trägt die Germania einen Hanfzweig. <strong>Oder ist es doch ein Olivenzweig?</strong>
				</p>
				<h2>Die "Germania" von Philipp Veit</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Germania_%28Philipp_Veit%29" title="Informationen der WikiPedia über die Germania von Philipp Veit"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/germania-philipp-veit-1848.jpg" alt="Germania - Gemälde von Philipp Veit 1848" width="241" height="368" /></a> "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Germania_%28Philipp_Veit%29" title="Informationen der WikiPedia über die Germania von Philipp Veit">Germania</a>" Gemälde von Philipp Veit 1848</div>
				<p>
					Das Gemälde "Germania" schmückte die Paulskirche in Frankfurt während Parlamentarier aus dem ganzen Land versuchten, eine einheitliche Verfassung für das in Kleinstaaten gegliederte Deutschland auszuhandeln. Sie hing dabei vor der Orgel, genau über dem Rednerpult.
				</p>
				<p>
					Das Bild steckt voller Symbole: gesprengte Fußfesseln, der in die Ferne gerichtete Blick der Figur, die lange Zeit verbotene schwarz-rot-goldene Fahne, der kaiserliche Krönungsmantel mit dem Doppeladler des deutschen Bundes, der Eichenkranz auf dem Kopf und in der Hand das erhobene Schwert, <strong>gemeinsam mit einer Pflanze, die stark an Hanf, an Cannabis sativa erinnert.</strong>
				</p>
				<h2>Hanf in der Hand der Germania?</h2>
				<p>
					Von den meisten Kunsthistorikern, wird die Pflanze in der rechten Hand der Germania selten genauer kommentiert. Findet sie in Veröffentlichungen Erwähnung, wird die Pflanze als Ölzweig, als Zweig des Olivenbaums, manchmal als Palm- oder als Lorbeerzweig bezeichnet. Letztlich wird sie stets als Friedenssymbol gedeutet, das sich wahrscheinlich auf die Symbolik der Antike bezieht.<br />
					Den Römern galt der Ölzweig als Zeichen des Friedens.
				</p>
				<p>
					Vergleicht man die abgebildete Pflanze allerdings mit einem realen Olivenzweig, sind Unterschiede unübersehbar.
				</p>
				<div class="neuezeile center">
					<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hanf" title="Informationen der WikiPedia über Hanf"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/hanf-cannabis-sativa.jpg" alt="Cannabis sativa L. (Hanf) biologische Übersichtstafel" width="240" height="280" /></a>
					<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Germania_%28Philipp_Veit%29" title="Informationen der WikiPedia zum Gemälde Germania von Philipp Veit"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/hanf-der-germania.jpg" alt="Hanf in der Hand der Germania von Philipp Veit" width="118" height="280" /></a>
					<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum" title="Informationen der WikiPedia über den Olivenbaum"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/olive-olea-europaea.jpg" alt="Olea europea (Olive) biologische Übersichtstafel" width="240" height="280" /></a><br />
					Cannabis sativa L. (Hanf) - Pflanze in der Hand der Germania - Olea europea (Olive) (v.l.n.r.)
				</div>
				<br />
				<h2>Cannabis - unverzichtbarer Motor der Industrialisierung</h2>
				<p>
					Betrachtet man den Stellenwert, den Hanf in der Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts innehatte, wird klar, warum Veit Hanf wählte.
				</p>
				<p>
					Bereits seit vielen Jahrhunderten war Cannabis im mitteleuropäischen Raum eine weit verbreitete Feldfrucht. Hanf war der damals marktbeherrschende Faserlieferant. Der Segelschifffahrt, die mit Weltwarenwirtschaft und Kolonialismus gewaltig zugenommen hatte, diente Hanf als Universalrohstoff.
				</p>
				<p>
					<strong>Kleidung, Geld, Landkarten und Gesetzbücher - ohne Cannabis wäre die Neuzeit niemals angebrochen.</strong>
				</p>
				<a href="http://www.hanfmuseum.de/" title="Hanf Museum - Informationen über die Pflanze Cannabis"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/logo-hanf-museum-berlin.png" alt="Logo des Hanf Museums Berlin" width="120" height="119" class="right"/></a>
				<h2>Hanf - Die Olive des Nordens</h2>
				<p>
					Für die Symbolkraft seines Gemäldes stand aller Wahrscheinlichkeit nach das allgemeine <strong>Wissen um den ölhaltigen Samen der Hanfpflanze</strong> im Vordergrund. Es ist naheliegend, dass Veit antike Symbole adaptiert und auf mitteleuropäische Verhältnisse übertragen hat.
				</p>
				<p>
					Hanf ist eine hiesig wachsende Ölpflanze. Die Olive wächst in unserem Klima jedoch nicht. Um die antike Friedenssymbolik des Ölzweiges in unsere Breiten zu übertragen, wählte Philipp Veit deshalb eine hier übliche Ölpflanze und stellte die <strong>Germania mit einer Hanfpflanze</strong> dar.
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema</h2>
				<ul>
					<li>"<a href="http://vimeo.com/8213451" title="Hanfmuseum Berlin - 15. Geburtstag bei Vimeo ansehen">15. Geburtstag des Hanf Museums</a>" Video von Cáñamo TV</li>
					<li>Informationen zur Sonderausstellung "<a href="http://www.hanfmuseum.de/sonderausstellungen/hanf-in-der-hand-der-germania" title="Informationen zur Sonderausstellung Germania im Hanf Museum Berlin">Hanf in der Hand der Germania</a>" im Hanf Museum Berlin</li>
					<li>Informationen über Cannabis als Rohstoff findest Du in der Broschüre "<a href="http://hanfverband.de/themen/warum_hanf.html" title="Warum Hanf? Die ökologischen und ökonomischen Möglichkeiten des Rohstoffs Hanf.">Warum Hanf?</a>"</li>
					<li>Zum <a href="http://usualredant.de/steffen-geyer/langer-tag-der-stadtnatur-im-hanf-museum.html" title="Vortrag über Hanf als Energielieferant und Kohlendioxidbinder im Hanf Museum Berlin">Langen Tag der StadtNatur</a> habe ich im Museum einen Vortrag über Nutzhanf gehalten.</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2009-12-09-germania-mit-olive-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
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			<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 18:03:00 +0200</pubDate>
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				<media:title>Germania mit Olive? 15 Jahre Hanf Museum - Tagesrausch 09.12.2009</media:title>
				<media:category label="Tags">hanf, museum, berlin, rausch, cannabis, veit, germania, geburtstag, olive</media:category>
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