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		<title>Drogen - Politik im Rausch</title>
		<link>http://usualredant.de/drogen/</link>
		<description>Texte über Rausch und Rauschpolitik, Drogen und ihre Konsumenten. Vorstellung aktueller Kampagnen und internationaler Rauschaktivisten.</description>
		<language>de-de</language>
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			<title>Drogen - Politik im Rausch</title>
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		<copyright>Steffen Geyer, steffen@usualredant.de</copyright>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 00:51:00 +0200</pubDate>
		<item>
			<title>Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 2)</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Angesichts des zur Neige gehenden Jahres 2009 lade ich dazu ein, die Drogenpolitik der vergangenen Monate Revue passieren zu lassen.
				</p>
				<p>
					Im <a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni.html" title="Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 1)">ersten Teil dieses Jahresrückblicks</a> ging es unter anderem um die "Kräuterdroge" Spice, einen kiffenden US-Schwimmstar und die deutschen Veranstaltungen zum GMM 2009.
				</p>
				<p>
					Nun folgt die drogenpolitische Rückschau auf die zweite Jahreshälfte.
				</p>
				<hr />
				<h2>Juli 2009</h2>
				<h3>04.07. Kein höheres Schizophrenierisiko durch Cannabiskonsum</h3>
				<a class="bild" href="http://www.cannabis-med.org/" title="Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/iacm-logo.png" alt="Logo der IACM" class="right" width="241" height="112" /></a>
				<p>
					Nach <a href="http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=303#2" title="IACM-Informationen vom 04. Juli 2009">Forschung von Wissenschaftlern der Keele-Universität</a> in Staffordshire (Großbritannien) widerspricht die Anzahl neu diagnostizierter Fälle von Schizophrenien in den Jahren 1996 bis 2005 der Hypothese, dass Cannabiskonsum das Risiko für die Entwicklung einer Schizophrenie oder Psychose erhöhe.
				</p>
				<p>
					Für die Studie wurde eine Analyse der Daten von 183 Arztpraxen in England, Wales, Schottland und Nordirland durchgeführt. Die Studie umfasste etwa 600.000 Patienten pro Jahr, was etwa 2,3 Prozent der britischen Bevölkerung entspricht.
				</p>
				<p>
					Die Forscher verglichen Studien zum Konsumverhalten der Briten mit den Krankendaten. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass "die ursächlichen Modelle, die Cannabis mit Schizophrenie/Psychosen verbinden, durch diese Studie nicht unterstützt werden"
				</p>
				<h3>Sommerloch der Hanflabyrinthe?</h3>
				<p>
					Mangels entlaufener Alligatoren suchten die Medien ein Thema, das das Sommerloch zu füllen vermochte.
				</p>
				<p>
					Dankenswerterweise wurden sie bei den immer zahlreicher werdenden Hanfirrgärten und Hanflabyrinthen fündig. Als "Nutzhanfexperte" war ich deshalb im Juli gefragter Gesprächspartner.
				</p>
				<p>
					Mein privater Höhepunkt war sicher das <a href="http://usualredant.de/drogen/nuetzliches-cannabis-interview-mit-tv-berlin.html" title="Nützliches Cannabis? Steffen Geyer bei TV-Berlin">Interview im Frühstücksfernsehen</a> auf TV-Berlin.
				</p>
				<hr />
				<h2>August 2009</h2>
				<h3>01.08. Hanfparade in Berlin ohne Polizeischikanen</h3>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html" title="Im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin erklärt Steffen Geyer das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade."><img src="http://usualredant.de/images/drogen/poster-hanfparade-2009.png" alt="Poster der Hanfparade 2009 - Design von Steffen Geyer" class="right" width="241" height="341" /></a>
					Poster der Hanfparade 2009
				</div>
				<p>
					Am 01.August fand in Berlin die 13. <a href="http://www.hanfparade.de" title="Demonstration für die Legalisierung von Cannabis">Hanfparade</a> statt. Die traditionsreiche Demonstration für die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel stand 2009 unter dem Motto "Für eine freie Wahl".
				</p>
				<p>
					Obwohl sich an der Hanfparade <strong>nur rund 1.200 Menschen</strong> beteiligten, schenkten die Medien der einzigen regelmäßigen Legalisierungsveranstaltung Deutschlands relativ viel Aufmerksamkeit.
				</p>
				<p>
					Auffälligster Unterschied der Hanfparade 2009 zu ihren Vorgängern war <strong>das defensive Auftreten der Berliner Polizei.</strong> <q title="Einsatzleiter der Polizei laut Tagesspiegel">Solange die nicht mit einem Joint vor unserer Nase herumwedeln, sind die ganz friedlich</q>, sagt einer der Einsatzleiter gar dem <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Stadtleben-Hanfparade-Harley-Days-Schweiz-Marathon;art125,2862551" title="Artikel des Tagesspiegel vom 02.08. - Berlin im Veranstaltungsfieber">Berliner Tagesspiegel</a> über die Hanfdemonstranten.
				</p>
				<ul>
					<li>Anläßlich der Hanfparade befragte mich das Uniradio Berlin Brandenburg zu deren <a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html" title="Im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin erklärt Steffen Geyer das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade.">Zielen, Motivation und Erfolgen</a>.</li>
				</ul>
				<hr />
				<h2>September 2009</h2>
				<h3>19.09. Worldwide Rally For The Prince of Pot</h3>
				<p>
					Der kanadische Hanfaktivist und CannaBusinessman Marc Emery schon seit Juli 2005 gegen eine Anklage wegen des Versandes von Millionen Hanfsamen, von denen ein Großteil in die USA versendet wurden.
				</p>
				<p>
					Emery, dessen Handlungen nach kanadischem Recht nicht strafbar sind, drohte in den USA eine lebenslange Haftstrafe.
				</p>
				<p>
					Seit er Ende April einem Deal zustimmte, der seine Haftzeit auf 5 Jahre reduzierte, rollt aus dem "Amsterdam Nordamerikas" Vancouver eine für die Legalisierungsbewegung <a href="http://www.cannabisculture.com/articles/4639.html" title="Help Save Canadian Activist and Hero, Marc Emery!">beispiellose weltweite Kampagne</a>, die seine Abschiebung in die USA verhindern will.
				</p>
				<p>
					Vorläufiger Höhepunkt war der 19. September, an dem weltweit (<a href="http://vimeo.com/6656612" title="Berlin  Rally For The Prince of Pot bei Vimeo ansehen">z.B. in Berlin</a>) für seinen Verbleib in Kanada und in Freiheit demonstriert wurde.
				</p>
				<h3>27.09. Bundestagswahl bringt Schwarz/Gelb</h3>
				<p>
					Bei der Bundestagswahl 2009 konnten Union und FDP die Mehrheit erringen. Welche Auswirkungen die Berufung des jungen Liberalen Philipp Rösler zum Bundesgesundheitsminister auf die Drogenpolitik haben wird, weiß noch niemand. Ihn eingeschlossen :)
				</p>
				<hr />
				<h2>Oktober 2009</h2>
				<h3>01.10. Dana Beal verhaftet</h3>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.freedanabeal.org/" title="Free Dana Beal - Kampagne"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/dana-beal.jpg" alt="Dana Beal auf dem New York City Marijuana March 1994" width="241" height="300" /></a> Hanfaktivist <a href="http://www.freedanabeal.org/" title="Free Dana Beal - Kampagne">Dana Beal</a> auf dem New York City Marijuana March 1994</div>
				<p>
					Der Organisator des Global Marijuana March Dana Beal wurde <a href="http://www.canapa-info.ch/info/de/Weitere-Opfer-des-Kriegs-gegen.html" title="Artikel auf Hanf-Info.ch vom 01.11. - Weitere Opfer des Kriegs gegen Drogen">in Nebraska verhaftet</a>, weil er in einem PKW saß, in dem sich rund 70 Kg Marihuana befanden.
				</p>
				<p>
					Der 62jährige Beal hat eine lange Aktivisten-Karriere hinter sich. Sie begann in den frühen sechziger Jahren, als er sich für Bürgerechte einsetzte. Später zog er nach New York, wo er als Cannabis-Aktivist auffiel. 1999 lancierte er den ersten Global Marijuana March, welcher jeweils im Mai durchgeführt wird.
				</p>
				<p>
					Die internationale Hanfszene reagierte mit einer Spendenkampagne auf die Verhaftung und konnte Dana Beal und seine beiden Mitgefangenen auf Kaution zurück in Freiheit holen.
				</p>
				<h3>19.10. Obama-Regierung legalisiert Cannabis als Medizin</h3>
				<p>
					Während 14 Bundesstaaten der USA Gesetze geschaffen haben, die Patienten die <strong>Anwendung von Marihuana oder Haschisch als Medizin</strong> erlauben, bekämpfte die Bushregierung und die ihr unterstellten Bundesbehörden die zahlreichen "Cannabis Dispensaries". So war auf regionaler Ebene legal, was auf Bundesebene verboten war.
				</p>
				<p>
					Seit Ende Oktober ist das anders. Die DEA und andere Bundesbehörden dürfen nach einer <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/3/146386" title="Heise.de vom 20.10. - Die USA legalisieren die medizinische Anwendung von Cannabis">Weisung des Justizministerium</a> nur noch dann aktiv werden, <strong>wenn die Cannabisapotheken gegen Staatsgesetze verstoßen</strong>. Die Drogenjäger dürfen nur dann gegen die Nutzer medizinisches Marihuanas vorgehen, wenn die betroffenen Staatsanwaltschaften sie anfordern.
				</p>
				<hr />
				<h2>November 2009</h2>
				<h3>19.11. Mechthild Dyckmans ist neue Drogenbeauftragte</h3>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.bmg.bund.de/domain__drogenbeauftragte/" title="Webseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/mechthild-dyckmans-drogenbeauftragte.jpg" alt="Mechthild Dyckmans" width="241" height="350" /></a> <a href="http://www.bmg.bund.de/domain__drogenbeauftragte/" title="Webseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung">Mechthild Dyckmans</a>, neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung</div>
				<p>
					Die FDP-Bundestagsabgeordnete <a href="http://www.dyckmans.de/" title="Persönliche Webseite von Mechthild Dyckmans (FDP)">Mechthild Dyckmans</a> wurde im November zur <a href="http://www.bmg.bund.de/cln_151/nn_1191726/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/Drogenbeauftragte/2009/09-11-19_20PM_20Ernennung_20Mechthild_20Dyckmans.html?__nnn=true" title="Presseerklärung des BMG zur Ernennung Mechthild Dyckmans">neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt</a>.
				</p>
				<p>
					Die 58-Jährige löst <a href="http://www.sabine-baetzing.de/" title="Persönliche Webseite von Sabine Bätzing (SPD)">Sabine Bätzing</a> (SPD) ab, die sich mit zahlreichen Vorstößen vor allem gegen Alkohol- und Tabakmissbrauch Jugendlicher profiliert hatte.
				</p>
				<p>
					Dyckmans ist Juristin und wurde 1990 Richterin am Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Seit 2005 sitzt sie im Bundestag. Zuletzt war sie rechtspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.
				</p>
				<p>
					Hatte bei ihrer Berufung der eine oder andere gehofft, eine Liberale würde als Drogenbeauftragte ebensolche Positionen vertreten, so zeigen die ersten Äußerungen Dyckmans z.B. auf <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/mechthild_dyckmans-650-5643.html" title="Fragen an und Antworten von Mechthild Dyckmans auf Abgeordnetenwatch">Abgeordnetenwatch</a> nur <strong>wenig Mut zu einer Neuausrichtung der überwiegend repressiven, deutschen Drogenpolitik</strong>.
				</p>
				<hr />
				<h2>Dezember 2009</h2>
				<h3>15.12. Tschechien erlaubt Drogenbesitz für Eigenbedarf</h3>
				<p>
					Unser Nachbarland Tschechien <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/tschechien_drogenbesitz_1.4198203.html" title="Artikel auf NZZ-Online vom 15.12. - Vier Ecstasy-Pillen sind künftig erlaubt">entkriminalisiert den Besitz von Rauschmitteln für den persönlichen Bedarf</a>. Die Regierung in Prag legte Mitte Dezember entsprechende Höchstgrenzen fest, die ab 2010 gelten sollen.
				</p>
				<p>
					Dann wird der Besitz von weniger als 15 Gramm Marihuana, vier Ecstasy-Pillen oder einem Gramm Kokain nur noch als Ordnungswidrigkeit, also wie Falschparken geahndet.
				</p>
				<p>
					Bereits Anfang des Jahres hatte die Tschechische Regierung angekündigt, den Anbau von bis zu drei Hanfpflanzen pro Person von der Strafverfolgung auszunehmen.
				</p>
				<ul>
					<li>Bereits im April hatte ich im Tagesrausch "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2009-04-03-konoptikum-cannabis-in-tschechien.html" title="Interview mit dem Chefredakteur der Hanfzeitung Konoptikum über die Situation der Cannabiskonsumenten in der tschechischen Republik">Konoptikum: Cannabis in Tschechien</a>" über die Neuregelung berichtet.</li>
				</ul>
				<h2>Quo vadis 2010?</h2>
				<p>
					Soviel zu meinem drogenpolitischem Rückblick auf das Jahr 2009. Was fehlt? Was waren Deine Highlights oder Enttäuschungen 2009?
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-juli-dezember-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-juli-dezember.html</link>
			<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 01:15:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title>Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 1)</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Wenn die letzten Wochen eines Jahres angebrochen sind, ist sie da, die Zeit der Besinnung.
				</p>
				<p>
					Bevor ich mich auf den Weg zur Sippe mache, will ich mich deshalb heute mit Euch daran erinnern, was das Jahr 2009 drogenpolitisch gebracht hat.
				</p>
				<p>
					Ich lade dazu ein, Geschehenes in Wort, Bild und Video Revue passieren zu lassen und von dem zu träumen, was uns 2010 erwartet.
				</p>
				<hr />
				<h2>Januar 2009</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.canorml.org/" title="Website of California NORML"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/califarnia-norml.jpg" alt="Werbung für California NORML" width="241" height="290" /></a> "<a href="http://www.canorml.org/" title="Website of California NORML">California <abbr title="National Organisation for the Reform of Marijuana Laws">NORML</abbr></a>"</div>
				<h3>10.01. Legalisiert Kalifornien Cannabis?</h3>
				<p>
					Das Jahr begann mit der ersten Anhörung zu einem Gesetzentwurf, der dem Kalifornischen Parlament im Dezember 2008 vorgelegt wurde.
				</p>
				<p>
					Die "<a href="http://www.leginfo.ca.gov/pub/09-10/bill/asm/ab_0351-0400/ab_390_bill_20090223_introduced.html" title="Gesetzentwurf zur Legalisierung von Marihuana im Staat Californien">Assembly Bill No. 390</a>" forderte nicht weniger als <strong>die vollständige Legalisierung von Cannabis für Erwachsene.</strong>
				</p>
				<h3>21.01. Caritas fordert Ende des Drogenkriegs</h3>
				<p>
					Auch in Deutschland bröckelte 2009 die Front der Drogengegner. Sogar größte deutsche Sozialverein, die <strong>Caritas, sieht die repressive Drogenpolitik als gescheitert an</strong>. Dies erklärte ein Sprecher des Hilfswerks der katholischen Kirche im Rahmen der Konferenz "<a href="http://www.caritas-international.de/kampagnen/caritas_drogenkonferenz/55443.html" title="Internationaler Experten-Kongress der Caritas international vom 21.-23. Januar 2009 ">Drogenkonsum: Neue Formen, neue Antworten, neue Politik</a>".
				</p>
				<p>
					<q title="Oliver Müller, Sprecher der Caritas Deutschland">Die Zahlen belegen, dass die Null-Toleranz-Doktrin nicht den erhofften Erfolg hatte. Wir müssen dies zur Kenntnis nehmen und anerkennen, dass <strong>Drogen Teil der gesellschaftlichen Realität</strong> sind</q>, so Oliver Müller. 
				</p>
				<ul>
					<li>Interview des Deutschlandradios mit der Drogenbeauftragten anläßlich des Caritas-Kongresses "<a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/907241/" title="Beitrag des Deutschlandradios Kultur vom 21.02.">Sabine Bätzing sieht Erfolge bei Drogenbekämpfung</a>"</li>
				</ul>
				<h3>22.01. Bätzing verbietet "Kräuterdroge" Spice</h3>
				<p>
					Von der Erkenntnis, dass <strong>Drogenverbote Drogenelend nicht verhindern</strong> weitgehend unbeeindruckt, endete am 22. Januar 2009 die kurze aber heftige Karriere der als Räuchermischung vertriebenen "Kräuterdroge" Spice mit einem <strong>Verbot per Eilantrag</strong>.
				</p>
				<p>
					Die vom britischen Unternehmen "the Psyche Deli" produzierte, dank Medienhype zunehmend als Rauschdroge "missbrauchte" Mischung enthielt nach Aussage des BKA die seit diesem Tag in Deutschland verbotenen Chemikalien <a href="http://www.pierre-markuse.de/2008/12/17/spice-und-jwh-018-themenubersicht/" title="Spice und JWH-018 ? Übersicht von Pierre Markuse">JWH-018 und CP-47,497</a>. Die beiden Stoffe, die für die psychoaktiven Effekte von Spice verantwortlich sein sollen, stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
				</p>
				<ul>
					<li>Das Verbot stützte sich auf eine <a href="http://usualredant.de/drogen/jwh-018-in-spice-analyse-von-thc-pharm.html" title="JWH-018 in Spice - Was steht in der Analyse von THC-Pharm">Analyse von THC-Pharm</a>, über die ich am 17.12.2008 berichtete.</li>
				</ul>
				<hr />
				<h2>Februar 2009</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.newsoftheworld.co.uk/news/150832/14-times-Olympic-gold-medal-winner-Michael-Phelps-caught-with-bong-cannabis-pipe.html" title="Artikel in News of the World vom 01.02."><img src="http://usualredant.de/images/drogen/michael-phelps-smoking-bong.jpg" alt="Michael Phelps beim Rauchen einer ROOR-Bong" width="241" height="290" /></a> "<a href="http://www.newsoftheworld.co.uk/news/150832/14-times-Olympic-gold-medal-winner-Michael-Phelps-caught-with-bong-cannabis-pipe.html" title="Artikel in News of the World vom 01.02.">14-times Olympic gold medal winner Michael Phelps caught with cannabis pipe</a>"</div>
				<h3>01.02. Kiffender Phelbs spaltet die USA</h3>
				<p>
					Aufreger des Monats Februar waren <a href="http://www.newsoftheworld.co.uk/news/150832/14-times-Olympic-gold-medal-winner-Michael-Phelps-caught-with-bong-cannabis-pipe.html" title="Artikel in News of the World vom 01.02.">Bilder, die den 14-fachen Olympiasieger und Schwimmstar Michael Phelps beim Rauchen einer Bong</a> zeigten. Der 23-jährige US-Amerikaner entschuldigte sich umgehend bei Fans und Sponsoren für sein "Fehlverhalten", äußerte sich jedoch nicht dazu, ob er illegale Substanzen konsumiert (hat).
				</p>
				<p>
					Einer seiner Hauptsponsoren, der Cerealienhersteller Kellogg, kündigte daraufhin an, einen hoch dotierten Werbevertrag nicht zu verlängern. Phelps habe sich nicht ausreichend von Drogen distanziert.
				</p>
				<p>
					Als Reaktion auf den Rausschmiss starteten Legalisierungsaktivisten eine <a href="http://stopthedrugwar.org/chronicle_blog/kelloggstock" title="Artikel des DrugWarChronicles vom 24.02. - Kelloggs Stock Takes Big Hit After Phelps Bong Controversy">Kampagne gegen Kellogg</a> und riefen zum Boykott auf.
				</p>
				<hr />
				<h2>März 2009</h2>
				<h3>17.03. Durchsuchung bei der <abbr title="Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin">IACM</abbr></h3>
				<p>
					Im März drang ein Polizeikommando in die Räume der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin und die Privaträume von Dr. Franjo Grothenhermen ein. Grund für die überraschende Hausdurchsuchung war ein <a href="http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/?p=293" title="Stellungnahme von Dr. Franjo Grothenhermen zur Durchsuchung der IACM vom 21.03.">Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber der Hanfapotheke</a>.
				</p>
				<p>
					Die Beamten vermuteten in den Unterlagen der IACM Hinweise auf "verbrecherische Aktivitäten im Zusammenhang mit der Hanfapotheke". Diese hatte sich bis zu ihrer Selbstauflösung Anfang 2008 darum bemüht, Schwerstkranke mit kostenloser Cannabismedizin zu versorgen und dazu Kontakte zwischen Patienten und freiwilligen Cannabisspendern geknüpft. 
				</p>
				<h3>31.03. Bleigras in Bayern - Bericht von Akte09</h3>
				<p>
					Im Jahr 2007 waren mehr als 100 Menschen aus Leipzig durch verunreinigtes Marihuana mit Blei vergiftet worden.
				</p>
				<p>
					Im Februar und März 2009 wiederholte sich ähnliches in Bayern. Zum Glück mit weit weniger Betroffenen, aber gefährlich genug für die Macher des "Magazins" Akte09.
				</p>
				<p>
					Heraus kam ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8LbnIvel0sc" title="Blei im Gras - Bericht von Akte09 - Video bei Youtube ansehen">Bericht</a>, der die Gesundheitsgefahren gestreckter Cannabisprodukte verdeutlicht, leider aber keinen Gedanken an den <strong>Einfluss der Repression auf das Risiko der Konsumenten</strong> verschwendet.
				</p>
				<hr />
				<h2>April 2009</h2>
				<h3>20.04. Fourtwenty-Day sorgt für Streit</h3>
				<p>
					Ausgehend von den USA wird der 20. April mehr und mehr zum inoffiziellen Welt-Marihuana-Feiertag. In den Vereinigten Staaten wurde 2009 heftig darum gerungen, wer ihn wie begehen darf. Es standen sich gegenüber:
				</p>
				<p>
					<a href="http://www.oaksterdamuniversity.com/facultyoakland.html#lee" title="Richard Lee, Oaksterdam University President">Richard Lee</a>, Präsident der Oaksterdam University, der 4/20-Day zum <strong>St. Patricks Day der Kiffer</strong> erklärte und ihn mit SmokeIns, Paraden und Partys begangen sehen will.
				</p>
				<p>
					Sein "Gegenspieler" war der Chef des New Yorker Büros der <a href="http://www.drugpolicy.org/" title="DPA - leading US-organization working to end the war on drugs">Drug Policy Alliance</a> Malakkar Vorhyzek, der meinte, die <strong>Kiffer hätten noch nicht gewonnen und erst recht nichts zu feiern</strong>. Er forderte dazu auf, das gestiegene Medieninteresse am 4/20-Day zu nutzen und mit Protestveranstaltungen und Demonstrationen <strong>politische Forderungen</strong> zu transportieren.
				</p>
				<hr />
				<h2>Mai 2009</h2>
				<h3>09.05. <abbr title="Global Marijuana March">GMM</abbr> weltweit mit rund 300 Städten, 1. Hanftag in Berlin</h3>
				<p>
					Anfang Mai findet in aller Welt der Global Marijuana March statt. Zu den mehr als 300 beteiligten Städten des GMM2009 gesellten sich mit Berlin, Frankfurt/Main und Potsdam auch drei deutsche.
				</p>
				<p>
					Größes deutsches Event war der <strong>erstmal stattfindende <a href="http://www.hanftag.de/" title="Berliner Veranstaltung zum GMM">Hanftag</a> in Berlin</strong>, bei dem rund 300 Demonstranten unter den Blicken Tausender Berlin-Touristen vom Brandenburger Tor zum YAAM zogen. Dort verwandelte sich die Demo in ein Hanffest mit Infoständen, Food und Musik.
				</p>
				<p>
					Politische Höhepunkte waren die Reden von Hans-Christian Ströbele (MdB, Bündnis 90/ Die Grünen) und Monika Knoche (MdB, Die Linke). 
				</p>
				<ul>
					<li>Meine Erlebnisse am GMM2009 schildere ich im Tagesrausch "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2009-05-10-hanftag-2009-gmm-in-berlin.html" title="Im Video berichte ich über den Verlauf der Demonstration und schildere meine persönlichen Höhepunkte des Hanftags.">Hanftag 2009 - GMM in Berlin</a>"</li>
				</ul>
				<p>
					Am <a href="http://www.hanfwandertag.at/" title="Hanfwandertag - Demonstration im Rahmen des World Wide Marijuana March">Hanfwandertag</a> in Wien nahmen sogar <strong>mehr als 1.500 Hanffreunde</strong> und Legalizeaktive teil.
				</p>
				<p>
					Sie zogen vom Westbahnhof über die Mariahilferstrasse zum Parlament. Dort wurde unter anderem ein Riesenjoint geraucht, ohne dass die Polizei einschritt.
				</p>
				<p>
					Am Abend lockte eine hanfige After-Party die Teilnehmer in die Arena.
				</p>
				<p>
					Der GMM 2010 findet am 01.05. und 08.05. statt. <strong>Beteilige auch Du Dich mit einer Aktion in Deiner Heimatstadt!</strong>
				</p>
				<h3>28.05. Bundestag beschließt Heroin auf Krankenschein</h3>
				<p>
					Nach jahrelangem Streit ist der Weg zur <strong>staatlichen Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige</strong> seit 28. Mai bundesweit frei. Der Bundestag folgte an diesem Tag <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,627484,00.html" title="SpiegelOnline vom 28.05. - Bundestag beschließt staatliche Heroin-Abgabe auf Rezept">einem von der SPD initiierten Antrag</a>. Der Gesetzentwurf wurde von der Opposition unterstützt. Die Union lehnte ihn ab.
				</p>
				<p>
					Um für eine Verschreibung von Heroin in Frage zu kommen, müssen Betroffene seit mindestens fünf Jahren opiatabhängig sein, mindestens zwei erfolglose Therapien hinter sich haben und mindestens 23 Jahre alt sein.
				</p>
				<hr />
				<h2>Juni 2009</h2>
				<h3>15.06. Kriminalstatistik 2008 vorgelegt</h3>
				<p>
					Anfang Juni hat der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Polizeiliche Kriminalstatistik 2008 (<abbr title="Polizeiliche Kriminalstatistik">PKS</abbr>) veröffentlicht. Darin steht unter anderem:
				</p>
				<blockquote title="Auszug aus der PKS2008">
					<p>
						Die Zahl der Rauschgiftdelikte hat sich um 3,4 Prozent verringert. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Drogenarten zeigt sich bei ... Cannabis eine Abnahme um 6,3 Prozent auf 132.519 Fälle. Cannabis nimmt insbesondere unter jungen Menschen eine Vorrangstellung ein.
					</p>
					<p>
						...<br />
						Die Sicherstellungsmengen von Cannabisprodukten haben sich stark nach oben entwickelt: Haschisch ist aufgrund einer Einzelsicherung von rund 4.000 Kilogramm um 107,5 Prozent auf 7.632 Kilogramm und Marihuana aufgrund einer Einzelsicherung von rund 5.500 Kilogramm um 136,9 Prozent auf 8.932 Kilogramm angestiegen."
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Im Jahr 2008 wurde also <strong>alle vier Minuten ein Kiffer verhaftet</strong>. 100.651 mal ging es dabei lediglich um Kleinstmengen. Das sind mehr als 75 Prozent! Soviel zur viel beschworenen Entkriminalisierung!
				</p>
				<ul>
					<li>Eine umfangreiche Besprechung der PKS habe ich für den <a href="http://hanfverband.de/letter/26_06_2009.html#kriminalstatistik" title="Kriminalstatistik - Wenn Zahlen lügen und Lügner entlarven">DHV-Newsletter Ausgabe Juni 2009</a> geschrieben.</li>
				</ul>
				<h3>24.06. Weltdrogenreport</h3>
				<p>
					Neun Tage später, am 24.Juni, wurde in Washington der <a href="http://www.unodc.org/unodc/en/data-and-analysis/WDR-2009.html?ref=menutop" title="The World Drug Report presents comprehensive information on the illicit drug situation.">Weltdrogenbericht 2009</a> (<abbr title="Weltdrogenbericht">WDR</abbr>) vorgestellt. Laut WDR haben im Jahr 2007 zwischen 143 und 254 Millionen Menschen Cannabis genutzt (Vorjahr 166 Millionen). Sie verbrauchten dabei nach Schätzungen des UNODC zwischen 8.600 und 50.900 Tonnen Haschisch und Marihuana.
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gil_Kerlikowske" title="Informationen der WikiPedia über den US-Drogenzar Gil Kerlikowske"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/gil-kerlikowske-us-drugzar.jpg" alt="Portrait des US-Drogenzar Gil Kerlikowske" width="241" height="300" /></a> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gil_Kerlikowske" title="Informationen der WikiPedia über den US-Drogenzar Gil Kerlikowske">Gil Kerlikowske</a>, US-Drogenzar</div>
				<p>
					Gleichzeitig wurde der neue US-Drogenzar der Weltpresse präsentiert. Befragt nach den Kontroversen über eine Legalisierung von Cannabis in Kalifornien sagte er:
				</p>
				<blockquote title="Gil Kerlikowske, US-Drugzar">
					<p>
						Das Wort Legalisierung gibt es in meinem Wortschatz nicht. Marihuana, ist eine gefährliche Droge, für deren medizinische Wirkung es keinerlei Beweise gibt.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gil_Kerlikowske" title="Informationen der WikiPedia über den US-Drogenzar Gil Kerlikowske">Gil Kerlikowske</a>, ehemaliger Polizeichef von Seattle, erklärte in einem Radiointerview <q title="Gil Kerlikowske, US-Drugzar">Eine wie auch immer geartete <strong>Legalisierung von Drogen hieße, die weiße Flagge zu schwenken</strong></q>. Die Legalisierung <q title="Gil Kerlikowske, US-Drugzar">sei kein Thema, über das er diskutiere</q>.
				</p>
				<h2><a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-juli-dezember.html" title="Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 2)">Juli bis Dezember</a> 2009</h2>
				<p>
					Soviel zur ersten Jahreshälfte.
				</p>
				<p>
					Weiter geht es im <a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-juli-dezember.html" title="Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Teil 2)">zweiten Teil meines drogenpolitischen Jahresrückblicks</a> unter anderem mit der Hanfparade, Cannabis als Medizin, verhafteten Legalizeaktivisten und der neuen Drogenbeauftragten Mechthild Dyckmans.
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni.html</link>
			<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 01:10:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2009-12-23:/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Mehr Drogentote durch (Heroin-)Legalisierung?</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Es gibt eine Reihe Fragen, die mir insbesondere von "Nichtkonsumenten" regelmäßig zu meinem öffentlichen Bekenntnis zur <strong>Legalisierung aller Drogen</strong> gestellt werden.
	Einige dieser Fragen möchte ich in Zukunft öffentlich beantworten.
				</p>
				<div class="p-b-r">
				<a href="http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/ds/dsbilder18.html" title="Bilder vom Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/gedenktag-fuer-verstorbene-drogengebraucherinnen.jpg" alt="Bild - Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen" width="241" height="181" /></a> Aktion zum <a href="http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/ds/dsbilder18.html" title="Bilder vom Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen">Gedenktag für verstorbene DrogengebraucherInnen</a>
				</div>
				<blockquote title="Anfrage über Youtube">
					<p>
						Meiner Ansicht nach würde es durch die Legalisierung von Cannabis früher oder später dazu kommen, dass nicht nur Gras sondern irgendwann auch Heroin legalisiert wird.<br />
					</p>
					<p>
						Das Problem an der Sache: Ich glaube, dass, <strong>wenn eine solche Droge frei zugänglich wird, die Zahl der Drogentoten steigen wird.</strong>
					</p>
					<p>
						Allein dadurch, dass das Verbot aufgehoben würde, würden sich viele Menschen dazu hingezogen fühlen, mal härtere Sachen auszuprobieren. Je mehr Menschen jedoch konsumieren, umso höher die Zahl der Toten, oder etwa nicht?
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Drugs don't kill people - people do!</h2>
				<p>
					Deiner These die "Legalisierung führt zu mehr Drogentoten" muss ich widersprechen. Die meisten Wissenschaftler und praktisch alle Kriminalisten stimmen darin überein, dass die Mehrzahl der Drogentoten (mit Ausnahme der Selbstmorde durch bewusste Überdosierung) im Wesentlichen auf lediglich <strong>zwei Ursachen</strong> zurück zu führen sind.
				</p>
				<p>
					Schwankende Wirkstoffgehalte und Streckmittel töten weit mehr Drogengebraucher, als die Toxizität (Giftigkeit) der verwendeten Rauschmittel.
				</p>
				<h2>Todesursache Wirkstoffgehalt - Wissen wann's zuviel ist</h2>
				<p>
					Anders als bei den legalen Rauschmitteln Tabak und Alkohol wissen die Konsumenten illegalisierter Drogen in der Regel nicht, welchen Wirkstoffgehalt ihr "Stoff" hat.
				</p>
				<table class="p-b-r" summary="Durchschnittliche Wirkstoffgehalte verschiedener Drogen laut Suchtbericht der EMCDDA 2009">
					<thead>
						<tr>
							<th rowspan="2">Substanz</th>
							<th colspan="2">Wirkstoffgehalt</th>
						</tr>
						<tr>
							<th>Min.</th>
							<th>Max.</th>
						</tr>
					</thead>
					<tfoot>
						<tr>
							<td colspan="3">
								<br />
								<p>
									Durchschnittliche Wirkstoffgehalte der Drogen in den Ländern der EU laut <a href="http://www.emcdda.europa.eu/publications/annual-report/2009" title="
	2009 Annual report on the state of the drugs problem in Europe">Drogen- und Suchtbericht 2009</a> der EMCDDA.
								</p>
							</td>
						</tr>
					</tfoot>
					<tbody>
						<tr>
							<td><a href="http://www.emcdda.europa.eu/stats09/ppptab5a" title="Potency of cannabis products at retail level, 2007">Cannabis</a></td>
							<td>2,9%</td>
							<td>13,3%</td>
						</tr>
						<tr>
							<td><a href="http://www.emcdda.europa.eu/stats09/ppptab6a" title="Purity of heroin products at retail level, 2007">Heroin</a></td>
							<td>8,6%</td>
							<td>49,9%</td>
						</tr>
						<tr>
							<td><a href="http://www.emcdda.europa.eu/stats09/ppptab7a" title="Purity of cocaine products at retail level, 2007">Kokain</a></td>
							<td>22,0%</td>
							<td>54,8%</td>
						</tr>
					</tbody>
				</table>
				<p>
					Das ist insbesondere dann gefährlich, wenn <strong>Marihuana, Koks und Co plötzlich wesentlich besser sind</strong>, als vom Nutzer erwartet.
				</p>
				<p>
					Mag es bei Cannabis noch relativ harmlos sein, unbeabsichtigt mehr zu konsumieren, führt dies schon bei Alkohol schnell zu schweren Vergiftungen. Für die Konsumenten von <strong>Heroin oder GHB geht es bei schwankenden Wirkstoffgehalten jedoch buchstäblich um Leben und Tot!</strong>
				</p>
				<p>
					Eine Legalisierung würde gerade den Konsumenten risikoreicher Substanzen die Möglichkeit geben, bewusster zu Dosieren und damit die Überlebenswahrscheinlichkeit drastisch steigern.
				</p>
				<h2>Todesursache Streckmittel - Krank aus Profitgier</h2>
				<p>
					Wenn Du die Wahl hättest, entweder einen deutschen Supermarkt-Vodka oder einen "sibirischen Schwarzgebrannten" mit mir zu trinken. Was würdest Du wählen?
				</p>
				<p>
					Ich wette, dass wir bei einem Glas staatlich geprüftem Alkohol über den letzten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glykolwein-Skandal" title="Informationen der WikiPedia über den Glykolskandal von 1985">Glykolskandal</a> quatschen würden. Oder über den tragischen Verlauf einer <a href="http://www.stern.de/panorama/tuerkei-urlaub-klassenfahrt-mit-toedlichem-ende-659542.html" title="Stern vom 03.07.2009 - Klassenfahrt mit tödlichem Ende">Klassenfahrt mit türkischem Schwarzmarktschnaps</a>, der unlängst die Medien beschäftigte.
				</p>
				<p>
					<strong>Etikettenschwindel, Gepansche und gefährliche Profitgiertricks</strong> gibt es bei jedem "heimlichen Geschäft". Völlig zurecht bevorzugen deshalb die meisten Konsumenten die vermeintliche Sicherheit behördlich genehmigter Rauschquellen.<br />
					Für illegalisierte Substanzen gibt es dies jedoch nicht. Auf dem Schwarzmarkt müssen Konsumenten sich deshalb mit ihren <strong>fünf Sinnen, Vertrauen und gesundem Menschenverstand</strong> behelfen.
				</p>
				<p>
					Trotzdem oder gerade deshalb ist ein großer Teil der körperlichen Langzeitschäden durch Drogenkonsum und eine ebenso große Zahl an Drogentoten auf die gesundheitsschädigenden Effekte der Streckmittel und Beimengungen zurück zu führen.
				</p>
				<h2>Kiffer in Lebensgefahr</h2>
				<p>
					Selbst die Konsumenten des vergleichsweise harmlosen Cannabis müssen sich seit ein paar Jahren Gedanken über schwere körperliche Schäden machen.
				</p>
				<p>
					Spätestens die mit über 100 Opfern medienwirksame <a href="http://hanfverband.de/themen/blei_in_marihuana.html" title="Informationen des DHV über bleihaltige Cannabisprodukte">Bleivergiftungswelle unter kiffenden Leipzigern</a> hat weiten Teilen der "nichtkonsumierenden" Bevölkerung gezeigt, dass <strong>Prohibition, Substanzfaschismus und Drogenverbote den Konsumenten illegalisierter Substanzen eine lebensbedrohliche Hypothek auferlegen.</strong>
				</p>
				<p>
					Die Folgen spüren indes längst nicht nur die "User". Wenn jemand mit Bleivergiftung, Gelbsucht, Silikose oder einer der vielen anderen Streckmittelfolgeerkrankungen im Krankenhaus landet, <strong>zahlen wir alle für die Folgen der falschen Drogenpolitik!</strong>
				</p>
				<h2>Legalisierung = Qualitätskontrolle = weniger Drogentote</h2>
				<p>
					Selbst wenn (und es gibt gute Gründe das Gegenteil zu erwarten, aber das ist ein Thema, dass wir einander mal diskutierten können) die Zahl der <strong><em>(beliebige Droge einfügen)</em></strong>-Konsumenten nach ihrer Legalisierung steigen würde, sind sinkende Drogentotenzahlen zu erwarten, weil die Qualität des Stoff, seine Reinheit und die Vorhersagbarkeit der Wirkung steigen würden.
				</p>
				<p>
					Wer bei Verstand ist und um die Gefahren der Überdosierung weiß, weil ihn z.B. die Packungsbeilage informiert, wird seltener "zuviel" konsumieren. Wer sauberen Stoff bekommt, lebt gesünder.
				</p>
				<p>
					Unbeabsichtigte Überdosierung und gesundheitsschädliche Streckmittel liegen nicht in der "Natur der Droge", sondern sind direkte Folgen der Astinenzpolitik.
				</p>
				<p>
					<strong>Wer Drogenelend verhindern will, muss legalisieren!</strong>
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/mehr-drogentote-durch-legalisierung-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/mehr-drogentote-durch-legalisierung.html</link>
			<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 17:39:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2009-12-11:/drogen/mehr-drogentote-durch-legalisierung.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Die Hanfparade - Ziele, Motivation und Erfolge</title>
			<description><![CDATA[
				<div class="p-b-r">
					<img src="http://usualredant.de/images/drogen/poster-hanfparade-2009.png" alt="Poster der Hanfparade 2009 - Design von Steffen Geyer" class="right" width="241" height="341" />
				</div>
				<p>
					Heute findet in Berlin die 13. <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Hanfparade - Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel">Hanfparade</a> statt. Sie steht unter dem Motto "Für eine freie Wahl" und beginnt um 13:00 Uhr auf dem Berliner Alexanderplatz.
				</p>
				<p>
					Um mehr über die traditionsreiche Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel zu erfahren, sprach Georg Meier vom Uniradio Berlin Brandenburg vor ein paar Tagen mit mir.
				</p>
				<hr />
				<h2>Was will die Hanfparade? Radiointerview vom 31.07.2009</h2>
				<p>
					Im folgenden findest Du ein Transscript des Radiointerviews, das gestern ausgestrahlt wurde. Es gilt das Primat des gesprochenen Wortes.
				</p>
				<p>
					Moderatorin: Nachdem die Loveparade nun aus Berlin vergrault wurde, dachte man, dass es keine spaßbetonte Veranstaltung mit politischem Ursprung mehr geben wird. Also zurück zum Ursprung, der sturen Demonstration mit Plakaten und mehr oder weniger engagierten Sprechchören.
				</p>
				<p>
					Ne - Falsch gedacht! Es verschaffen sich auch inzwischen andere Interessensgemeinschaften Gehör, wie zum Beispiel die Hanfparade und eben diese findet morgen wieder statt.
				</p>
				<p>
					Seit 1997 hat sie sich inzwischen als fester Bestandteil der Demonstrationsszene etabliert. Dieses Jahr jedoch mit weniger Spaßcharakter und mehr Kampf für die Legalisierung von Genussmitteln.<br />
					Georg Meier hat sich mit Steffen Geyer dem Organisator der Hanfparade (<em>eigentlich bin ich nur einer der Organisatoren a.d.A.</em>) unterhalten und wollte wissen, für was sich die Organisation genau einsetzt.
				</p>
				<p>
					Steffen Geyer: Die Hanfparade ist eine Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Wir versuchen durch Information und Aufklärungsarbeit das Image der Pflanze Hanf hin zu 'ner Legalität zu bewegen.
				</p>
				<p>
					<strong>Georg Meier: Warum hab ihr den ersten August als Demotag ausgewählt? Besteht nicht die Gefahr oder die Befürchtung an einem Samstag die Politiker und Ministeriumsangestellten mit Euren Forderungen nicht zu erreichen?</strong>
				</p>
				<p>
					Wir sind 'ne bundesweite Demonstration, deshalb ist es wichtig, dass die Leute die Möglichkeit haben anzureisen. Deshalb kommt eigentlich nur ein Samstag in Frage.<br />
					Und in den letzten Jahren hat es sich dann so als Tradition herauskristallisiert, dass wir immer den ersten Samstag im August wählen.
				</p>
				<p>
					Natürlich ist uns klar, dass die zuständigen Beamten und Politiker an diesem Tag nicht da sind. Um es noch schlimmer zu machen sind die in der Sommerpause, wir müssten also die Demonstration irgendwie in den Herbst oder Frühling verlegen.
				</p>
				<p>
					Aber so'ne Demonstration entfaltet ihre Wirkung ja nicht nur an dem Tag, an dem sie tatsächlich stattfindet. Wir sprechen ja auch schon im Vorfeld darüber und werden auch im Nachfeld sicherlich noch einiges Medienecho erzeugen, von dem die zuständigen Stellen dann auch erfahren.
				</p>
				<h2>Legalisierung - Frei kiffen für alle?</h2>
				<p>
					<strong>Und wenn ihr von Legalisierung sprecht, was meint ihr damit konkret? Schließlich tun sich viele Fragen auf. Woher kommen die Cannabisprodukte? Welche Qualität sollen sie haben? Wer regelt die Abgabe und ab welchem Mindestalter darf man dann gesetzlich konsumieren?</strong>
				</p>
				<p>
					Ich fang' einfach mal mit dem Letzteren an. Also - unser eigentliches Anliegen ist sicherlich, dass man da 'ne Gleichstellung mit Alkohol und Nikotin erreicht. Das wäre dann nach dem derzeitigen Stand 'ne Altersfreigabe 16 Jahre.
				</p>
				<p>
					Aus medizinischer Sicht wäre allerdings 'ne Altersfreigabe 18 Jahre sinnvoller, die dann aber konsequent für alle legalen Rauschmittel.
				</p>
				<p>
					Es ist schlicht nicht gesund, wenn man mit 14, 15, 16 schon kifft oder säuft, deshalb kann man da ruhig warten bis man volljährig ist.
				</p>
				<h3>Drogenfachgeschäfte statt gefährlicher Streckmittel</h3>
				<p>
					Wie das Ganze dann regelt ist, es gibt da verschiedene Ansätze. Mir persönlich sagt am ehesten das Drogenfachgeschäft zu.<br />
					Wenn es nach mir geht, würde ich die heute schon legalen Drogen und die noch freizugebenden Drogen in spezielle Geschäfte transformieren - Raus holen aus dem Supermarkt. Raus holen aus der Tankstelle. Da haben Rauschmittel nichts verloren!
				</p>
				<p>
					Keine Werbung dafür machen! In aller Regel haben Drogen eine so gute Mund- zu- Mund- Propaganda, dass man die nicht noch kommerziell bewerben muss.
				</p>
				<p>
					Qualitätssicherung ist in dem Fall dann relativ einfach zu realisieren, weil alle legal gehandelten Lebens- oder Genussmittel der normalen staatlichen Gesundheitskontrolle unterstehen, was insbesondere bei Cannabis dazu führen würde, dass die Streckmittelproblematik über Nacht ein Ende findet.
				</p>
				<p>
					Wir haben ja heute das Problem, dass relativ viel mit gesundheitsschädlichen Mitteln gestreckt wird, von Glassplittern über Blei, bis hin zu flüssigen Hormonen, die extra entwickelt wurden, um Marihuana zu strecken.<br />
					Und das kann man mit 'nem legalen Hanfmarkt quasi über Nacht entziehen, weil ein legaler Händler seine Lizenz verliert, wenn er gestrecktes Zeug verkauft, während ein illegaler Händler eh illegal ist.
				</p>
				<h3>Cannabis für Deutschland - Import oder Homegrow?</h3>
				<p>
					Es ist sicherlich sinnvoll, die klassischen Produzentenländer insbesondere Marokko, Afghanistan, Nepal da mit einzubinden und denen die Möglichkeit zu geben, von ihren ureigensten Agrarprodukten zu profitieren.<br />
					Auf der anderen Seite ist es aber so, dass man den größten Teil des Bedarfs problemlos in Deutschland herstellen könnte.
				</p>
				<p>
					Schon heute wird in Berlin relativ viel Marihuana produziert - unter illegalen Bedingungen. Wenn man das legalisiert und das in 'ner normalen Fabrikhalle oder sowas unter Kunstlicht machen kann oder in den vielen brachliegenden Agrarflächen der Region Hanf anbauen könnte, der dann halt auch eine Wirkung haben darf, da ist es kein Problem, die für Deutschland nötigen 400 bis 600 Tonnen Cannabis im Jahr zu produzieren.
				</p>
				<p>
					<strong>Also sprecht ihr auch von einer Legalisierung des Anbaus in Deutschland?</strong>
				</p>
				<p>
					Natürlich. Also das funktioniert nicht, wie in den Niederlanden, so'ne Hintertürproblematik offen zu halten. Das nimmt unser Rechtssystem einfach nicht hin.
	Wenn man eine legale Verkaufsmöglichkeit macht, muss man den Leuten die es verkaufen auch 'ne Möglichkeit zu Einkaufen bieten. Und die setzt legale Produktion und legalen Transport voraus.
				</p>
				<h2>Was kann die Hanfparade erreichen?</h2>
				<p>
					<strong>Kommen wir wieder zurück zur Hanfparade. 1997 fand ja Eure erste Hanfparade satt. Und mittlerweile seid Ihr bei der zwölften. (<em>Eigentlich die 13. a.d.A.</em>) Was hat sich in all den Jahren getan bzw. was konntet ihr durch Euren  Protest gezielt bewegen?</strong>
				</p>
				<p>
					Das ist 'ne schwierige Frage. Die Hanfparade ist sehr gut geeignet, so zu beobachten, wie sich die Legalisierungsbewegung entwickelt.
				</p>
				<p>
					Wir sind entstanden in der großen Euphorie Mitte der Neunziger Jahre nach der Wiederzulassung der Nutzpflanze Hanf in Europa und in der sehr politisierten Gesellschaft der Endtage der Kohlära. Und 97, 98, 99 waren die größten, erfolgreichsten Paraden.
				</p>
				<h3>Rot-Grüne Enttäuschung</h3>
				<p>
					Das hat dann sehr stark abgenommen, nachdem sich herauskristallisiert hat, dass Rot-Grün im Bund nichts unternehmen wird.
				</p>
				<p>
					Im Gegenteil, unter Rot-Grün sind sogar Verschärfungen passiert, z.B. haben die das Hanfsamenverbot, dass die CDU-Regierung gerade noch rechtzeitig erarbeitet hatte, einfach abgewunken und in Kraft treten lassen, was völlig absurd ist. Die ganze Welt lacht uns aus, weil wir Stoffe verbieten, die selbst keine psychoaktive Wirkung haben, aber in Potentia dann daraus was entstehen könnte.
				</p>
				<p>
					Unter Rot-Grün ist es auch nicht gelungen, 'ne bundeseinheitliche Geringe Menge zu finden, obwohl die schon seit 1994 vom Bundesverfassungsgericht angemahnt wird. Im Gegenteil da haben die Innenministerkonferenzen dann die Entscheidung Jahr für Jahr wieder vertagt und sich auf absurde Begründungen zurückgezogen, wie - es gäbe keine Ungleichbehandlung - obwohl jeder Staatsanwalt und jeder Richter genau weiß, dass man in Schleswig-Holstein relativ wenige Probleme kriegt und in Bayern auch wegen eines Joints 'ne Hausdurchsuchung erwarten muss.
				</p>
				<p>
					Insofern hat die Hanfparade wenn dann nur den Erfolg gehabt, dass die politische Diskussion heute deutlich offener geführt wird.
				</p>
				<p>
					Moderatorin: Das war Georg Meier im Gespräch mit Steffen Geyer, einem der engagierten Organisatoren der Hanfparade. Die Hanfparade steht dieses Jahr übrigens unter dem Motto "Für freie Wahlen". (<em>Eigentlich steht sie unter dem Motto - Für eine freie Wahl a.d.A.</em>)<br />
					Wie das genau interpretiert werden muss, könnt ihr morgen ab 13:00 Uhr auf dem Alexanderplatz verfolgen.
				</p>
				<p>
					Genaueres könnt ihr auch auf der Homepage nachlesen - <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Hanfparade - Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel">www.Hanfparade.de</a>
				</p>
				<hr />
				<h2>Mehr zum Thema</h2>
				<ul>
					<li>"<a href="http://usualredant.de/drogen/download/2009-07-31-hanfparade-ziele-und-erfolge-interview-uniradio-berlin.mp3" title="mp3-Download des Radiointerviews -Hanfparade Ziele und Erfolge- vom 31.07.2009">Hanfparade - Ziele und Erfolge" (mp3)</a> Interview Uniradio Berlin vom 31.07.2009</li>
					<li>Webseite der <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Hanfparade - Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel">Hanfparade</a></li>
					<li>"<a href="http://usualredant.de/drogen/die-polizei-die-presse-und-die-drogen-hanfparade-2008.html" title="Bericht über den Verlauf der Hanfparade 2008. Infos über politische Reden, die Stimmung und die Strategie der Polizei">Die Polizei, die Presse und die Drogen</a>" Bericht über die Hanfparade 2008</li>
				</ul>				
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html</link>
			<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 01:45:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2009-07-26:/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Nützliches Cannabis - Interview mit TV.Berlin</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					 <strong>Vier Hektar Hanf!</strong><br />
					 Was da in Berlin-Treptow wächst, lässt Kifferherzen höher schlagen. Allerdings ist das "Gras" nicht zum Rauchen da. Es handelt sich um Nutzhanf.
				</p>
				<p>
					Im <a href="http://www.tvb.de/" title="TV.Berlin">TV.Berlin-Frühcafé</a> erkläre ich, warum ich für die Legalisierung von Cannabis kämpfe und was das mit dem <a href="http://www.hanflabyrinth-berlin.de" title="Nutzhanffeld mit Irrgarten und Lehrpfad in Berlin-Treptow">Hanflabyrinth</a> zu tun hat.
				</p>
				<p>
					Da ich nicht jeden Tag die Möglichkeit habe, mich mit professioneller Technik gefilmt einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, habe ich das Interview per <a href="http://vimeo.com/6544306" title="Nützliches Cannabis - Video bei Vimeo ansehen">Youtube</a> &amp; Co. für die Nachwelt konserviert.
				</p>
				<hr />
				<h2>Transscript des Interviews "Nützliches Cannabis"</h2>
				<p>
					<em>Im Folgenden findest Du das Transscript des Interviews. Es gilt das Primat des gesprochenen Wortes!</em>
				</p>
				<div>
					<img src="http://usualredant.de/images/drogen/sarah-maria-breuer-tv-berlin.jpg" alt="Bild - Sarah Maria Breuer, Moderatorin des TV.Berlin Frühcafés" width="241" height="232" />
					Sarah Maria Breuer, Moderatorin des TV.Berlin Frühcafés
				</div>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Vier Hektar Hanf - Was da in der Späthstraße wächst, lässt Kifferherzen höher schlagen.
				</p>
				<p>
					Aber mal im Ernst liebe Zuschauer, das Gras ist natürlich nicht zum Rauchen da. Es handelt sich um Nutzhanf. Bis Oktober kann man das Hanflabyrinth in Treptow besuchen.
				</p>
				<p>
					Bei mir zu Gast ist Steffen Geyer vom Deutschen Hanf Verband. Einen schönen guten Morgen Steffen.
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Guten Morgen!
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Du hast ja direkt mit dem Hanflabyrinth nichts zu tun, bist aber <strong>Hanfexperte</strong> und setzt Dich so ein bisschen dafür ein, dass der Ruf der Pflanze anders wird.
				</p>
				<div>
					<img src="http://usualredant.de/images/drogen/steffen-geyer-bei-tv-berlin.jpg" alt="Bild - Steffen Geyer beim TV.Berlin Frühcafé" width="241" height="232" />
					Steffen Geyer beim TV.Berlin Frühcafé
				</div>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Richtig. Ich versuch' <strong>durch Information und Aufklärungsarbeit das Image der Pflanze Cannabis zu verändern</strong>, so wie das noch vor 100 Jahren war, eher in die Richtung Legalität zu bewegen.
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Warum?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Weil ich das Gefühl habe, dass das Verbot von Hanf, ausschließlich wegen der Rauschwirkung - egal wie man die einschätzt - der Pflanze nicht gerecht wird.
				</p>
				<p>
					Das ist eine sehr vielseitige Nutzpflanze, die die Menschen schon seit 10.000 Jahren begleitet.<br />
					Und ein Verbot, das seit 50 Jahren besteht, nicht mehr zu diskutieren und die ganze Nutzhanfanwendung und Medizinalhanfanwendung auszuklammern und zu verbieten, dass konnte ich noch nie nachvollziehen und dagegen wehre ich mich.
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Du hast ein Buch geschrieben "<a href="http://www.amazon.de/dp/3462039997?tag=usualredant-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3462039997&amp;adid=04XFHAMHV1E8VTH69QD5" title="Rauschzeichen - Cannabis: Alles was man wissen muss" rel="nofollow">Rauschzeichen - Cannabis: Alles was man wissen muss</a>". Was listest Du denn nun in diesem Buch auf? Was Cannabis noch für Wirkungen hat bzw. wozu Cannabis noch benutzt wird.
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Das Buch ist wirklich ein Rundumschlag. Wenn man sich vorher noch nie mit der Pflanze beschäftigt hat, dann ist das das eine Buch, was man lesen muss.
				</p>
				<div><a href="http://www.amazon.de/dp/3462039997?tag=usualredant-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3462039997&amp;adid=04XFHAMHV1E8VTH69QD5" title="Rauschzeichen - Cannabis: Alles was man wissen muss" rel="nofollow"><img src="http://usualredant.de/images/tagesrausch/rauschzeichen-cannabis-alles-was-man-wissen-muss.jpg" alt="Titelbild des Buches - Rauschzeichen - Cannabis: Alles was man wissen muss" width="241" height="369" /></a> <a href="http://www.amazon.de/dp/3462039997?tag=usualredant-21&amp;camp=1410&amp;creative=6378&amp;linkCode=as1&amp;creativeASIN=3462039997&amp;adid=04XFHAMHV1E8VTH69QD5" title="Rauschzeichen - Cannabis: Alles was man wissen muss" rel="nofollow">Rauschzeichen</a> von Steffen Geyer und Georg Wurth (ISBN 978-3462039993)</div>
				<p>
					Das geht los mit der Geschichte der Nutzpflanze Cannabis. Was die Leute da im alten China mit gemacht haben, wie die Griechen sich vom Hanf haben beeinflussen lassen.<br />
					Man erfährt zum Beispiel auch, dass Christoph Columbus Amerika ohne Hanf nie entdeckt hätte, weil die Segel und Seile seiner Schiffe aus Hanf waren und die Schiffe mit Hanf abgedichtet wurden.
				</p>
				<p>
					Dann gibt es 'nen großen Teil, der sich mit der Wirkung der Droge beschäftigt, insbesondere:<br />
					Wie kiffen Kinder? Wann kiffen Kinder? Was kann ich als Eltern oder Angehörige tun, um zu erkennen, ob mein Kind Cannabis konsumiert? Welchen Konsum kann man noch tolerieren? An wen kann ich mich wenden, wenn ich Hilfe brauche?
				</p>
				<p>
					Und zum Ende hin kommt dann die politische Diskussion um die Pflanze:<br />
					Wie kam es dazu, dass Cannabis verboten wurde? Wie sieht der wissenschaftliche Stand aus? Ist das Verbot aus 'nem wissenschaftlichen Gesichtspunkt her zu rechtfertigen?
				</p>
				<p>
					Und was kann man tun? Welchen Einfluss haben die Medien und die Bürger um das Verbot hin zu ändern zu 'ner drogenmündigen Gesellschaft.
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Stichwort Verbot - Ich habe es gerade erwähnt, es gibt dieses vier Hektar Hanflabyrinth in Treptow. Ist das denn jetzt legal?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Das ist legal, weil es eine landwirtschaftliche Fläche ist und diese Fläche von einem ganz normalen Bauern bewirtschaftet wird. Und dieser Bauer hat in der Uckermark noch andere Hanffelder und der kriegt Genehmigungen für diese Fläche.
				</p>
				<p>
					Ich persönlich würde die Genehmigung nicht erhalten.
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Warum würdest Du das nicht?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Die Genehmigung darf nur kriegen, wer ein Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne eines ganz komplizierten Paragraphen hat. Und das habe ich nicht. Ich bin ein ganz normaler Berliner.
				</p>
				<blockquote title="Auszug aus den DHV-FAQ über Nutzhanf">
					<h3>Ist Hanfanbau in Deutschland erlaubt?</h3>
					<p>
						Der Anbau von Nutzhanf ist nur den Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne des § 1 Abs. 4 des <a href="http://bundesrecht.juris.de/alg/index.html" title="Das Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte  (ALG) im Webangebot des Bundesministeriums der Justiz">Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte</a> (ALG) erlaubt, deren Betriebsflächen die in § 1 Abs. 2 ALG genannte Mindestgrößen erreichen oder überschreiten. Unternehmen der Forstwirtschaft, des Garten- und Weinbaus, der Fischzucht, der Teichwirtschaft, der Imkerei, der Binnenfischerei und der Wanderschäferei, dürfen Hanf nicht anbauen. Unter Gartenbau fallen auch Gärtnereien.
					</p>
					<p>
						<span>aus "<a href="http://hanfverband.de/faq/nutzhanf.html#ist_anbau_erlaubt" title="FAQ Cannabis des Deutschen Hanf Verbandes">Häufig gestellte Fragen über Nutzhanf</a>"</span>
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Für wen ist jetzt dieses Hanflabyrinth in Treptow gedacht? Man kann sich da ja auch mal verirren.
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Prinzipiell ist es nicht für die Menschen gedacht, sondern für die Baumschule.<br />
					Die benutzen den Boden sehr extensiv und ziehen da viele Nährstoffe raus und verfestigen den. Deshalb muss man da alle paar Jahre die Fläche wieder renaturieren.
				</p>
				<p>
					Und normalerweise macht man das, indem man die dann zehn Jahre brach liegen lässt, damit der Boden sich erholt.<br />
					Aber der Hanf ist 'ne Pflanze, die das schneller hinkriegt. Und so können wir die Fläche in zwei drei Jahren der Baumschule wieder zur normalen Nutzung übergeben.
				</p>
				<div>
					<a href="http://www.hanflabyrinth-berlin.de/" title="Hanflabyrinth Berlin - Bildung erleben und die Nutzpflanze Hanf kennenlernen"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/cannabis-hanflabyrinth-berlin.jpg" alt="Nutzhanf im Hanflabyrinth Berlin" width="600" height="200" /></a>
					Nutzhanf im <a href="http://www.hanflabyrinth-berlin.de/" title="Hanflabyrinth Berlin - Bildung erleben und die Nutzpflanze Hanf kennenlernen">Hanflabyrinth Berlin</a>
				</div>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Wie reagieren denn eigentlich die Leute und die Gesellschaft auf Dein Plädoyer hin, die Pflanze Hanf zu legalisieren?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Also es gibt schon einen gewissen Anteil, der das Thema gar nicht diskutieren möchte.
				</p>
				<p>
					Aber in aller Regel merke ich, dass die Leute da 'nen großen Hunger nach Informationen haben, weil sie sehr wohl merken, <strong>dass die staatliche "Aufklärungsarbeit" da sehr einseitig die negativen Aspekte betont.</strong>
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Wie kommst Du dazu, Dich so sehr mit dieser Pflanze zu beschäftigen? Was fasziniert Dich daran? Hast Du Deine ganze Jugend lang gekifft?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: *lacht* Das unterstellt man mir immer - Ich sei den ganze Tag nur breit - aber tatsächlich bin ich nicht häufiger berauscht, als der normale Wein- oder Biertrinker.<br />
					Und der fängt ja auch nicht Frühs damit an.
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Wollen wir Dir das mal glauben... *lacht*
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Warum sollte man ausgerechnet mir das nicht glauben? Ich glaube Dir ja auch, dass du im Moment nüchtern bist.
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Ja, das bin ich. Ist ja noch früh am Morgen.
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Und wir trinken Wasser - nich'mal Kaffee.
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Absolut. Mal im Ernst... Du verstehst Dich ja auch so bisschen als Berater, hast Du vorhin erzählt. Du berätst auch Eltern, die vielleicht Sorge um ihre Kinder haben.
				</p>
				<p>
					Was kann man denn sagen, bis zu welchem Konsum ist es noch vertretbar?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Das ist sehr altersabhängig. <strong>Ich rate prinzipiell von 'nem Konsum jünger als 16 Jahre ab.</strong>
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Warum?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Weil es nachgewiesen Einfluss auf die Entwicklung des Geistes hat.
				</p>
				<p>
					Also in der Altersphase ist das Gehirn noch nicht vollständig verdrahtet sozusagen. Und wenn man in dem Alter schon Rauschmittel zuführt, egal ob das Nikotin ist oder Alkohol oder Cannabis, dann entstehen bestimmte Verdrahtungen nicht, die man vielleicht später noch braucht.
				</p>
				<p>
					Wir wissen zu wenig darüber, wie das Gehirn funktioniert, als dass wir das ausschließen können.
				</p>
				<p>
					Und Leute die Erwachsen sind, älter als 18, da <strong>ist es im Prinzip unproblematisch, wenn man nicht mehr als 0,5 Gramm pro Tag konsumiert.</strong>
				</p>
				<p>
					Es entwickeln ja sehr wenige Leute Probleme, die nach Feierabend ein Bier trinken. Aber man entwickelt sehr wohl ein Problem, wenn man jeden Tag einen Kasten Bier trinkt.
				</p>
				<div>
					<a href="http://usualredant.de/images/drogen/leittransparent-hanfparade-2008.jpg" title="Leittransparent der Hanfparade 2008 - Große Version" rel="nofollow"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/leittransparent-hanfparade-2008-klein.jpg" alt="Leittransparent der Hanfparade 2008 - kleine Version" width="600" /></a>
					Leittransparent der Hanfparade 2008
				</div>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Jetzt wollen wir noch auf ein rauschendes Fest aufmerksam machen. Und zwar am ersten August ist die Hanfparade, die 13. hier in Berlin. Was ist das denn?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Die Hanfparade ist die größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Die gibt's schon seit 1997.<br />
					Und das ist letztendlich 'ne bundesweite Demonstration, so wie man in Berlin ja viele Demonstrationen hat. Aber Ihresgleichen gibt es in Deutschland sonst nicht.
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Aber Steffen, ich muss Dir noch eine Frage stellen. Machst Du Dir keine Sorgen darüber, wenn Hanf wirklich legalisiert wird, dass dann der Konsum auch zunimmt und dass dann vielleicht auch in falsche Hände gerät?
				</p>
				<p>
					<strong>Steffen Geyer</strong>: Das wäre nur so, wenn wir sagen könnten, dass Verbot funktioniert. Aber tatsächlich ist es ja so, dass Cannabis an jeder Straßenecke haben ist.
				</p>
				<p>
					Wir haben jetzt erst am Wochenende 'nen riesen <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Hasenheide-Kreuzberg-Neukoelln-Kriminalitaet;art126,2852802" title="Artikel des Tagesspiegel vom 21.07.2009 - Großrazzia in der Hasenheide">Polizeieinsatz in der Hasenheide</a> gehabt. Das führt aber nicht dazu, dass die Hasenheide jetzt cannabisfrei wäre. Sondern da standen dann am nächsten Tag schon wieder die gleichen Dealer am Besten und haben weiter verkauft.
				</p>
				<p>
					<strong>Das Verbot hat nicht dazu geführt, dass Cannabis verschwunden ist. Deshalb würde 'ne Legalisierung auch nicht dazu führen, dass auf einmal viel mehr Leute kiffen.</strong>
				</p>
				<p>
					Wer Kiffen will, tut das heute auch. Der lässt sich vom Verbot nicht beeindrucken!
				</p>
				<p>
					<strong>Sarah Maria Breuer</strong>: Gute Argumente hat der Mann! Steffen Geyer, vielen Dank für Deinen Besuch heute Morgen.
				</p>
				<p>
					Und liebe Zuschauer, wenn Sie sich interessieren für Hanf und mehr darüber wissen möchten, dann kaufen Sie sich einfach das Buch von Steffen Geyer mit dem Titel "Rauschzeichen - Cannabis: Alles was man wissen muss".
				</p>
				<p>
					Vielen Dank!
				</p>
				<hr />
				<h2>Lesenswertes zu diesem Thema</h2>
				<ul>
					<li>Artikel des Tagesspiegel vom 21.07.2009 <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Hasenheide-Kreuzberg-Neukoelln-Kriminalitaet;art126,2852802" title="Artikel des Tagesspiegel vom 21.07.2009">Großrazzia in der Hasenheide</a>"</li>
					<li>Meldung des Hanflabyrinths vom 11.07.2009 "<a href="http://www.hanflabyrinth-berlin.de/2009/tv-berlin-berichtet-ueber-das-hanflabyrinth-in-treptow" title="Meldung des Hanflabyrinths Berlin vom 11.07.2009">TV-Berlin berichtet über das Hanflabyrinth in Treptow</a>"</li>
					<li>Menschen bei Maischberger vom 15.05.2007 "<a href="http://usualredant.de/drogen/jedem-seine-droge-maischberger-und-legalisierung.html" title="Sandra Maischberger und Steffen Geyer diskutieren die Legalisierung von Cannabis">Jedem seine Droge? Sind wir eine gedopte Gesellschaft</a>"</li>
				</ul>
				<hr />
				<h2>Update: Wie kam es zu dem Interview?</h2>
				<p>
					Ich wurde von einem Leser gefragt: Wie es dazu kommt, dass ausgerechnet ich im Frühcafe bei TV.Berlin gelandet bin? Die Geschichte erzähle ich gerne schnell noch...
				</p>
				<p>
					Im Hanflabyrinth arbeiten zwar viele fleißige Helfer daran, den Berlinern die Nutzpflanze Hanf näher zu bringen, aber so richtige "Experten" sind sie halt (nur) wenn es um die Aufzucht der Pflanze geht.
				</p>
				<p>
					Zwar gibt es in der Großstadt Berlin sicher tausende, die jede Menge Erfahrung mit Hanfpflanzen haben, ... <strong>Homegrowing is not a Crime!</strong> ... aber verständlicherweise mag von denen keiner sein Gesicht in eine Kamera halten.
				</p>
				<p>
					Nun hatte sich aber vor ein paar Wochen zum ersten Mal das Fernsehen im Hanflabyrinth angekündigt und die Truppe suchte dringend nach jemandem, "<strong>der Medienerfahrung und Fachwissen in sich vereint.</strong>" <em>*hust*</em>
				</p>
				<p>
					Also hat mich das Hanflabyrinth gefragt, ob ich helfen kann. Derart geschmeichelt sagte ich zu und heraus kam dieser kurze Beitrag für die Nachrichten auf TV.Berlin.
				</p>
				<p>
					Die Moderatorin des <a href="http://www.tvbvideo.de/video/iLyROoafMFYm.html" title="Berlin Kultur: Citylife - Hanflabyrinth in Treptow">Citylife-Beitrags</a> fand mich wohl nett (das habe ich ihr mit einem Gratis-Rauschzeichen "erleichtert") und hat mich ihrer Redaktion empfohlen.
				</p>
				<p>
					Eine Woche später hatte ich einen Termin zu nachtschlafender Zeit <strong>:)</strong>
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/nuetzliches-cannabis-interview-mit-tv-berlin-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/nuetzliches-cannabis-interview-mit-tv-berlin.html</link>
			<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 21:05:00 +0200</pubDate>
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				<media:credit role="author" scheme="http://vimeo.com">Steffen Geyer</media:credit>
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				<media:title>Nützliches Cannabis - Steffen Geyer bei TV.Berlin</media:title>
				<media:category label="Tags">cannabis, hanf, berlin, steffen geyer, pflanze, hanflabyrinth, verbot, interview</media:category>
			</media:content>
		</item>
		<item>
			<title>Mein Entwurf für das Poster zur Hanfparade 2009</title>
			<description><![CDATA[
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/entwurf-poster-hanfparade-2009.png" title="Große Version des Entwurfs für ein Poster zur Hanfparade 2009"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/entwurf-poster-hanfparade-2009-klein.png" width="241" height="341" alt="Posterentwurf für die Hanfparade 2009" /></a> <a href="http://usualredant.de/images/drogen/entwurf-poster-hanfparade-2009.png" title="Große Version des Entwurfs für ein Poster zur Hanfparade 2009">Posterentwurf</a> zur <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Hanfparade - Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genußmittel">Hanfparade 2009</a></div>
				<p>
					Seit ich im August 1998 meine erste <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Hanfparade - Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genußmittel">Hanfparade</a> besuchte, habe ich mein Herz an die größte regelmäßige <strong>Demonstration für die Legalisierung von Cannabis</strong> als Rohstoff, Medizin und Genußmittel verloren.
				</p>
				<p>
					Um eine lange und oft erzählte Geschichte abzukürzen - bis zum heutigen Tag sage ich bei Arbeit zugunsten der Hanfparade eher einmal zu oft "Ja" als "Nein". Mitunter mache ich sogar Sachen, die ich eigentlich garnicht kann - z.B. Grafik und Design.
				</p>
				<h2>Posterentwurf Hanfparade 2009</h2>
				<p>
					Weil auch in diesem Jahr wieder akuter Layoutermangel bei der Hanfparade ausgebrochen ist, habe ich mich hingesetzt und so etwas wie einen Posterentwurf gebastelt.
				</p>
				<p>
					Nur hab ich die Erfahrung gemacht, dass viele andere das viel besser können. All jene rufe ich dazu auf, mir <strong>zu helfen</strong> und nicht mit <strong>kritischen Anmerkungen</strong> zu geizen! Gemeinsam sollten wir doch ein duftes Poster hinkriegen, oder?
				</p>
				<p>
					Wer meinen Entwurf gänzlich unterirdisch findet, der darf sich gerne mit einem <strong>Gegenentwurf</strong> ins Getümmel werfen.
				</p>
				<p>
					<strong>Deadline für die Auswahl des Motivs ist der 10. Juni.</strong> Bis dahin stelle ich alle Entwürfe, die mich per Email oder Kommentar erreichen, gerne auch <strong>mit einem eigenen Artikel</strong> vor.
				</p>
				<p>
					<strong>Layouter an die Zeichenbretter! Die Hanfparade braucht euch!</strong>
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/entwurf-poster-hanfparade-2009-2.png" title="Große Version des 2. Entwurfs für ein Poster zur Hanfparade 2009"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/entwurf-poster-hanfparade-2009-2-klein.png" width="241" height="341" alt="2. Posterentwurf für die Hanfparade 2009" /></a> <a href="http://usualredant.de/images/drogen/entwurf-poster-hanfparade-2009-2.png" title="Große Version des 2. Entwurfs für ein Poster zur Hanfparade 2009">2. Posterentwurf</a> zur Hanfparade 2009</div>
				<h2>Update: Neue Version des Entwurfs</h2>
				<p>
					Flink wie der Wind habe ich das eingehende Feedback in meinen Entwruf für ein Poster zur Hanfparade 2009 einfliessen lassen und präsentiere Euch <a href="http://usualredant.de/images/drogen/entwurf-poster-hanfparade-2009-2.png" title="Große Version des 2. Entwurfs für ein Poster zur Hanfparade 2009">eine überarbeitete Version</a>.
				</p>
				<p>
					Die Schilder <strong>Sackgasse</strong> und <strong>Hanfgebot</strong> sind deutlich größer geworden. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass der Platz so besser genutzt wird.
				</p>
				<p>
					<strong>Aber auf mich kommt es nicht an!</strong> Welche Version gefällt Euch besser? Die "alte" oder die Überarbeitete?
				</p>
				<h2>Inspiration - Mehr zur Hanfparade</h2>
				<p>
					Es soll ja Leute geben, die die Hanfparade noch nicht kennen. Wenn es Dir also eventuell an Inspiration für einen eigenen Posterentwurf für die Hanfparade 2009 mangelt, dann empfehle ich Dir, einen Blick auf die folgenden Webschmankerl zu werfen.
				</p>
				<ul>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/drogen/die-polizei-die-presse-und-die-drogen-hanfparade-2008.html" title="Bericht über den Verlauf der Hanfparade 2008. Infos über politische Reden, die Stimmung und die Strategie der Polizei">Die Polizei, die Presse und die Drogen</a> vom 14.08.2008
					</li>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/drogen/bilder-der-hanfparade-2008.html" title="Fotographische Eindrücke von Deutschlands einziger Demonstration für die Legalisierung von Cannabis">Bilder der Hanfparade 2008</a> vom 12.08.2008
					</li>
				</ul>
				<h3>Video über die Hanfparade 2006</h3>
				<p>
					Zu guter Letzt gibt es noch das Video zur Aktion "<a href="http://www.youtube.com/v/F73Ao4uRVc0" title="Video über die Hanfparade 2006">10.000 Hanfpflanzen am Brandenburger Tor</a>".
				</p>
				<p>
					Damals - auf der <a href="http://www.hanfparade.de/archiv/2006/" title="Hanfparade 2006 - Umdenken statt Milliarden verschenken!">Hanfparade 2006</a> - wollten wir die Berliner und Berlinbesucher von der Harmlosigkeit der Cannabispflanze überzeugen, indem wir in der Uckermarck gezüchtete Nutzhanfpflanzen rings um das Brandenburger Tor verteilten.
				</p>
				<p>
					Dass die armen Hanfpflanzen so brutal von der Polizei "geerntet" wurden, brachte der Hanfparade viel Medienecho und mir eine Anklage wegen des illegalen Anbaus von Cannabis am Brandenburger Tor.
				</p>
				<p>
					Zum Glück hatte die Judikative nach mehr als 2 Jahren Ermittlungen und Prozess ein Einsehen und <a href="http://usualredant.de/prozess/cannabisanbau-bleibt-straffrei.html" title="Cannabisanbau am Brandenburger Tor bleibt straffrei! - Meldung vom 10.11.2008">stelle das Verfahren zu Lasten der Staatskasse ein.</a>
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/poster-hanfparade-2009-entwurf-kommentare.html" title="Die Lesermeinungen zu diesem Artikel ansehen und einen eigenen Kommentar hinterlassen" id="comment">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/poster-hanfparade-2009-entwurf.html</link>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 08:49:57 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2009-05-27:/drogen/poster-hanfparade-2009-entwurf.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>GMM = Global denken + lokal legalisieren!</title>
			<description><![CDATA[
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/gmm-poster-global-marihuana-march-2009.jpg" title="Poster des Global Marihuana March 2009 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/gmm-poster-global-marihuana-march-2009-klein.jpg" width="241" height="350" alt="Poster des Global Marihuana March 2009" /></a> Poster des <a href="http://www.globalmarijuanamarch.org/" title="Informationen und teilnehmende Städte zum GMM 2009">Global Marihuana March 2009</a></div>
				<p>
					Lange vor Sonnenaufgang werden Jeff und Liz an den Strand gehen. Sie haben sich für diesen 02. Mai schließlich eine Menge vorgenommen. Ihr privates Tuvalu-Legalize-Breakfest soll der Startschuss für die <strong>größte Pro-Cannabis-Demonstrationen der Welt</strong> werden.
				</p>
				<p>
					Der kleine Inselstaat Tuvalu war einer der letzen Flecken der Welt, den Hanf erreichte. Mitten im Pazifik gelegen hatte der Spanier Alvaro de Mendaña de Neyra die Inselgruppe erst 1567/68 entdeckt. Doch diesmal würden sie die ersten sein.
				</p>
				<p>
					Jeff und Liz rechnen nicht damit, dass sie auf ihrer Insel viele Mitstreiter finden werden. Aber das stört sie nicht. Sie wissen, dass sie dennoch Teil einer gewaltigen Bewegung sind - sie sind Teil des <a href="http://www.globalmarijuanamarch.org/" title="Informationen und teilnehmende Städte zum GMM 2009">Global Marihuana March</a>.
				</p>
				<p>
					Schon seit 1999 gibt es den GMM. In diesem Jahr werden sich mehr als 300 Städte beteiligen. "Zusammen" mit Jeff und Liz auf Tuvalu, werden mehr als <strong>eine Million Menschen für die Legalisierung</strong> des Umgangs mit Cannabis demonstrieren... oder eben tanzen.
				</p>
				<h2>Afrika - Ein Ende der Gewalt?</h2>
				<p>
					Tanzen ist zumindest das, was sich die Macher des <a href="http://www.weed.co.za/" title="Weed.co.za - Community of users for dagga decriminalisation and discussion">GMM in Johannesburg</a> vorgenommen haben. An Demonstrationen beteiligt sich hier nämlich niemand.<br />
					Die Angst vor Gewalt und Kriminalität hält die Einwohner der "gefährlichsten Stadt Afrikas" in ihren Häusern.
				</p>
				<p>
					<a class="bild" href="http://houseit.blogspot.com/" title="AfriCannabis - Legalize in Africa"><img class="left" src="http://usualredant.de/images/drogen/logo-africannabis.gif" width="180" height="170" alt="Logo von AfriCannabis" /></a>
					Da trifft es sich gut, dass die Organisatoren des GMM um den New Yorker <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dana_Beal" title="Informationen der englischen WikiPedia über Dana Beal">Dana Beal</a> den beteiligten Städten die Wahl lassen. Jeder kann und soll so aktiv werden, wie er es mag - egal ob einfacher Infostand oder Kongress, Großdemonstration oder Konzert in einer Eckkneipe.
				</p>
				<p>
					In der Hauptstadt Südafrikas wird es deshalb eine <strong>Legalize-Party</strong> geben. Reggea, Bässe und ein Mikrophon sind alles, was man dafür braucht. Nur eines macht den Organisatoren Sorgen - sie fürchten, dass die Besucher bei all dem Gefeier, die politische Botschaft vergessen.<br />
					Die Polizei wird sich sicher nicht blicken lassen. Für die sind die im täglichen Leben Südafrikas allgegenwärtigen Kiffer kein Problem. Es gibt wichtigeres zu tun.
				</p>
				<h2>Asien - Todesstrafe für Kiffer</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=11262" title="Thai Government Launches New War on Drugs"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/war-on-drugs-thailand-2003.jpg" width="241" height="340" alt="Opfer und Täter des Kriegs gegen Drogen in Thailand 2003" /></a> "War on Drugs" in Thailand</div>
				<p>
					Wichtigeres hätte eigentlich auch die Polizei des Königreichs Thailand zu tun. Nirgendwo sonst in Asien sind die Probleme mit Organisierter Kriminalität, Waffen-, Menschenhandel und Prostitution größer. Dennoch müssen sich Polizisten und Staatsanwälte in Thailand immer häufiger mit harmlosen Kiffern beschäftigen.
				</p>
				<p>
					Ein ungestörtes Kifferfest wie in Johannesburg wird es in Bangkok deshalb nicht geben. Hier sind es vorwiegend ältere Menschen, die sich am GMM beteiligen. Viele Mütter sind darunter, die ihre Söhne wegen ein paar Gramm Bangh für sehr lange Zeit nicht wieder sehen werden. <strong>Schweigend werden sie gegen die Drogengesetze Thailands protestieren</strong> - nicht einmal das Verteilen von Flugblättern ist gestattet und die Polizei passt auf.
				</p>
				<p>
					Vielerorts ist die Situation in Asien noch schlimmer. In manchen Ländern <strong>droht Cannabisfreunden sogar die Todesstrafe</strong>. Eine Legalizebewegung gibt es nicht. Wer den Mund aufmacht oder sich als Kiffer outet, verschwindet oft für Jahre hinter Gefängnismauern.
				</p>
				<h2>Südamerika - Willkommen im Krieg</h2>
				<p>
					Nur in einer Region der Welt ist das ganze Ausmaß des "Kriegs gegen Marihuana" noch greifbarer als in Süd-Ost-Asien.<br />
					Wer sich in Mexiko zu seinem Cannabiskonsum bekennt, muss zwar nicht fürchten dafür ins Gefängnis zu wandern, dafür (be)trifft der Konflikt um das richtige Rauschmittel in Mexiko häufiger als irgendwo sonst auf der Erde Unbeteiligte. Allein <strong>im Jahr 2008 starben mehr als 6300 Mexikaner</strong> im Kugelhagel rivalisierender Mafiafamilien oder kamen bei Polizeieinsätzen ums Leben.
				</p>
				<p>
					Weil ein Ende der Gewalt nicht in Sicht ist, werden in Mexiko-Stadt auch <strong>viele Nichtkiffer auf der GMM-Demo</strong> erwartet. Die Mexikaner wollen nicht länger ausbaden, was ihnen der große Nachbar eingebrockt hat. Immerhin gehen mehr als 90 Prozent der heimischen Hanfproduktion in die USA.
				</p>
				<h3>Mexiko - Ground Zero des Drogenkriegs</h3>
				<p>
					Mexiko ist der "Ground Zero" des Kriegs gegen Drogen - So beschreibt es zumindest das Magazin Global Pulse in seiner aktuellen Ausgabe "<a href="http://www.linktv.org/video/3650" title="Global Pulse by LinkTV">Mexicos Drug Wars</a>".
				</p>
				<p>
					<strong>Marihuana ist bei den südlichen Nachbarn der USA Big Business.</strong>
				</p>
				<p>
					Milliarden werden mit dem Schmuggel des grünen Goldes in den reichen Norden verdient. Der größte Teil des Geldes wandert direkt in die <strong>Kriegskasse der Mafia</strong>. Die Regierung hält dank finanzieller Unterstützung durch die USA inzwischen mit militärischen Mitteln dagegen.
				</p>
				<p>
					Die schlecht ausgebildete und unterbezahlte Polizei hatte die Grenzprovinzen bereits aufgegeben. Im Jahr 2006 wurden z.B. auf einen Schlag mehr als 10.000 Polizisten entlassen. Ganze Reviere standen auf der Gehaltsliste der Drogenhändler.
				</p>
				<p>
					Den GMM 2009 werden die Einwohner Süd- und Mittelamerikas an vielen Orten nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, dass sich ihre Regierungen mit dem Geld der Vereinigten Staaten und den Männern der DEA <strong>tausendfaches Elend, Gewalt, Tote und Verletzte</strong> ins Land geholt haben.
				</p>
				<p>
					Immer mehr Südamerikaner haben die Schnauze voll davon, dass ihre Landsleute Opfer des längsten amerikanischen Kriegs werden.
				</p>
				<h2>USA - Hoffnung im Mutterland der Prohibition?</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://nevergetbusted.com/v2/aboutbarry.php" title="Never get bustet again - Informationen über Barry Cooper"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/barry-cooper-never-get-busted-again.jpg" width="241" height="255" alt="Barry Cooper, Autor von -Never get busted again-" /></a> <a href="http://nevergetbusted.com/v2/aboutbarry.php" title="Never get bustet again - Informationen über Barry Cooper">Barry Cooper</a>,<br />Autor von "Never Get Busted Again"</div>
				<p>
					Das der "War on Drugs" ein Ende findet, fordern zum Glück auch in den USA immer mehr Menschen. Hier findet der GMM mehr Zuspruch als im Rest der Welt - rund 80 Städte werden sich diesmal beteiligen.
				</p>
				<p>
					Doch die USA sind ein Land der Gegensätze. Während in Kalifornien am 02. Mai tausende legale Joints entzündet werden, ist es der Traum der Organisatoren des GMM-Events in Dallas (Texas) mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern, dieses Jahr hoffentlich wieder 100 Mitdemonstranten zu finden.
				</p>
				<p>
					Doch selbst wenn das nicht klappt, wird <a href="http://nevergetbusted.com/v2/aboutbarry.php" title="Never get bustet again - Informationen über Barry Cooper">Barry Cooper</a>, der Stargast der einzigen texanischen Legalisierungsveranstaltung nicht traurig sein. Wie Jeff und Liz auf ihrem zigtausende Kilometer entfernten Atoll weiß Barry, das er Teil von etwas besonderem ist.
				</p>
				<p>
					Er nimmt am größten Legalisierungsevent der Welt teil - <strong>Er ist Teil des Global Marihuana March! Und Du?</strong>
				</p>
				<h2>Der GMM braucht Dich!</h2>
				<p>
					In den kommenden Wochen werde ich mich in weiteren Artikeln mit dem Global Marihuana March beschäftigen. Unter anderem möchte ich meinen Lesern verraten, wo die für sie nächste GMM-Veranstaltung ist.
				</p>
				<p>
					Wenn Du einen Infostand, eine Party, eine Demo oder sonst eine Veranstaltung zum Global Marihuana March organisierst, dann verrate es mir und ich rühre die Werbetrommel!<br />
				</p>
				<p>
					Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, ob und was Du machen sollst oder kannst, dann sage mir auch das - Bestimmt geling es uns, Mitstreiter und Teilnehmer zu finden, die Deinen <strong>GMM-Event erfolgreich machen</strong>.
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/gmm-global-denken-lokal-legalisieren-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/gmm-global-denken-lokal-legalisieren.html</link>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 08:49:57 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2009-03-17:/drogen/gmm-global-denken-lokal-legalisieren.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Cannabis - Teufelsdroge oder Wundermittel?</title>
			<description><![CDATA[
				<div class="p-b-r"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/cover-port01-wuerzburg-maerz-2009-klein.jpg" width="241" height="342" alt="Cover der Märzausgabe 2009 des Würzburger Stadtmagazins Port01" /> Märzausgabe des Stadt- und Kulturmagazins <a href="http://www.port01.com/" title="port01.com ...und den Rest machst Du!">Port01</a> Würzburg</div>
				<p>
					Das <a href="http://www.port01.com/" title="port01.com ...und den Rest machst Du!">Stadt- und Kulturmagazin Port01</a> nahm die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für die <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article3255620/Legaler-Cannabis-fuer-Patienten.html" title="Artikel der Welt vom 23.02.2009">Verwendung natürlichen Cannabis als Medizin</a> an sieben Patienten zum Anlaß, um über das verbreitetste illegalisierte Rauschmittel zu informieren.
				</p>
				<p>
					Vier Interviews sollten Cannabis und seine Konsumenten aus vier unterschiedlichen Sichtweisen zeigen und es dem Leser so ermöglichen, selbst zu entscheiden, wie viel Wahres in den Klischees von der süchtigmachenden Wundermedizin steckt.
				</p>
				<p>
					Bettina Pfeuffer befragte dafür eine Vertreterin des <a href="http://www.mindzone.info/" title="Suchthilfe in und um Würzburg">Suchthilfeprojekts mindzone</a>, den Geschäftsführer des Headshops <a href="http://growschrank.eu/rumpel/" title="Rumpelstilzchen - Headshop in Würzburg">Rumpelstilzchen</a> und den leitenden <a href="http://www.justiz.bayern.de/sta/sta/wue/" title="Webseite der Staatsanwaltschaft Würzburg">Oberstaatsanwalt der Stadt Würzburg</a>. Der vierte im Reigen der Interviewten war ich.
				</p>
				<p>
					Weil leider nicht das ganze Interview in der Märzausgabe des Würzburger Port01 Platz hatte und die ihre Artikel im Internet nur als Flashversion anbieten, findest Du im Folgenden eine ungekürzte und auch ohne Flash lesbare Version meines Interviews mit Bettina Pfeuffer von Port01 :)
				</p>
				<hr />
				<h2>
					Cannabis - Teufelsdroge oder Wundermittel?<br />
					Interview im Port01 Würzburg Ausgabe März 2009
				</h2>
				<p>
					<strong>Bettina Pfeuffer: Als ein so genannter Hanfaktivist hast du eine positive Einstellung zum Thema Cannabis. Warum ist Cannabis eigentlich wirklich illegalisiert worden?</strong>
				</p>
				<p>
					Steffen Geyer: Den ersten Schritt auf dem Weg in Richtung Hanfverbot ging man 1925 bei einer <strong>Opium-Konferenz in Genf</strong>. Dort brachten die Delegierten Ägyptens und der Türkei den Antrag ein, auch Cannabis in die Liste der kontrollierten Substanzen aufzunehmen. Dies taten sie nicht, weil es Probleme mit den Konsumenten gab, sondern weil sie ihre landeseigene Cannabisproduktion vor indischer Konkurrenz schützen wollten. Obwohl die Vertreter von 18 der 19 teilnehmenden Staaten keine Informationen über gesundheitliche oder soziale Probleme mit Cannabis hatten, stimmte eine knappe Mehrheit für den Antrag. Als Gegenleistung für das Ja der Deutschen wurde beschlossen, keine neuen Verkaufsbeschränkungen für Kokain und Heroin zu verhängen. Das Schicksal der deutschen Unternehmen Merck und Bayer hing damals stark von diesen "Medikamenten" ab.
				</p>
				<p>
					In den 30er Jahren ging von den USA eine weltweite Anti-Cannabis-Kampagne bisher ungekannter Größe aus, die Marihuana als Kraut der Mörder und Vergewaltiger, Grund für Wahnsinn und als Todesdroge darstellte. Die als Aufklärung getarnte Propagandaschlacht ist eng mit dem Namen <strong>Harry Anslinger</strong> verknüpft.
				</p>
				<p>
					Der seit 1930 für das US Bureau of Narcotics zuständige Anslinger erhielt 1931 die gerade in Zeiten der Depression gigantische Summe von 100.000 Dollar, um die Gefährlichkeit von Cannabis zu beweisen. Mit einer Mischung aus Lügen, Rassismus und Hysterie gelang es ihm, Angst vor der Wirkung eines Genussmittels zu wecken, das den Menschen über Jahrtausende begleitet hatte. Am 1. September 1937 unterzeichnete der amerikanische Präsident Roosevelt den "<strong>Marihuana Tax Act</strong>", offiziell nur ein Steuergesetz, der den Anbau und Besitz von Cannabis praktisch verbot.<br />
					Weil Anslinger in engem Kontakt mit der Pharma- und Chemieindustrie stand und viele seiner "Freunde" vom Verbot der Nutzpflanze und der Ächtung von Cannabis profitierten, ranken sich bis heute unzählige Verschwörungstheorien um den wahren Grund des damals begonnen Kriegs gegen Cannabis.
				</p>
				<p>
					Anslinger selbst hat in den 70er Jahren gesagt: <q title="Harry J. Anslinger">Sicherlich ist Marihuana eher harmlos. Aber die Sache war ein Beispiel dafür, dass ein Verbot die Autorität des Staates stärkt.</q>
				</p>
				<h3>Gefahren des Cannabiskonsums</h3>
				<p>
					<strong>Wie schätzt du die Gefahren beim Hanfkonsum ein?</strong>
				</p>
				<p>
					Heute ist die Ursache für die größten Gefahren die für Konsumenten von Cannabis bestehen seine Kriminalisierung. Der <strong>Verlust des Führerscheins, des Arbeitsplatzes oder die soziale Ächtung</strong> wiegen oft schwerer, als substanzspezifische Probleme.
				</p>
				<p>
					Natürlich ist Cannabis auch ohne Strafverfolgung nicht gänzlich "harmlos". Die akuten Nebenwirkungen sind gerötete Augen, Kreislaufprobleme, Desorientierung und verminderter Speichelfluss. Sie klingen jedoch mit Ende der Rauschwirkung ab.
				</p>
				<p>
					Auf lange Sicht droht <strong>2-5 Prozent der Konsumenten eine psychische Abhängigkeit</strong>. Das ist ein Abhängigkeitspotential, wie es z.B. auch Kaffee besitzt.<br />
					Atemwegserkrankungen betreffen einen etwas höheren Anteil der Konsumenten. Dies gilt für Deutschland umso mehr, als das hier oft ein Gemisch aus Cannabis und Tabak geraucht wird. Eine <strong>"begleitende" Nikotinabhängigkeit</strong> ist denn auch die häufigste Langzeitfolge des Cannabiskonsums.
				</p>
				<p>
					Besondere Brisanz kann Cannabiskonsum für jenes Prozent der Bevölkerung gewinnen, das eine latent vorhandene Psychose hat. Hanf steht unter dem Verdacht, den Ausbruch schlafender Erkrankungen dieser Art unter Umständen zu beschleunigen. Die Wissenschaft ist sich jedoch einig, dass <strong>Cannabis keine Psychose verursacht</strong>, wenn man keine entsprechende Veranlagung hat.
				</p>
				<h3>Wem hilft Cannabis als Medizin</h3>
				<p>
					<strong>Was genau sind die medizinischen Vorteile von Cannabis?</strong>
				</p>
				<p>
					Die Chinesen waren die ersten, die Cannabis als Heilpflanze einsetzten. Bereits in einem Buch aus dem Jahr 2737 v. Chr. wird ihre medizinische Verwendung beschrieben. Im Pen Tsao, dem unter Kaiser Shen Nung verfassten ersten Arzneibuch der Welt, heißt es, dass <strong>Cannabis als Heilmittel gegen Malaria, Rheuma und viele andere Unpässlichkeiten</strong> eingesetzt werden kann. Blätter und Blüten der Pflanze können "gegen Schmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen und weibliche Probleme" helfen.
				</p>
				<p>
					Bis zum I. Weltkrieg blieb Hanf die am häufigsten verwendete Medizinalpflanze. Sie wurde gegen Schmerzen, Verdauungs- und Durchblutungsstörungen, Glaukom und spastische Erkrankungen verordnet.
				</p>
				<p>
					Heute werden Cannabinoide, die wirksamen Bestandteile der Cannabispflanze vorwiegend bei folgenden Diagnosen verordnet:
				</p>
				<ul>
					<li>Krebspatienten lindern mit THC die <strong>Nebenwirkungen der Chemotherapie</strong>. Sie profitieren von abnehmender Übelkeit und steigendem Appetit. Es wurde in Einzelfällen beobachtet, dass THC das Wachstum von Tumoren hemmt.</li>
					<li>An HIV/AIDS Erkrankte nutzen Cannabis als Appetitanreger, einige berichten von einer <strong>Stabilisierung bzw. Anregung des Immunsystems</strong>.</li>
					<li>Patienten mit Grünem Star (Glaukom) kann die <strong>Senkung des Augeninnendrucks</strong> und die Zunahme des Wasserabflusses aus dem Auge Linderung verschaffen. THC scheint die Wirkung herkömmlicher Medikamente zur Bekämpfung dieser Krankheit zu verstärken.</li>
					<li>Epileptiker können durch das entspannende THC <strong>Krampfanfälle abschwächen oder verhindern</strong>. Auch hier wird von positiven Effekten einer Kombinationsbehandlung mit THC und klassischen Mitteln berichtet. Gleiches gilt für rückenmarkbedingte Spastik, Multiple Sklerose und ähnliche Erkrankungen der Muskulatur.</li>
					<li><strong>Schmerzpatienten</strong> kann THC Linderung verschaffen. Auch gegen <strong>Migräne</strong> wurde es erfolgreich eingesetzt.</li>
					<li>Bei psychischen Erkrankungen wie Depression kann THC mitunter erfolgreich eingesetzt werden. Es kann die Erkrankung jedoch auch vertiefen.</li>
				</ul>
				<p>
					<strong>Cannabis ist jedoch kein Wundermittel.</strong> Manche Patienten profitieren kaum von ihm, andere schwören auf die billige, nebenwirkungsarme Medizin.
				</p>
				<h3>Cannabis aus der Apotheke - Quo vadis?</h3>
				<p>
					<strong>Vor kurzem wurden von der Bundesopiumstelle in Bonn sieben Ausnahmegenehmigungen an Patienten erteilt, die Cannabis nun von der Apotheke erhalten können. Denkst du, das ist ein Schritt in die richtige Richtung?</strong>
				</p>
				<p>
					Natürlich freue ich mich darüber, dass nun zumindest theoretisch die ersten Patienten natürliches Cannabis legal als Medikament nutzen dürfen. Ich würde mir jedoch wünschen, dass die behandelnden <strong>Ärzte selbst entscheiden dürfen, was ihren Patienten hilft</strong>.<br />
					Viele Mediziner und Betroffene scheuen den jahrelangen Kampf um eine Genehmigung des BfArM. Immer wieder versterben Patienten bevor die Behörde überhaupt eine Entscheidung getroffen hat.
				</p>
				<p>
					Um eine Verharmlosung des Rauschmittels Cannabis zu verhindern und ein Gesetz zu erhalten, das aus vielen guten Gründen umstritten ist, wird von der Politik das Leid hunderttausender (schwer)kranker Menschen hingenommen.
				</p>
				<p>
					Wer den kostengünstigen Zugang zu medizinischem Cannabis verweigert, wer Patienten auf die Erteilung einer bürokratischen Erlaubnis warten lässt, wo schnelle Hilfe gefordert ist, wer an einem Gesetz festhält, das das Elend von Kranken unnötig vergrößert, hat nicht verstanden, dass <strong>Leben auch lebenswert sein muss</strong>.
				</p>
				<p>
					Die Legalisierung von Cannabis als Medizin ist keine Frage der Drogenpolitik, sondern eine der Menschenwürde!
				</p>
				<h3>Hanf legalisieren - Aber wie?</h3>
				<p>
					<strong>Was wäre deiner Meinung nach ein gutes Konzept, mit dem Thema umzugehen?</strong>
				</p>
				<p>
					Es ist an der Zeit, dass die Politik die wissenschaftlichen Fakten anerkennt und die Cannabispolitik an seiner vergleichsweise geringen Gefährlichkeit orientiert. Ich plädiere für die Überführung von Cannabis aus dem <abbr title="Betäubungsmittelgesetz">BtMG</abbr> in das Jugendschutzgesetz.
				</p>
				<p>
					Erwachsene Konsumenten sollten Cannabis in Zukunft <strong>legal in Drogenfachgeschäften kaufen</strong> dürfen. Das Personal dieser Einrichtungen sollte eine besondere Schulung durchlaufen und z.B. <strong>Fragen zu Nebenwirkungen</strong> beantworten können. Ich wünsche mir darüber hinaus eine <strong>enge Verknüpfung von Rauschmittelabgabe und Suchthilfe</strong>.
				</p>
				<p>
					So wie Heute manch Wirt mehr über die Alkoholprobleme seiner "Stammgäste" weiß, werden auch die Verkäufer in Cannabisgeschäften ein Auge für problematische Konsummuster haben. Es wäre daher wünschenswert, dass sie Strategien und Angebote gegen Abhängigkeitserkrankungen kennen und diese den Konsumenten vermitteln können.
				</p>
				<p>
					<strong>Vielen Dank für das Interview!</strong>
				</p>
				<a class="bild" href="http://www.port01.com/" title="port01.com ...und den Rest machst Du!"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/logo-port01.jpg" alt="Logo des Stadtmagazins Port01" width="610" height="104" class="center" /></a>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/cannabis-teufelsdroge-oder-wundermittel-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/cannabis-teufelsdroge-oder-wundermittel.html</link>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 08:49:57 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2009-03-11:/drogen/cannabis-teufelsdroge-oder-wundermittel.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>JWH-018 in Spice - Was steht in der Analyse von THC-Pharm</title>
			<description><![CDATA[
				<a href="http://thc-pharm.de/" title="THC-Pharm-GmbH deutscher Originalhersteller von Dronabinol"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/logo-thc-pharm.png" alt="Logo des Unternehmens THC-Pharm" width="241" height="142" class="right" /></a>
				<p>
					Seit am Montag das Drogenreferat der Stadt Frankfurt/ Main auf einer Pressekonferenz verkündete, <a href="http://usualredant.de/drogen/drogenreferat-spice-enthaelt-chemische-substanz.html" title="Spice enthält chemische Substanz JWH-018">Spice enthalte das synthetische Cannabinoid JWH-018</a> überschlagen sich die Medien mit Meldungen über die "<strong>gefährliche Substanz</strong>". Mitunter wird aus Spice durch die Analyse gar eine "<strong>suchtigmachende Designerdroge</strong>".
				</p>
				<p>
					Die Berliner CDU-Fraktion war sich noch nicht einmal zu schade, am Tag nach dem JWH-018-Fund bereits ein <a href="http://www.berlinonline.de/aktuelles/berlin/detail_ddp_2294424800.php" title="CDU-Fraktion in Berlin will Spiceverbot">Spiceverbot zu fordern</a>. <q title="Nachrichtenagentur ddp">Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) solle ein Verbot der auch in Berlin legal zu beziehenden Droge prüfen, forderte der gesundheitspolitische Sprecher Mario Czaja am Dienstag.</q> so die Nachrichtenagentur ddp.
				</p>
				<p>
					<strong>In Wirklichkeit weiß niemand, ob der Wirkstoff JWH-018 besonders giftig oder gefährlich ist! Auch über Gewöhnungseffekte, Entzugserscheinungen oder andere Abhängigkeitsindikatoren ist nichts bekannt.</strong>
				</p>
				<p>
					Dazu kommt, dass die wenigsten Journalisten tatsächlich einen Blick in die Analyse des Frankfurter Unternehmens <a href="http://thc-pharm.de/" title="THC-Pharm-GmbH deutscher Originalhersteller von Dronabinol">THC-Pharm</a> geworfen haben. <strong>Das will ich ändern!</strong>
				</p>
				<p>
					Im Folgenden findest Du Zitate aus dem Schreiben, das THC-Pharm auf der gestrigen Pressekonferenz präsentierte. Da sich die Verbotsdiskussion der kommenden Wochen sicher mehrheitlich auf dieses Dokument beziehen wird, habe ich mich dazu entschlossen, es außerdem als Volltext-PDF zu Verfügung zu stellen.
				</p>
				<p>
					Dieser Artikel soll Dir die Möglichkeit geben, möglichst gut informiert über die Risiken des Konsums von Spice zu urteilen. <strong>Ich will mich mit der Veröffentlichung ausdrücklich weder für noch gegen Spice aussprechen.</strong> Auch ich muss erst mehr wissen, bevor ich ein Urteil fällen kann, dass diesen Namen verdient.
				</p>
				<blockquote title="Spiceanalyse durch THC-Pharm">
					<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/drogen/download/analyse-thc-pharm-spice-jwh-018.pdf" title="Ergebnisse der Spiceanalyse durch THC-Pharm - PDF"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/analyse-thc-pharm-spice-jwh-018.png" alt="Ergebnisse der Spiceanalyse durch THC-Pharm" width="241" height="352" /></a> THC-Pharm "<a href="http://usualredant.de/drogen/download/analyse-thc-pharm-spice-jwh-018.pdf" title="Ergebnisse der Spiceanalyse durch THC-Pharm - PDF">Untersuchung des Handelsproduktes Spice</a>" (PDF)</div>
					<h2>Untersuchung des Handelsproduktes "Spice"</h2>
					<p>
						...<br />
						Beauftragt durch das Drogenreferat Frankfurt widmete sich die THC Pharm der Identifizierung der aktiven Ingredienzien.
					</p>
					<h3>Cannabinoide</h3>
					<p>
						Unter Cannabinoiden versteht man einerseits bestimmte Substanzen aus der Cannabis Pflanze, von denen nur das THC die typische Cannabiswirkung besitzt.<br />
						Zum anderen bezeichnet man damit Stoffe, unabhängig von ihrer chemischen Struktur, die wie THC am Cannabinoid Rezeptor (CB-Rezeptor) binden.
					</p>
					<p>
						In der Arzneimittelforschung wurden seit der Entdeckung des CB-Rezeptors hunderte bis tausende von sogenannten CB-Agonisten synthetisiert. Die überwiegende Mehrzahl wurde nie am Menschen getestet, es ist jedoch offensichtlich, dass die meisten davon auch beim Menschen Cannabiseffekte hervorrufen.<br />
						...
					</p>
					<h3>Beurteilung</h3>
					<p>
						Die gefundene Substanz JWH-018 ist ein CB Rezeptor Agonist mit THC Wirkung und erklärt vollständig die durch Spice hervorgerufenen Effekte. JWH-018 wurde entwickelt in dem Versuch, die Struktur des WIN55,212-2 zu vereinfachen. Es besitzt eine ähnliche Stärke wie THC (im unteren Milligramm Bereich).
					</p>
					<h3>Bestimmung des Gehaltes an JWH018 in verschiedenen Spice Proben</h3>
					<p>
						Seit der Identifizierung der "Verunreinigung" konnten zwischenzeitlich weitere Proben untersucht werden. Diese wurden auf das Vorhandensein von JWH-018 geprüft, sowie eine ungefähre Quantifizierung vorgenommen.
					</p>
					<p>
						Probe 1 über das Drogenreferat erhalten. Herkunft unbekannt, Aufschrift "Spice" war negativ (kein Wirkstoff nachweisbar).<br />
						Probe 2 bis 7 über Internet, jeweils Doppelproben der Sorten "Spice Gold", "Yucatan Fire" und "Arctic Synergy", von denen alle JWH-018 in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten.
					</p>
					<h4>Tabelle - Gehalt von JWH018 in Verschiedenen Spice Proben</h4>
					<table>
						<tr>
							<th>Spice</th>
							<th>Probe</th>
							<th>Gehalt %</th>
						</tr>
						<tr>
							<td>Gold</td>
							<td class="zahl">1</td>
							<td class="zahl">0,5</td>
						</tr>
						<tr>
							<td>Gold</td>
							<td class="zahl">2</td>
							<td class="zahl">0,2</td>
						</tr>
						<tr>
							<td>Arctic Synergie</td>
							<td class="zahl">1</td>
							<td class="zahl">1,7</td>
						</tr>
						<tr>
							<td>Arctic Synergie</td>
							<td class="zahl">2</td>
							<td class="zahl">1,8</td>
						</tr>
						<tr>
							<td>Yukatan Fire</td>
							<td class="zahl">1</td>
							<td class="zahl">1,1</td>
						</tr>
						<tr>
							<td>Yukatan Fire</td>
							<td class="zahl">2</td>
							<td class="zahl">1,5</td>
						</tr>
					</table>
					<p>
						<span>Zitiert aus THC-Pharm "<a href="http://usualredant.de/drogen/download/analyse-thc-pharm-spice-jwh-018.pdf" title="Ergebnisse der Spiceanalyse durch THC-Pharm - PDF">Untersuchung des Handelsproduktes Spice</a>" (PDF)</span>
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Wie verlässlich ist die Analyse?</h2>
				<p>
					Beinahe ebenso schnell, wie die Vorverurteilung von JWH-018 als "gefährliche Substanz" durch die Medien, wurde von Teilen der Spicekonsumenten der Wahrheitsgehalt der Analyse durch THC-Pharm bezweifelt.
				</p>
				<p>
					Kritiker geben zu bedenken, dass der Dronabinolhersteller kein Interesse daran haben kann, dass mit JWH-018 ein weiteres "Cannabinoidmedikament" ins Gespräch kommt.<br />
					Sie übersehen dabei, dass es sich bei JWH-018 um eine <strong>weitgehend unerforschte Substanz</strong> handelt, die <strong>potentiell als Arzneimittel</strong> Verwendung finden könnte. Derzeit gibt es jedoch noch nicht einmal Versuche ein JWH-Präparat zur Marktreife zu bringen.
				</p>
				<div class="p-b-r"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/jwh-018-molekuelstruktur.png" alt="Molekülstruktur von JWH-018 laut THC-Pharm" width="241" height="291" /> Molekülstruktur von JWH-018 laut THC-Pharm</div>
				<p>
					Auch ich würde mich wohler Fühlen, wenn noch ein zweites oder drittes Prüfinstitut das synthetische Cannabinoid nachweisen würde. Jetzt wissen sie ja, wonach man Ausschau halten muss.
				</p>
				<p>
					Bis jedoch das Gegenteil aktenkundig wird, bin ich bereit den Aussagen von THC-Pharm Glauben zu schenken und werde sie in meine Risikoeinschätzungen einbeziehen. Gerade zu diesem heikelsten Punkt der Diskussion über Spice sagt die Analyse jedoch nichts aus.
				</p>
				<h2>Langzeitfolgen und Nebenwirkungen von JWH-018 sind unbekannt</h2>
				<p>
					Pierre Markuse war so pfiffig einmal den Erfinder von JWH-018, den US-amerikanischen Chemiker Prof. John W. Huffman per Email nach seiner Einschätzung der Langzeitwirkungen von JWH-018 zu fragen. "Nebenbei" fragte er nach der Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes beim Rauchen im Vergleich zu THC und der Potenz verglichen mit dem wichtigsten Cannabiswirkstoff.
				</p>
				<p>
					In seiner Emailantwort, die Du in Pierres Blog unter dem Titel "<a href="http://www.pierre-markuse.de/2008/12/16/spice-jwh-018-email-von-prof-john-w-huffman/" title="Informationen des Erfinders von JWH-018 zu Langzeitschäden und Toxizität">Spice: JWH-018 - Email von Prof. John W. Huffman</a>" lesen kannst, heißt es unter anderem:
				</p>
				<blockquote title="JWH-018 - Email von Prof. John W. Huffman">
					<p>
						Wir haben die langfristigen Auswirkungen von JWH-018 bei Tieren nie untersucht ... Es gibt keine Daten, über seine Wirkung im Menschen.
					</p>
					<p>
						Ich (Prof. John W. Huffman - Anmerkung von Steffen) habe weder eine Ahnung über die Sicherheit oder die Toxizität dieser Substanz noch Informationen über ihre Bioverfügbarkeit.
					</p>
					<p>
						<span>Zitiert aus "<a href="http://www.pierre-markuse.de/2008/12/16/spice-jwh-018-email-von-prof-john-w-huffman/" title="Informationen des Erfinders von JWH-018 zu Langzeitschäden und Toxizität">Spice: JWH-018 - Email von Prof. John W. Huffman</a>" von Pierre Markuse</span>
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Exzessiv - 121 - Spice: Gewürztuning?</h2>
				<p>
					Das Kiffermagazin Exzessiv hat mich heute "spontan" zu den Neuigkeiten rund um Spice gefragt. In dem Video erkläre ich noch ein wenig mehr über die Substanz JWH-018, also schaut mal rein!
				</p>
				<p>
					"<a href="http://de.youtube.com/watch?v=KkWVghA3VPI" title="Video des Kiffermagazins Exzessiv über JWH-018 in Spice">Exzessiv - 121 - Spice: Gewürztuning?</a>"
				</p>
				<p>
					Bitte beachte, dass die Aufnahme schon am 16.12. gegen Mittag gemacht wurde und mir zu diesem Zeitpunkt z.B. die Mail von Prof. John W. Huffman an Pierre noch nicht bekannt war :) 
				</p>
				<h2>Zuviel JWH-018 in neuen Spicesorten?</h2>
				<p>
					Ungeachtet der fehlenden Studien zur Wirkung des "Spicewirkstoffs JWH-018" im menschlichen Körper warnen einzelne Wissenschaftler bereits vor gefährlichen Überdosierungen mit der unerforschten Substanz.
				</p>
				<p>
					So hält der Pharmakologe Joachim Eul "konsumierte Mengen von 0,2 bis 1 mg für eine psychotrope Wirkung ausreichend, beim THC braucht man etwa 10 mal soviel." Er warnt auf der Webseite des <a href="http://ineidfo.blogspot.com/" title="Institut für empirische und interdisziplinäre Drogenforschung (INEIDFO)">Institut für empirische und interdisziplinäre Drogenforschung</a> (<abbr title="Institut für empirische und interdisziplinäre Drogenforschung">INEIDFO</abbr>) sogar: "bei ca. 0,5 g gerauchtem Spice sind dies bis 10 mg Wirkstoff, also die 10 fache wirksame Dosis (s.o.), was aufgrund dieser Überdosierung die teilweise berichteten Bad Trips einiger Spice-Konsumenten erklären dürfte."
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/jwh-018-in-spice-analyse-von-thc-pharm-kommentare.html" title="Die Lesermeinungen zu diesem Artikel ansehen und eigenen Kommentar hinterlassen" >Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/jwh-018-in-spice-analyse-von-thc-pharm.html</link>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 08:49:57 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2008-12-17:/drogen/jwh-018-in-spice-analyse-von-thc-pharm.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Spice enthält chemische Substanz JWH-018</title>
			<description><![CDATA[
				<a href="http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3003" title="Drogenreferat der Stadt Frankfurt/ Main"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/drogenreferat-frankfurt-main.gif" alt="Logo des Drogenreferats der Stadt Frankfurt/ Main" width="116" height="122" class="right" /></a>
				<p>
					Die <acronym title="deutsche Presseagentur">dpa</acronym> vermeldete gerade, dass bei der <a href="http://usualredant.de/drogen/spice-nur-eine-kraeutermischung.html" title="Spice nur eine Kräutermischung">Pressekonferenz des Drogenreferats der Stadt Frankfurt/ Main</a> eine Spiceanalyse vorgestellt wurde, bei der "<strong>JWH-018, eine künstlich hergestellte chemische Substanz aus der Arzneimittelforschung</strong>" in der Kräutermischung festgestellt wurde.
				</p>
				<p>
					Bisher ist mir über das gefundene <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/JWH-018" title="Informationen der Wikipedia über JWH-018">JWH-018</a> nahezu nichts bekannt. Laut WikiPedia haben Tierversuche eine THC-ähnliche, aber deutlich kürzere Wirkung ergeben.
				</p>
				<blockquote title="Meldung der Frankfurter Rundschau">
					<h2>dpa-Meldung zu Spice - zitiert aus der Frankfurter Rundschau</h2>
					<p>
						Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) empfahl dem Bund, mögliche Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz zu prüfen. Die Kräuter allein hätten keine Wirkung, hieß es. Die Folgen der künstlichen Substanz seien nicht abschätzbar.
					</p>
					<p>
						...<br />
						Die Forscher fanden den einst an der Universität Clemson (USA) entwickelten Stoff <strong>JWH-018</strong>. Er ist der Studie zufolge vier Mal stärker als der natürliche Cannabis-Wirkstoff THC und erklärt die Rauschwirkung. Er werde vor allem in der Arzneiforschung eingesetzt
					</p>
					<p>
						...<br />
						Der verwendete Cannabinoid-Wirkstoff sei ein recht einfach und günstig herzustellendes Mittel, sagte Christian Steup vom Unternehmen THC Pharm. Er hatte die von der Stadt Frankfurt in Auftrag gegebenen Untersuchung geleitet. Die Substanz weise keine chemische Ähnlichkeit mit dem Cannabis-Wirkstoff THC auf, wirke aber ähnlich. Problematisch sei, dass keine Erkenntnisse vorliegen, welche Wechselwirkungen das Cannabinoid "JWH-018" mit anderen Stoffen hat.
					</p>
					<p>
						<span>Artikel der Frankfurter Rundschau vom 15.12.2008<br />"<a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1646010_Gefaehrlicher-Kick-mit-Spice.html" title="Artikel der Frankfurter Rundschau vom 15.12.2008">Gefährlicher Kick mit Spice</a>"</span>
					</p>
				</blockquote>
				<br />
				<p>
					Wie nicht anders zu erwarten, zieht die dpa-Meldung weite Kreise. Die Zeit hat sie übernommen und titelt "<a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2008/12/15/2685389.xml" title="Artikel der Zeit zur Pressekonferenz des Drogenreferats FFM">Rauschmittel: Stadt Frankfurt will Spice entlarvt haben</a>". Im Webportal der Hannoverschen Zeitung heißt es "Erstmals Bestandteile der Modedroge Spice nachgewiesen".
				</p>
				<p>
					Dem Kölner Express reicht der Nachweis einer künstlich geschaffenen Substanz nicht aus und so macht sie <strong>das weitgehend unerforschte JWH-018</strong> gleich mal zur "gefährlichen Substanz" - "<a href="http://www.express.de/nachrichten/news/gesundheit-2008/modedroge-spice-enthaelt-gefaehrliche-substanz_artikel_1225960018480.html" title="Meldung des Kölner Express vom 15.12.2008">Modedroge Spice enthält gefährliche Substanz</a>".
				</p>
				<p>
					Anders die Welt, die sich mit einem vergleichsweise sachlichen "<a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article2881866/Erstmals-Wirkstoff-von-Mode-Droge-Spice-belegt.html" title="Aktikel auf Welt online vom 15.12.2008">Erstmals Wirkstoff von Mode-Droge Spice belegt</a>" zu Wort meldet.
				</p>
				<h3>Was macht Spice im SchulSpiegel?</h3>
				<p>
					Der Spiegel sucht scheinbar noch eine Schippe mehr "Spektakel" und sortiert seinen Bericht über die Spiceanalyse des Drogenreferats Frankfurt/ Main doch glatt in die <strong>Kategorie SchulSpiegel!</strong>
				</p>
				<p>
					Was Rauschmittel in der Schule zu suchen haben, verrät der Artikel "<a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,596518,00.html" title="Artikel auf Spiegel Online vom 15.12.2008">Modedroge Spice enthält Haschisch-artigen Wirkstoff</a>" indes nicht. <strong>Dennoch ist der Artikel lesenswert</strong>, weil er sich nicht auf die bloße Wiedergabe der dpa-Meldung beschränkt, sondern tatsächlich recherchiert wurde.
				</p>
				<h3>Weitere Artikel die auf der dpa-Meldung basieren</h3>
				</p>
				<ul>
					<li>Web.de "<a href="http://magazine.web.de/de/themen/gesundheit/krankheiten/7185348-Modedroge-Spice-enthaelt-kuenstliche-Substanz,articleset=5871760,cc=000005542900071853481lDMSC.html" title="Artikel auf Web.de vom 15.12.2008">Modedroge Spice enthält künstliche Substanz</a>"</li>
					<li>Baseler Zeitung "<a href="http://www.bazonline.ch/panorama/vermischtes/Erste-Analyse-zeigt-warum-Trenddroge-Spice-einfaehrt/story/19122460" title="Artikel der Baseler Zeitung vom 15.12.2008">Erste Analyse zeigt, warum Trenddroge Spice einfährt</a>" - gleichlautend auch im <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Erste-Analyse-zeigt-warum-Trenddroge-Spice-einfaehrt/story/19122460" title="Erste Analyse zeigt, warum Trenddroge Spice einfährt">Tagesanzeiger</a></li>
					<li>Minderer Tagblatt "<a href="http://mt-online.de/mt/weltnews/politik/nachrichten_aktuell/?cnt=2743564" title="Artikel des Mindener Tagblatt vom 15.12.2008">Droge Spice verdankt Wirkung chemischem Stoff</a>"</li>
					<li>Pharmazeutische Zeitung "<a href="http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=7497" title="Artikel der Pharmazeutischen Zeitung vom 15.12.2008">Modedroge Spice: Synthetischer Inhaltsstoff identifiziert</a>"</li>
					<li>Kieler Nachrichten Online "<a href="http://www.kn-online.de/in_und_ausland/panorama/66581_Erstmals_Bestandteile_der_Modedroge_Spice_nachgewiesen.html" title="Artikel der Kieler Nachrichten vom 15.12.2008">Erstmals Bestandteile der Modedroge Spice nachgewiesen</a>"</li>
					<li>Nordhessen News "<a href="http://www.nh24.de/description/view/17415/9/" title="Artikel der Nordhessen News vom 15.12.2008">Modedroge Spice entschlüsselt</a>"</li>
					<li>Hessischer Rundfunk "<a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&amp;key=standard_document_35981174" title="Bericht des Hessischen Rundfunks vom 15.12.2008">Konsumenten als Versuchskaninchen</a>"</li>
					<li>Rheinische Post "<a href="http://www.rp-online.de/public/article/wissen/gesundheit/650741/Modedroge-Spice-entschluesselt.html" title="Artikel auf Rheinische Post Online vom 15.12.2008">Modedroge Spice entschlüsselt</a>"</li>
					<li>Tagesschau "<a href="http://www.tagesschau.de/inland/spice104.html" title="Artikel auf Tagesschau.de vom 15.12.2008">Gefährliche Kräutermischung Spice - Vier Mal stärker als Cannabis</a>"</li>
				</ul>
				<h2>Pressererklärung des Drogenreferats Frankfurt/ Main</h2>
				<p>
					Gerade habe ich die Presseerklärung "<a href="http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2855&amp;_ffmpar[_id_inhalt]=5219316" title="Pressererklärung des Drogenreferats der Stadt Frankfurt/ Main vom 15.12.2008">Frankfurter Pharmalabor knackt Modedroge Spice</a>" auf der Webseite der Stadt Frankfurt/ Main gefunden. Neben einem deutlich vernehmbaren "Wir-sind-die-Tollsten"-Unterton, finden sich in der Erklärung durchaus einige Punkte, über die man mal in Ruhe nachdenken sollte.
				</p>
				<blockquote title="Pressererklärung des Drogenreferats der Stadt Frankfurt/ Main vom 15.12.2008">
					<h3>Frankfurter Pharmalabor knackt Modedroge Spice</h3>
					<p>
						...<br />
						Seit einigen Wochen sind die Medien voll mit Berichten über "Spice". Aus einer bislang wenig bekannten Kräutermischung für Insider ist so innerhalb weniger Monate eine "Modedroge" geworden.<br />
						...<br />
						Die Medienberichterstattung sei mitunter auch dann werbewirksam, wenn sie <strong>eigentlich warnen oder abschrecken wolle.</strong>
					</p>
					<p>
						...<br />
						"Die Frage, was in Spice drin ist, ist jedoch wichtig, um gesundheitliche Folgen des Konsums einschätzen zu können", sagte Stadträtin Dr. Rottmann.
					</p>
					<p>
						Demnach werden die berauschenden Wirkungen keineswegs von den natürlichen Kräutern selbst hervorgerufen. Vielmehr wurde in den untersuchten Proben von "Spice Gold", "Arctic Synergie" und "Yukatan Fire" die Substanz <strong>JWH-018 in unterschiedlicher und stark schwankender Konzentration</strong> gefunden.<br />
						...<br />
						Letztlich handelt es sich bei Spice also um eine Kräutermischung mit einem chemischen Zusatz, der ähnliche Wirkungen wie Cannabis hervorruft. Eine geschickt mit Kräutern getarnte psychoaktive Chemikalie.
					</p>
					<p>
						Unklar ist noch die rechtliche Bewertung bis hin zu einem möglichen Verbot der Substanz im Sinne des Arzneimittelrechts und des Betäubungsmittelgesetzes. Die entsprechenden Bundeseinrichtungen wurden über die Entdeckung des Wirkstoffes unterrichtet.
					</p>
					<p>
						<span>Presseerklärung des Drogenreferats der Stadt Frankfurt/ Main <br class="nurbildschirm" />"<a href="http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2855&amp;_ffmpar[_id_inhalt]=5219316" title="Pressererklärung des Drogenreferats der Stadt Frankfurt/ Main vom 15.12.2008">Frankfurter Pharmalabor knackt Modedroge Spice</a>"</span>
					</p>
				</blockquote>
				<h2>Spicewirkstoff auch Thema in Blogosphäre</h2>
				<p>
					Das Thema <strong>Spicewirkstoff JWH-018</strong> wird zunehmend auch in der Blogosphäre diskutiert. Allen voran macht sich Pierre Markuse hilfreiche Gedanken. Sein Artikel zu den Geschehnissen des heutigen Tages trägt den Titel "<a href="http://www.pierre-markuse.de/2008/12/15/spice-jwh-018-als-inhaltsstoff/" title="Artikel von Pierre Markuse vom 15.12.2008">Spice - JWH-018 als Inhaltsstoff?</a>".
				</p>
				<p>
					Ich recherchiere weiter nach den Ergebnissen der Pressekonferenz und werde entsprechende Infos im Laufe des Tages an dieser Stelle ergänzen. 
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/drogenreferat-spice-enthaelt-chemische-substanz-kommentare.html" title="Die Lesermeinungen zu diesem Artikel ansehen und eigenen Kommentar hinterlassen" >Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/drogenreferat-spice-enthaelt-chemische-substanz.html</link>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 08:49:57 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2008-12-15:/drogen/drogenreferat-spice-enthaelt-chemische-substanz.html</guid>
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