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		<title>Drogen - Politik im Rausch</title>
		<link>http://usualredant.de/drogen/</link>
		<description>Texte über Rausch und Rauschpolitik, Drogen und ihre Konsumenten. Vorstellung aktueller Kampagnen und internationaler Rauschaktivisten.</description>
		<language>de-de</language>
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			<title>Drogen - Politik im Rausch</title>
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		<copyright>Steffen Geyer, steffen@usualredant.de</copyright>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 13:42:10 +0200</pubDate>
		<item>
			<title>Meine Helden der Legalisierung</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Es heißt: "<a href="http://usualredant.de/weisheiten/freunde-und-familie.html" title="Sprichwörter, Weisheiten und Zitate von Freunden und Familie">Ein Zwerg auf den Schultern des Riesen, sieht weiter als dieser.</a>" Auch ich stehe mit meiner Arbeit lediglich auf "den Schultern" 40-jährigen unermüdlichen Kampfes um die Legalisierung von Cannabis - Ohne <strong>Jack Herer, Hans-Georg Behr, Matthias Bröckers, Dana Beal und Marc Emery</strong> würden wir manche Drogendiskussion nicht führen. Leider scheint es so, als seinen die "<strong>Väter der Legalisierungsbewegung</strong>" längst nicht allen ein Begriff.
				</p>
				<blockquote title="Auszug aus einem Forenbeitrag">
					<p>
						Schaue dir die genannten Namen nochmal an. Ich kenne nur eine der Person und das auch nur vom Namen her. Die meisten Kiffer interessiert das Kiffen, eventuell noch die Biologie der Pflanze oder ihre Zucht. <a href="http://www.howardmarks.name/" title="Offizielle Webseite von Howard Marks aka Mr. Nice">Mr. Nice</a>, "den Mega-Dealer", kennen mit Sicherheit mehr Menschen, als die "unermüdlichen Kämpfer" aus deiner Liste.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Wen dem wirklich so wäre, fände ich das schade. Deshalb für alle, die bei der Aufzählung meiner "Riesen" nur "Hä?" gedacht haben, ein kurzer Ausflug in die Welt des Legalize-Peronenkultes.
				</p>
				<p>
					Natürlich ist die folgende Liste nur ein Ausschnitt aus der Reihe der Menschen, die mich und meine Vorstellungen von politischem Engagement zugunsten der Legalisierung beeinflusst haben. Es fehlen z.B. Wolfgang Neuss, Robert Anton Wilson oder Dieter Hildebrandt. Heute soll es aber primär um die "Drogenpolitiker" gehen, die ihr eigentlich auch kennen solltet.
				</p>
				<h2><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Herer" title="Informationen der WikiPedia über den US-amerikanischen Legalisierungsaktivisten Jack Herer">Jack Herer (1939 - 2010)</a></h2>
				<div class="p-b-r"><a class="bild" href="http://www.jackherer.com/" title="Webseite des US-amerikanischen Hanfaktivisten Jack Herer"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/jack-herer-us-hanfaktivist.jpg" alt="Portrait des US-amerikanischen Hanfaktivisten Jack Herer" width="241" height="350" /></a> Der Vater der US-Legalize-Bewegung <a href="http://www.jackherer.com/" title="Webseite des US-amerikanischen Hanfaktivisten Jack Herer">Jack Herer</a> (1939 - 2010)</div>
				<p>
					Jack Herer gilt als <strong>geistiger Vater der aktuellen US-Legalisierungsszene</strong>. Bekannt wurde er durch sein zum Standardwerk avanciertes Buch "<a href="http://www.jackherer.com/thebook/" title="Jack Herer über Geschichte und Zukunft der Nutzpflanze Cannabis - englisch">The Emperor wears no Clothes</a>", in dem er die Geschichte der Pflanze Hanf als Nutz-, Medizinal- und Rauschpflanze umfangreich darlegt. Er beschrieb darin außerdem wie es zum Verbot (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Marihuana_Tax_Act_of_1937" title="Informationen der WikiPedia zum ersten Hanfverbotsgesetz der USA - englisch">Marijuana Tax Act 1937</a> etc.) kam und wer nach seinen Recherchen damals davon profitierte.
				</p>
				<p>
					Mit dieser bis zu seinem Tod ständig aktualisierten "Hanf-Bibel" hat Jack Herer der damals jungen US-Legalizeszene einen Sammelpunkt geschaffen und damit die Gründung von Organisationen wie <abbr title="National Organization for the Reform of Marijuana Laws, etwa Nationale Organisation für eine Reform der Cannabisgesetze">NORML</abbr> ermöglicht.
				</p>
				<p>
					Jack beschränkte sich mit seiner Arbeit jedoch nicht nur auf Nordamerika. Er unterstütze jeden Versuch sein Hanfbuch in andere Sprachen zu übersetzen und bereiste als <strong>Missionar in Sachen Cannabis</strong> die ganze Welt. Mit dem niederländischen Hanfpionier <a href="http://www.thecannabiscastle.com/ben_dronkers.htm" title="Informationen zum niederländischen Hanfaktivisten Ben Dronkers">Ben Dronckers</a> und dem deutschen <a href="http://usualredant.de/drogen/2011-09-09-meine-helden-der-legalisierung.html#broeckers">Mathias Bröckers</a> verband ihn eine besondere Freundschaft.
				</p>
				<p>
					Auch nach seinem Tod, ist Jack Herer in der Szene präsent. So fehlt die Sorte "Jack Herer" in kaum einem Hanfsamenkatalog und in den USA wird ein <a href="http://www.jackhererawards.com/" title="Jack Herer Awards">jährlicher Legalisierungs/Cannabiskultur-Preis</a> verliehen, der seinen Namen trägt. An der dokumentarfilmerischen Version seines Buches unter dem Titel "<a href="http://hempcansavetheplanet.blogspot.com/" title="Webseite zum Dokumentarfilmprojekt von Melissa Balin">Hemp can save the Planet</a>" wird seit 2009 gearbeitet.
				</p>
				<h2><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Georg_Behr" title="Informationen der WikiPedia über den österreichischen Schriftsteller Hans-Georg Behr">Hans-Georg Behr (1937 - 2010)</a></h2>
				<div class="p-b-r"><a class="bild" href="http://www.hanfplantage.de/hans-georg-behr-von-uns-gegangen-08-07-2010" title="Artikel der Hanfplantage zum Tod von Hans-Georg Behr"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hans-georg-behr.jpg" alt="Portrait des österreichischen Schriftstellers Hans Georg Behr" width="241" height="300" /></a> Der Schriftsteller und Hanfpionier <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Georg_Behr" title="Informationen der WikiPedia über den österreichischen Schriftsteller Hans-Georg Behr">Hans-Georg Behr</a> (1937 - 2010)</div>
				<p>
					Der Österreicher Hans-Georg Behr hat mit "<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499178788/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=usualredant-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3499178788" title="Buch von Hans-Georg Behr über Geschichte und Verbot der Pflanze Cannabis">Von Hanf ist die Rede</a>" ein deutschsprachiges Buch geschrieben, dass einen ähnlichen Inhalt wie "The Emperor wears no Clothes" hat, sich allerdings im Stil grundsätzlich unterscheidet. Als "echter Schriftsteller" erzählt Behr die (Verbots-)Geschichte der Pflanze Hanf in einer für mich sehr angenehm zu lesenden Kombination aus Fakten und Anekdoten. Wo Herer zu US-zentrisch ist oder argumentative Unschärfen hat, steuert Behr die <strong>europäische Denke</strong> und andere mitunter <strong>greifbarere Gedankenwege</strong> bei - und umgekehrt.<br />
				</p>
				<p>
					Hans-Georg Behr und Jack Herer bzw. der deutsche Übersetzer des Herer-Buches Matthias Bröckers stritten lange Jahre intensiv und bisweilen öffentlich verletzend darüber, wer von wem abgeschrieben habe. Mir als "Nachgeborenen" war der Konflikt immer relativ Wurscht.
				</p>
				<p>
					Hans-Georg Behr hat (er lebte lange in Hamburg) eine Vielzahl deutscher Cannabisprojekte unterstützt. Insbesondere das <a href="http://www.hanfmuseum.de" title="Deutschlands einziges Museum über die Pflanze Cannabis">Hanf Museum Berlin</a> lag ihm am Herzen. Noch heute werden dort Stolz Teile der Behrschen Purpfeifensammlung präsentiert. Mit der <a href="http://www.hanfparade.de" title="Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel">Hanfparade</a> (insbesondere einzelnen Personen aus der Frühzeit der Berliner Demonstration) stand Behr leider "auf Kriegsfuß", weil er der Veranstaltung nur wenig Chancen gab, die für ihn <strong>von Wirtschaftsinteressen und bürokratischer Unbeweglichkeit geprägte Bonn-Berliner-Politikmaschine</strong> zu substanziellen Änderungen der Prohibitionslogik zu bewegen.
				</p>
				<h2 id="broeckers"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Br%C3%B6ckers" title="Informationen der WikiPedia über den deutschen Journalisten und Autor Matthias Bröckers">Matthias Bröckers (geb. 1954)</a></h2>
				<div class="p-b-r"><a class="bild" href="http://www.broeckers.com/" title="Webseite des Journalisten Matthias Bröckers"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/matthias-broeckers.png" alt="Portrait des Journalisten Matthias Bröckers" width="241" height="300" /></a> Der deutsche Journalist und Autor <a href="http://www.broeckers.com/" title="Webseite des Journalisten Matthias Bröckers">Matthias Bröckers</a></div>
				<p>
					Der in Berlin lebende Matthias Bröckers hat das Jack Herer Buch "The Emperor wears no Clothes" ins deutsche übersetzt und um einen beinahe ebenso <strong>umfangreichen Teil über deutsche Besonderheiten und Zustände</strong> ergänzt. Das so entstandene "<a href="http://www.broeckers.com/hanfbuch.htm" title="Informationen von Matthias Bröckers zu seinem Buch">Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf</a>" vielen auch als "<strong>das gelbe Hanfbuch</strong>" bekannt, sollte in keinem Bücherregal fehlen.
				</p>
				<p>
					Trotz der Popularität des US-Originals war "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" in den ersten Monaten Kassengift. Erst die Diskussion über die von der EU erzwungene "Genehmigungsfähigkeit des Anbaus THC-armer Hanfsorten" (1994) und ein Spiegelartikel über die junge deutsche Hanfszene und die u.a. von Bröckers 1993 gegründete "HanfHaus GmbH", ließen die Verkaufszahlen explodieren.
				</p>
				<p>
					Nach den Anschlägen des 11. September zog sich Bröckers aus der Hanf-/Drogenszene weitgehend zurück und beschäftigte sich in den Folgejahren intensiv mit Verschwörungstheorien etc. pp. Er meldete sich im vergangenen Jahr jedoch mit dem Buch "<a href="http://www.broeckers.com/2010/09/07/die-drogenluge/" title="Blogbeitrag von Matthias Bröckers mit Auszügen aus seinem Buch">Die Drogenlüge</a>" eindrucksvoll zurück.
				</p>
				<h2><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dana_Beal" title="Informationen der WikiPedia über den US-amerikanischen Drogenaktivisten Dana Beal - englisch">Dana Beal (geb. 1947)</a></h2>
				<div class="p-b-r"><a class="bild" href="http://www.freedanabeal.org/" title="Free Dana Beal - Kampagne"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/dana-beal.jpg" alt="Dana Beal auf dem New York City Marijuana March 1994" width="241" height="300" /></a> Hanfaktivist <a href="http://www.freedanabeal.org/" title="Free Dana Beal - Kampagne">Dana Beal</a> auf dem New York City Marijuana March 1994</div>
				<p>
					Der US-Amerikaner Dana Beal <strong>machte schon Drogenpolitik als meine Eltern noch Kinder waren</strong> und er hat seine Agenda <q title="Motto von Dana Beal">Do what you can get away with. And have fun while trying!</q> bis ins inzwischen hohe Alter von 64 Jahren beibehalten. Mit Freunden organisierte er schon 1965 SmokeIns auf denen neben Joints auch Infoblätter über Marijuana und LSD verteilt, sowie die Relegalisierung von Cannabis (LSD war noch nicht verboten) gefordert wurde.
				</p>
				<p>
					Heute steht Dana Beal für die meisten Aktivisten eher für den <a href="http://cannabis.wikia.com/wiki/Portal:Global_Marijuana_March" title="Informationen des Cannabis Wikis zum GMM - englisch">Global Marijuana March</a> (<abbr title="Global Marijuana March">GMM</abbr>), den er seit 1999 von New York aus zum ersten <strong>weltweiten Legalisierungsevent</strong> ausbaute. Heute nehmen daran mehr als 300 Städte in vier Kontinenten teil.
				</p>
				<p>
					Beal war stets bereit <strong>an (und zur Not auch über) die Grenzen des Legalen</strong> zu gehen. Im Laufe der Zeit wurde er dutzende Male wegen Verstoß gegen Drogengesetze oder Anstiftung zum öffentlichen Aufruhr etc. verhaftet. Kritiker werfen Beal vor, dass er mitunter trotz besseren Wissens an seiner "ich mach das einfach"-Haltung festhält. Dennoch oder gerade deshalb gelang es seinen Unterstützern in der Vergangenheit oft, ihn mit Spendensammlungen, Kautionszahlungen u.Ä. vor Haftstrafen zu bewahren.
				</p>
				<p>
					<strong>Aktuell sitzt Dana Beal in Wisconsin im Gefängnis</strong>, weil bei einer Kontrolle am 6. Januar diesen Jahres rund 84 Kilogramm Marihuana in seinem Auto gefunden wurden. Mehr aktuelle Informationen und die Kampagne für seine Freilassung findet ihr auf <a href="http://www.freedanabeal.org/" title="Kampagne für die Freilassung von Dana Beal">www.freedanabeal.org</a>
				</p>
				<h2><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Marc_Emery" title="Informationen der WikiPedia über den kanadischen Hanfaktivisten Marc Emery">Marc Emery (geb. 1958)</a></h2>
				<div class="p-b-r"><a class="bild" href="http://www.freemarc.ca/" title="Kampagne für die Freilassung von Marc Emery"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/marc-emery.png" alt="Poster der Free Marc Emery Kampagne" width="241" height="300" /></a> Poster der <a href="http://www.freemarc.ca/" title="Kampagne für die Freilassung von Marc Emery">Kampagne</a> für die Freilassung des Kanadiers Marc Emery</div>
				<p>
					Der Kanadier Emery kann auf eine lange Karriere als Lokal-Politik-Aktivist zurückblicken. Zur Legalizeszene kam er eher zufällig, weil er erfuhr, dass es illegal sei, das US-Magazin "<a href="http://hightimes.com/" title="Webseite des US-Hanfmagazins High Times">High Times</a>" nach Kanada zu importieren. Der <strong>Radikal-Liberale Emery</strong> gründete daraufhin 1991 ein Unternehmen und tat genau das. Das gegen ihn angestrengte Gerichtsverfahren führte dazu, dass das Importverbot aufgehoben wurde.
				</p>
				<p>
					1996 zog Emery nach Vancouver (British Columbia) um und gründete in dieser liberaleren Region des Landes <strong>das erste Hanf-Fachgeschäft Kanadas</strong>.<br />
					Die vielen im Laufe der kommenden Jahren in dem kleinen "<a href="http://www.cannabisculture.com/articles/1307.html" title="Arikel des Cannabis Culture Magazins über Hemp BC - englisch">Hemp BC</a>" genannten Laden erfundenen Legalisierungsprojekte finanzierte Emery mit einem <strong>massiven Handel mit Hanfsamen</strong>. Kritiker warfen dem von Emery herausgegebenen Hanfmagazin "<a href="http://www.cannabisculture.com/" title="Webseite des kanadischen Hanfmagazins">Cannabis Culture</a>" schnell vor, ein reines Werbeheft für Emery und seine Samenbank zu sein.
				</p>
				<p>
					Fakt ist jedoch, dass er den weit überwiegenden Teil seiner <strong>Einnahmen in Legalisierungsprojekte, -organisationen und -kampagnen investiert</strong>e. <strong>Ohne Emerys Millionen sähe die Situation in den USA anders aus.</strong> Ohne Emerys Spenden gäbe es z.B. keinen GMM.
				</p>
				<p>
					Im Jahr 2005 wurden Emery und zwei seiner Mitarbeiter von kanadischen Behörden verhaftet, weil ein Auslieferungsersuchen der USA vorlag. Die <abbr title="Drug Enforcment Agency, etwa Drogenverfolgungsbehörde">DEA</abbr> und US-Staatsanwaltschaft warfen Emery vor, mit seinem Samenversand in die USA "<em>millionenfach zum illegalen Anbau von BtM</em>" beigetragen zu haben. Emery wehrte sich daraufhin lange gegen seine Auslieferung, musste sich aber "um seine Mitarbeiter zu schützen" im Januar 2008 auf einen Deal mit den US-Behörden einlassen und stimmte seiner Auslieferung letztlich zu.<br />
					Er wurde zu einer Haftstrafe von 5-6 Jahren verurteilt, die er <strong>im Moment in US-Gefängnissen</strong> absitzt. Emery hofft darauf im Laufe des kommenden Jahres in ein kanadisches Gefängnis überstellt zu werden.
				</p>
				<p>
					Wer Marc Emery die Zeit im Knast verkürzen, ihm einen Brief o.Ä. schicken will, der findet auf <a href="http://www.freemarc.ca/" title="Kampagne für die Freilassung von Marc Emery">www.freemarc.ca</a> alle nötigen Informationen.
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema "Internationale Legalisierungsbewegung"</h2>
				<ul>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/drogen/california-dreamin-proposition-19.html" title="Informiert über die kalifornische Volksabstimmung zur Legalisierung von Cannabis für Erwachsene. Lässt Gegner und Befürworter zu Wort kommen.">California Dreamin´ - Die Proposition 19</a> - Informiert über die kalifornische Volksabstimmung zur Legalisierung von Cannabis für Erwachsene. Lässt Gegner und Befürworter zu Wort kommen. (vom 02.11.2010)
					</li>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-07-02-joep-oomen-encod.html" title="Interview mit Joep Oomen (ENCOD) über die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der EU-Drogenpolitik und die politische Macht der Drogenkonsumenten">Europäische Drogenpolitik von unten</a> - Interview mit Joep Oomen (ENCOD) über die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der EU-Drogenpolitik und die politische Macht der Drogenkonsumenten (vom 02.07.2010)
					</li>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/drogen/gmm-global-denken-lokal-legalisieren.html" title="GMM 2009: Der Global Marihuana March und der Krieg gegen Drogen - Eine Reise um die Welt">GMM = Global denken + lokal legalisieren!</a> - Ein fiktiver Bericht vom GMM 2009: Der Global Marihuana March und der Krieg gegen Drogen - Eine Reise um die Welt (vom 17.03.2009)
					</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/2011-09-09-meine-helden-der-legalisierung-kommentare.html" title="Die Lesermeinungen zu diesem Artikel ansehen und einen eigenen Kommentar hinterlassen" id="comment">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/2011-09-09-meine-helden-der-legalisierung.html</link>
			<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 13:42:10 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title>Diskussion über die Hanfparade 2011</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Im Rahmen meiner "Legalisierungs- und Aufklärungsarbeit" bin ich in einer Reihe von Foren aktiv, die sich den Themen "<a href="http://usualredant.de/bookmarks/drogen-forum.html" title="Drogenforen und Rauschcommunities">Drogen</a>" und/oder "<a href="http://usualredant.de/bookmarks/hanf-kiffer-forum.html" title="Hanfforen und Kiffercommunities">Cannabis</a>" verschrieben haben. Der folgende Artikel ist ein Ausschnitt aus einer Diskussion, an der ich mich im <a href="http://www.zauberpilz.com/forum/index.php?topic=14076.408" title="Die Diskussion zum Artikel im Zauberpilzforum - Die Seite rund um den Zauberpilz, Botanik, Geschichte, Chemie, Medizin, Musik...">Zauberpilzforum</a> beteilige.
				</p>
				<p>
					Alle durch Einrückung als Zitat gekennzeichneten Stellen, stammen vom <a href="http://www.zauberpilz.com/forum/index.php?action=profile;u=6687" title="Nutzerprofil von MNIW im Zauberpilzforum">Forumnutzer MNIW</a>. Ihre Vervielfältigung oder weitergehende Verwendung bedarf seiner Genehmigung!
				</p>
				<h2>Zentrale Großdemo vs. Viele an vielen Orten</h2>
				<blockquote title="Zitat des Zauberpilz-Forum-Nutzers MNIW vom 31. August 2011">
					<p>
						1)Warum habt ihr die Hanfparade nicht im internationalen Hanf<del>wander</del>tag aufgehen lassen? Der interessierte Zeitgenosse weiss doch gar nicht mehr wo hinten und vorne ist bei all den Ankuendigungen, die im Laufe des Sommers durch das Netz gegangen sind.
					</p>
				</blockquote>
				<div class="p-b-r"><a class="bild" href="http://www.freedanabeal.org/" title="Free Dana Beal - Kampagne"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/dana-beal.jpg" alt="Dana Beal auf dem New York City Marijuana March 1994" width="241" height="300" /></a> Hanfaktivist <a href="http://www.freedanabeal.org/" title="Free Dana Beal - Kampagne">Dana Beal</a> auf dem New York City Marijuana March 1994</div>
				<p>
					Die <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel">Hanfparade</a> existiert seit 1997. Der ursprünglich nur in den USA durchgeführte <em>Million Marijuanna March (MMM)</em> kam, dank einer äußerst großzügigen Spende des Kanadiers <a href="http://www.cannabisculture.com/" title="Cannabis Culture - Magazin des kanadischen Aktivisten Marc Emmery">Marc Emery</a> an den US-Organisator <a href="http://www.freedanabeal.org/" title="Webseite zur Spendenkampgane für den US-amerikanischen Aktivisten Dana Beal">Dana Beal</a> (beide sitzen übrigens derzeit in US-Knästen), im Jahr 2000 zu internationaler Bedeutung. Seit damals heißt die Veranstaltung <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Global_Marijuana_March" title="Informationen der WikiPedia zum GMM - englisch">Global Marijuanna March</a> (<abbr title="Global Marijuana March, etwa Weltweiter Marihuana Marsch">GMM</abbr>). Zum GMM versuchen Aktivisten in aller Welt in <strong>möglichst vielen Orten</strong> möglichst viele Menschen zu <strong>"gleichzeitigen" Pro-Cannabis-Veranstaltungen</strong> zu motivieren. Die beteiligten Städte werden auf Wunsch auf den von den USA aus in alle Welt versendeten Poster des GMM genannt werden.
				</p>
				<p>
					Berlin beteiligt sich seit 2000 durchgehend am GMM. Bis 2009 organisierte das Team der Hanfparade (u.a. ich) die Berliner GMM-Veranstaltungen. Dann trat Emanuel Kotzian, Herausgeber des <a href="http://www.hanf-journal.de/" title="Webportal der kostenlosen Monatszeitung über Cannabis und Kiffkultur">Hanf Journals</a>, an uns heran und bat darum, die Veranstaltung "übernehmen zu dürfen". Sein Ziel war einerseits, die Hanfparade-Orga zu entlasten und andererseits die von ihm neu geschaffenen Organisationen <a href="http://www.elf-online.eu/" title="Webseite der E.L.F.">Europäische Legalisierungs Front (<abbr title="Europäische Legalisierungs Front">E.L.F.</abbr>)</a> und <a href="http://www.hanfwerk.de/" title="Webseite der deutschen Sektion der E.L.F.">Hanfwerk</a> öffentlich bekannter und damit mitgliederstärker zu machen. Einzelne Hanfparade-Aktive z.B. ich beteiligten sich weiterhin intensiv an der Orgaarbeit zum Berliner GMM, der vom Moment der "freundlichen Übernahme" an <a href="http://hanftag.de/" title="Webseite der Berliner Demonstration im Rahmen des GMM">Hanftag</a> genannt wurde. Inzwischen gab es drei Hanftage in Berlin und auch eine vierte Auflage im Jahr 2012 scheint sicher.
				</p>
				<p>
					Als regionales Event (es gibt/gab in den Jahren 2000-2011 u.a. auch GMM-Veranstaltungen in Frankfurt/Main, Köln, Potsdam, Leipzig, Bremen, Hamburg, Passau) gelingt es dem Hanftag jedoch regelmäßig nicht, mehr als 2-300 Leute zur Teilnahme zu motivieren. Am betriebenen Aufwand liegt dies indes kaum, weil selbst eine kostenlose Afterparty und eine Sonderausgabe des Hanf Journals die Teilnehmerzahlen nicht merklich beeinflussten.
				</p>
				<p>
					Innerhalb der (Berliner/Deutschen) Hanfszene besteht deshalb weitgehend Einigkeit darüber, dass es neben dem Berlin-Event Hanftag noch eine bundesweit mobilisierte Demonstration - die Hanfparade - geben muss/sollte. Eine der wesentlichen Funktionen der Hanfparade ist es nämlich <strong>Aktive und potentielle Mitstreiter zu vernetzen</strong> und dies gelingt selbst vielen kleinen Veranstaltungen regelmäßig nicht in ausreichendem Maße.
				</p>
				<p>
					Falls Außenstehende mit der "Vielfalt" der <strong>zwei</strong> Demos überfordert sind, so gab/gibt es eine einfache Regel: GMM ist immer am 1./2. Maiwochenende - Hanfparade am 1. Samstag im August. Das unklare Zeitfenster des GMM ergibt sich daraus, dass in den USA (wo der GMM geboren wurde) der 1. Mai kein Feiertag ist und deshalb weit weniger politische Bedeutung hat, als z.B. in Deutschland. Weil nun z.B. in Berlin rund um den 1. Mai die Zeitungen "mit Steineschmeissern beschäftigt sind" und das Problem viele Länder betrifft, hat die US-Orgacrew des GMM das GMM-Zeitfenster "verbreitert".
				</p>
				<h2>Legal, illegal, scheißegal?</h2>
				<blockquote title="Zitat des Zauberpilz-Forum-Nutzers MNIW vom 31. August 2011">
					<p>
						2) Dass diese Demonstrationen im Rahmen des Gesetzes nichts bringen, ja nicht einmal angenommen werden oder etwa mediale Aufmerksamkeit erzeugen, duerfte nach dem Ausgang der diesjaehrigen Parade deutlich geworden sein.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Ich musste mich vor zehn Jahren entscheiden, ob ich das Hanfverbot mit legalen oder mit "weniger legalen" Mitteln bekämpfen möchte. Ich habe mich damals gegen die "<em>Grüne Armee Fraktion</em>" und für den langsamen Weg der Aufklärung entschieden und bereue diese Entscheidung nicht.
				</p>
				<p>
					Im Übrigen finde ich nicht, dass die Formulierung "nicht angenommen" ungerechtfertigt ist. Klar haben wir Organisatoren unsere selbstgesteckten Ziele (5.000 Teilnehmer) verfehlt. Fakt ist jedoch auch, dass die Hanfparade mit (leider nur) 2.700 Demonstrierenden wieder mit weitem Abstand das <strong>teilnehmerstärkste Pro-Cannabis-Event Deutschlands</strong> war. Die mediale Aufmerksamkeit war so groß oder besser klein, wie man es für eine Demo dieser Größe erwarten darf.
				</p>
				<h3>Presseecho zur Hanfparade 2011</h3>
				<ul>
					<li><a href="http://www.hanfparade.de/medieninformation.pdf" title="Pressemappe der Hanfparade vom 02.08.2011">Pressemappe der Hanfparade vom 02.08.2011</a></li>
					<li>06.08.2011 - <a href="http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_08/hanfparade_zieht_durch.html" title="RBB: Pressespiegel/2011/Demonstrationen - Hanfparade zieht durch Berlin">Hanfparade zieht durch Berlin</a></li>
					<li>06.08.2011 - Tagesschau (ARD): <a href="http://meta.tagesschau.de/id/51693/hanfparade-zieht-durch-berlin" title="Tagesschau (ARD): Pressespiegel/2011/ARD: Hanfparade zieht durch Berlin">Hanfparade zieht durch Berlin</a></li>
					<li>06.08.2011 - Spiegel Online: <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,778778,00.html" title="Spiegel Online: hpi/dapd: Pressespiegel/2011/Parade in Berlin - Kiffer demonstrieren mit Hanfpflanzen">Kiffer demonstrieren mit Hanfpflanzen</a></li>
					<li>06.08.2011 - Berliner Kurier: <a href="http://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez-stadt/hanfparade-berlin--demo-haschisch-marihuana/-/7169128/8768192/-/index.html" title="Berliner Kurier: Pressespiegel/2011/Hanfparade: Süßer Rauch am Alex - 2700 fordern: Dröhnung legal!">Süßer Rauch am Alex - 2700 fordern: Dröhnung legal!</a></li>
					<li>06.08.2011 - Märkische Oderzeitung: <a href="http://www.moz.de/nachrichten/berlin/artikel-ansicht/dg/0/1/821131/" title="Märkische Oderzeitung: Berlin (DDP): Pressespiegel/2011/MOZ: Hanfparade zieht durch Berlin">Hanfparade zieht durch Berlin</a></li>
					<li>06.08.2011 - Legal Tribune Online: <a href="http://www.lto.de/de/html/nachrichten/3956/legalisierung_weicher_drogen_das_cannabisverbot_und_die_persoenliche_freiheit/" title="Legal Tribune Online: Andreas Paul: Pressespiegel/2011/Legalisierung weicher Drogen - Das Cannabisverbot und die persönliche Freiheit">Legalisierung weicher Drogen - Das Cannabisverbot und die persönliche Freiheit</a></li>
					<li>06.08.2011 - Berliner Morgenpost: <a href="http://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article1724625/Hanfparade-zieht-durch-Berlin.html" title="Berliner Morgenpost: dapd/sei: Pressespiegel/2011/Hanfparade zieht durch Berlin">Hanfparade zieht durch Berlin</a></li>
					<li>06.08.2011 - BZ Berlin: <a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/die-hanfparade-zieht-durch-berlin-article1242372.html" title="BZ Berlin: B.Z./dpa: Pressespiegel/2011/Rausch-Demo - Die Hanfparade zieht durch Berlin">Rausch-Demo - Die Hanfparade zieht durch Berlin</a></li>
					<li>06.08.2011 - Berliner Morgenpost: <a href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1724695/Legalize-it-Hanfparade-zieht-durch-Berlin.html" title="Berliner Morgenpost: dpa/dapd/mim: Pressespiegel/2011/Freigabe gefordert - Legalize it - Hanfparade zieht durch Berlin">Freigabe gefordert - Legalize it - Hanfparade zieht durch Berlin</a></li>
					<li>07.08.2011 - TAZ: <a href="http://www.taz.de/Hanfparade-in-Berlin/" title="TAZ: Benjamin Quiring: Pressespiegel/2011/Hanfparade in Berlin - Das Recht auf Betäubung">Hanfparade in Berlin - Das Recht auf Betäubung</a></li>
					<li>08.08.2011 - tutus.net Indipendent Magazin: <a href="http://www.turus.net/gesellschaft/6405-berauschendes-berlin-wochenende-hanfparade-und-biermeile.html" title="tutus.net Indipendent Magazin: Marco Bertram: Pressespiegel/2011/Berauschendes Berlin-Wochenende: Hanfparade und Biermeile">Berauschendes Berlin-Wochenende: Hanfparade und Biermeile</a></li>
					<li>11.08.2011 - Hanfjournal: <a href="http://hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2011/135_august/s30_0811_Hanfparade.php" title="Hanfjournal: Pressespiegel/2011/Die Hanfparade verklagt die Berliner Versammlungsbehörde, Presseerklärung des Veranstalters">Hanfparade verklagt Berliner Versammlungsbehörde</a></li>
				</ul>
				<p>
					Darüber hinaus war die Hanfparade Anlass für ganz unterschiedliche Medien sich mit dem Thema Cannabis zu beschäftigen. So war ich z.B. bei <a href="http://www.fritz.de/neues_wort/aktuell/2011/08/beitrag12580.html" title="Steffen Geyer auf Radio Fritz">Radio Fritz</a>, Radio Corax und beim <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9QRAxYaTCgc&amp;list=PL658DE5283A6C6CA4&amp;index=2&amp;feature=plpp" title="Steffen Geyer bei Klappstuhl, der Talkshow von -Du hast die Macht-">Online.TV-Magazin "Du hast die Macht"</a> zu Gast. Andere Aktive wie Hans Cousto und Tibor Harrach nahmen ähnliche Termine war.
				</p>
				<h2>Was wollen die Hanfparadler?</h2>
				<blockquote title="Zitat des Zauberpilz-Forum-Nutzers MNIW vom 31. August 2011">
					<p>
						3) Die vorgesehene Teilnahme von Firmen, die vom Hanfverbot profitieren, macht es wenig glaubwuerdig, dass es euch wirklich um die die Integration von Hanf in die Gemeinschaft geht.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Da wüsste ich jetzt aber schon genauer, wer das sein soll und wie die Hanfparade in deinen Augen über ehrenamtliches Engagement hinaus klarstellen könnte, dass es uns "<em>wirklich um die Integration von Hanf in die Gemeinschaft</em>" geht.
				</p>
				<h2>Sind SmokeIns die Lösung?</h2>
				<blockquote title="Zitat des Zauberpilz-Forum-Nutzers MNIW vom 31. August 2011">
					<p>
						4) Wenn es jemandem ernst sein wollte, sich zu Cannabis zu bekennen, waere ein Smoke In wesentlich glaubwuerdiger, ueberzeugender und medienwirksamer.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Einen ähnlichen Gedanken hatte ich im vergangenen Jahr nachdem die Polizei den Hanftag massiv behindert hatte. Also erklärte ich via <a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-05-20-hanftag-vs-flashsmoke.html" title="Hanftag vs. FlashSmoke">Webvideo</a>, dass ich zwei Tage nach der Veröffentlichung eine Protestkiffaktion namens "<strong>Flashsmoke</strong>" durchführen würde. Die Polizei nahm das Video zum Anlass, den Veranstaltungsort großräumig abzusperren, mich beim Betreten des Platzes wegen einer "illegalen Versammlung" und des "Aufrufs zu Straftaten namentlich Verstoß gegen das BtMG" vorläufig festzunehmen. In den kommenden 2-3 Stunden wurden alle "verdächtigen Personen" kontrolliert - Unabhängig davon, wer sie waren und was sie auf den Platz getrieben hat. Mehr dazu auf <a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-06-22-quo-vadis-flashsmoke.html" title="Wie es Steffen Geyer auf dem 1. FlashSmoke Berlins ergangen ist und ob/wie es mit den SmokeIns weitergehen wird.">Quo Vadis FlashSmoke?</a>
				</p>
				<p>
					Es gab danach nur einen einzigen weiteren Versuch meinerseits, eine Protestkiff-Aktion zu starten. Leider spielte da zeitgleich Deutschland gegen Argentinien (bad timing) und kein Schwein interessierte sich für Legalisierungsfoo. Medienberichte über von mir angestoßene Szenemedien hinaus gab es zur Flashsmoke-Aktion nicht. Schon weil sie konsequent von der Polizei verhindert wurde.
				</p>
				<h2>Vereinsmeierei mit Hang zur Selbstdarstellung?</h2>
				<blockquote title="Zitat des Zauberpilz-Forum-Nutzers MNIW vom 31. August 2011">
					<p>
						5) Komme ich aufgrund dieser Analyse und des Eindrucks, den ich von eurer gestrigen Veranstaltung bekommen habe, dass es bei euch schon lange nur um "Vereinsmeierei" mit einem gewissen Hang zur Selbstdarstellung geht.
					</p>
				</blockquote>
				<p>
					Selbst wenn ich mal davon absehe, dass deine Analyse wie eben beschrieben zumindest nicht auf umfassenden Daten beruht und selbst wenn ich ignoriere, dass dir scheinbar nicht aufgefallen ist, dass die Lange Nacht im <a href="http://www.hanfmuseum.de/" title="Deutschlands einziges Museum über die Pflanze Cannabis">Hanf Museum</a> kein Event der Hanfparade, sondern eben des Museums ist, geht dein Schluss "Vereinsmeierei mit einem gewissen Hang zur Selbstdarstellung" fehl.
				</p>
				<p>
					Ich bin weder Mitglied im Museumsverein H.A.N.F. e.V., noch im JaKiS e.V. der die Hanfparade organisiert. Niemand muss irgendwo Mitglied sein oder sich in Vereinen engagieren, um etwas für die Legalisierung zu tun!
				</p>
				<p>
					Auch der Vorwurf der Selbstdarstellung greift in meinen Augen nicht. Klar werde ich wahrgenommen, aber dann doch in erster Linie weil ich (im Gegensatz zur weit überwiegenden Mehrheit der rund 4 Millionen Cannabiskonsumenten) täglich etwas für die Legalisierung tue. Merke: <strong>Aktivist ist, wer aktiv ist!</strong> Ich freue mich über jeden, der "was tut/was tun will" und unterstütze jede(n) der dies wünscht nach Kräften mit KnowHow, Rat, Tat und Promotion.
				</p>
				<p>
					Mein Engagement ist dabei natürlich <em>auch</em> Egoistisch - Immerhin bin ich selbst Konsument und würde von der Straflosigkeit profitieren. Es ist aber <em>primär altruistisch</em> und dadurch motiviert, dass ich jeden Tag am Telefon, per Chat oder Email Kontakt mit Menschen habe, denen das Hanfverbot gerade Familie, Karriere, Führerschein o.Ä. kostet.<br />
					Ich fühle mich von den zigtausenden in Knästen und hunderttausende Strafverfahren zur Tat gezwungen. Patienten ohne Medizin und das unnötige Leid ihrer Angehörigen, beim Anblick eines Krümels Hasch vor Angst erstarrte Eltern und Kinder die ohne Vater aufwachsen, weil der keinen Bock auf Schwarzmarkt hatte und der Eigenanbau aufgeflogen ist, lassen mich täglich darüber nachdenken, was ich noch mehr, was ich besser, was mit den bescheidenen Mitteln effektiver getan werden kann, um diesen Wahnsinn zu beenden.
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema "Hanfparade"</h2>
				<ul>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2011-08-25-hanfparade-und-nun.html" title="Welche Probleme die Veranstalter der Hanfparade in Berlin mit der Polizei hatten, warum nur 2.700 Menschen kamen und wie es jetzt weiter geht. Gespräch mit Tribble und Carlos vom OrgaTeam.">Hanfparade 2011 und nun... ?</a> - Welche Probleme die Veranstalter der Hanfparade in Berlin mit der Polizei hatten, warum nur 2.700 Menschen kamen und wie es jetzt weiter geht. Gespräch mit Tribble und Carlos vom OrgaTeam. (vom 25.08.2011)
					</li>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2011-06-27-aufklaerung-widerstand-legalisierung.html" title="Warum der Prozess der Entkriminalisierung von Cannabis mehr als eine Hanfparade braucht und warum wir laut werden müssen, wenn die Politiker zu herrschendem Unrecht schweigen.">Aufklärung, Widerstand, Legalisierung</a> - Warum der Prozess der Entkriminalisierung von Cannabis mehr als eine Hanfparade braucht und warum wir laut werden müssen, wenn die Politiker zu herrschendem Unrecht schweigen. (vom 27.06.2011)
					</li>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2006-2010.html" title="Wie ein Polizeieinsatz auf der Hanfparade dazu zwang, ein neues Orga-Team zu bilden und was es in den Jahren 2006-2010 erreichte.">Meine Geschichte der Hanfparade 2006-2010</a> - Wie ein Polizeieinsatz auf der Hanfparade dazu zwang, ein neues Orga-Team zu bilden und was es in den Jahren 2006-2010 erreichte.
					</li>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2001-2005.html" title="Die Hanfparaden der Jahre 2001-2005 konnten nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Steffen Geyer erklärt warum dies so war.">Meine Geschichte der Hanfparade 2001-2005</a> - Die Hanfparaden der Jahre 2001-2005 konnten nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Ich erkläre warum dies so war.
					</li>
					<li>
						<a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-1997-2000.html" title="In den Jahren 1997-2000 waren die Hanfparaden teilnehmerstarke Politikereignisse. Steffen Geyer berichtet aus einer Zeit voller Hoffnung.">Meine Geschichte der Hanfparade 1997-2000</a> - In den ersten Jahren waren die Hanfparaden teilnehmerstarke Politikereignisse. Ich berichte aus einer Zeit voller Hoffnung.
					</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/2011-09-05-diskussion-ueber-hanfparade-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/2011-09-05-diskussion-ueber-hanfparade.html</link>
			<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 16:23:57 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2011-09-05:/drogen/2011-09-05-diskussion-ueber-hanfparade.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Sadhus, Sufis, Psychonauten - Lange Nacht im Hanf Museum</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Heute erlebt ihr die Geburt eines neuen Podcasts. Es gibt nämlich eine Menge Themen, von denen ich einerseits nicht genug weiß, um lesenswert darüber zu schreiben, die aber andererseits so interessant und vielschichtig sind, dass ich sie auch nicht in einem kurzen <a href="http://usualredant.de/tagesrausch/" title="Drogenpolitisches Videoblog von Steffen Geyer">Tagesrausch</a> abhandeln möchte.
				</p>
				<p>
					<strong>Für solche Themen und Gäste gibt es ab sofort "Buntes Rauschen", einen Podcast für Drogenkultur und Drogenpolitik.</strong>
				</p>
				<p>
	
					Die <a href="http://usualredant.de/buntes-rauschen/download/2011-01-28-sadhus-sufis-psychonauten.mp3" title="Buntes Rauschen Nr.1 - Sadhus, Sufis, Psychonauten - MP3-Download">erste Episode (MP3-Download)</a> habe ich im <a href="http://www.hanfmuseum.de/" title="Deutschlands einziges Museum über die Pflanze Cannabis">Hanf Museum Berlin</a> aufgezeichnet. Dort habe ich mich dem Museumsleiter Rolf "Rollo" Ebbinghaus und dem schweizer Musikwissenschaftler und Drogenforscher <a href="http://www.planetware.de/tune_in/cousto/biographie.html" title="Biografie des Musikwissenschaftlers und Drogenforschers Hans Cousto">Hans Cousto</a> getroffen.
				</p>
				<p>
					Gemeinsam informieren sie über die Sonderausstellung "<a href="http://www.hanfmuseum.de/sadus-sufis-psychonauten-geschichten-und-geschichte-des-mystizismus-langen-nacht-museen-januar-03-01-2011" title="Informationen zur gleichnamigen Sonderausstellung im Hanf Museum">Sadhus, Sufis und Psychonauten</a>", die die Museumscrew für die 28. <a href="http://www.lange-nacht-der-museen.de/" title="Informationenen zum Berliner Kulturevent Lange Nacht der Museen">Lange Nacht der Museen</a> erstellt hat.
				</p>
	
				<p>
					Nebenbei klären wir die Frage, wann es Technopartys endlich auf Krankenschein gibt und wie es gelingt "Lange Nacht Besucher" in wenigen Minuten durch Jahrtausende der Kulturgeschichte zu führen. 
				</p>
				<h2>Shownotes zum Podcast "Sadhus, Sufis, Psychonauten"</h2>
				<ul>
					<li>Das <a href="http://www.hanfmuseum.de/" title="Deutschlands einziges Museum über die Pflanze Cannabis">Hanf Museum Berlin</a> ist das einzige Museum Deutschlands, das sich ganz der Kulturpflanze Cannabis verschrieben hat.</li>
					<li>Auf Youtube gibt es den Mitschnitt einer <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mzPFjBFRfOY" title="Video bei Youtube ansehen">Rede von Rolf "Rollo" Ebbinghaus</a> zum Hanftag 2010</li>
	
					<li>Die <a href="http://www.lange-nacht-der-museen.de/" title="Informationenen zum Berliner Kulturevent Lange Nacht der Museen">Lange Nacht der Museen</a> hat heuer das Thema "Körper trifft Seele"</li>
					<li>Die Sonderausstellung des Hanfmuseums "<a href="http://www.hanfmuseum.de/sadus-sufis-psychonauten-geschichten-und-geschichte-des-mystizismus-langen-nacht-museen-januar-03-01-2011" title="Informationen zur gleichnamigen Sonderausstellung im Hanf Museum">Sadhus, Sufis und Psychonauten</a>" widmet sich der Suche nach Erkenntnis und innerem Glück.</li>
					<li>Laut WikiPedia steht "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mystizismus" title="Informationen der WikiPedia über Mystizismus">Mystizismus</a>" für einen unkritischen, schwärmerischen und religiös überhöhten Umgang mit Dingen, die prinzipiell eine vernünftige Erklärung haben.</li>
					<li>Die Planetware-Biografie von <a href="http://www.planetware.de/tune_in/cousto/biographie.html" title="Biografie des Musikwissenschaftlers und Drogenforschers Hans Cousto">Hans Cousto</a> gibt einen schönen Überblick über sein Wirken.</li>
	
					<li>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sadhus" title="Informationen der WikiPedia über Sadhus">Sadhus</a> sind die hinduistische Form des Eremiten. Sie gelten als heilige Männer. Weibliche Sadhus, die man  Swamis nennt sind selten.</li>
					<li>Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shillum" title="Informationen der WikiPedia über das Rauchgerät Shillum">Shillum</a> ist ein kurzes Rohr, das zum Rauchen von Marihuana verwendet wird. Diese Konsumform ist vor allem in Asien verbreitet.</li>
					<li>Der "Glücksverheißer" <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shiva" title="Informationen der WikiPedia über den indischen Gott Shiva">Shiva</a> ist einer der wichtigsten Gottheiten des Hinduismus. ER wird oft mit einem Shillum oder einer Hanfpflanze dargestellt.</li>
	
					<li>Der Musikstil <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Techno" title="Informationen der WikiPedia über den Musikstil und die Jugendbewegung Techno">Techno</a> steht heute stellvertretend für eine Jugendkultur, die in den späten 80er Jahren entstand. Sie ist von hedonistisch-exzessiven Party- und Musikevents wie der Loveparade geprägt. Vielfach werden Technofans pauschal als Konsumenten sogenannter Partydrogen diffamiert.</li>
					<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Psychonautik" title="Informationen der WikiPedia über die Psychonautik">Psychonautik</a> vom griechischen psyche = Atem und nautike = Seefahrt, Schiff ist die bewusste Erforschung des eigenen Geistes.</li>
					<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Psychotrope_Substanzen" title="Informationen der WikiPedia über Psychotrope Substanzen">Psychotrope Substanzen</a>, also dem Wortsinne nach Geistbeweger, sind Pflanzen, Substanzen und Zubereitungen, die chemisch Einfluss auf das Zentralnervensystem des Menschen nehmen und so Wahrnehung und Sinnesverarbeitung verändern.</li>
					<li>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hedonismus" title="Informationen der WikiPedia über die Philosophie Hedonismus">Hedonismus</a> ist eine philosophische Strömung, die den Genuss in den Mittelpunkt des menschlichen Lebens rückt.</li>
	
				</ul>
				<h2>Lange Nacht der Museen in Berlin</h2>
				<img src="http://usualredant.de/images/drogen/logo-hanf-museum-berlin.png" width="120" height="119" alt="Logo des Hanf Museum Berlin" class="right" />
				<p>
					Wer mehr über Sadhus, Sufis und Psychonauten erfahren will, Fragen an Hans und Rollo hat oder noch nicht weiß, wie sich der Samstagabend sinnvoll füllen lässt, dem sei ein Besuch der Langen Nacht der Museen empfohlen.
				</p>
				<p>
					Die 15 Euro für eine Karte verschaffen euch an diesem Abend (18:00 Uhr - 02:00 Uhr) Eintritt in mehr als 70 Museen, die besondere Veranstaltungen zum Thema "Körper trifft Seele" anbieten.
				</p>
	
				<p>
					Neben den Klassikern sind auch diesmal einige neue Einrichtungen darunter, wie das <a href="http://www.computerspielemuseum.de/" title="Computrspielemuseum Berlin">Computerspielemuseum</a> im ehemaligen Cafe Moskau, der <a href="http://www.flugsimulator-berlin.de" title="Selber eine Boing 737 fliegen im Flugsimulator Berlin">Flugsimulator Berlin</a> oder das <a href="http://www.union-sozialer-einrichtungen.de/index.php?id=84" title="Café Sibylle - Veranstaltungsort, Museum und Kaffeehaus">Café Sibylle</a> mit seiner Ausstellung über die Geschichte der Karl-Marx-/Stalinallee.
				</p>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/sadhus-sufis-psychonauten-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/sadhus-sufis-psychonauten.html</link>
			<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 16:02:07 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2011-01-28:/drogen/sadhus-sufis-psychonauten.html</guid>
			<enclosure url="http://usualredant.de/buntes-rauschen/download/2011-01-28-sadhus-sufis-psychonauten.mp3" length="25700000" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
			<title>Lüge, Meineid, Statistik - REITOX-Bericht 2010</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					<em>Dieser Artikel aus meiner Feder erschien zunächst unter dem gleichen Titel in der <a href="http://www.hanfjournal.de/hajo-website/download/pdf/pdf_pdf/2011/126hanfjournal_012011web.pdf" title="PDF-Ausgabe des Hanf Journals 01/2011">Januarausgabe 2011 des Hanf Journals</a>.</em>
				</p>
				<div class="p-b-r"><a class="bild" href="http://www.hanfjournal.de/hajo-website/download/pdf/pdf_pdf/2011/126hanfjournal_012011web.pdf" title="PDF-Ausgabe des Hanf Journals 01/2011"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfjournal-01-2011.jpg" alt="Cover des Hanf Journals 01/2011" width="241" height="357" /></a> <a href="http://www.hanfjournal.de/hajo-website/download/pdf/pdf_pdf/2011/126hanfjournal_012011web.pdf" title="PDF-Ausgabe des Hanf Journals 01/2011">Ausgabe 01/2011 des Hanf Journals</a> (PDF)</div>
	
				<p>
					Als die europäischen Staaten im Jahr 1993 die <a href="http://www.emcdda.europa.eu/" title="Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA)">Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht</a> (<abbr title="Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht">EMCDDA</abbr>) gründeten, geschah dies vor allem aus einem Grund - <strong>Sie sollte helfen, europäische Lügen über Drogen zu entlarven.</strong><br />
					Sie sollte ein <q title="Auszug aus der Selbstbeschreibung der EMCDDA">ehrliches und umfassendes Bild über den Betäubungsmittelkonsum der Europäer erstellen und staatliche Maßnahmen zu seiner Bekämpfung dokumentieren</q>.
				</p>
				<p>
	
					In diesem Jahr wurde der <a href="http://www.dbdd.de/images/dbdd_2010_bericht/germany_reitox_report_2010_deutsch.pdf" title="Reitox-Bericht der Bundesregierung 2010">deutsche Bericht für die EMCDDA</a> (REITOX-Bericht) am 11.11. vorgestellt. Leider ist er kein Faschingsscherz.
				</p>
				<h2>Drogenkonsum - Auf hohem Niveau stabil</h2>
				<p>
					Laut REITOX-Bericht, der sich dabei auf eine Studie aus dem Jahr 2009 (Epidemiological Survey on Addiction kurz <abbr title="Epidemiological Survey on Addiction">ESA</abbr>) beruft, <strong>haben mindestens ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands Erfahrungen mit (illegalisierten) Drogen</strong>.<br />
	
					Rund 5,1 Prozent oder 2.6 Mio Deutsche zwischen 18 und 64 haben in den letzten 12 Monaten Drogen konsumiert. Mindestens 2,6 Prozent der Erwachsenen oder 1,3 Mio hätten demnach im vergangenen Monat zu "verbotenen Früchten" gegriffen.
				</p>
				<p>
					Junge Deutsche (Altersgruppe 12-18 Jahre) liegen bei der Drogenkonsumhäufigkeit leicht über den Erwachsenen (12-Monats-Prävalenz 7,4 Prozent / 30-Tage-Prävalenz 2,8 Prozent). Insgesamt zeigen sich beim Drogenkonsum deutliche Geschlechts- und Altersunterschiede.<br />
					<strong>Der Konsum ist bei Männern sowie Jüngeren weit stärker verbreitet als bei Frauen und älteren Personen.</strong>
				</p>
				<p>
					Die <a href="http://www.bmg.bund.de/ministerium/leitung/drogenbeauftragte.html" title="Webpräsenz der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans">Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans</a> befleissigte sich den Journalisten einzuschärfen, dass die <q title="Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans in der Presseerklärung zum REITOX-Bericht">stabil hohen Prävalenzwerte jugendlichen Drogenkonsums</q> ein Erfolg seien. Immerhin liegen sie niedriger als im Rekordjahr 2003 (das nur zufällig als Jahr der Hysterie über jugendliche Cannabiskonsumenten in die Geschichte einging).
				</p>
	
	<div class="p-b-r"><a class="bild" href="http://www.bmg.bund.de/ministerium/leitung/drogenbeauftragte.html" title="Webpräsenz der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/mechthild-dyckmans-drogenbeauftragte.jpg" alt="Mechthild Dyckmans" width="241" height="350" /></a> <a href="http://www.bmg.bund.de/ministerium/leitung/drogenbeauftragte.html" title="Webpräsenz der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans">Mechthild Dyckmans</a>, Drogenbeauftragte der Bundesregierung</div>
							<p>
					<q title="Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans in der Presseerklärung zum REITOX-Bericht">In Deutschland gibt es sehr erfolgreiche und vorbildliche Projekte zur Reduzierung des Cannabiskonsums, die in der Praxis der Drogen- und Suchthilfeeinrichtungen eingesetzt werden und Wirkung zeigen. Der positiven Gesamtentwicklung steht jedoch die Zahl der problematischen und intensiven Konsumenten von Cannabis gegenüber, die offensichtlich nicht zurückgeht.</q> so Dyckmanns.
				</p>
				<h2>Cannabis bleibt einsame Spitze</h2>
				<p>
					Die Häufigkeit des Konsums illegaler Drogen hängt maßgeblich von den Konsumerfahrungen mit Cannabis ab. Nennenswerte Konsumentenzahlen erreichen darüber hinaus nur noch Kokain, Amphetamine, Ecstasy und halluzinogene Pilze. Der Konsum von Heroin, LSD und Crack ist laut REITOX-Bericht auf kleinere Gruppen beschränkt.<br />
	
					<strong>Lediglich 1,3  Prozent der Erwachsenen haben im vergangenen Jahr zu einer anderen Drogen (außer Cannabis) gegriffen.</strong>
				</p>
				<p>
					Insbesondere psylocibinhaltige Pilze mussten in diesem Jahr für den Beweis der "Wirksamkeit staatlicher Kontrollmaßnahmen" herhalten. Seit dem Verbot der "Magic Mushrooms" im Jahr 2006 
	sank deren Konsumverbreitung von 0,4 Prozent auf 0,1 Prozent der Erwachsenen.
				</p>
				<h2>Drogenkriminalität - Jagt auf Konsumenten geht weiter</h2>
				<p>
					Im Jahr 2009 wurden insgesamt 235.842 Rauschgiftdelikte erfasst (2008: 239.951). Die Zahl der Rauschgiftdelikte sank damit gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent.<br />
	
					<strong>134.324 mal wurde in den vergangenen zwölf Monaten gegen Cannabisnutzer ermittelt. Das sind rund 57  Prozent aller Taten.</strong>
				</p>
				<p>
					Auch bei den "Konsumnahen Delikten" ist Cannabis einsamer Spitzenreiter. Von den rund 170.000 allgemeinen Verstößen gegen das BtMG richteten sich 60,2 Prozent (etwas mehr als 100.000 Fälle) gegen Konsumenten des vergleichsweise harmlosen Genussmittels.
				</p>
				<div class="p-c"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/betaeubungsmittel-und-cannabisdelikte-1971-2009.png" title="Betäubungsmittel- und Cannabisdelikte von 1971 bis 2009 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/betaeubungsmittel-und-cannabisdelikte-1971-2009-klein.png" alt="Betäubungsmittel- und Cannabisdelikte von 1971 bis 2009" width="600" height="413" /></a> <a href="http://usualredant.de/images/drogen/betaeubungsmittel-und-cannabisdelikte-1971-2009.png" title="Betäubungsmittel- und Cannabisdelikte von 1971 bis 2009 - große Version">Betäubungsmittel- und Cannabisdelikte in Deutschland von 1971 bis 2009</a></div>
				<h2>Immer mehr Haftstrafen</h2>
	
				<p>
					Trotz vermeintlich sinkender Konsumentenzahlen und einem seit 2004 anhaltenden Trend zu weniger Drogentaten, steigt die Anzahl der Verurteilungen wegen Drogendelikten schon seit den 1980er Jahren kontinuierlich an. Noch liegen die endgültigen Daten für 2009 nicht vor, aber es ist davon auszugehen, dass wie in den Vorjahren mindestens jedes dritte Verfahren zu einer Verurteilung führt.
				</p>
				<p>
					Demnach sind wegen Drogendelikten allein im Jahr 2009 rund 18.000 Freiheitsstrafen und mindestens 35.000 Geldstrafen ausgesprochen worden. <strong>Lediglich rund 3 Prozent der Verurteilungen richten sich gegen Handelsdelikte.</strong> Cannabisbesitz führt auch diese traurige Statistik deutlich an.
				</p>
				<h2>Drogen im Straßenverkehr - Technik rettet Leben</h2>
				<p>
	
					Laut REITOX-Bericht, der an dieser Stelle das <a href="http://www.destatis.de/" title="Webseite des Statistischen Bundesamtes">Statistische Bundesamt</a> zitiert, standen im Jahr 16.500 Unfallbeteiligte unter dem Einfluss von Alkohol (5,3 Prozent aller Verkehrsunfälle) und 1.281 (0,3 Prozent) unter dem Einfluss "anderer berauschender Mittel". Wie die Gesamtunfallzahlen liegen diese Werte leicht unter denen des Vorjahrs. Ein Trend der bereits seit Mitte der Neunziger Jahre anhält und im Wesentlichen auf verbesserte Fahrzeugtechnik (Assistenzsysteme) zurückzuführen ist.
				</p>
				<p>
					Die <a href="http://www.dbdd.de" title="Webseite der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD)">Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht</a> (<abbr title="Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht">DBDD</abbr>) rechnet in diesem Bereich mit einer "deutlichen Untererfassung der Rauschmittelfälle" und rät zu gezielter Fahndung.
				</p>
				<h2>Suchthilfe - Cannabis auf dem Vormarsch?</h2>
	
				<p>
					Seit die damalige Bundesdrogenbeauftragte Marion Caspers-Merck im Jahr 2003 die Suchthilfeeinrichtungen Deutschlands dazu aufrief, verstärkt Programme für jugendliche Cannabiskonsumenten aufzulegen, wächst das Angebot solcher Maßnahmen kontinuierlich. Es darf deshalb nicht verwundern, dass sich Politik und Justiz bemühen, entsprechende Nachfrage zu erzeugen.
				</p>
				<p>
					Im Jahr 2009 war "schädlicher Gebrauch oder Abhängigkeit von Cannabis" laut Deutscher Suchthilfestatistik (<abbr title="Deutscher Suchthilfestatistik">DSHS</abbr>) schon bei rund 20.500 ambulanten Klienten Hauptdiagnose. Das sind rund 35 Prozent aller Fälle, in denen es um illegale Drogen ging. <strong>Die überwiegende Mehrheit der Klienten wird dabei von Gerichten zum Besuch der "Beratungsstelle" verdonnert.</strong> Entsprechend sind Männer mit knapp 80 der Fälle deutlich stärker vertreten als die weit seltener wegen Drogendelikten verurteilten Frauen.
				</p>
				<p>
	
					Auch die "stationäre Cannabistherapie" konnte bereits das dritte Jahr in Folge neue Rekordzahlen vermelden. Rund 1.800 oder jeder vierte behandelte Konsument illegaler Drogen war auf "Cannabisentzug".
				</p>
				<h2>Fazit - S.N.A.F.U.</h2>
				<img class="right" src="http://usualredant.de/images/drogen/reefer-madness-tell-your-children.png" alt="Tell your Children - Szene aus dem Film -Reefer Madness-" width="241" height="181" />
				<p>
					Wenn die Drogenbeauftragte der Bundesregierung von "stabil hohen Prävalenzwerten" spricht und der Leiter der DBDD mit leuchtenden Augen vom "gewaltigen Potenzial unerreichter Problemkonsumenten insbesondere bei Cannabis" schwärmt, können nüchterne Beobachter nur den Kopf schütteln.
				</p>
				<p>
					Wer wie Frau Dyckmanns nach fast vier Jahrzehnten deutschen Drogenkriegs und angesichts siebenstelliger Konsumentenzahlen unbeirrt von erfolgreichen Strategien faselt, verschließt die Augen vor der Realität.
				</p>
	
				<p>
					Das ist Drogenpolitik, die mehr schadet als sie nützt. Oder aber: <strong>Situation Normal, All Fucked Up!</strong>
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema "Europäische Drogenpolitik"</h2>
				<ul>
					<li>Die <a href="http://www.emcdda.europa.eu/" title="Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA)">Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht</a> (<abbr title="Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht">EMCDDA</abbr>) bietet umfangreiche Informationen zum Drogenkonsum der Europäer.</li>
	
					<li>Ihr deutsches Pentent die <a href="http://www.dbdd.de" title="Webseite der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD)">Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht</a> (<abbr title="Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht">DBDD</abbr>) erarbeitet und veröffentlicht den jährlichen <a href="http://www.dbdd.de/images/dbdd_2010_bericht/germany_reitox_report_2010_deutsch.pdf" title="Reitox-Bericht der Bundesregierung 2010">REITOX-Bericht</a></li>
					<li>Im Juli 2010 habe ich mit Joep Oomen, dem Sprecher des Europäischen Legalize-Netzwerks ENCOD über "<a href="http://usualredant.de/tagesrausch/2010-07-02-joep-oomen-encod.html" title="Interview mit Joep Oomen (ENCOD) über die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der EU-Drogenpolitik und die politische Macht der Drogenkonsumenten">Europäische Drogenpolitik von unten</a>" gesprochen.</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/luege-meineid-statistik-reitox-kommentare.html" title="Die Lesermeinungen zu diesem Artikel ansehen und eigenen Kommentar hinterlassen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/luege-meineid-statistik-reitox.html</link>
			<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 13:15:10 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2011-01-26:/drogen/luege-meineid-statistik-reitox.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>California Dreamin - Die Proposition 19</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Dieser Artikel erschien zunächst in der <a href="http://www.hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2010/10oktober/s22_1010_california_dreaming.php" title="California Dreamin&lsquo; - Die Proposition 19">Oktoberausgabe des Hanf Journals</a>.
				</p>
				<a href="http://yeson19.com/" title="Yes on Proposition 19 - offizielle Webseite der Kampagne"><img class="right" src="http://usualredant.de/images/drogen/yes-on-proposition-19.png" alt="Logo der Unterstützerkampage zur Proposition 19" width="241" height="300" /></a>
				<p>
					Während die Drogengesetze in Deutschland fest in Bundeshand sind, können US-amerikanische Einzelstaaten in diesem Politikbereich auch gegen den Willen der Regierung in Washington aktiv werden. Traditionell werden entsprechende Initiativen jedoch nicht von den Gouverneuren oder Parlamenten, sondern von engagierten Bürgern eingebracht und per Volksentscheid (ballot proposition) entschieden.
				</p>
				<p>
					Die Einwohner Kaliforniens nutzen ihr aktives Mitbestimmungsrecht relativ häufig. Keine der Entscheidungen der letzten Jahre wird jedoch mit solcher Spannung erwartet, wie die "Proposition 19" genannte "Initiative zur Legalisierung von Cannabis als Genussmittel" (Der Spiegel).
				</p>
				<p>
					Aber halt: Ganz so frei wie es deutsche Schlagzeilen vermuten lassen, will die Initiative den Umgang mit Marihuana und Haschisch nicht gestalten. Nicht umsonst lautet der wirkliche Titel <strong>"Regulate, Control and Tax Cannabis Act of 2010"</strong>, also etwa "Regulierungs-, Kontroll- und Steuergesetz für Cannabis".
				</p>
				<p>
					Tritt das Gesetz in Kraft, bringt Prop19 den Kaliforniern folgende Neuregelungen:
				</p>
				<ul>
					<li>Personen, die älter als 21 Jahre sind, dürfen <strong>bis zu 28 Gramm Marihuana</strong> für den persönlichen Bedarf besitzen, auf Privatgelände für den persönlichen Bedarf auf <strong>bis zu 2,3 m<sup>2</sup> Cannabis anbauen</strong> und es an "nichtöffentlichen Orten" bzw. in lizenzierten Konsumräumlichkeiten verbrauchen</li>
					<li>Kommunen wird es möglich sein, Läden zu genehmigen, in denen der <strong>Verkauf von bis zu 28 Gramm Cannabis pro Transaktion legal</strong> ist, die Öffnungszeiten dieser Läden zu bestimmen und räumliche Einschränkungen zu verordnen</li>
					<li>Kommunen dürfen die staatlichen Mengenbeschränkungen für Besitz, Anbau und Transport für das Stadtgebiet außer kraft setzen und eigene (höhere) Grenzwerte bestimmen</li>
					<li>Kommunen und Staat dürfen <strong>spezielle Cannabissteuern und andere Abgaben</strong> erheben (um die Kosten des legalen Marihuanamarktes zu finanzieren)</li>
				</ul>
				<p>
					Primäres Ziel des "California Cannabis Act" ist dabei nicht die Entkriminalisierung der Cannabiskonsumenten, dank äußerst liberaler "Medical Marijuana"-Regeln sind Konsumenten in Kalifornien nur noch selten Ziel staatlicher Drogenjäger, sondern die Gesundung der Staatsfinanzen.
				</p>
				<p>
					50 Dollar pro Unze bzw. 1,35 Euro pro Gramm soll die neue Steuer nach Empfehlungen des State Board of Equalization (BOE, kalifornisches Finanzamt) betragen. Sie würde <strong>mindestens 1,4 Milliarden US-Dollar</strong> (rund 1 Milliarde Euro) pro Jahr in die stets klamme Staatskasse spülen.
				</p>
				<p>
					Die Erfolgsaussichten der "Proposition 19" sind gut. Zwar lagen die Befürworter bei Live-Interview-Studien mit 44 zu 48 Prozent hinten, bei anonymeren Befragungsmethoden z.B. der automatisierten, maschinellen Telefonbefragung erreichte die Initiative hingegen durchweg gute Zustimmungswerte (zuletzt 47% Ja/ 38% Nein).
				</p>
				<p>
					Die Aussicht auf einen Sieg der Initiative hat indes zu einem Bruch in der Legalisierungsszene Kaliforniens und ganz Nordamerikas geführt. Inzwischen wird szeneintern weit heftiger über Für und Wider gestritten, als zwischen den Initiatoren und "Anti-Drogen-Kriegern".
				</p>
				<div class="two yes">
					<h2>Yes on Proposition 19</h2>
					<p>
						Die Befürworter der Initiative, insbesondere das Netzwerk rund um den Kanadier Marc Emery und die US-Konsumentenvereinigung NORML engagieren sich, sehen in der Prop19 einen wichtigen Schritt hin zu einem vollständig legalen Hanfmarkt. Sie versprechen sich, dass die sprudelnden Steuereinnahmen andere Bundesstaaten zur Nachahmung motivieren und bereiten bereits analoge Entscheidungen in den "Medical-Marijuana-States" vor.
					</p>
					<p>
						Im California Cannabis Act sehen sie den Türöffner für eine mittelfristig weltweite Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel.
					</p>
					<p>
						Chris Conrad gerichtserprobter Marijuana-Sachverständiger und offizieller Sprecher der Initiative legt in Interviews besonderes Augenmerk darauf, dass mit Inkrafttreten der Initiative Cannabiskonsumenten erstmals "legal" leben können. Bisher werden selbst Cannabispatienten nur "geduldet" und müssen Verfolgung befürchten, wenn ihre Aktivitäten in das Visier bundesstaatlicher Behörden wie der DEA kommen. Prop19 hindert diese Behörden an der Strafverfolgung, solange keine Staatsgrenzen überschritten werden.
					</p>
					<p>
						Wichtig ist den Initiatoren außerdem, dass die Kommunen deutlich mehr Einfluss in der Cannabispolitik bekommen. Die Anzahl und Art der Verkaufsstellen, ja sogar die beliebige Steigerung der Bedarfsgrenzen liegt in ihrer Hand. Dies soll schnellere Reaktionen auf "Fehlentwicklungen und Marihuanaprobleme" ermöglichen.
					</p>
					<p>
						Die Entlastung der Polizei, von Gerichten und Gefängnissen ist zwar nicht Bestandteil des Initiativtextes, wird aber von Organisationen wie LEAP (Law Enforcments Against Prohibition, etwa Gesetzeshüter gegen das Drogenverbot) als gefälliger Bonus begrüßt.
					</p>
				</div>
				<div class="two no">
					<h2>No on Proposition 19</h2>
					<p>
						Die Prop19-Gegner, getragen wird der szeneinterne Widerstand vor allem von Anwälten und Patientenvertretern, bemängeln die unklare Formulierung der des Gesetzes.<br />
						So sei völlig unklar, ob die Kommunen überhaupt Verkaufsstellen und Anbauorte lizensieren, welche Höhe die Cannabissteuer und welche Folgen Verstöße z.B. gegen das Verbot des Konsums von Cannabis in der Öffentlichkeit haben werden.
					</p>
					<p>
						Die Gegner der Initiative stören sich darüber hinaus daran, dass es sich bei Prop19 primär um ein Steuergesetz handelt. Sie fühlen sich an den Marijuana Tax Act von 1937 erinnert, der die Hanfprohibition einläutete, und befürchten, dass gewonnene Privilegien ebenso schnell wieder entzogen werden können.
					</p>
					<p>
						Außerdem bemängeln sie übertrieben harte Regeln zum Jugendschutz. Insbesondere die Bestrafung der Weitergabe an Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre mit drei bis fünf Jahren Gefängnis bzw. an Jugendliche zwischen 18 und 21 Jahren mit sechs Monaten Gefängnis und 1000 US-Dollar Geldstrafe wird scharf kritisiert.
					</p>
					<p>
						Die Höhe der Strafe stehe in keinem Verhältnis zum möglichen Schaden durch das risikoarme Genussmittel.
					</p>
					<p>
						Last but not least ruft die geplante Regelung des Anbaus Widerspruch hervor.
					</p>
					<p>
						Laut Prop19 darf der Cannabisanbau nur in Privaträumen bzw. an lizensierten Orten geschehen und darüber hinaus nicht delegiert werden. Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates, Menschen in Mietwohnungen und Trailerparks werden, so die Befürchtung, durch den Cannabis Act vom legalen Anbau ausgeschlossen.
					</p>
				</div>
				<h2 class="neuezeile">Was kommt danach</h2>
				<p>
					Gesetzt den Fall (und die Chancen stehen nicht schlecht), dass die Kalifornier der Proposition 19 heute zustimmen, könnte sie der Anfang vom Ende des weltweiten Hanfverbots sein.<br />
					So ist zu erwarten, dass weitere Staaten der USA dem Beispiel Kaliforniens folgen werden - Die klammen Staatskassen zwingen sie dazu.
				</p>
				<p>
					Und wenn erst einmal die Mehrheit der Staaten im Mutterland der Hanfprohibition "legalisiert hat", dann werden auch konservative Europäer die Augen nicht länger vor dem finanziellen und drogenpolitischen Vorteilen eines legalen Cannabismarktes verschliessen können.
				</p>
				<div class="achtung">
					<h2>Update: Abstimmungsergebnis leider negativ</h2>
					<p>
						Die Wahlberechtigten Kaliforniens haben entschieden. Mit einer Mehrheit von 53,8 Prozent der Stimmen wurde die Proposition 19 abgelehnt.
					</p>
					<p>
						Der für Cannabisbefürworter negative Ausgang ist aber sicher nicht das Ende der kalifornischen Legalisierungsträume. Der Kampf um Hanf, so bestätigten mir Vertreter der US-Hanfszene gerade, wird weitergehen.
					</p>
					<p>
						Der Proposition ist es gelungen, dass Thema weg von der Kriminellenecke hin zu einem Thema zu bewegen, dass alle Bürger angeht. Die Fokusierung auf mögliche Steuereinnahmen und die (finanzielle und personelle) Entlastung der Justiz hat der Legalisierung Symphatieen in Bevölkerungsschichten eingebracht, die der Frage vor 2 Jahren noch deutlich ablehnender gegenüberstanden.
					</p>
					<p>
						Ich wünsche den amerikanischen Kollegen nun die Kraft, einen neuen Versuch zu wagen und die Ausdauer, die (vermutlich nur zwei) Jahre bis zu einer neuen Abstimmung für vielfache und vielfältige Aufklärungsarbeit zu nutzen.
					</p>
					<p>
						<strong>Kein falsches Verbot besteht ewig! Die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel wird kommen.</strong> Es ist an uns dafür zu streiten, dass dieser Tag bald kommen wird.
					</p>
				</div>
				<h2>Mehr zum Thema "Cannabis in Kalifornien"</h2>
				<ul>
					<li><a href="http://yeson19.com/" title="Yes on Proposition 19 - offizielle Webseite der Kampagne">Yes on 19</a> - Auf der offiziellen Webseite zur Volksabstimmung kann man sich umfassend informieren.</li>
					<li>Die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/California_Proposition_19_%282010%29" title="Informationen der WikiPedia über die Proposition 19">Proposition 19</a> hat einen eigenen Artikel in der WikiPedia.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/drogenpolitik-2009-rueckblick-januar-juni.html" title="Im 1. Teil des drogenpolitischen Jahresrückblicks geht es um die Kräuterdroge Spice, einen kiffenden US-Schwimmstar und die deutschen Veranstaltungen zum GMM 2009.">Drogenpolitik 2009 - Ein Jahresrückblick (Januar-Juni)</a> - Im ersten Teil des drogenpolitischen Jahresrückblicks vom 23.12.2009 geht es um die Kräuterdroge Spice, einen kiffenden US-Schwimmstar und die deutschen Veranstaltungen zum GMM 2009.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/gmm-global-denken-lokal-legalisieren.html" title="GMM 2009: Der Global Marihuana March und der Krieg gegen Drogen - Eine Reise um die Welt">GMM = Global denken + lokal legalisieren!</a> - Am 17.03.2009 lud ich zu einer virtuellen Reise um die Welt ein und stellte dabei die Veranstaltungen zum Global Marijuana March vor.</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/california-dreamin-proposition-19-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/california-dreamin-proposition-19.html</link>
			<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 13:18:10 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2010-11-02:/drogen/california-dreamin-proposition-19.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Green New Deal ohne Hanf?</title>
			<description><![CDATA[
				<img class="right" src="http://usualredant.de/images/drogen/hanffeld-green-new-deal.jpg" alt="Nutzhanffeld mit der Aufschrift -Green New Deal-" width="241" height="343" />
				<p>
					Als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise der späten 20er Jahre des letzten Jahrhunderts erfand der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt 1933 den "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/New_Deal" title="Informationen der WikiPedia über die US-amerikanische Wirtschaftspolitik namens New Deal">New Deal</a>". Mit massiven staatlichen Investitionen kämpfte die Rooseveltregierung in den folgenden zehn Jahren gegen Massenarbeitslosigkeit und die Verarmung weiter Bevölkerungsschichten.
				</p>
				<p>
					80 Jahre später erinnerte sich die Welt angesichts einer neuen tiefgreifenden Krise der Finanz- und Arbeitsmärkte an das erfolgreiche Konzept.<br />
					<a href="http://www.thomaslfriedman.com/" title="Webseite des Journalisten Thomas L. Friedman">Thomas L. Friedman</a>, ein angesehener US-amerikanischer Wirtschaftsjournalist erfand 2007 den "<a href="http://www.nytimes.com/2007/04/15/magazine/15green.t.html?pagewanted=1&amp;_r=2&amp;ei=5087&amp;em&amp;en=6d53d735b961773d&amp;ex=1176868800" title="The power of Green - New Yorck Times vom 15.04.2007">Green New Deal</a>" und forderte in der Zeitung "New York Times" dazu auf, steigenden Ölpreisen, wachsenden Umweltproblemen und dem Kollaps des Kreditmarktes zu begegnen, indem die Regierungen mittels staatlicher Investitionsprogramme <strong>die Entwicklung nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energiequellen forcieren</strong>.
				</p>
				<h2>Ökölogische Produkte zur Finanzmarktrettung</h2>
				<p>
					Der dem zugrundeliegende Gedanke ist, dass die Regierungen angesichts der aktuellen Finanzmarktprobleme ein Eingreifen ohnehin nicht verhindern können und nur die Konzentration staatlicher Mittel auf "grüne" Industrien in der Lage ist, die Wirtschaft anzukurbeln und gleichzeitig den Klimawandel zu bremsen. 
				</p>
				<p>
					Besonders in den USA fiel die Idee auf fruchtbaren Boden. Noch immer gelten die Jahre vor dem Eintritt der USA in den zweiten Weltkrieg vielen Amerikanern als das "goldene Zeitalter" ihrer Nation.
				</p>
				<p>
					So verwundert es kaum, dass es nur wenige Monate dauerte, bis die Idee "Green New Deal" von der UNO aufgegriffen wurde. Am 22. Oktober 2008 kündigte der Direktor des <abbr title="United Nations Environment Programme, UN-Umweltbehörde">UNEP</abbr> (United Nations Environment Programme, UN-Umweltbehörde) Achim Steiner die Initiative "<a href="http://www.unep.org/documents.multilingual/default.asp?documentid=548&amp;articleid=5957&amp;l=en" title="Presseerklärung der UNEP zum Global Green New Deal">Global Green New Deal</a>" an.
				</p>
				<p>
					Hilary Benn, damals Staatssekretär im britischen Umweltministerium sagte anlässlich der UNEP-Initiative: <q title="Presseerklärung von Hillary Benn zum Global Green New Deal">Die Revolution der Grünen Technologie muss an Fahrt gewinnen, da zukünftig ein wachsender Teil der Jobs auf der Welt in der Umweltindustrie entstehen wird.</q>
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.jackherer.com/" title="Webseite des US-amerikanischen Hanfaktivisten Jack Herer"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/jack-herer-us-hanfaktivist.jpg" alt="Portrait des US-amerikanischen Hanfaktivisten Jack Herer" width="241" height="350" /></a> US-Hanfpionier <a href="http://www.jackherer.com/" title="Webseite des US-amerikanischen Hanfaktivisten Jack Herer">Jack Herer</a> (1939 - 2010)</div>
				<p>
					<q title="Presseerklärung von Hillary Benn zum Global Green New Deal">Großbritannien hat sich dem Aufbau einer grünen Ökonomie verschrieben - Zuhause wie im Ausland: Sie wird gut für die Geschäfte sein, gut für die Umwelt und gut für das Wachstum. Die UNEP-Initiative wird helfen, den Wechsel zu meistern, insbesondere weil sie zu verstehen hilft, wie sehr unsere Existenz von der Umwelt abhängt - von Boden, Luft, Wasser und Biodiversität.</q>
				</p>
				<p>
					Diese <q title="Offener Brief des US-Hanfaktivisten Jack Herer">schönen Worte</q> so der US-Hanfpionier <a href="http://www.jackherer.com/" title="Webseite des US-amerikanischen Hanfaktivisten Jack Herer">Jack Herer</a> hatten für ihn (und weite Teile der Ökobewegung) nur einen Makel - <strong>Die für die Erneuerung des Planeten potentiell wichtigste Pflanze kommt in den Plänen der UNEP garnicht vor</strong>. <q title="Jack Herer in einem Artikel der New York Times">Dabei hat nur die uralte Nutzpflanze Hanf, Cannabis sativa L., das Potential zum Weltenretter. Nach ihrer Re-Legalisierung könnte sie die stetig wachsende Weltbevölkerung kostengünstig und CO2-neutral mit Kleidung, Nahrung und Treibstoff versorgen.</q> so Herer in der New York Times.
				</p>
				<p>
					Herer mag es mit dem "Weltenretter Hanf" klassisch amerikanisch übertreiben, eine genauere Betrachtung der ökologischen Möglichkeiten der Pflanze lohnt sich aber allemal. Immerhin war Cannabis schon einmal <strong>Motor und Schmiermittel der Weltwirtschaft</strong>.
				</p>
				<h2>Cannabis - Energiepflanze mit Geschichte</h2>
				<p>
					Bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhundert war Hanf die weitverbreiteste und für die Menschheit wichtigste Nutzpflanze. Das Öl seiner Samen erleuchtetet die Nächte, Kleidung aus Cannabisfasern  hielt die Menschen warm, Hanfsegel und -seile machten den Transport über Kontinente hinweg überhaupt erst möglich. Dem machte ein kleiner Kreis US-Großindustrieller und ihre zum Drogenzar gehypte Marionette <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_J._Anslinger" title="Informationen der WikiPedia über den US-Drogenzar Harry J. Anslinger">Harry J. Anslinger</a> ein radikales Ende.
				</p>
				<p>
					Die erdölsüchtige Welt in der wir aufwachsen und die verheerenden Auswirkungen des Welthungers nach fossilen Brennstoffen hätten wir ohne das 1937 in den USA "erfundene" und nach dem zweiten Weltkrieg weltweit exportierte Hanfverbot nie erlebt. <strong>Ohne Mellon, Hearst, Dupont und ihren "Vollstrecker" Harry J. Anslinger sähe unser Planet heute anders aus!</strong>
				</p>
				<p>
					Wenn wir wollen (und unsere politischen "Führer" an der Wahlurne, in Briefen und Emails dazu zwingen), kann <strong>Hanf DIE Pflanze des 21. Jahrhunderts</strong> werden. Der explodierende Energiebedarf der Menschheit könnte dabei ein wichtiger Verbündeter sein.
				</p>
				<p>
					Eine Hanfpflanze ist ja im Prinzip nichts anderes, als gespeicherte Sonnenenergie. Biomasse aus Licht zu erzeugen, dass schaffen alle grünen Pflanzen - doch <strong>nur wenige tun dies so effektiv, wie Cannabis</strong>.
				</p>
				<p>
					Wusstet ihr, dass Hanf auf der gleichen Fläche viermal so viel Biomasse erzeugt, wie die Fichte, die in unserem Land verbreitetste Energiepflanze? Wusstet ihr, dass für seinen Anbau im Gegensatz zum heute in Deutschland massenhaft als Ölsaat kultivierten Raps kaum Düngemittel, Pestizide und Fungizide benötigt werden? Wusstet ihr, dass die stinknormalen LKWs auf unseren Straßen ohne Umbau ab morgen CO2-neutral mit Hanf-Biodiesel fahren könnten?
				</p>
				<p>
					Ich bin mir sicher, dass beinahe alle PolitikerInnen im Deutschen Bundestag bei einer oder allen dieser Fragen "Nein" antworten würden. Es liegt an uns, ihnen die Möglichkeiten der <strong>Nutzpflanze Hanf als Energieträger, als Treibstoff der Zukunft, als CO2-neutralen Jobmotor</strong> - kurz als wichtigsten Verbündeten des "Green New Deals" schmackhaft zu machen. Demonstrationen wie der Hanftag oder die Hanfparade sind dafür ein wichtiges Werkzeug.
				</p>
				<h2>Ohne Cannabis kein Green New Deal</h2>
				<p>
					<q title="Barack Obama in einer Rede über erneuerbare Energiequellen">Der Klimawandel ist nicht nur ein Problem, er ist auch eine Chance (um Hanf zu legalisieren? a.d.A.). Er bietet uns die Gelegenheit, überall im Land neue Arbeitsplätze zu schaffen, indem wir unsere Energieversorgung umstellen. Das <strong>stärkt unsere Wirtschaft, erhöht unsere Sicherheit, verringert unsere Abhängigkeit von ausländischem Öl</strong> und stellt sicher, dass wir in den kommenden Jahrzehnten wettbewerbsfähig sind. Und all das, während wir den Planeten retten. Wir werden diese Gelegenheit nicht verpassen.</q> so Barack Obama anläßlich einer Rede über erneuerbare Energie.
				</p>
				<p>
					<strong>Der ökologisch nachhaltige Umbau der Weltwirtschaft bleibt ohne Cannabis Illusion!</strong> Kein Green New Deal ohne Hanf!
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema "Green New Deal"</h2>
				<ul>
					<li>Thesenpapier der UNEP: "<a href="http://www.unep.org/documents.multilingual/default.asp?documentid=548&amp;articleid=5957&amp;l=en" title="Press statement of the UNEP 22.10.2008">Global Green New Deal</a> - Environmentally-Focused Investment Historic Opportunity for 21st Century Prosperity and Job Generation"</li>
					<li><a href="http://www.boell.de/oekologie/marktwirtschaft/oekologische-marktwirtschaft-green-new-deal-6656.html" title="Informationen der Böll Stiftung über den Green New Deal">Green New Deal - Investieren in die Zukunft</a> - Dosier der Böllstiftung zum Green New Deal abläßlich der Konferenz "Die Große Transformation - Greening the Economy" am 28. und 29.05.2010 in Berlin.</li>
					<li><a href="http://www.hanfplantage.de/kein-new-green-deal-ohne-hanf-05-06-2009" title="Artikel des Hanfplantage vom 05.06.2009">Kein Green New Deal ohne Hanf</a> - Brief von Martin Steldinger an das Berlin21 Fachforum "Klimawandel und Energie" vom Juni 2009</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/nuetzliches-cannabis-interview-mit-tv-berlin.html" title="Im Interview mit Sarah Maria Breuer erkläre ich, warum ich für die Legalisierung von Cannabis kämpfe und was das mit dem Hanflabyrinth Berlin zu tun hat.">Nützliches Cannabis - Interview mit TV.Berlin</a> Am 26.07.2009 erklärte ich Sarah Maria Breuer im TVBerlin Morgenmagazin, warum ich für die Nutzpflanze Cannabis kämpfe und was das mit dem Hanflabyrinth Berlin zu tun hat.</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/green-new-deal-ohne-hanf-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/green-new-deal-ohne-hanf.html</link>
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 20:25:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2010-08-26:/drogen/green-new-deal-ohne-hanf.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Meine Geschichte der Hanfparade 2006-2010</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Am 07.August findet in Berlin die <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis">14. Hanfparade</a> statt. Für die Augustausgabe des <a href="http://hanfjournal.de/" title="Kostenlose Monatszeitung für Cannabiskonsumenten">Hanf Journals</a> habe ich meine ganz persönliche Sicht auf die Geschichte Deutschlands größter Legalisierungsveranstaltung niedergeschrieben.
				</p>
				<p>
					Nachdem ich im ersten Teil über die <a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-1997-2000.html" title="Einer der Organisatoren von Deutschlands größter Legalisierungsdemo berichtet von den Hanfparaden der Jahre 1997 bis 2000">Geschichte der Hanfparade 1997-2000</a> berichtete, die ich "nur" als Besucher erlebte und in Teil 2 über die <a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2001-2005.html" title="Einer der Organisatoren von Deutschlands größter Legalisierungsdemo berichtet von den Hanfparade der Jahre 2001 bis 2005">Hanfparaden der Jahre 2000-2005</a> den Kampf auch mit eigenem Engagement unterstützte, will ich heute, im letzten Teil der Artikelserie, einen Blick auf die jüngere Geschichte der Hanfparade werfen.
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2006-nutzhanf.jpg" title="Nutzhanf auf der Hanfparade 2006 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2006-nutzhanf-klein.jpg" alt="Nutzhanf auf der Hanfparade 2006" width="241" height="181" /></a> Nutzhanf auf der Hanfparade 2006 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2006-nutzhanf.jpg" title="Nutzhanf auf der Hanfparade 2006 - große Version">große Version</a>)</div>
				<h2>Was bisher geschah...</h2>
				<p>
					Die Hanfparade, die in ihren Anfangsjahren noch zehntausende auf die Strasse brachte musste seit der Jahrtausendwende vielerlei Rückschläge einstecken.<br />
					Trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung war das Verbot der Abschlusskundgebung der Hanfparade 2005. Durch die nur wenige Tage vor der Veranstaltung ergangene Entscheidung des Berliner Umweltamtes stand der Verein Bündnis Hanfparade e.V. mit dem Rücken zur Wand.
				</p>
				<p>
					Der finanzielle Kollaps, so war allen Beteiligten klar, würde sich nur dann abwenden lassen, wenn die Hanfparade 2006 ein dreifacher Erfolg würde. Unsere Ziele hießen <strong>mehr Teilnehmer, mehr Sponsoren, mehr Medienecho</strong>.
				</p>
				<h2>2006 - Legalisierung Jetzt! Umdenken statt Milliarden verschenken!</h2>
				<p>
					Im Frühling 2006, dass es eine 10. Hanfparade unter dem Motto <strong>"Legalisierung Jetzt! Umdenken statt Milliarden verschenken!"</strong> geben würde, stand längst fest, hatte Torsten eine Idee, die so verrückt war, dass wir sie einfach durchziehen mussten. Und so wuchsen unter Uckermärker Sonne 10.000 Hanfpflanzen heran, mit denen wir das Brandenburger Tor begrünen wollten.
				</p>
				<p>
					Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es harte Arbeit war, die Polizei und die Versammlungsbehörde von diesem Plan zu überzeugen, aber irgendwie gelang es, dieses und tausend andere Probleme zu lösen und drei LKW-Ladungen lebende Hanfpflanzen zum "Heiligtum deutschen Patriotismus" zu bringen.
				</p>
				<p>
					Für 24 Stunden ging alles gut, doch dann kam Kriminalkommissar Freund (ja so hieß der wirklich), der <strong>hinter den harmlosen Nutzhanfpflanzen groß angelegten Drogenhandel vermutete</strong>.
				</p>
				<p>
					Mit Taschenmessern, Sägen und Heckenscheren gingen die Polizisten daraufhin ans Werk und vernichteten mit dem mobilen Feld die letzten Hoffnungen des Bündnis Hanfparade.
				</p>
				<p>
					Dass wieder nur wenig mehr als 1.500 Teilnehmer den massiven Kontrollen trotzten, geriet angesichts des grün-weißen Ernteeinsatzes zur Nebensache.
				</p>
				<p>
					Als Leiter der Versammlung flatterte mir wenige Tage später eine <strong>Anzeige "wegen des illegalen Anbaus von Cannabis am Brandenburger Tor"</strong> ins Haus. Als Vorstand des Bündnisses hatte ich darüber hinaus das zweifelhafte Vergnügen unsere Gläubigern und das Finanzamt über unsere Zahlungsunfähigkeit zu informieren.
				</p>
				<p>
					Die Hanfparade 2006 war ein Medienspektakel, noch heute wird das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=F73Ao4uRVc0" title="Hanfparade 2006: Polizei schneidet Hanf ab - Video bei Youtube ansehen">Video der Polizeiaktion</a> jeden Tag rund 100mal angesehen, und doch ist sie <strong>der Tiefpunkt meiner Bemühungen um einen legalen Hanfmarkt</strong>.
				</p>
				<p>
					Ich war vom Besucher über den "Job" als Bühnenordner zum Versammlungsleiter der Demonstration geworden und sollte nun ihr Totengräber sein. Die Hanfparade war doch tot oder nicht?
				</p>
				<h2>2007 - Gegen Gift im Gras</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2007-flyer.jpg" title="Flyer der Hanfparade 2007 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2007-flyer-klein.jpg" alt="Flyer der Hanfparade 2007" width="241" height="334" /></a> Flyer der Hanfparade 2007 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2007-flyer.jpg" title="Flyer der Hanfparade 2007 - große Version">große Version</a>)</div>
				<p>
					Noch im Frühling 2007 sah es so aus, als würde es in Berlin keine Legalisierungsdemo mehr geben, doch ein kleiner unbeugsamer Haufen wollte der bereits beerdigten Idee von der Straße als demokratischer Bühne neues Leben einhauchen.<br />
					"Gegen Gift im Gras!" zogen Tribble und seine Mitstreiter zu Felde. Legaler Eigenanbau sollte die Konsumenten vor der Profitgier des Schwarzmarktes schützen.
				</p>
				<p>
					Dank der Unterstützung des Hanf Journals, dass mit "Vibez to Legalize" eine für alle Teilnehmer kostenlose Afterparty im YAAM auf die Beine stellte, gelang es selbst ohne große Mobilisierungskampagne endlich wieder mehr Menschen zur Hanfparade zu bewegen.
				</p>
				<p>
					Ok, mit rund 2000 Teilnehmern war die Parade immernoch weit von der Beteiligung in der guten alten Zeit entfernt, aber mit viel mehr Zuspruch hatte im neuen Team keiner gerechnet. Immerhin standen nur 700,- Euro zur Verfügung. Ein Betrag, der in den ersten Jahren noch nicht einmal für die Miete der nötigen Dixiklos gereicht hätte.
				</p>
				<h2>2008/9 - Mühsam ernährt sich das Hanfhörnchen</h2>
				<div class="p-c"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/leittransparent-hanfparade-2008.jpg" title="Leittransparent der Hanfparade 2008 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/leittransparent-hanfparade-2008-klein.jpg" alt="Leittransparent der Hanfparade 2008" width="600" height="247" /></a> Leittransparent der Hanfparade 2008 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/leittransparent-hanfparade-2008.jpg" title="Leittransparent der Hanfparade 2008 - große Version">große Version</a>)</div>
				<p>
					Die Hanfparaden der Jahres 2008 und 2009 sind schnell erzählt. Nur langsam wuchs das Vertrauen der Sponsoren in das neue Organisatorengespann, ebenso langsam wuchsen auch die Teilnehmerzahlen. Vom rauschenden Fest der Neunziger ist die Hanfparade noch immer weit entfernt und doch blicken wir Organisatoren mit Zuversicht auf den 7. August.
				</p>
				<p>
					Gegen alle Widerstände, trotz Polizeischikanen und Behördenwillkür hat sich die Hanfparade im politischen Kalender der Hauptstadt festgebissen. Drei Generationen Hanfbegeisterte haben die Hanfparade am Leben gehalten, haben geschwitzt, geschuftet, geflucht und geweint, damit ihr ein fröhliches Politspektakel genießen könnt. Ich bin stolz darauf, Teil dieser Geschichte zu sein.
				</p>
				<h2>2010 - Cannabis ist Weltkultur</h2>
				<p>
					Als ich mich 1997 mit ein paar Freunden auf den Weg nach Berlin machte, hätte ich mir nicht träumen lassen, eines Tages auf zehn Jahre Arbeit für die Legalisierung und 14 Hanfparaden in Berlin zurück zu blicken. Wen ihr den Mut habt, dem Schicksal eine Chance zu geben, wer weiß, wohin <strong>euch</strong> ein Besuch der Hanfparade führen wird?
				</p>
				<p>
					Dank "Medical Marjuana" und kalifornischen Legalisierungsträumen ist auch in Deutschland manche Tür wieder einen Spalt geöffnet, die für Hänflinge lange fest verschlossen war. Sie zu durchschreiten, die Freiheit für die Kulturpflanze Cannabis zu erkämpfen, das können wir nur gemeinsam.
				</p>
				<p>
					Die Hanfparade am 07.August 2010 mag nicht so groß, so bunt oder so toll sein wie "früher", doch heißt es nicht: <strong>"Der Zwerg auf dem Kopf des Riesen sieht weiter als dieser"!?</strong>
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema "Hanfparade"</h2>
				<ul>
					<li><a href="http://www.hanfparade.de/" title="Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genußmittel">Cannabis ist Weltkultur - Hanfparade 2010</a> - Am Samstag 07.August beginnt die 14. Ausgabe Deutschlands größter Demonstration für die Legalisierung von Cannabis um 13:00 Uhr am Fernsehturm auf dem Berliner Alexanderplatz. Die Demo führt über Oranienstraße, Friedrichstraße und Unter den Linden zum Reichstag. Im Anschluss bis 22:00 Uhr Kundgebung mit Reden, Trucks, DJs, Livemusik und jeder Menge Infos.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-1997-2000.html" title="Einer der Organisatoren von Deutschlands größter Legalisierungsdemo berichtet von den Hanfparaden der Jahre 1997 bis 2000">Meine Geschichte der Hanfparade 1997-2000</a> - Im ersten Teil dieser Artikelserien berichtete ich aus der Sicht eines der Organisatoren von Deutschlands größter Legalisierungsdemo über die Hanfparaden der Jahre 1997 bis 2000.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2001-2005.html" title="Einer der Organisatoren von Deutschlands größter Legalisierungsdemo berichtet von den Hanfparade der Jahre 2001 bis 2005">Meine Geschichte der Hanfparade 2001-2005</a> - Der zweite Teil der Artikelserie vom 26.07.2010 beschäftigt sich mit den Hanfparade der Jahre 2001 bis 2006, die ich maßgeblich selbst mitgestaltet habe.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html" title="Im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin erklärt Steffen Geyer das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade. Außerdem beschreibt er, wie er sich die Legalisierung von Cannabis vorstellt.">Die Hanfparade - Ziele, Motivation und Erfolge</a> - Am 01.08.2009 erklärte ich im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade. Außerdem beschrieb ich, wie ich mir die Legalisierung von Cannabis vorstelle.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/poster-hanfparade-2009-entwurf.html" title="Ich stelle mein Design für ein Hanfparadeposter zur öffentlichen Diskussion und erkläre, warum ich das Motiv -Verkehrszeichen- gewählt habe.">Entwurf für Poster zur Hanfparade 2009</a> - Am 27.05.2009 stellte ich mein Design für ein Poster zur Hanfparade 2009 zur öffentlichen Diskussion und erklärte, warum ich das Motiv -Verkehrszeichen- gewählt habe.</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2006-2010-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2006-2010.html</link>
			<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 14:31:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2010-07-29:/drogen/hanfparade-2006-2010.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Meine Geschichte der Hanfparade 2001-2005</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Am 07.August findet in Berlin die <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis">14. Hanfparade</a> statt. Für die Augustausgabe des <a href="http://hanfjournal.de/" title="Kostenlose Monatszeitung für Cannabiskonsumenten">Hanf Journals</a> habe ich meine ganz persönliche Sicht auf die Geschichte Deutschlands größter Legalisierungsveranstaltung niedergeschrieben.
				</p>
				<p>
					Nachdem ich im ersten Teil über die <a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-1997-2000.html" title="Einer der Organisatoren von Deutschlands größter Legalisierungsdemo berichtet von den Hanfparaden der Jahre 1997 bis 2000">Geschichte der Hanfparade 1997-2000</a> berichtete, die ich "nur" als Besucher erlebte, soll es heute um die Hanfparaden 2000-2005 gehen, die ich aktiv mitgestaltet habe.
				</p>
				<div class="p-c"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2001-schweizer-hanfbus.jpg" title="Schweizer Hanfbus auf der Hanfparade 2001 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2001-schweizer-hanfbus-klein.jpg" alt="Schweizer Hanfbus auf der Hanfparade 2001" width="600" height="175" /></a> Schweizer Hanfbus auf der Hanfparade 2001 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2001-schweizer-hanfbus.jpg" title="Schweizer Hanfbus auf der Hanfparade 2001 - große Version">große Version</a>)</div>
				<h2>2001 - Kein Krieg gegen Pflanzen</h2>
				<p>
					2001 war für mich ein besonderes Jahr, eine besondere Hanfparade. War ich bisher eher Besucher als Teilnehmer, eher Zaungast als Akteur, wollte ich bei der fünften Hanfparade selbst Hand anlegen. Das "Wichtigkärtchen", das mich damals als Bühnenordner kennzeichnete, hüte ich bis Heute wie einen Schatz, steht es doch für den <strong>Beginn meiner "Aktivistenkarriere"</strong>.
				</p>
				<p>
					Die Hanfparade unter dem Motto <strong>"Kein Krieg gegen Pflanzen"</strong> war politischer den je und führte von der Parteizentrale der SPD zum Roten Rathaus. Doch die Teilnehmerzahlen gingen erneut zurück. Ernüchterung über die Unbeweglichkeit der Politik hatte sich unter den deutschen Kiffern breitgemacht und begann auch die wenigen Aktiven zu befallen.
				</p>
				<h2>2002 - Für Hanfgebrauch! Gegen Hanfmi&sect;&sect;brauch! Aufklärung statt Verbote!</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2002-straeflinge.jpg" title="Sträflingaaktion auf der Hanfparade 2002 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2002-straeflinge-klein.jpg" alt="Sträflingaaktion auf der Hanfparade 2002" width="241" height="161" /></a> Sträflingaaktion auf der Hanfparade 2002 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2002-straeflinge.jpg" title="Sträflingaaktion auf der Hanfparade 2002 - große Version">große Version</a>)</div>
				<p>
					Doch noch war der "Krieg" nicht verloren und so riefen wir (ich hatte mich inzwischen zu einem Teil des Organisationsteams gemausert) im Jahr 2002 dazu auf, <strong>"Für Hanfgebrauch! Gegen Hanfmi&sect;&sect;brauch!"</strong> auf die Straße zu gehen. <strong>"Aufklärung statt Verbote!"</strong> war unser gemeinsames Ziel und Hans-Christian Ströbeles "Gebt das Hanf frei" der Satz des Tages.
				</p>
				<p>
					Um ein Haar wäre die Geschichte der Hanfparade an dieser Stelle zu Ende gewesen. Die alten Hasen im OrgaTeam hatten kurz gesagt die Schnauze voll. Persönliche Konflikte, fehlende Anerkennung und die nie enden wollende Arbeit forderten ihren Tribut.<br />
					Das Aus wollten wir "Jüngeren" jedoch nicht hinnehmen und so machte sich eine neue Mannschaft daran, eigene Fehler zu begehen.
				</p>
				<h2>2003 - Gebt das Hanf frei!</h2>
				<p>
					Viele, viele Stunden verbrachten wir bis zur 7. Hanfparade im schlecht belüfteten Keller des Hanf Museum. Voller Hoffnung auf bessere Zeiten, hatte doch Stephan Raab aus Ströbeles Satz einen Charthit gemacht und Kiffen war in aller Munde.
				</p>
				<p>
					Trotzdem wollten im Jahr 2003 nur 5.000 Menschen unter dem Motto <strong>"Gebt das Hanf frei!"</strong> demonstrieren. Wieder ein Rückschlag, diesmal garniert von der in martialischer Schutzkleidung auftretenden Polizei, die sich nicht zu schade war, Menschen wegen eines Joints aus der Menge zu greifen.
				</p>
				<p>
					Einen meiner schlimmsten Hanfparade-Momente erlebte ich am nächsten Tag, als mir vom Titelblatt der BZ (so etwas wie die "Bild" für Berlin) die Schlagzeile <em>"Hanfparade - Kiffer pissen Kirche an"</em> entgegen lächelte.
				</p>
				<h2>2004 - Get Wise Legalize! Drogenfahnder zu Kleingärtnern</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-bierbauch.jpg" title="Hanf macht keinen Bierbauch Hanfparade 2004 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-bierbauch-klein.jpg" alt="Hanf macht keinen Bierbauch Hanfparade 2004" width="241" height="181" /></a> Hanf macht keinen Bierbauch - Hanfparade 2004 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-bierbauch.jpg" title="Hanf macht keinen Bierbauch Hanfparade 2004 - große Version">große Version</a>)</div>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-regentanz.jpg" title="Tanz im Regen auf der Hanfparade 2004 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-regentanz-klein.jpg" alt="Tanz im Regen auf der Hanfparade 2004" width="241" height="181" /></a> Tanz im Regen auf der Hanfparade 2004 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-regentanz.jpg" title="Tanz im Regen auf der Hanfparade 2004 - große Version">große Version</a>)</div>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-oranienplatz.jpg" title="Blick über die Abschlusskundgebung der Hanfparade 2004 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-oranienplatz-klein.jpg" alt="Blick über die Abschlusskundgebung der Hanfparade 2004" width="241" height="181" /></a> Blick über die Abschlusskundgebung der Hanfparade 2004 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-oranienplatz.jpg" title="Blick über die Abschlusskundgbung der Hanfparade 2004 - große Version">große Version</a>)</div>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-modenschau.jpg" title="Hanfmodenschau auf der Hanfparade 2004 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-modenschau-klein.jpg" alt="Hanfmodenschau auf der Hanfparade 2004" width="241" height="181" /></a> Hanfmodenschau auf der Hanfparade 2004 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2004-modenschau.jpg" title="Hanfmodenschau auf der Hanfparade 2004 - große Version">große Version</a>)</div>
				<p>
					Wenn wir die Hanfparade retten wollten, mussten wir etwas Neues probieren und so ging es im Jahr 2004 erstmals nicht in das politische Zentrum, sondern nach Kreuzberg, einem der Viertel von denen wir hofften, dort viele Konsumenten zu erreichen. <strong>"Get Wise - Legalize! Drogenfahnder zu Kleingärtnern!"</strong> lautete das Motto der nunmehr 8. Hanfparade.
				</p>
				<p>
					Als weise erwies sich die Entscheidung für den Kreuzberger Kiez und gegen den Mitte-Kommerz leider nicht. Erneut gingen die Teilnehmerzahlen zurück.
				</p>
				<h2>2005 - Wir sind das Hanf!</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2005-mehr-toleranz.jpg" title="In breiten Köpfen ist mehr Platz für Toleranz - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2005-mehr-toleranz-klein.jpg" alt="In breiten Köpfen ist mehr Platz für Toleranz" width="241" height="428" /></a> Mehr Platz für Toleranz - Hanfparade 2005 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2005-mehr-toleranz.jpg" title="In breiten Köpfen ist mehr Platz für Toleranz - große Version">große Version</a>)</div>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2005-transparent-polizei.jpg" title="Polizisten, wir wissen, was ihr mit unserem Gras macht - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2005-transparent-polizei-klein.jpg" alt="Polizisten, wir wissen, was ihr mit unserem Gras macht" width="241" height="161" /></a> Polizisten, wir wissen, was ihr mit unserem Gras macht (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2005-transparent-polizei.jpg" title="Polizisten, wir wissen, was ihr mit unserem Gras macht - große Version">große Version</a>)</div>
				<p>
					Je weniger Menschen wir motivieren konnten, sich für die Legalisierung zu engagieren, umso schwieriger wurde der Umgang mit den Behörden. Wer wie das Berliner Umweltamt die Millionenveranstaltung Loveparade zum Rückzug zwingt, der lacht über die Wünsche einer Handvoll Kiffer und so geschah 2005 das, was nie geschehen durfte.
				</p>
				<p>
					Wenige Tage vor der Parade unter dem Motto <strong>"Wir sind das Hanf!"</strong> verboten die Bürokraten die im Mauerpark geplante Abschlusskundgebung. Ohne Bühnen, ohne Nutzhanfareal, ohne Markt der Möglichkeiten und ohne Kinderland war die Hanfparade 2005 ein Trauerspiel.
				</p>
				<p>
					Einziger Lichtblick an diesem grauen Tag mit viel Polizei und nur rund 1.000 Demonstrierenden war eine spontane "Gegendemo", mit der "Drogenhändler"-Punks darauf hinwiesen, dass eine Legalisierung ihnen das Geschäft versaue.
				</p>
				<p>
					So erschreckend das verschwindend geringe Interesse der Kiffer an "ihrer Demo" für Außenstehende war, viel schlimmer empfanden wir Organisatoren die <strong>finanziellen Folgen der verbotenen Schlusskundgebung</strong>. Die Kombination aus neuen Verpflichtungen und alten Steuerschulden brachte das Bündnis Hanfparade, so hieß der Verein, der die Veranstaltung organisierte, an den Rand des Ruins. Ein Paukenschlag war nötig, falls es für Deutschlands dienstälteste Hanfdemo ein Morgen geben sollte.
				</p>
				<h2>To be continued...</h2>
				<p>
					Sicher wollt ihr nun wissen, was wir unternahmen, um das Bündnis Hanfparade und damit Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis zu retten. Nur Geduld - In den kommenden Tagen gibt es den dritten und letzten Teil meines Rückblicks auf meine liebste Freizeitverschwendung.
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema "Hanfparade"</h2>
				<ul>
					<li><a href="http://www.hanfparade.de/" title="Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genußmittel">Cannabis ist Weltkultur - Hanfparade 2010</a> - Am Samstag 07.August beginnt die 14. Ausgabe Deutschlands größter Demonstration für die Legalisierung von Cannabis um 13:00 Uhr am Fernsehturm auf dem Berliner Alexanderplatz. Die Demo führt über Oranienstraße, Friedrichstraße und Unter den Linden zum Reichstag. Im Anschluss bis 22:00 Uhr Kundgebung mit Reden, Trucks, DJs, Livemusik und jeder Menge Infos.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-1997-2000.html" title="Einer der Organisatoren von Deutschlands größter Legalisierungsdemo berichtet von den Hanfparaden der Jahre 1997 bis 2000">Meine Geschichte der Hanfparade 1997-2000</a> - Im ersten Teil dieser Artikelserien berichtete ich aus der Sicht eines der Organisatoren von Deutschlands größter Legalisierungsdemo über die Hanfparaden der Jahre 1997 bis 2000.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html" title="Im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin erklärt Steffen Geyer das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade. Außerdem beschreibt er, wie er sich die Legalisierung von Cannabis vorstellt.">Die Hanfparade - Ziele, Motivation und Erfolge</a> - Am 01.08.2009 erklärte ich im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade. Außerdem beschrieb ich, wie ich mir die Legalisierung von Cannabis vorstelle.</li>
					<li><a href="http://usualredant.de/drogen/poster-hanfparade-2009-entwurf.html" title="Ich stelle mein Design für ein Hanfparadeposter zur öffentlichen Diskussion und erkläre, warum ich das Motiv -Verkehrszeichen- gewählt habe.">Entwurf für Poster zur Hanfparade 2009</a> - Am 27.05.2009 stellte ich mein Design für ein Poster zur Hanfparade 2009 zur öffentlichen Diskussion und erklärte, warum ich das Motiv -Verkehrszeichen- gewählt habe.</li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2001-2005-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2001-2005.html</link>
			<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 13:19:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2010-07-26:/drogen/hanfparade-2001-2005.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Meine Geschichte der Hanfparade 1997-2000</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Am 07.August findet in Berlin die <a href="http://www.hanfparade.de/" title="Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis">14. Hanfparade</a> statt. Für die Augustausgabe des <a href="http://hanfjournal.de/" title="Kostenlose Monatszeitung für Cannabiskonsumenten">Hanf Journals</a> habe ich meine ganz persönliche Sicht auf die Geschichte Deutschlands größter Legalisierungsveranstaltung niedergeschrieben.
				</p>
				<div class="p-b-r"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-1997-legalize-it-joint.jpg" alt="Riesenjoint -Legalize it- auf der Hanfparade 1997" width="241" height="409" />"Legalize it" auf der Hanfparade 1997</div>
				<p>
					Für meine Leser habe ich zusätzlich noch meine ganz persönlichen Lieblingsbilder der langen Hanfparadengeschichte dazu gepackt :)
				</p>
				<h2>1997 - Legalisierung jetzt! Mit Hanf in die Zukunft</h2>
				<p>
					Als ich mich 1997 auf den Weg zur ersten Hanfparade machte, schien es als würde die <strong>Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel</strong> allerhöchsten noch bis Übermorgen auf sich warten lassen. Zehntausende strömten damals in die deutsche Hauptstadt, um dieses Gefühl des nahen Triumphs gemeinsam zu zelebrieren.
				</p>
				<p>
					<strong>"Legalisierung jetzt! Mit Hanf in die Zukunft"</strong> hieß die Losung des Tages, die wir nicht als politische Forderung sondern vielmehr als Beschreibung kommender Tage empfanden.
				</p>
				<h2>1998 - Der Kampf geht weiter</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-1998-brandenburger-tor.jpg" title="Hanfparade 1998 Blick auf das Brandenburger Tor - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-1998-brandenburger-tor-klein.jpg" alt="Hanfparade 1998 Blick auf das Brandenburger Tor" width="241" height="165" /></a> Blick über die Hanfparade 1998 am Brandenburger Tor (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-1998-brandenburger-tor.jpg" title="Hanfparade 1998 Blick auf das Brandenburger Tor - große Version">große Version</a>)</div>
				<p>
					Auch ein Jahr später, mitten im Wahlkampf zwischen Zigarre und Birne ...ehm... Schröder und Kohl, glaubten wir fest daran, unser Schicksal selbst in den Händen zu halten. Das gerade in Kraft getretene Hanfsamenverbot betrachteten wir lediglich als letzte Zuckungen des sterbenden Repressionsapparats.
				</p>
				<p>
					<strong>"Der Kampf geht weiter"</strong> war damals das Motto der mit weit über 50.000 Teilnehmern größten Hanfparade. <strong>Fünfzigtausend Kiffer</strong> vereint und ohne Angst, wer sollte uns jetzt noch aufhalten?
				</p>
				<p>
					Großartige Zeiten waren das, von denen wir "Alten", den "Nachgeborenen" mit einer Träne im Auge und einem seligen Lächeln auf den Lippen erzählen.
				</p>
				<p>
					Als Schröder die Wahl gewonnen hatte und die Koalitionsverhandlungen für das erste Rot-Grüne Bündnis auf Bundesebene begannen, wurde schnell klar - <strong>Das Schicksal der 4 Millionen deutschen Kiffer ist für SPD und Bündnis 90/ Die Grünen nicht mehr als "Verhandlungsmasse".</strong>
				</p>
				<p>
					Die Enttäuschung über die Untätigkeit der Menschen, die uns nur wenige Wochen vorher noch die Legalisierung versprachen, wog schwer. Nicht einmal das Samenverbot wollten Schily und Co wieder aufheben! Schock und Wut waren damals die vorherrschenden Reaktionen der Hanfszene.
				</p>
				<h2>1999 - Mit Hanf in die Zukunft</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-1999-transparente.jpg" title="Ein Meer von Transparenten auf der Hanfparade 1999 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-1999-transparente-klein.jpg" alt="Zahlreiche Transparente auf der Hanfparade 1999" width="241" height="163" /></a> Ein Meer von Transparenten auf der Hanfparade 1999 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-1999-transparente.jpg" title="Ein Meer von Transparenten auf der Hanfparade 1999 - große Version">große Version</a>)</div>
				<p>
					Doch wir glaubten weiter fest daran, dass unser Engagement den Unterschied machen kann. Immerhin wollte Rot-Grün noch ein paar Jahre an der Macht bleiben. Wir mussten sie also nur immer und immer wieder an ihre Versprechen erinnern und die Zeiten würden hanfiger werden.
				</p>
				<p>
					Wir wollten weiter <strong>"Mit Hanf in die Zukunft"</strong>, auch wenn dies Tag für Tag weniger wie eine Gewissheit und ein bisschen mehr nach Wunschtraum klang.
				</p>
				<p>
					Nach der Euphorie der ersten Jahre schmeckte 1999 doppelt bitter. Dazu trug auch das große Sterben bei, das in Folge des Verbots des lukrativen Samenhandels unter den Headshop in Stadt und Land grassierte. Der Geldbeutel saß bei Hanffreunden längst nicht mehr so locker, das merkte man auch der Hanfparade an, die erstmals auf eine große Bühne verzichten musste.
				</p>
				<h2>2000 - Legalize it globally!</h2>
				<div class="p-b-r"><a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2000-verlogener-politiker.jpg" title="Was würden sie wählen... Hanfparade 2000 - große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2000-verlogener-politiker-klein.jpg" alt="Was würden sie wählen... Hanfparade 2000" width="241" height="235" /></a>
					<p>
						<q title="Transparent auf der Hanfparade 2000">Was würden Sie wählen, wenn sie die Wahl hätten, zwischen einem anständigen Joint und einem verlogenen Politiker?</q>
					</p>
					Clevere Frage auf der Hanfparade 2000 (<a href="http://usualredant.de/images/drogen/hanfparade-2000-verlogener-politiker.jpg" title="Was würden sie wählen... Hanfparade 2000 - große Version">große Version</a>)
				</div>
				<p>
					<em>"Wem des eigen Haus zu eng, den zieht es in die Fremde"</em> und so setzte die Hanfparade im Jahr 2000 auf die Unterstützung internationaler Aktivisten und Sponsoren.
				</p>
				<p>
					<strong>"Legalize it globally!"</strong> hatten wir uns auf die Fahnen geschrieben und diesseits wie jenseits des großen Teichs Gleichgesinnte gefunden. Mit frischem (Niederländischen und Schweizer) Geld und neuen (US-amerikanischen und Kanadischen) Ideen wollten wir das Jahrhundert des Hanfs einläuten.
				</p>
				<p>
					Ein Ereignis wurde die Parade - Leider jedoch erst durch einen Sturm, der sich das Prädikat "Jahrhunderhagel" redlich verdiente, indem er mit golfballgroßen Geschossen in wenigen Minuten die komplette Bühnentechnik zerstörte.
				</p>
				<p>
					Immerhin sorgten die weit geöffneten Himmelsschleusen nebenbei für einen der ganz besonderen Momente der Hanfparadegeschichte. Getrieben von Wind, Hagel und Regen flüchteten die Besucher scharenweise in die einzigen überdachten Objekte weit und breit. Nie wieder waren deutsche Kiffer so froh Polizisten und ihre Fahrzeuge zu sehen.
				</p>
				<h2>To be continued...</h2>
				<p>
					Die Geschichte der Hanfparade war im Jahr der großen Zwei noch lange nicht an ihrem Ende. In den kommenden Tagen gibt es den nächsten Teil meines Rückblicks auf meine liebste Freizeitverschwendung.
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema "Hanfparade"</h2>
				<dl>
					<dt><a href="http://www.hanfparade.de/" title="Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genußmittel">Cannabis ist Weltkultur - Hanfparade 2010</a></dt>
					<dd>Am Samstag 07.August beginnt die 14. Ausgabe Deutschlands größter Demonstration für die Legalisierung von Cannabis um 13:00 Uhr am Fernsehturm auf dem Berliner Alexanderplatz. Die Demo führt über Oranienstraße, Friedrichstraße und Unter den Linden zum Reichstag. Im Anschluss bis 22:00 Uhr Kundgebung mit Reden, Trucks, DJs, Livemusik und jeder Menge Infos.</dd>
					<dt><a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-2009-ziele-motivation-erfolge.html" title="Im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin erklärt Steffen Geyer das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade. Außerdem beschreibt er, wie er sich die Legalisierung von Cannabis vorstellt.">Die Hanfparade - Ziele, Motivation und Erfolge</a></dt>
					<dd>Am 01.08.2009 erklärte ich im Gespräch mit Georg Meier vom Uniradio Berlin das politische Anliegen und die Geschichte der Hanfparade. Außerdem beschrieb ich, wie ich mir die Legalisierung von Cannabis vorstelle.</dd>
					<dt><a href="http://usualredant.de/drogen/poster-hanfparade-2009-entwurf.html" title="Ich stelle mein Design für ein Hanfparadeposter zur öffentlichen Diskussion und erkläre, warum ich das Motiv -Verkehrszeichen- gewählt habe.">Entwurf für Poster zur Hanfparade 2009</a></dt>
					<dd>Am 27.05.2009 stellte ich mein Design für ein Poster zur Hanfparade 2009 zur öffentlichen Diskussion und erklärte, warum ich das Motiv -Verkehrszeichen- gewählt habe.</dd>
				</dl>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/hanfparade-1997-2000-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/hanfparade-1997-2000.html</link>
			<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 13:53:10 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2010-07-22:/drogen/hanfparade-1997-2000.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Taliban gegen Taliban - (Nicht)Raucherkrieg in Bayern</title>
			<description><![CDATA[
				<p>
					Es kommt (zum Glück) selten vor, dass eine politische Entscheidung der bayerischen Bevölkerung quer durch die Republik mit lauten Hurrarufen honoriert wird. Das erfolgreiche <strong>Volksbegehren "Leben und Leben lassen - für echten Nichtraucherschutz in Bayern"</strong> war einer dieser raren Momente.
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.nichtraucherschutz-bayern.de/fileadmin/user_upload/Bilder/presse_print/frankenberger_2.JPG" title="Sebastian Frankenberger, Sprecher der Initiative -Ja zum Nichtraucherschutz- Große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/sebastian-frankenberger-ja-zum-nichtraucheerschutz.jpg" alt="Sebastian Frankenberger, Sprecher der Initiative -Ja zum Nichtraucherschutz-" width="241" height="168" /></a> Sebastian Frankenberger, Sprecher der Initiative "Ja zum Nichtraucherschutz"</div>
				<p>
					Mehr als 2 Millionen Bayern (61 Prozent der rund 3,5 Millionen abgegebenen Stimmen) unterstützten die von der "<a href="http://www.nichtraucherschutz-bayern.de/" title="Webseite des Nichtraucherschutz-Bündnisses">Interessengemeinschaft Volksbegehren Nichtraucherschutz</a>" eingereichte Initiative. Ihre Gegner, organisiert im Bündnis "<a href="http://www.bayern-sagt-nein.de/" title="Webseite der Anti-Volksbegehren-Initiative">Bayern sagt Nein</a>", konnten lediglich 1,2 Millionen Wähler mobilisieren.<br />
					Die Überwiegende Bevölkerungsmehrheit blieb der Abstimmung fern. Lediglich 37,7 Prozent der 9,4 Millionen Wahlberechtigten wollte über die Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes entscheiden.
				</p>
				<h2>Tabaklobby vs. Gesundheitsapostel - Wer kämpft gegen wen?</h2>
				<p>
					Für Außenstehende war es in den vergangenen Wochen schwer, im Dschungel wechselseitiger Verleumdungen und Diskreditierung, die den Wahlkampf rund um das Volksbegehren begleitete, den Überblick über die "Hintermänner" der beiden Initiatoren Sebastian Frankenberger (Ja zum Nichtraucherschutz) und Franz Bergmüller (Bayern sagt Nein) zu behalten. Jeder warf dem anderen vor, Gelder dubioser Unternehmen zu erhalten.<br />
					Bergmüller sei eine Marionette der Tabaklobby, hieß es. Frankenberger hänge am Tropf der Pharmariesen, so die prompte Antwort.
				</p>
				<p>
					"<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1215898/" title="Radiobeitrag des Deutschlandfunkd vom 01.07.2010">Viel Geld für viel Rauch</a>" titelte der Deutschlandfunk den Versuch die Gemengelage zu sortieren. <q title="aus dem Radiobeitrag -Viel Geld für viel Rauch-">Aber trotz stattlicher Summen im Hintergrund: Es ist ein ausgeglichener Kampf zwischen dem Ja- und dem Nein-Lager.</q> resümiert Michael Watzke im DLF.
				</p>
				<div class="p-b-r"><a href="http://www.bayern-sagt-nein.de/getfile.php?id=285" title="Franz Bergmueller, Sprecher und Initiator -Bayern sagt Nein!- Große Version"><img src="http://usualredant.de/images/drogen/franz-bergmueller-bayern-sagt-nein.jpg" alt="Franz Bergmueller, Sprecher und Initiator -Bayern sagt Nein!-" width="241" height="361" /></a> Franz Bergmueller, Sprecher und Initiator "Bayern sagt Nein!"</div>
				<p>
					Auch ohne einen Blick hinter die Kulissen ist die Liste der "Unterstützer" auf beiden Seiten erfurchtgebietend.
				</p>
				<p>
					Die Interessengemeinschaft Volksbegehren Nichtraucherschutz benennt <strong>ÖDP, Bündnis 90/Die Grünen, SPD</strong> und die Familienpartei als "<a href="http://www.nichtraucherschutz-bayern.de/buendnispartner.html" title="Übersicht über die Unterstützer der Nichtraucherschutzkampagne">Hauptorganisatoren</a>". Mindestens 30 <strong>Vereine, Sport- und Ärzteverbände</strong> unterstützen <q title="Von der Webseite der Interessengemeinschaft">das Volksbegehren tatkräftig</q>, darunter die Deutsche Krebshilfe und der Bayerische Landes-Sportverband mit seinen fast 4,4 Millionen Mitgliedern.
				</p>
				<p>
					Auch beim Blick auf die <a href="http://www.bayern-sagt-nein.de/page.php?id=13&amp;np=MV8x" title="Übersicht über die Unterstützer der Kampagne -Bayern sagt Nein-">Liste der Rauchverbotsgegner</a> wird schnell klar, dass hier geklotzt und nicht gekleckert werden soll. Diverse Brauereien, die <strong>Vereinigungen von Gastronomen, Schaustellern und Festwirten</strong>, vier Vertreter der <strong>Tabakindustrie und die Bayernpartei</strong> weist "Bayern sagt Nein" auf seiner Webseite als Initiatoren aus.<br />
					Dazu kommen mehr als <a href="http://www.facebook.com/pages/Bayern-Sagt-Nein/106265879394144" title="FAcebookseite von -Bayern sagt Nein-">15.500 UnterstützerInnen auf Facebook</a>. Die <a href="http://www.facebook.com/pages/Volksbegehren-Fur-echten-Nichtraucherschutz/77572014149" title="Facebookseite der Initiative Volksbegehren Nichtraucherschutz">Nichtraucherschützer</a> brachten die sozial Vernetzten beinahe doppelt so oft dazu, "Gefällt mir" zu klicken (aktuell 30.535).
				</p>
				<h2>Gesundheitsschutz oder Verbotsstaat - Worum geht es?</h2>
				<p>
					Nüchtern betrachtet hat am vergangenen Sonntag das bayerische Volk darüber entschieden, ob eine <a href="http://www.nichtraucherschutz-bayern.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/entwurfdesvb-gesetzes.pdf" title="Entwurf des neuen Gesundheitsschutzgesetztes für Bayern">Klausel des geltenden Gesundheitsschutzgesetzes</a> gestrichen wird.
				</p>
				<blockquote title="Erklärungen der Initiatoren zum Gesetzentwurf des Volksentscheides">
					<p>
						Der Gesetzentwurf des Volksentscheides unterscheidet sich von dem Wortlaut des bayerischen Gesundheitsschutzgesetzes in der Fassung vom 12.12.2007 nur in einem Punkt. Diese Änderung betrifft Art. 2 Nr. 8: Die Klausel "soweit [die Gaststätten] öffentlich zugänglich sind" wird ersatzlos gestrichen. Damit entfällt die Rechtsgrundlage für die Einrichtung von Raucherclubs.
					</p>
					<p><span>Erklärungen der Initiatoren zum Gesetzentwurf</span></p>
				</blockquote>
				<p>
					Ab dem 01. August gibt es demnach <strong>keine Ausnahmeregeln</strong> für kleine Eckkneipen (Einraumgastronomie mit überwiegendem Getränkeangebot), Raucherclubs und Festzelte. Lediglich auf dem diesjährigen Oktoberfest darf noch einmal im Bierzelt geraucht werden.
				</p>
				<p>
					Dank der weit weniger nüchtern argumentierenden Presse konnte man jedoch den Eindruck gewinnen, die Bayern hätten wahlweise "hunderte Todesopfer durch Passivrauchen verhindert" oder "tausende Gastwirte in den Ruin getrieben".
				</p>
				<p>
					Die Initiatoren sind an der überspitzten Darstellung in den Medien mitschuldig. <q title="aus der Presseerklärung des Bündnisses -Bayern sagt Nein- zum Abstimmungsergebnis">Damit sind wir nun im Verbotsstaat angekommen</q> erklärte Franz Bergmüller am "Tag danach". Sein ÖDP-Pendant Frankenberger verkündete: <q title="Titel der Presseerklärung der Initiative -Ja zum Nichtraucherschutz- zum Abstimmungsergebnis">Dieser Sieg ist ein Sieg des Volkes!</q>.
				</p>
				<h2>Wo Rauch ist, ist auch Feuer - Was passiert jetzt?</h2>
				<p>
					Die Entscheidung der bayerischen Wähler für einen konsequenteren Nichtraucherschutz wird derzeit weit über die Grenzen des Freistaats hinaus diskutiert. Ihre Befürworter sehen die Chance, im <strong>Rest der Republik ähnliche Initiativen</strong> zu gewinnen.
				</p>
				<p>
					So nutzte die ÖDP das Medieninteresse um den Start einer <a href="http://www.welt.de/die-welt/regionales/hamburg/article8328828/Volksinitiative-fuer-Rauchverbot-auch-in-Hamburg.html" title="Bericht der Welt über den Start der Hamburger Nichtraucherinitiative">analogen Kampagne in Hamburg</a> zu bewerben und die designierte niedersächsische Minderheitsregierungschefin Hannelore Kraft (SPD) befleißigte sich zu erklären, man habe sowieso vor gehabt, im Rahmen der Koalitionsvereinbarung "über dieses Thema zu sprechen".
				</p>
				<p>
					Die <strong>Rauchverbotsgegner wirken weniger organisiert</strong>. Auf überregionale Strukturen wie sie die an "Ja zum Nichtraucherschutz" beteiligten Parteien besitzen, kann (und will) "Bayern sagt Nein" nicht zurückgreifen. Auf "ihren Bergmüller" werden der Bundesverband der Zigarettenindustrie und die anderen Gegen-Initiatoren im Kampf um Hamburg oder Hannover nicht zurückgreifen können.
				</p>
				<p>
					Es geht aber längst um mehr als verqualmte Kneipen. Ähnlich den sich heimtückisch verbreitenden Schwaden passiven Tabakrauchs, greift die <strong>Diskussion über das Für und Wider strengerer Nichtraucherregeln</strong> auf andere Politikbereiche über. So <a href="http://julia-seeliger.de/rauchverbot-die-grunen-nannys/2" title="Artikel von Julia Seeliger über das Abstimmungsergebniss und das Verhalten der Grünen">beschwerte sich Julia Seeliger</a> angesichts der Bündnisgrünen Unterstützung für das <q title="aus dem Blogbeitrag -Rauchverbot: Die grünen Nannies-">totale Rauchverbot</q> bitterlich über mangelhaftes Freiheitsverständnis ihrer Grünen Parteifreunde.
				</p>
				<blockquote title="Aus dem Artikel -Rauchverbot: Die Grünen Nannies- von Julia Seeliger">
					<p>
						Dieser ganze Quatsch, den die Nannies da regelmäßig veranstalten, ist nicht durch Beschlüsse auf Bundesebene gedeckt. Bei den Netzsperren nicht, und bei der Anti-Rauch-Intiative auch nicht.<br />
						...<br />
						Es ist wohl eher eine tiefsitzende Einstellung des "Ich kann es besser und helfe deinem schwachen Fleisch mit einem Verbot". Was mehr und mehr nervt.
					</p>
					<p><span>Aus "Rauchverbot: Die Grünen Nannies" von Julia Seeliger</span></p>
				</blockquote>
				<p>
					Es scheint im öffentlichen Diskurs immer <strong>weniger um den Gesundheitsschutz der Nichtraucher</strong> und dafür mehr und mehr um den <strong>zulässigen Grad der Selbstschädigung durch die individuelle Lebensgestaltung</strong> zu gehen. Wesentlich spannender als die Frage nach der "richtigen Menge Verbot" wird wohl die Frage nach der "richtigen Menge Überwachung des Verbots" werden. Und wer, wen, wann und in wessen Auftrag überwacht und straft, das sucht man im Initiativtext vergeblich.
				</p>
				<p>
					Welche Auswirkungen der Willen der bayerischen Wähler auf das Leben der (Nicht-)Raucher und Gastwirte haben wird, ist zweifelhaft. Die realpolitische Tragweite der Wählerentscheidung wird aus meiner Sicht von beiden Fraktionen bewusst überschätzt...<br />
					Aber das diskutieren wir ein anderes Mal, ich rauch jetzt erstmal ne Zigarette :)
				</p>
				<h2>Mehr zum Thema "Nichtraucherschutz"</h2>
				<ul>
					<li>Auf der Webseite des bayerischen Wahlleiters findet ihr umfangreiche Informationen über das Abstimmungsverhalten beim <a href="http://www.volksentscheid2010.bayern.de/" title="Bayerischer Wahlleiter - Informationen zum Volksbegehren 2010">Volksbegehren 2010</a></li>
					<li>Die <a href="http://www.oedp.de/" title="Webseite der ÖDP">Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)</a> gilt als treibende Kraft hinter der Nichtraucherinitiative.</li>
					<li>Der Deutschlandfunk beleuchtete die beiden "Kampfhähne" und ihre Finanzies. Der Beitrag "<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1215898/" title="Radiobeitrag des Deutschlandfunkd vom 01.07.2010">Viel Geld für viel Rauch</a>" ist sehr hörenswert und auch als Transscript verfügbar.</li>
					<li>Informationen der WikiPedia über Risiken und Gesundheitsschäden durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Passivrauchen" title="Informationen der WikiPedia über das Passivrauchen">Passivrauchen</a></li>
				</ul>
				<p>
					(<a href="http://usualredant.de/drogen/raucherkrieg-in-bayern-kommentare.html" title="Lesermeinung zu diesem Artikel veröffentlichen">Kommentare</a>)
				</p>
			]]></description>
			<link>http://usualredant.de/drogen/raucherkrieg-in-bayern.html</link>
			<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 11:35:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">usualredant.de,2010-07-07:/drogen/raucherkrieg-in-bayern.html</guid>
		</item>
	</channel>
</rss>
