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Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung

Im Dialog mit Podium und Straße - Weiß der Geyer? Nr. 61

Der Jammer mit den Weltverbesserern ist, dass sie nie bei sich selber anfangen. (Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller)

Am heutigen Montag Abend wird wieder getalked. In der inzwischen 61. Ausgabe der drogenpolitischen Mitmach-Talkshow “Weiß der Geyer?” zwei ereignisreiche Wochen Revue passieren.

Auf dem Spickzettel stehen…

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Oregon (USA) - Erstmals Parlamentsinitiative für Legalisierung

Immer dieses Gerede von Drogenpolitik… Genuss braucht keine Politik. Genuss braucht Kultur. (Jan Ludewig)

Oregon State House on WeedOregon State House on Weed
Foto: The Weedblog

In den USA wird (schon wieder) Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit 1937 verabschiedete gestern ein im US-Bundesstaat Oregon ein Parlamentsausschuss eine Gesetztesinitiative zur Legalisierung von Cannabis.

Der von den regierenden Demokraten dominierte Gesundheitsausschuss will mit der “House Bill 3371” möglichen Volksentscheidsinitiativen von Cannabisaktivisten zuvorkommen und so in der politischen Diskussion um Hanf die aktive Position erhalten.

Die Parlamentarier reagieren damit auf die um sich greifende “Entmachtung” der Parlamente durch Volksentscheide, Bürgerbegehren und andere US-Spielarten direkter Demokratie.

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Legalisierungsargumente für Nichtkonsumenten (Teil 2)

Ein Drogentoter macht noch keine saubere Bahnhofstoilette! (Willy de Ville, US-amerikanischer Bluesmusiker)

Schuldenuhr - Foto: Henry Muehlpfort “Schuldenuhr”
Foto: Henry Muehlpfort

Nachdem ich mich im 1. Teil der Legalisierungsargumente für Nichtkonsumenten u.a. mit den Kollateralschäden der Polizeiarbeit gegen Drogenkonsumenten und den Folgen des durch die Prohibitionspolitik fehlenden Jugendschutzes beschäftigt habe, geht die TOP-10-Liste heute mit dem leidigen Thema “Geld” weiter.

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Sechs Thesen für Diskussionen über Drogenpolitik

Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut zu haben ohne Übermut - Das ist die Kunst des Lebens. (Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller)

Der überaus fleißige, bündnisgrüne Drogenpolitiker Maximilian Plenert hat gestern auf seinem Blog “Alternative Drogenpolitik” eine Sammlung von “sechs Thesen für einen Minimalkonsens in der Diskussion über Drogen” veröffentlicht. Obschon ich den Grundgedanken, argumentative Mindeststandards zu benennen, grundsätzlich richtig finde, kann ich mich Max bei seinen Thesen nicht anschließen.

UPDATE: Max hat mich darauf hingewiesen, dass die sechs Thesen einem Strategiepapier der britischen Drogenpolitikorganisation “Transform” entnommen sind.
Sie stammen aus “Tools for the Debate” (ab Seite 20), dienen als Zwischenüberschriften und sind mit Erklärungen versehen. Das Paper sei hiermit zur Lektüre empfohlen!

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Privat trotz Pirat: Wir haben das Recht zu schweigen

Aber vor Schelme, die den Mantel der Justiz gebrauchen, um ihre üblen Passiones auszuführen, vor die kann sich kein Mensch hüten. (Friedrich II von Preußen, preußischer König)

Gemälde einer Hausdurchsuchung im späten 19. Jahrhundert Schon immer scheiße - Hausdurchsuchung (Bildquelle: Linksunten)

Eine Hausdurchsuchung ist für den Betroffenen eine traumatische Erfahrung. Unbekannte, allzu oft unangenehme, Dritte durchwühlen den privaten Schutzbereich, gehen gedankenlos mit dem um, was man für unantastbar hielt… Noch “schlimmer” wird es, wen sich zur privaten Ohnmacht die öffentliche Demütigung gesellt.

Der Gesetzgeber und die Rechtsprechung wissen um die Gefahren des Mobs und geben Angeklagten in Strafverfahren deshalb besondere Schutzrechte. Dies betrifft u.a. die Berichterstattung in den Medien.

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