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Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung

Cannabis Social March in Österreich

In Wien startet am Samstag ein Versuch, jenseits des Hanfwandertages eine weiteres Legalisierungsevent in Österreich zu etablieren. Anlass für den “Cannabis Social March 2015” ist eine angekündigte “Reform des Suchtmittelgesetzes”, in der Kritiker den Versuch sehen, Cannabiskonsumenten zu Pathologisieren und ihnen die Beschuldigtenrechte (z.B. das Recht zu Schweigen) zu nehmen.

Organisiert wird die Demonstration von der Patientenorganisation Arge Canna und dem in Wien ansässigen “Hanf-Institut” rund um Toni Straka.

Straka, der noch vor wenigen Jahren im Auftrag und Namen des Österreichischen Hanf Verbandes unterwegs war, gibt sich in Interviews gern kämpferisch. Für die nur sehr spärlich beworbene “Groß”-Demonstration am kommenden Samstag erwartet er ähnlich viele TeilnehmerInnen wie beim traditionsreichen Hanfwandertag, der einmal im Jahr Anfang Mai im Rahmen des Global Marijuana March stattfindet.

Auch eine neue, von den Demoveranstaltervereinen betriebene Unterschriftenaktion wird laut Straka nicht weniger als ein Triumpf.
Bei unseren regelmässigen Infoständen in Wien ernten wir 99,95 Prozent Zustimmung zu Hanf als Heilmittel. Wir werden daher dem Parlament im kommenden Jahr gleich 65.000 Offline-Unterschriften überreichen, ehe diese Bürgerinitiative ins Online-Abstimmungsverfahren kommt.

Ich muss gestehen, dass ich bei dergleichen vollmundigen Ankündigungen stutzig werde, wünsche den österreichischen Kollegen jedoch von ganzem Herzen: Viel Erfolg!