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Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung

Drogenpolitik im Interview mit Studio Amsterdam

Wie ich schon mehrfach betont habe, bin ich Experte für alles. Mehrfach. Betont. (Sascha Lobo, selbsternannter Webprophet)

Cover zum Interview -Drogenpolitik im Studio Amsterdam- Download als MP3, OGG oder Opus

Vor ein einigen Tagen war ich per Telefoninterview Gast des Webradios Studio Amsterdam. Genauer gesagt wurde ich von Dieter Deuss zum Thema “Drogenpolitik und Legalisierung befragt”.

In der gut 2-stündigen Sendung kamen neben mir der drogenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke Frank Tempel und der Komiker Bernhard Hoecker zu Wort. Da ich mich an dieser Stelle darauf beschränke meinen Beitrag zu dokumentieren, sei darauf hingewiesen, dass sich auf Soundcloud ein vollumfänglicher Mitschnitt findet.

Da mich im Anschluss an das Interview einige Nachfragen erreichten, möchte ich meine Äußerungen öffentlich kommentieren und ergänzen.

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Wer legalisiert verliert - Cannabis muss verboten bleiben

Politik ist die Kunst, einem anderen so lange auf den Zehen zu stehen, bis er sich entschuldigt. (Charles Maurice de Talleyrand, französischer Diplomat)

Legalisierung - Nein Danke!

Wenn man sich intensiver mit Alternativen zum Cannabisverbot beschäftigt, läuft man Gefahr, vor lauter “guten Argumenten” den Blick dafür zu verlieren, dass viele Menschen in einer Legalisierung in erster Linie ein riskantes Experiment sehen.
Aus Sicht konservativer Drogenpolitiker hat die Prohibition durchaus Vorteile, die “wir” für erfolgreiche Aufklärungsarbeit unter Cannabisskeptikern kennen müssen.

Ich möchte deshalb heute einmal den Versuch unternehmen, liebgewonnene Welterklärungen abzustreifen und den Advocatus Diaboli geben.

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Mit Kifferromantik die Welt retten? Kritik am GMM-Poster

Politiker haben nur vor einer Gruppierung Angst - Und zwar vor Müttern. (Joseph Martin “Joschka” Fischer, deutscher Politiker)

Posterentwurf für den GMM 2013 in Deutschland Posterentwurf für den GMM
Layout by schmiddie

Am ersten Wochenende im Mai finden in aller Welt zeitgleich Veranstaltungen für die Legalisierung von Cannabis statt. Die Idee zu diesem seit Ende der Neunziger jährlich durchgeführten Aktionstag, dem Global Marijuana March (GMM), stammt vom US-amerikanischen Drogenpolitikaktivisten Dana Beal.
Leider finden sich in der Liste der mehr als 300 weltweit beteiligten Orte nur wenige deutsche Städte. Im letzten Jahr gab es lediglich in Berlin, Frankfurt/Main, Hannover und Potsdam GMM-Events. Das soll sich ändern!

Ein Werkzeug auf dem Weg zu mehr deutscher GMM-Beteiligung will das von der Berliner Agentur sowjet (u.a. Hanf Journal, Exzessiv) zur Verfügung gestellte, im ganzen Land nutzbare Poster “GMM in Deutschland” sein. Die Schwierigkeit bestand dabei darin, einen Entwurf zu finden, der für die Bewerbung einer breiten Palette an Aktionen verwendet werden kann. Das Poster soll den GMM-Aktiven die Wahl lassen. Egal ob Demonstration, Party, Konzert, Vorlesung oder Diskussion es muss immer passen.

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