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Steffen Geyer über Cannabis, Drogenpolitik und die Legalisierung

Talkkonzept: Hanf aber Fair

In der heutigen Episode des Tagesrauschs geht es um eine Aktion für die Zeit nach der Cannabispetition.

Apropos Petition…

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und euch und den mehr als 18.500 Unterzeichnern der Petition “Suchtgefahren - Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten” danken.

Danken dafür, dass ihr die Petition zur erfolgreichsten Unterschriftenaktion zugunsten von Cannabis in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gemacht habt.
Noch nie haben sich so viele Menschen mit ihrem guten Namen für eine ideologiefreie Drogenpolitik stark gemacht.

Die erfolgreichste Aktion ist die Cannabispetition allerdings nur gemessen an der Teilnehmerzahl. In meinen Augen ist es aber viel wichtiger, öffentliches Interesse am Thema und am Schicksal der Millionen deutschen Konsumenten zu wecken.
Aber auch den Job erledigt die Cannabispetition bisher ganz gut:

Es gab eine Pressemitteilung der Grünen Jugend, der JuLis (FDP), von solid’ (Die Linke) und eine der Piratenpartei Niedersachen.
Dazu kamen Aufrufe einzelner Bundestagsabgeordneter wie dem Linken Frank Tempel und Harald Terpe, dem drogenpolitischen Sprecher von Bündnis 90/ Die Grünen.

Und trotzdem fehlt etwas…

Bei aller berechtigten Euphorie über fünfstellige Petitions-Teilnehmerzahlen, was fehlt?

Wie weiter nach der Cannabispetition?

Wenn ich mir die Emails der vergangenen Tage ansehe, dann fehlt uns die Antwort auf die Frage: Was kommt danach? Wie schaffen wir es, den Schwung der Cannabispetition über die Zeichnungsfrist hinaus für Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen?
Was können wir tun, um den hmpfundsiebzig Millionen nichtkonsumierenden Menschen in Deutschland klar zu machen, dass das Ende der Petition nicht das Ende der Beschäftigung mit den Chancen und Risiken der Legalisierung von Cannabis ist?

Auch ich habe mir diese Frage gestellt und auf der Webseite der Hanfaktivisten eine mögliche Antwort gefunden.

Dort wurde nämlich dazu aufgerufen, sich dafür stark zu machen, dass sich die Polittalkshow “Hart aber Fair” mit der Cannabispetition beschäftigt.

Die Idee fand ich charmant und so hab ich ne Schippe Gehirnschmalz investiert und sie ein bischen konkreter ausgearbeitet. Herausgekommen ist dabei ein Konzept, das ihr als PDF auf meinem Server findet.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hätte Bock auf so eine “Hart aber Fair” Sendung.

Wer mailt gewinnt!

Wenn ihr sie auch einschalten würdet, dann sagt das doch am besten der Redaktion. Schickt einfach eine Mail an hart-aber-fair@wdr.de in der ihr schreibt:

Liebe Redaktion!

Ich habe im Internet ein Konzept für eine “Hart aber Fair”-Sendung zum Thema Cannabis gefunden und möchte sie bitten, darüber nachzudenken, dem Vorschlag unter http://usualredant.de/konzept-hart-aber-fair.pdf zu folgen.

So eine “Hart aber Fair”-Sendung würde ich gerne sehen! Ich bin mir sicher, dass es vielen anderen Zuschauern ähnlich ginge.

Mit freundlichen Grüßen

Bevor jetzt Fragen kommen, wie wahrscheinlich es ist, dass die Redaktion den Vorschlag aufgreift - Ich weiß es nicht! Ich hab sowas ja auch noch nie probiert.

Aber: Probieren geht über Studieren und was haben wir denn zu verlieren?
Also gebt euch nen Ruck und schickt dem WDR ne Mail!

In diesem Sinne - bis neulich!

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